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Willkommen beim PC-Gaming!

Ach, da hab ich dem Spätzle gestern versehentlich eine Lehrstunde zum Thema PC-Gaming geben müssen.

Eigentlich wollte er abends nur noch eine halbe Stunde Goat Simulator 3 spielen, aber dann wollte Ubuntu ein Update und dann war die Auflösung des Systems plötzlich auf 640 x 480 festgezurrt. Ich persönlich war an der Stelle noch gar nicht so verzweifelt, ist ja offensichtlich, dass beim Update irgendwelche falschen Grafiktreiber ausgewählt wurden.

Leider hab ich es nicht so schnell gefixt gekriegt, wie ein kleines ADHS-Spätzle das gerne gehabt hätte, denn ich bin auf ein Problem mit der grafischen Benutzeroberfläche von Ubuntu gestoßen: Ich hab das Fenster mit den zusätzlichen Treibern geöffnet, konnte auch einen Nvidia-Treiber auswählen, der mir irgendwie brauchbar erschien (Methode: Raten), nur waren sämtliche Bedienelemente wie z.B. der Button zum Bestätigen außerhalb des Sichtfeldes, das ja nun mit 480p ein bisschen eingeschränkt war. Und das Verschieben des Fensters half auch nichts, weil es immer zurückgesnappt ist, wenn ich es zu weit geschoben habe. Verkleinern auf sooo wenig Platz ging schonmal gar nicht.

Ich hab natürlich versucht mich durchzutaben, aber ohne Feedback habe ich es auch nicht getroffen. Einmal, zweimal, dreimal …?

Am Ende hab ich schon Terminalbefehle gegoogelt, um das ganze vielleicht ohne GUI machen zu können, aber dann hab ich mich einmal versehentlich aus dem aktuellen Desktop zur Auswahl der Desktops rausgeklickt und da hab ich dann gesehen, dass ich offensichtlich einmal zum richtigen Zeitpunkt Enter gedrückt hatte, weil da ein Ladebalken rödelte. ich konnte wegen der Auflösung zwar nichts lesen, aber ich hatte einen neuen Treiber ausgewählt, irgendwo blind bestätigt und jetzt lud irgendwas. Wie falsch sollte ich schon sein?

Es war insgesamt scheiße und die Stimmung zwischen uns beiden entsprechend. Will das nicht empfehlen. Hätte ich vermutlich in dem Fall auch besser handeln können, ich bin bei sowas leider auch nicht immer im perfekten Papa-Modus. Aber einer der großen Punkte der nächsten Jahre wird sicher auch sein, das Spätzle fit zu machen für all das, was die Technik so mit sich bringt und vielleicht ist das Wissen, dass selbst sowas wie Spielen nicht immer so einfach ist wie auf der Switch, wo alles einfach passiert und funktioniert, einer der Punkte, der dieses Wissen irgendwie ins kleine Gehirnchen bringt.

Vielleicht merkt er sich aber auch nur, dass ich es nicht toll fand, dass er wiederholt versucht hat, das Spiel zu starten, während ich irgendwas langweiliges an meinem eigenen Computer nachgeschaut habe. Man weiß es leider jetzt noch nicht.

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2025? 2026!

Eigentlich gehe ich davon aus, dass ich noch einmal schreiben werde dieses Jahr, aber man weiß ja nie. Und der 24.12. ist nun wirklich nicht der frühestmögliche Termin für einen Jahresrückblick.

Heute war dann Weihnachten. Ich weiß, Heiligabend. Aber da wir keine Familienbesuche zum Fest anstehen haben sind die nächsten beiden Tage arbeits- und einkaufsfrei, aber halt vergleichsweise wenig besonders. Heute hatten wir mit der mittäglichen Bescherung der Kids das, was Weihnachten eigentlich doch immer zum Highlight macht. Die Kinder waren entsprechend den halben Tag mit Warten und den halben Tag mit Bespielen der Geschenke zugange und im Gegensatz zu den letzten Jahren war das eigentlich eine entspannte Sache. Ja, das Spätzle war vormittags arg durch, was aber etwas dadurch entschärft werden konnte, dass ich ihn zum ungeplanten letzten Einkauf mitschleppen konnte.

Fragt nicht. Wir hatten vergessen, die Bestellung für Akkus abzuschicken und das hätte eine ganze Reihe von Geschenken zu einem veritablen Desaster gemacht.

