Author Archives: Sash

…ein Samstag

Wieso? Wieso bloß wusste ich, dass das jetzt kommt? Wie kann man eigentlich unter der Woche so schwer aus dem Bett kommen nach 4 Stunden Schlaf? Ich verstehe es einfach nicht. Ich bin „gestern“ Abend um 5 Uhr frühestens ins Bett gegangen. Um 9 Uhr bin ich aufgestanden… irgendwie ist das noch weniger als sonst – aber ich bin soweit halbwegs fit. Die Videos nerven mich immer noch! Zumal im Laufe der Nacht ein neues hinzugekommen ist. Da schwadroniert ein etwas durch erscheinender Schmandling über die Welt, und ich kann versichern, dass Dittsche nur ein billiger Abklatsch von Nico ist! Ja kenny, das mit dem Anruf war so eine Sache. Genau in dem Moment, in dem Nico angerufen hat, war die Kassette alle, aber die Vorgeschichte dürfte noch ganz gut rüberkommen.

Hat hier eigentlich jemand ein wenig Talent beim Erschaffen von Comic-Charakteren? Ich brauche eine Figur eines kleinen aber ständig spitzen Männleins, der „Erwin der kleine Lustmolch“ heisst… aber das nur am Rande!

Mir geht es eigentlich ziemlich gut in diesen Tagen, und dass jetzt Wochenende ist, ist auch mal ganz gut!

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Videos sind scheisse!

Da würden mir wahrscheinlich gerade vor allem Nico, Ozie und Vera zustimmen. Aber nicht etwa deren Peinlichkeiten vom vergangenen Samstag sind der Stein des Anstosses, sondern die Tatsache, dass sich die Aufnahmen beharrlich weigern, mit Ton auf meinen Rechner zu kraxeln. Irgendwie scheinen sich Codecs und Videodateien gemeinsam gegen mich verschworen zu haben. Von den bearbeitenden Programmen sehen wir besser ganz ab. Naja, was soll’s? Ausserdem bin ich gerade richtig ultra-verschmandet vom gestrigen Abend – aber ich scheine das mit dem Schlafen mal wieder nicht auf die Reihe zu kriegen!

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Besser als ein Orgasmus

ist schlichtweg keine Übertreibung für dieses Gefühl. Nun, was treibt erwachsene (?) Menschen dazu, nachts im nassen T-Shirt durch die Strassen zu ziehen und sich nun quasi unbekleidet in einer fast ungeheizten Wohnung aufzuhalten? Es ist nun vorbei. Ich habe ein wenig diesen wehmütigen Blick, über den alle Schläge und Tritte, die ich gerade anfange zu spüren nicht hinweghelfen… ein Bisschen das Gefühl, meine Jugend sei heute zu Ende gegangen. Angefangen hat alles 1995, als Gabi immerzu was von Such a Surge erzählt hat, und ich erinnere mich noch, wie wir nach dem Schulschwimmen in der Dusche unser Wunsch-Festival bastelten. Surge waren immer dabei, gefolgt von Dog eat Dog, Clawfinger, WIZO und H-Blockx. Ab 1998 folgten einige Konzerte, so um die 7 – 8 Stück dürften es gewesen sein, so eines pro Jahr in etwa. Es war immer die selbe Frage: „Gehen irgendwelche guten Konzis in nächster Zeit?“ „Schau mal, ob Surge wiederkommen!“

Jetzt sitze ich hier in meinem Sessel, ganz bequem, die Füße möglichst wenig belastend und warte ein wenig auf das Trocknen meiner Haare nach einer heiß-kalten Dusche. Ein schönes Alibi, um noch so lange wach zu bleiben und zu schreiben!

