Author Archives: Sash

Ja wie denn nun?

Klimaforschung und -vernichtung ist sind zwei Gebiete, auf denen der Mensch immer wieder zu erstaunlichen Durchbrüchen neigt. Spätestens seit Merkel sich den potenziell beinahe fast schon demnächst denkbaren Schutz des Klimas in Heiligendamm auf die Fahne geschrieben hat, vergeht keine Woche ohne Horrormeldungen zum Klima. Nun ist das Böse bislang klar umrissen gewesen: Der Treibhauseffekt dank Kumpelchen CO2. Ergo: Machen wir die Luft sauber, wird alles wieder gut. Dann wird die Erde wieder schön kühl und Merkel wird wiedergewählt.
Und dann steht bei Spiegel online folgendes:
So isses also auch nicht gut..., Quelle: spiegel.de

So isses also auch nicht gut…, Quelle: spiegel.de

Also wenn das Klima so rumzickt, dann macht bald niemand mehr beim Retten mit, oder? 🙂

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Filed under Bilder, Medien

Wochenanfang

Die Woche hat begonnen. Mit ihr das neue Semester, neues dies, neues das. Man sollte meinen, bei mir bleibt immer alles gleich, so lange ich meinen P-Schein noch nicht habe. Naja, auch nicht zu hundert Prozent. Diese Woche lerne ich „endlich“ meine Bearbeiterin beim Arbeitsamt kennen und gegen Ende der Woche bin ich dann für ein paar Tage weg. Es geht noch weiter in den Norden, Familienbesuch in Cux. Nebenbei werde ich es hoffentlich noch nach Bremen schaffen, und ansonsten sehen wir mal. Ich freu mich echt drauf. Es ist seit unserem Umzug das erste Mal, dass ich länger als 2 Tage aus Berlin weg bin – und das tut auch mal gut. Was nicht an Berlin liegt, aber ist ja auch egal. Ich hab nachher noch Taxi-Schule und so weiter und so fort. Man kann fast sagen, dass ich diese Woche viel zu tun habe 🙂

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Wagner über Fischer

Fangen wir doch gleich pünktlich an, die neue Kolumne von Wagner in der Bild zu kommentieren:
Wagner beschwert sich heute darüber, dass Fischer seinen 60. Geburtstag im „Grill Royal“ feiert. Und ich will nicht mal behaupten, dass er im Unrecht ist, wenn er es eine Frechheit findet, dass Menschen da „mehr in einer Nacht“ saufen „als ein Hartz-IV-Mensch im Jahr kriegt“. Ja, vielleicht ist Fischer ein Verräter. Warum aber schafft Wagner mal wieder nicht, das an einer Politik festzumachen, die falsch ist? Warum muss der private Wohlstand Fischers herhalten? Warum schreibt Wagner das nicht über Helmut Kohl? Wieso ist es immer noch von Interesse, wenn Fischer vor etlichen Jahren Polizisten verprügelt hat, wenn Wagner auch niemand vorhält, dass er in seinen Jahren bei der B.Z. anscheinend einer der bescheuertsten Chefs dieses Planeten war, dessen Mitarbeiter sich genötigt sahen, anonym eine Schmähseite ins Internet zu stellen? Was übrigens beileibe nicht so lange her ist wie die Entgleisungen des Joschka F.
Aber Wagner schreibt das ja auch nur „für Geschichtsschreiber“. Warum er sich von Fischer verraten fühlt – wo er offensichtlich immer eine andere Politik gutgeheißen hat – muss man wohl auch nicht verstehen.
Ich möchte hier klarstellen, dass ich den Werdegang von Joschka Fischer nicht begrüße. Ich mag seine Art der Politik nicht, und schon gar nicht seinen Personenkult, den er um sich geschaffen hat. Auch ich bin der Meinung, dass er die Menge Geld, die er für seine Arbeit kriegt, nicht verdient hat – aber ob er an seinem sechzigsten Geburtstag eine dicke oder nur eine halbdicke Fete feiert, das kann mir echt egal sein.