Das Knöpfle hat sich reichlich martialisch durch die Verpackungen gearbeitet, aber letztlich hatten sie beide viel zu spielen, bzw. gerade das Spätzle viel zum Aufbauen. Im Gegensatz zum letzten Jahr lief das immerhin so ruhig, dass wir wirklich fast alle Geschenke heute schon durch hatten. Und ja, das sei an der Stelle erwähnt: Unsere Kinder haben viel Spielzeug und sie kriegen es nicht nur zu Weihnachten. Wir könnten das ganz pragmatisch ausschließlich mit dem ADHS des Spätzles erklären, der einfach wirklich enorm von verschiedenstem Input profitiert, aber um ehrlich zu sein halten wir auch nicht viel davon, das irgendwie künstlich zu verknappen. Sie haben drei Zimmer hier in der Wohnung – zwei davon sind keine Kinderzimmer, die sie bespielen können und in jedem davon haben sie einiges rumliegen oder -stehen. Spielen ist zuhause der wichtigste Teil ihres Lebens und wir glauben nicht daran, dass sich später rausstellt, dass sie ohne die Bluey-Carrera-Rennbahn glücklichere Menschen geworden wären.

Ich hab eben ein bisschen durch die Beiträge des letzten Dezembers gelesen und kann eigentlich ein halbwegs positives Feedback geben.

2025 war jetzt nicht DAS erlösende Jahr, es war wieder sehr anstrengend und es ist nächstes Jahr wieder viel Luft nach oben im Vergleich zum Status quo, aber die zwei Jahre davor waren um Längen schlechter.

Das Spätzle hat immer noch stark zu kämpfen und die Medikamente alleine richten es halt nicht, aber er hat in seiner neuen zweiten Schule Mittwochs deutlich mehr Spaß und verzweifelt vermutlich auch deswegen nicht an der Grundschule, die ihn massiv unterfordert. Dafür wächst sein Verständnis – auch für seine Situation z.B. – stetig und die Ausschläge nach unten sind nicht mehr so heftig. Dafür weiter Probleme mit Essen und Trinken, irgendwas ist immer und wir hoffen sehr, dass das auch vorüber geht.

Das Knöpfle will immer noch nicht groß werden und hält uns ordentlich auf Trab, aber die neue Kita funktioniert – trotz mancher Unlust morgens – auch überwiegend gut, er ist inzwischen quasi jeden Tag in der Turnhalle und der Vereinssport liegt dafür gerade flach. Was ok ist, auch wenn wir momentan den Mitgliedsbeitrag noch zahlen. Mal sehen, was 2026 wird. Ansonsten ist er trotz einiger Sorgen und Fragezeichen bezüglich seiner Entwicklung gerade in so einer tollen Verfassung und so selbstsicher und mit sich und der Welt zufrieden, dass wir eigentlich sehr optimistisch sind, weil wir das vom Spätzle nicht kannten. Der war in dem Alter depressiv, dagegen wirkt die Maincharacter-Attitüde des Zwerges einfach nur erfrischend.

Mir geht es insgesamt besser, auch wenn ich meine eigenen Ansprüche immer noch nicht wieder so ganz erfülle. Entsprechend hab ich mir persönlich wieder dies und das vorgenommen, aber nicht mehr aus purer Verzweiflung. Gewicht war nach dem tollen Jahr 2024 eigentlich enttäuschend. Bin wieder da, wo ich anfang 2025 auch war, aber hey. Ich war zwar zwischenzeitlich 8 kg drunter, aber auch 5 kg höher. Von 2024 aus betrachtet ist das immer noch ein Erfolg. Zu den letztjährigen Vorsätzen:

  1. Mehr schreiben: 2024 habe ich hier 44-mal geschrieben, 2025 anscheinend 95-mal. Kann man gelten lassen. Viel darüber hinaus zwar nicht, aber immerhin ein bisschen was.
  2. Mehr Social Media: Nicht so wirklich. Nur wenn ich wollte, aber das passt für mich gerade auch so. Ist gerade nicht so ein Ding.
  3. Mehr Lernen bei der Arbeit: Kommt mir immer noch zu wenig vor, liegt aber vielleicht am Job. Ich fühle mich immerhin inzwischen viel wohler.
  4. Öfter rausgehen: Nope. Kommt wieder auf die Liste.
  5. Weniger Podcasts: Jein. Hab’s nicht ganz durchgehalten, keine neuen anzufangen, aber dafür auch ein paar rausgeschmissen, die ich nicht mehr wollte. Bin eigentlich halbwegs zufrieden. Hab stattdessen auch echt mehr Musik gehört dieses Jahr und das hat gut getan.