Was lässt sich über das Konzert sagen? Sie haben mal wieder richtig gut gerockt. Die richtige Mischung aus den alten und den neuen Sachen, nur „Mission erfüllt“ und vielleicht als Special zur Abschiedstour „Ohne euch“ wäre noch schön im Programm gewesen. Ich war die letzten Jahre bei kaum einem Konzi so lange vorne dabei, aber ich konnte nicht gehen, und ich finde auch nicht, dass es geht, dass Surge gehen. Den Zenit ihres Erfolges haben sie spätestens 2000 mit der „Surge Effekt“-Platte zwar überschritten, aber in kleinem Rahmen ging es immer noch gut ab, und leer war die Halle wohl nie. Ich persönlich mag die Röhre sowieso ein wenig lieber als das LKA. Zwei Stunden Pogo, Springen, kein Wasser und Tritte… es gibt sicher Leute, die sich so die Hölle vorstellen!

Ja, das ist nun vorbei. Vielleicht kommen sie mal wieder, vielleicht spielen sie mit ihrem Zweitprojekt „Pain in the Ass“ auch mal einen Surge-Klassiker, aber wie das dann wird, weiss ich noch nicht. Ein wenig wehmütig verabschiede ich mich hiermit von einer Band, an der eigentlich niemand vorbeikommen sollte, der sich mit der Geschichte deutschsprachiger Rock-Musik auseinandersetzt, und die meinem Leben ein wenig mehr Sinn gegeben hat. „Ob mein Leben überhaupt einen Sinn macht!?“

Es bleibt noch zu sagen, dass die Vorgruppe „Shaka Ponk“ eine der geilsten Vorgruppen aller Zeiten waren, die richtig derb gerockt haben, und die hoffentlich mindestens eine Karriere vor sich haben wie Such a Surge hinter sich. Ich möchte heute selbstredend mit einem Zitat schliessen:

„Wir geben nicht auf, wir sind viel zu gut drauf,
wir leben unser’n Traum, also weckt uns nicht auf!“

(Such a Surge, 1992 – 2006)

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es wartet großes

Nun muss ich wie zum Unwillen von Alex in der letzten Zeit öfter geschehen, mal wieder gegen die Gesetze wettern: Ich bin dagegen, dass es ein Gesetz gibt, nach dem Raucher ohne Kippen und Geld nur heimgesucht werden von Nichtrauchern, und davon am besten noch frischgebackene! Sash leidet enorm 😉
Ansonsten wartet Großes in kleinem Rahmen heute Abend in der Röhre: Such a Surge sind zu Gast im Rahmen ihrer – sniff! – Abschiedstour. Ich werde mich morgen sicher etwas ausführlicher damit befassen. Jetzt sollte ich zu Bette rocken, damit ich nicht nachher genauso verschlafe wie meim Bröder die letzte Nacht. Ach, eigentlich bin ich ein recht glücklicher Mensch.

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Unglaublich,

was hier wieder so alles abgeht…
Es ist nicht weiter schlimm, dass ich heute den Zustand von gestern nicht erreichen werde. Dafür haben wir ja heute andere Kandidaten. Nico hält ellenlange Vorträge über die Menstruation von Elke Weller, Felix probiert sich daran, Malefiz auf Salbei zu spielen und Ozie gibt folgendes in meine Dokumente ein:

„bnvgbccbnhgze x7ujjhjudeuoip076ztrfsxgukizizetruztjztlo8,fsedm7riß-üüu-0p0t8lor
7r89lo5öß5ßöreo8ju8ew796,l77ru45uji8mnjuko9764z5eg4bnhi8u-
ztiue6ujöÜI;,§ES§XW BG%&/(M“QRTW%UJUJGTZ& “

Naja, es ist nicht wirklich schlecht, das alles noch halbwegs nüchtern mitzukriegen. Und alles begann mit einer harmlosen Vierer-Diskussion über Psychopharmaka…

Die Sophie ist gut in ihren Geburtstag reingekommen, und das ist auch schonmal eine schöne Sache – spätestens heute müsste die WG bekannt sein als Opfer-Zentrale. Aber wem sage ich das?