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Filed under Medien, Politik

Von Aufzügen

Wie inzwischen viele mitbekommen haben, wohnen wir in einem Haus, das einen Aufzug beherbergt. Faul wie wir sind, nehmen wir ihn eigentlich immer, um zu uns in den vierten Stock zu kommen. Wir haben diesen Luxus von Anfang an genossen, haben ihn wegen seiner Erweiterbarkeit beim Umzug geliebt, und halten ihn nach wie vor für ganz praktisch. Um runter zu kommen, nehmen wir zwar (fast) immer die Treppe, aber das auch nur, weil man ja nicht zufällig verpassen will, falls mal ein Stockwerk geklaut wird. Ähnliches muss hier schon einmal passiert sein, denn in Stuttgart würde unsere Wohnung allenfalls im dritten (Ober-)Geschoss liegen.
Nun ist dieser Aufzug aber nicht einfach nur ein normaler Aufzug – wie es meistens den Eindruck erweckt. Er ist zwar weder besonders außergewöhnlich designt, noch ist er extrem schnell oder langsam. Aber er ist komisch. Zunächst einmal variiert die Zeit, die vor dem Schließen der Tür vergeht um einiges mehr als es unser mitunter unkonventionelles Hineinstolpern alleine auslösen könnte. Eine Erklärung, die alle Ausnahmen berücksichtigt und ungleich „Der is halt ein wenig bescheuert.“ ist, haben wir noch nicht gefunden.
Dann kann er aber noch andere Dinge. Vor einer Stunde beispielsweise war er völlig normal, als ich eben wieder eingestiegen bin, roch er stark nach Urin, war aber zeitgleich überall trocken. So starken Uringeruch KANN kein Mensch verströmen, nur weil er sich in die Hose gemacht hat – zumal das dann bei einem unserer Hausbewohner ein chronisches Problem sein dürfte. Außerdem ist in den fünf bis zehn Minuten ziemlich sicher niemand damit gefahren – ich habe nämlich vor der Türe eine geraucht. Also wie macht unser Aufzug das?

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Sonntag (2)

Wochenende! Mit anderen Worten: Der letzte Laden hat auch noch zu. Ist aber nicht so schlimm, man ist ja vorbereitet. Ich bin gestern zu einer ansehnlich frühen Zeit ins Bett, und so bin ich heute früh wach. Zugegeben, das hat auch ein bisschen damit zu tun, dass Ralfs Anlage in der Regel mich eher weckt als ihn 🙂

Ich hab die letzten 24 Stunden nicht so sonderlich viel gemacht, was sich irgendwie für einen Blogeintrag verwenden lässt. Naja, wenigstens hab ich noch zwei kleine Medien-Häppchen übrig. Die sind schon ein bisschen älter, aber man lacht ja gerne nochmal, nicht wahr?
Der erste Ausschnitt zeigt mal wieder ein Detail aus der Vielschichtigkeit unserer Lieblingsseite bild.de:

Yeah, lass krachen, eisiger Geselle! Quelle: bild.de

Yeah, lass krachen, eisiger Geselle! Quelle: bild.de

Eine tolle Foto-Serie also? Jaja, schon ok, Jungs. Ich meine, im Vergleich zu vielem, was Bild und co sonst so verbrechen, sind poppende Eisbären eigentlich noch ganz ok. Muss man ja auch mal anerkennen.
Der zweite Ausriss stammt aus einem Online-Artikel der Zeit, der zwar anderthalb Monate alt ist, sich aber dafür liest, als würde er erst in der Zukunft geschrieben werden…

Danke für die Erklärung, Quelle: welt.de

Danke für die Erklärung, Quelle: zeit.de

Hey, Journalismus muss auch ein bisschen zukunftsfähig sein, oder? Wer weiss in ein paar Monaten bitte noch, was Telefonzellen sind? Eben.

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Filed under Bilder, Medien

11:47 Uhr!