Nächstes Jahr dann mehr schreiben, mehr Arbeit, mehr Musik, weniger Gewicht und mehr raus bei gleichzeitig mehr Schlaf. Hoffentlich. Weil’s halt gut wäre. Wenn es anders gut wird, isses auch ok. Aber so weltfremd scheinen mir meine Vorsätze dann ja auch nicht zu sein.

Vom Rest der Welt bin ich – wie ich ja erst geschrieben hatte – eigentlich nur noch entsetzt. Hoffentlich kriegen wir das noch irgendwie rumgerissen.

So, ist aber auch schon wieder spät jetzt. 🙂

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Sitzt eine KI auf dem Speicher

Also ich weiß ja, dass ich es manchmal ein bisschen mit den PC-Themen übertreibe, seit ich letztes Jahr meinen neuen Rechner gekauft habe, aber gerade ist der Markt wirklich so eine Shitshow, dass ich als interessierter Laie das Gaffen nicht sein lassen kann. Die Speicherpreise gehen durch die Decke und ich glaube, den meisten ist das Ausmaß des Problems nicht bewusst. Muss es auch nicht, mir sollte gerade eigentlich auch nichts egaler sein als das, denn wenn ich hier gerade eines im Überfluss hab, dann ist es Speicher. Ich hab für die nächsten Jahre ausgesorgt was das angeht. Wenn das so weiter geht, sogar finanziell:

Das sind die Nachfolgekits meines Arbeitsspeichers, der mich letztes Jahr 239 € gekostet hat.

Der Grund ist bekannt: KI braucht Speicher und die Hersteller kommen mit der Produktion nicht nach. Oder sie machen es gleich wie Micron und beschließen, gar nicht mehr für die Endkunden zu produzieren, sondern nur noch an die KI-Industrie zu liefern. Letzteres ist ein besonders fieser Twist an der Sache, denn man könnte sich jetzt zurücklehnen und denken, dass es dann halt so läuft wie vor ein paar Jahren, als alle Grafikkarten von Krypto-Minern aufgekauft worden waren. Nur sind die nach dem Hype einfach gebraucht und billig in den Markt gespült worden. Was halt schlecht klappt, wenn komplett andere Teile gebaut werden, wie das jetzt offensichtlich der Fall ist. Sprich: Wer weiß ob sich das schnell erholt, selbst wenn die KI-Bubble kollabieren sollte, was ich jetzt (als Nicht-Profi) für eine ziemlich logische Entwicklung in nächster Zeit halten würde.

Und ich weiß: Haha, der Computer von Sash ist schon wieder mehr wert als sein Einkaufspreis, who cares? Aber RAM und – da geht es gerade los – SSDs sind ja heutzutage aus vielen Dingen nicht mehr wegzudenken, ich hab schon ein paar Stimmen vernommen, die da eine sehr sehr ernste Krise prognostizieren. Und andere, die unken, dass der RAM für PCs jetzt erstmals so teuer ist wie bei Apple. Und ich bin zu sehr Internet-Kiddie um das dann nicht trotzdem wenigstens lustig zu finden. 😀

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Nostalgie

Bisschen doof, dass ich diese Frage erst jetzt stelle, wo meine Leserschaft geringfügig eingedampft ist, aber:

Wo spürt Ihr eigentlich Nostalgie?

Also nicht „Bei WAS spürt Ihr Nostalgie?“, sondern wo? Im Körper?

Ich habe das auch deswegen nie gefragt in meinen 20 Jahren Online-Präsenz, weil es sich irgendwie ein bisschen peinlich anfühlt. Wenn ich mich sehr angenehm erinnert fühle an schöne Dinge und Zeiten, dann sitzt das Gefühl irgendwie sehr tief im Oberkörper. Nicht gleich 1:1 erektionsmäßig, aber irgendwo weit unterhalb des Magens und schon verdächtig nahe an den Gegenden, die Jürgen von der Lippe Ende der 80er so treffend mit „Vergnügungszentrum“ umschrieben hat. Ein Kribbeln, Kitzeln, Schaudern, es widersetzt sich ganz hart der Beschreibung und ich kann mich mit ein bisschen Gehirnakrobatik schon immer noch als Autor sehen. Und: Ja, natürlich ist am meisten das Gehirn mit beteiligt. Endorphine, Wohlempfinden, Aufregung, Vorfreude … aber körperlich sitzt das bei mir irgendwo da unten. Als Laie kann ich das unmöglich der Lage irgendwelcher Organe zuordnen und ich vermute fast, dass es die auch gar nicht gibt, ich vermute – und deswegen frage ich hier auch so in die Runde – dass das was ziemlich persönliches und letztlich von der Psyche orchestriertes ist.