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BF

soll „Boah Fuck!“ heissen! Was ein Abend gestern! Das war mal wieder eine richtige Chaoze-WG-Party wie man sie halt kennt. Es waren alle Leute am Start, die man kannt, die man mag und sogar die Polizei… Präventiv leere ich meine Aspirin-Schachtel jetzt noch ein wenig, denn mein Zustand ist echt nicht mehr feierlich. Leute, bei meiner Wenigkeit war es ein wenig, eine Kleinigkeit zuviel. Jetzt weiss ich für die nächsten paar Jahre wieder, weswegen ich eigentlich keinen Hartalk trinke. Meinen eigenen Einschätzungen nach waren es an die 10 Bier und dann eine halbe, dreiviertel Flasche Wodka. Dass das sogar mich weghaut, das kann man sich bildhaft vorstellen. Ich hoffe, es sind nicht noch böse Gerüchte aufgetaucht bezüglich der verschlossenen Tür bei mir im Zimmer – aber ich war dann doch recht froh über das ruhige Gespräch und den anschliessenden Schlaf. Immerhin: Ich konnte noch reden! Ich hab mir das heute eine Weile lang durch den Kopf gehen lassen, und ich bin der Meinung, dass das nicht selbstverständlich war 😉 Ich bin gespannt, wann und wie mein Kollege es heute wieder hierher schafft, und was auch sonst. Irgendwie ist das ganze Leben tierisch interessant in so einem Zustand. Woran erinnere ich mich noch gestern? Das Ruminterpretieren am PBC-Plakat war der Hammer. Selten ein so begeisterungsfähiges Publikum gefunden für meine schlechten Wortwitze… dann die Cops: Nico hätte ein bisschen (ein großes Bisschen) Zurückhaltung ganz gut getan, aber sonst waren die eigentlich recht goldig. Etwas irritiert war ich ja, da ich ja nix mit denen zu tun haben wollten, sie aber nach mir gesucht haben O_o Naja, kann man nix machen – ich war ja dennoch nicht verantwortlich. Irgendwann gab es in meinem Zimmer eine „feindliche Übernahme“ der Playlist, die ich soo feindlich jetzt gar nicht fand, ihr Vorzeige-Metaller! Es war aber sehr erstaunlich, dass mein Zimmer dieses Mal eher der Ruhepol in der WG war und nicht wie die letzten Male der Raum, der als erstes besetzt worden ist. Ich beschwere mich mit meinem Hang zur trauten Einsamkeit auch gar nicht darüber, aber es war interessant. Sophie, vielen Dank für Dein spontanes hilfreiches Auf-den-Boden-Setzen! Faszinierend weiterhin der Blick in den Kühlschrank heute morgen: Wer von euch Spinnern war eigentlich so verzeifelt, dass er den Billig-Alk von meiner Mutter leergesoffen hat? Mir soll’s recht sein: Musste mal weg, das Zeug! Wie ich allerdings die Billig-Cola weggekriegt habe, das weiss ich auch nicht, weil mich der Geruch der Jauche gerade eher zum Kotzen aninmiert. Naja, wahrscheinlich war es wirklich der Wodka, der das Ganze erträglich gemacht hat… desweiteren war es richtig geil, dass Felix mal wieder am Start war! Einzig traurig ist, dass ich ihn auf seinem derzeitigen Weg nicht begleiten kann 🙁 Ja, das mit dem Session-Radio ist auch eine traurige Sache, aber wenigstens haben wir wieder ein paar Leuten den Oleg näherbringen können – und das ist doch auch schonmal was, nicht wahr, Horschdi?

So, dann kommt noch die Danksagung an alle Heinzelmännchen und -weibchen, die heute dafür gesorgt hat, dass die WG blitzt und strahlt wie schon lange nicht mehr, kenny besonders für die „Türschalter“. Ich hoffe, es kommt heute noch der Zeitpunkt, an dem auch Vera aufhört mit Putzen, und dann ist gut!

