Author Archives: Sash

Traumklo

Es gibt manches mal Träume, die einen verwundern, noch ehe man aufwacht. So ging es mir in den Morgenstunden heute. Ich habe in meinem Traum einen sehr ausführlichen Rundgang durch ein neues und völlig revolutionäres – ja! – Klo erlebt. Irgendwas völlig absurdes, inklusive digitaler Revolution in Form von holografischen News direkt auf dem Pott. Es war fast schon ernüchternd, beim Aufwachen festzustellen, dass ich einfach dringend pinkeln musste. Da soll nochmal jemand behaupten, Körper und Psyche arbeiten nicht zusammen…

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Guten Morgen!

Oh Mann, was war das denn gestern für ein verstrahlter Tag. Ich bin ziemlich früh in einem ziemlich abenteuerlichen Zustand im Bett gelandet, nachdem unser Besuch weg war und mein PC sich beharrlich allen Versuchen, ihn nutzen zu können, widersetzt hat.
Dadurch bin ich dann auch heute Nacht um 2.45 Uhr erwacht und bis jetzt wach. Grafikmäßig habe ich ihn in die Knie gezwungen, er zeigt jetzt wieder brav so viel Bildschirm wie zuvor auch. Ozie hat noch nicht bemerkt, dass ich ihre Karte drin habe – was aber auch relativ irrelevant sein sollte, da die Eckdaten zumindest die selben sind (selber Chip, gleiche Menge RAM, etc.).

Nun ja, der heutige Tag wird mal schaffensreich und nicht so lethargisch wie die letzten. Das ist schon beschlossene Sache.

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Mein PC hasst mich!

Die Überschrift mag etwas hart klingen. Ja, vor allem klingt sie sogar ein wenig beliebig. Ich bin kein absoluter Computer-Profi, aber eben auch kein Anfänger.

Erst gestern hatte ich es mit Ozie wieder einmal darüber, dass PC’s vielleicht auch einfach zu leicht zu bedienen sind. Klingt absurd? Nun, die Überlegung, die dahinter steckt ist eine einfache: Heutzutage werden einem PC auch im Alltagsbereich hochsensible Daten anvertraut. Wichtige Texte, Rechnungen, sämtliche private Fotos, Videos. Man wickelt seine Bankgeschäfte online ab und dergleichen. Dies zum Teil von Menschen, die nicht einmal den Unterschied zwischen einem Betriebssystem und einem Prozessor kennen.

Ich gönne ja auch jedem Nicht-Experten einen Computer, so soll das nicht klingen. Aber durch die einfache Bedienbarkeit wird dem letzten Idioten suggeriert, dass er völlig im Griff hat, was er da tut – und diese Illusion ist nicht nur nervig für die Leute, die dann das System wieder richten sollen, sondern schlicht und ergreifend in gewissen Ausmaßen gefährlich. Und eigentlich haben die Nutzer selbst gar keine Schuld daran, sie wissen es ja nicht besser.

Aber gut, ich bin mal wieder abgeschweift.

Ich wollte eigentlich nur schreiben, dass ich nicht gedenke, mich einzureihen in einen Haufen Geschrei mit dem unsinnigen, völlig informationsfreien Inhalt, dass der PC halt nicht macht, was ich will.

An vielen PC-betreffenden Entwicklungen in meinem Zimmer habe ich mehr als nur genug Schuld und erkenne das an. Ärgerlich ist es für mich dennoch. Aber was ist eigentlich passiert?

Nun, dass vor einer Weile mein PC unter Windows einem massiven Virenangriff nicht standgehalten hat, das wissen inzwischen alle Leser. Daraufhin habe ich – weil Windows sich bis heute weigert, installiert zu werden – Ubuntu installiert.

Grundsätzlich bin ich happy mit dem System, zumal ich längerfristig (der Sankt-Nimmerleins-Tag lag in der näheren Auswahl) sowieso vorhatte, dem Software-Riesen aus Redmond den Rücken zu kehren. Aus politischer Sicht, aus Interesse, aus Protest auch meinetwegen. Getan habe ich es nun doch nicht, weil ich endlich meine Faulheit in den Griff gekriegt habe, sondern aus der Not heraus. Naja, manchmal haben eben auch schlechte Dinge ihr Gutes 😉

Die letzte Woche habe ich mich damit herumgeschlagen, dass ich nicht in vollem Umfang auf meine alten Windows-Platten zugreifen kann, was ich eigentlich bis heute noch nicht so ganz im Griff habe. Da es aber nur darum geht, ob ich Programme dort installieren kann, hält sich das Problem in Grenzen. Für Daten kann ich meine Platten nutzen.