Warum auch nicht? Ui! Nostalgie! Mach mal die 53. Darmschlingung empfindlich, reize mal hier die Prostata, kitzel die Blase links oben! Warum sollte das nicht bei jedem anders sein?

Schreiben tue ich das aus noch viel viel unnachvollziehbareren Gründen: Ich hab gestern nach langen Jahren endlich mal das richtige Konto bei Trackmania United Forever verknüpft, kann jetzt alle Medaillen nochmal erspielen und holla die Waldfee zwiebelt das untenrum gerade. Selten sowas schönes zu so einem absurd albernen Anlass erlebt!

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Endzeitstimmung

„Ich war ja wirklich nicht von Anfang an dabei, aber einfach nur die letzten 20 Jahre betrachtend möchte ich resümieren: Das mit dem Internet haben wir schon ein bisschen verkackt.“

Ich hab das letzte Woche auf Mastodon gepostet und so locker sich der Satz auch lesen mag: Fuck, ich glaube das wirklich.

Es gibt insgesamt viel schlimmes da draußen, der fast weltweite Rechtsruck natürlich vorneweg, aber nichts davon macht mir gerade mehr Herbststimmung als das. Natürlich will niemand alte Männer vom Krieg reden hören, aber deswegen schreibe ich das ja hier und nicht irgendwo anders, wo es geteilt und geklickt wird.

Ja, ich weiß: Die guten Leute sind eigentlich alle noch da. Es gibt so viel tolles da draußen. Aber wenn man sich heute ohne monatelange Kuration und Browseroptimierung im Netz umschaut, hat man echt das Gefühl, eine der miesesten Timelines erwischt zu haben. Die großen Netzwerke sind verstopft mit Propaganda, AI-Quatsch, Desinformation und reißerischen Aufmachern für obskure Belanglosigkeiten. Der Passwortmanager frisst mehr RAM als ein PC 2010 gehabt hätte, weil jede Bank 4, jedes Verkehrsunternehmen 2 und jedes Spiel mindestens einen Account irgendwo braucht. Susis Friseurladen macht Termine jetzt mit einem Chatbot, Europa will (mal wieder, wie immer) alles ausspähen und nach und nach werden alle seriösen Medien von rechten Milliardären unterwandert. Drei Viertel der Mails sind Spam und der Rest vom freien Netz wird immer mehr zu einem Keller, in dem sich verschiedene Bots gegenseitig in dem bestätigen, was sie machen. Man kann mit Google nichts mehr finden – und im Play-Store schon nicht mal mehr richtig suchen – bei Amazon vor lauter Schrottanbietern nicht mehr einkaufen und die letzten unabhängigen Regionalzeitungen fangen auch schon an, Trump als Politiker ernst zu nehmen. So langsam kommen einem die nervigen Hilferufe von Stay Friends, in das ich wie jeder bei Verstand seit 2006 nicht mehr reingesehen habe, vor wie ein heimeliges Lagerfeuer am alten Internet.

Das hier ist sicher kein Platz, um irgendwen wachzurütteln, ich mach das ja nur noch für mich. Ich will die Klicks gar nicht, die Google gerade einbehält, indem es lieber treffsicher mit KI erörtert, was ich gerade mache:

Screenshot in dem steht, dass "die Sasch" von meinem Blog gerade Urlaub und Digital Detox macht.

Screenshot: Google.com

Ich wäre trotzdem dabei, wenn wir’s nochmal von vorne versuchen.

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TTiyN

Hach, es gibt inzwischen tatsächlich ein Video von The Thing in your Nose. Live im … der Ecke nach bestimmt im Arigato, aber ich war 20 Jahre nicht da, ich könnte sehr falsch liegen.

Macht Ihr das auch manchmal, dass ihr alte Sachen googelt? Ich meine jetzt weder Antiqitäten oder Ex-FreundInnen, sondern gerade Musik oder Filme aus der Jugend. Ich mach das gelegentlich, weil ich gucken will, ob inzwischen irgendein ähnlich alter Sack mal die ganzen Sachen von vor dem Internet digitalisiert hat. Zugegeben, die meisten Kneipen- und Schulbands klingen nach 30 Jahren nicht mehr so frisch, wie man sie in Erinnerung hat, aber manchmal mag man es ja auch gerade deswegen. Irgendwo auf der SSD liegen noch ein paar Titel von Polluted Paradise, die von ihrem Demotape dreimal analog und dann erst endlich digital kopiert worden sind … 🙂

The Thing in your Nose waren immer anders. Die haben schon damals anspruchsvolle Musik gemacht, die haben professionell produzierte Studio-Alben gehabt, ich verstehe bis heute nicht, warum die nie vor 1000 statt 50 Leuten gespielt haben. Oder spielen, denn ich sehe, sie tun es immer noch. Nur halt leider ein paar hundert Kilometer entfernt von mir. Ich fahre zwar gerne Auto, aber …

Naja, es ist klar, dass ein Kneipen-Video dem nicht gerecht wird, aber für mich als Fan ist das schon ok.