So, mit den durchigsten Grüßen verbleibt

der Nicht-Mops

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Von Rechten und Gerechten

Oh mei, was ist das wohl wieder schwer, die Meinungen wenigstens mehr oder weniger unter einen Hut zu kriegen…

Ist es gerechtfertigt, nach einer etwas aus dem Ruder gelaufenen Spontandemo gegen einen Naziaufmarsch auf gut Glück etliche Leute zu verhaften? Ich kann mich mit dem Gedanken innerlich nicht wirklich anfreunden. Na gut, wenn ich einen Stein werfe, sollte mir vielleicht klar sein, dass das Konsequenzen haben könnte. Die Gewaltfrage ist auch mit gutem Recht die am kontroversesten diskutierte Problematik innerhalb der Linken. Dass aber wegen einer zerbrochenen Fensterscheibe 16 Leute festgenommen und tagelang festgesetzt werden, zeigt dann dennoch, dass es wohl auch darum geht, schon das Mitwirken an einer Spontandemonstration zu kriminalisieren. Und es sollte eigentlich weder der Fall sein, blind links durch die Gegend zu laufen wie blindlings allem zu vertrauen was Recht ist.

„Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“

Ist es nicht schon wieder ironisch, dass der kritisierte Nazi-Aufmarsch sich ausgerechnet unter Berufung auf die Meinungsfreiheit gegen den §130 StGB (Volksverhetzung) richtete?
Schön, dass dieser Versuch nach 75 Metern zum Erliegen kam!

Wo muss die Argumentation für und wider derartiger Frechheiten ansetzen? Reicht es, sich auf das Gesetz zu berufen?
Gesetze sind im Allgemeinen dazu gedacht, eine gleiche Grundlage für alle zu schaffen. Ein hehres Anliegen, dem aber leider die Realität immer einen Schritt voraus war. Erst gesellschaftliche Veränderungen haben die nötigen Gesetze zur Folge, und was gerecht ist, kann in Einzelfällen auch nicht von Einzelpersonen bestimmt werden. Ohne in Plattitüden verfallen zu wollen, kommen mir bezüglich geltenden Rechts zwei Sprüche in den Sinn, die meiner Meinung nach mehr als nur ein Fünkchen Wahrheit enthalten, deren Verfasser mir aber leider gerade nicht bekannt sind:

„Wie oft etwas gemacht wurde, sagt nichts darüber aus, ob es richtig ist: Man kann seine Sache auch 5000 mal falsch machen!“

und:

„Demokratie: Wenn 3 Wölfe und ein Schaf abstimmen, was es zum Essen gibt!“

…und nun stehen die Schäfchen da, sehen zu wie das Gericht erlaubt, dass selbst der Einspruch der Stadt Stuttgart gegen die Nazidemo ungehört verhallt, dass Nazis unfern des Jahrestages der Befreiung von Auschwitz fordern, wieder ungestört hetzen zu können. Vielleicht hat das Schaf wirklich alles verwechselt als es den Wolfspelz überstreifte um zu versuchen, die Wöfe zu fressen, aber den Versuch auch noch mit Häme zu bestrafen?
Meine persönliche Meinung ist: Nein! Es ist mir egal, wie viele noch so kluge Männer und Frauen die Rechtsgrundlagen geschaffen haben, wenn sie offensichtlich die falschen Probleme angehen. Die wehrhafte Demokratie in Ehren, aber eine Gerechtigkeit, die an sich selbst den Anspruch stellt, perfekt zu sein, ist für mich in ihrer Hybris erst recht angreifbares Ziel.
Nach dieser meiner bescheidenen Meinung möchte ich zuletzt noch die zu Wort kommen lassen, die wissen, um was es geht, wenn man von Naziaufmärschen redet:

“ […] Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neue Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig. […] „

(Schwur von Buchenwald)

Und soweit sind wir noch lange nicht. Leider.

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