Nun saß ich gestern am Rechner und habe dieses neue Adventure-Game Firefox 3.0 gespielt. Eigentlich recht erfolgreich. Ich hab einige schwierige Texte hinter mich gebracht, und war recht zufrieden mit mir und der Welt.

Dann schaltete sich plötzlich mein Monitor ab.

Etwas erstaunt stellte ich fest, dass mein PC scheinbar problemlos weiterlief. Der nun auftretende Geruch verbrannten Plastiks hat mich dann recht schnell auf die Lösung des Problems gebracht: Grafikkarte überhitzt. Und zwar so richtig!

Ich hab dann im weiteren Verlauf des Abends die Karte ausgebaut und bei einem zangenunterstützten Schnell-Check meine Vermutung bestätigen können: An der GPU sind einige dunkelbraune Stellen zu erkennen, die da offenbar nicht hingehören, der Lüfter dreht sich im Betrieb gar nicht, und von Hand nur noch schwer.

Die Überraschung war so groß gar nicht, da ich die Karte erst um den Jahreswechsel bekommen habe – als Ersatz für eine baugleiche, bei der mir die Plastik-Halterung des Lüfters abgeschmolzen war, wodurch sich derselbe an lustigen Fäden im Gehäuse abgeseilt hat, bis die GPU dem elektrischen Strom endgültig erlag.

Der Verkäufer meines Computer-Dealers war sichtlich erstaunt („sowas hab ich auch noch nicht gesehen“) und entsprechend problemlos ging der Umtausch vonstatten.

Früher war sowas in der WG nie ein Problem. Wir hatten immer massig Computer-Zubehör rumliegen, und eine veraltete Grafikkarte als Ersatz – bis die neue geschickt wird – war immer da. Das ist leider nicht mehr so. Die einzige Grafikkarte, die derzeit unbenutzt in der Wohnung weilt, ist meine alte GeForce 4 Ti 4600 von Asus, die auch schon tot ist, die ich aber irgendwie aus Sentimentalitätsgründen nicht wegschmeissen will. Wahrscheinlich, weil sie anno dazumal exakt 100% meines ersten Solds beim Zivildienst gefressen hat. Ich nehme an, mein Unterbewusstsein wartet darauf, dass sie die 469 Euro wieder ausspuckt…

Was nun?

Ich entschloss mich mit Ozie dazu, heute die An- und Verkaufsläden direkt ums Eck aufzusuchen, um eine alte Karte für ein paar Euro aufzutreiben, die mir übergangsweise wenigstens den Zugang zum Netz sichert.

Im ersten Laden fanden wir ein bisschen unsortiertes Computer-Zubehör, das allerdings selbst meinen niedrigen Ansprüchen nicht wirklich gerecht wurde. Eine Grafikkarte (die man sicher nicht einmal hätte testen können) lag herum, und wenngleich ich nicht herausgefunden habe, was es genau für eine war, so sagten mir doch die Datumsaufkleber (1992 – 1994) und der Slot (PCI) genug, um zu verzichten.

Meine Minimalvorstellung war etwa: Jahrgang 2000, 32 MB, GeForce 2 vielleicht. Ist Rückschritt genug, wenn man normalerweise eine 512 MB-Karte (ATI X1600 Pro) verwendet.

Im nächsten Laden gab es gar nichts. Dann fiel unser Blick auf einen PC-System-Zusammenschraub-Laden, in dem wir beim ersten Umsehen auch nichts fanden. Ein netter Verkäufer fragte uns, was wir suchen, worauf ich ihm antwortete, dass ich eine möglichst billige AGP-Grafikkarte zu Ersatzzwecken benötige. An Neuware hatten sie nur eine einzige AGP-Karte zur Auswahl (GeForce 5600 mit 128 MB, wenn ich mich recht entsinne), die lag allerdings mit 25 Euro ein bisschen über dem, was ich für zwei Wochen Internet ausgeben wollte.

Er meinte, er könne mal sehen, ob sie noch irgendwas gebrauchtes dahätten. So kam er dann auf eine GeForce 4 MX 440, die er dann auch mal eben erfolgreich testete. Er fragte mich, was ich ausgeben will, ich erwiderte: „Möglichst wenig, ich brauch sie ja nur ein paar Tage“, und ich hab seinen Vorschlag („N Fünfer“) angenommen. Ich denke, das war für beide ein faires Geschäft:

  • Ich hab für fünf Euro ein paar Tage einen funktionierenden PC
  • Er ist etwas losgeworden, für das heute niemand mehr Geld bezahlt

Frohen Mutes ging ich nach Hause, und wider Erwarten ward ich nicht so recht glücklich. Die Karte funktioniert – da kann ich mich nicht beschweren! Dummerweise konnte mein System mir dennoch keine höhere Auflösung als 640 x 480 anbieten. drei nVidia-Chips gibt es offenbar, die unter Linux Probleme machen können. Unter ihnen: natürlich die MX 440. Das scheint also das Problem zu sein.