Und das ist nicht übertrieben. Ich schätze, ich kann einen Großteil der Songs der ersten beiden Alben immer noch auswendig und das ist insbesondere erstaunlich, weil ich sicher locker 200 Bier während ihrer Konzerte getrunken hab, vermutlich deutlich mehr. Die Abende haben irgendwie immer geendet, wie dieser Morgen vor 19 Jahren* es erahnen lässt.

Was für „die Nasen“ spricht ist, dass ich und meine Freunde damals eigentlich alle aus ein bisschen anderen musikalischen Ecken gekommen sind. Punk, Metal, HipHop … und dann gehen wir nirgends regelmäßiger hin als zu Pop-Rockern mit Saxophon, die laut eigener Aussage „Green Running Hard Pop“ spielen? Jepp.

Im Ernst, das Saxophon-Solo aus dem Lied oben könnt ihr mir gern vorspielen, wenn ich dement bin, da werd ich noch mitsummen, von dem Level reden wir. (Und ja, es ist anders als auf der Platte damals)

Ich hab allerdings auch ein bisschen Sorge, dass die Jungs aufhören würden zu spielen, falls ich mal wieder bei einem Konzert auftauche und alkoholfreies Bier bestelle. 😀

*an der Stelle muss gesagt sein: Weird, dass die Kapitel TTiyN und Blog sich überschneiden, das kriegt mein Hirn kaum verarbeitet.

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Nicht dafür gemacht

Es gibt so Tage, an denen ich mich selbst frage, warum ich eigentlich nicht gerne online mit anderen spiele, aber ich hab vor drei Tagen sowas wie eine Art Erklärung gefunden.

Ich habe mich nach langem Hin- und Her vor einer Weile entschieden mal Fallout 76 auszuprobieren. Ja, das ist ein Online-Spiel, aber man kann überall nachlesen, dass man es im Wesentlichen alleine spielen kann und dass es auch eine recht nette Community ist, in der man nicht wie bei GTA Online immer Sorgen haben müsste, dass einem andere Spieler auf den Sack gehen. Und in den ersten 10 Stunden hab ich das auch so erlebt: Wenn ich mal einen anderen Spieler getroffen habe, sind wir beide unserer Wege gegangen.

Ich freue mich wirklich, nach ein paar hundert Stunden Fallout 4 in den letzten 10 Jahren mal ein neues Spiel der Reihe zu spielen. Ich hätte ja sogar Fallout New Vegas dagehabt, aber ich hab es nach ein paar Versuchen aufgegeben, die völlig verbuggten und sinnlosen Key-Bindings so zu bearbeiten, dass ich spielen kann. Das immerhin hat bei „76“ besser geklappt. Ist immer noch schlimm, was Bethesda da macht, aber es geht.

Aber zurück: Ich hab die ersten paar Quests erledigt, viel rumgeforscht und gelernt, bin am Hochleveln gewesen und dann hat mich mitten in einer Mission ein anderer Spieler überrascht. Ich Level 17, er 378 oder so. Und er ist nicht weg gegangen, sondern die ganze Zeit um mich rumgehopst. Hat mich unfassbar nervös gemacht. Dann hat er mir zwei Pakete mit für mein Level ziemlich gutem Loot hingeschmissen und ist weiter neben mir hergehopst. Ich hab auf die Schnelle das Menü für die Interaktionen nicht gefunden und war jetzt gestresst, weil ich ihm nicht danken konnte. Und nach ein paar Minuten hat er es dann aufgegeben und ist von Dannen gezogen.

Ich fühle mich jetzt schlecht deswegen und hoffe, dass wir nie wieder auf dem selben Server landen. Dabei ist ja unverkennbar, dass es offensichtlich ein netter Kollege war. Aber ich will das alles nicht. Ich will für mich spielen und nicht die Erwartungen von anderen erfüllen müssen. In dem kleinen Part meines Lebens will ich keine Fremden um mich. Wie gesagt: Ich bin da echt nicht für gemacht.

Allen anderen, die da einen gesünderen Umgang mit haben, kann ich das Spiel aber ans Herz legen. Fallout ist schon toll. 🙂

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