Ich bin jetzt einfach mal um 11:47 Uhr aus den Federn gekrochen, damit nachher nicht wieder alle meckern, dass ich ja immer bis nachmittags pennen würde. Das sei hiermit schonmal widerlegt. Die Besucherschwemme von google hat sogar noch zugenommen gestern. Vielleicht kann ich ja wirklich irgendwann mal Kohle verdienen mit dem Schreiben. Das wäre ja der gröbste Witz, seit es solche Dinge gibt.
Ich sollte heute noch zum Bahnhof, weil ich nächste Woche ein paar Tage weg will. Schauen wir mal, ob es noch billige Karten gibt. Ja, bisher leidet mein Eintrag noch unter einer gewissen Inhaltsleere. Da kenne ich aber noch andere. Bild hat heute einen Artikel im Angebot, der wie folgt aussieht:

Ja nee, das ist echt mal lesenswert..., Quelle: bild.de

Ja nee, das ist echt mal lesenswert…, Quelle: bild.de

Ich meine, ich bin wirklich niemand, der irgenwie auf berauschende Informationsfluten wartet, wenn er einen Artikel – noch dazu bei bild.de – liest. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, hier wird mir ein Happen Null-Info gegeben. Ist das jetzt Werbung für den Kicker? Hmm, ich nehme an, er ist nicht zu verkaufen. Für die Designwochen? Möglich, aber dann müsste ja „Anzeige“ drüberstehen. Ist es eine von den Holländern eingeklagte Wiedergutmachung wegen all der schlimmen Fußballberichterstattung? Klingt – wenn man bedenkt, welches Medium man vor sich hat – gar nicht mal allzu unlogisch. Aber dafür gibt es an anderer Stelle ja auch wieder Infos im Überfluß:

Das Arme..., Quelle: bild.de

Das Arme…, Quelle: bild.de

DAS nenne ich Informationsangebot. Äh, bei mir ums Eck gibt’s eine geile Kreuzspinne, die in meinen Augen offensichtlich unter Parurasie leidet. Auch ein Thema?

Beenden wir das Ganze mit einer sinnlosen Frage:

Quelle: bild.de

Quelle: bild.de

Hmm? Ich hab da so einen Verdacht:

Quelle: Immer noch bild.de

Quelle: Immer noch bild.de

Naja, lassen wir das. Ich denke, man hört heute nochmal von mir!

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Filed under Bilder, Medien

1952? Ausgerechnet?

Interessanterweise hat ausgerechnet mein Artikel über die neue Werbekampagne der Bild mir ein paar Zuschauer mehr beschert. Ich bin zwar nicht so weit bei google vorgedrungen, um ihn zu finden, aber ein paar Leute haben da wohl mehr Durchhaltevermögen beim Durchforsten gehabt. Ich hab mir schon überlegt, ob ich für die Leute tatsächlich mal Fotos machen soll, aber irgendwie finde ich die Geschichte dann doch nicht aufregend genug. Denn: So sehr man es zur Belustigung weiterverbreitet: Man unterstützt den Werbefeldzug dieses nicht sehr sympathischen Mediums damit. Denn das Schlimme an der Bild ist ja nicht, dass sie heimlich lügt. Ich würde schätzen, neunzig Prozent der Leser wissen auch, dass sie der Bild nicht trauen können. Leider erledigt sich das in dem Moment, indem einem die Zeitung mal aus der Seele spricht. Dass aber da immer noch eine Kampagne, womöglich sogar eine finanzierte (aka Werbung), dahinterstecken kann, das ignoriert man dann, oder besser: Man blendet diese Möglichkeit aus.
Und das tut nunmal fast jeder. Ich nehme mich da nicht aus. Natürlich gibt es News, bei denen ich mir gleich denke „Ich hab’s ja immer schon geahnt!“, aber was hat das auszusagen?
Deswegen halte ich es für wichtig, grundsätzlich skeptisch zu sein. Nicht nur bei der Bild. Wie man in den letzten Tagen beobachten konnte, sind leider nicht einmal Agenturmeldungen sicher. So ist man als Leser letzten Endes immer selbst gefragt, sich eine Zweit- oder Drittmeinung einzuholen, wenn man sich informieren will. Dass man das schon aus Zeitgründen nicht macht, nutzt die Bild und widerlegt bisweilen ihre eigenen Artikel im Laufe weniger Wochen. Denn wer hat die alte Bild noch rumliegen?
Also: Allen, die hier zufällig reinschneien, weil sie nach der Bild-Werbung „Bild informiert“ suchen: Tragt euer Wissen weiter und glaubt der Bild auch nicht, nur weil es mal bequem ist oder stimmen könnte.

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