Die erste Idee war mehr oder minder vorprogrammiert: Karte mit Ozie tauschen! Nun ratet mal, was für eine Karte Ozie in ihrem Rechner hat…

Aber versucht habe ich es natürlich dennoch.

Und so komme ich – während ich mit einer Bildschirmauflösung von 640 x 480 an meinem Rechner sitze – auf die Idee, dass er mich hassen könnte.

Kann man nachvollziehen, oder?

Manchmal wünsche ich mir wirklich Willy – das ist der Rechner von Ozie inzwischen – zurück. Der läuft und läuft und… wenngleich einige seiner Bauteile noch von 2000 sind. Aber mein PC – vorerst Tiger, inzwischen Seuchentiger getauft – hasst mich. Ich weiss es!

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Gott sei Dank!

Nein, leider war der Ausruf nur ironisch gemeint. Nicht nur, dass ich mich seit mehreren Jahren erfolgreich durchs Leben schlage, ohne ernstlich einem Gott dafür dankbar zu sein, nein auch der Grund ist ein eher mieser.

„Gott sei Dank, es gibt sie noch!“

sollte der Ausspruch in aller Länge lauten, und es geht einmal mehr ums Arbeiten. Die HartzIV-Abzocker hat bild.de nun hinter sich gelassen und konzentriert sich nun auf Menschen, „die sich lieber abrackern, als HartzIV zu kassieren“.

Nun, ich möchte meine Meinung zum Thema mal kurz zusammenfassen:

  1. Die meisten HartzIV-Empfänger haben nicht die Wahl, ob sie  arbeiten wollen oder nicht.
  2. Sich in einem selbst gewählten Beruf zu verwirklichen, ist mitunter eine schöne Sache. Von Agenturen mehr oder minder aufgezwungene Jobs können so etwas eher selten leisten.
  3. Wie bitte, soll jemand „den Wert der Arbeit“ kennen lernen, wenn er sich für 7 Euro brutto pro Stunde den Tag ruiniert?

Hier verfährt bild.de wieder nach dem selben Motto wie in der Vorgänger-Serie (auf die auch ausgiebig verlinkt wird): Es wird suggeriert, jeder Arbeitslose könne was finden, wenn er nur will. Hier sogar noch schlimmer: Er findet sogar was tolles: Eine Arbeit, die ihn fordert, Spaß macht und bei der am Ende Geld übrig bleibt.

Es mag die allgemeine Sozialromantik beflügeln, wenn muskelgestählte Endvierziger für 1500 Euro brutto klempnern und stolz darauf sind. Dass  aber auch dies nur ein kleiner Ausschnitt aus einem mehr als vielschichtigen Bild ist, wird natürlich nur beiläufig erwähnt. Wenn überhaupt.

Die vorgestellten Arbeitnehmer finden ihr totales Glück in ihrer Familie, haben vielleicht ein Haus gebaut, das sie begeistert abzahlen, und das… ja, das war es dann.

Ich gönne diesen Menschen ihr Glück und ich will es nicht in Frage stellen.

Dass das aber nicht zwingend der Lebensentwurf aller Menschen ist, sollte klar sein.

Aber eigentlich waren wir bei HartzIV.

Bild und ihr Online-Ableger versuchen stets kampagnenartig die Solidarität zwischen den Menschen zu zerschlagen, wenn es um gesellschaftliche Unterschiede geht. Wenn man Bild liest – und das tue ich online nun schon mit einer gewissen Regelmäßigkeit, dann erfährt man – mitunter durch die Blume – dass Deutschland aus vier Gruppen besteht:

  1. HartzIV-Empfänger, die dem Rest der Gesellschaft auf der Tasche liegen und dabei meistens noch kriminell oder wenigstens unsympathisch sind. Ach ja: Außerdem fast alles Ausländer!!!
  2. Eine hart arbeitende, fast grundweg ehrliche Normalbevölkerung mit Durchschnittsverdienst, bei denen es nur gelegentlich und eigentlich völlig gerechtfertigt zu kriminellen Handlungen kommt, weil sie unfair behandelt werden.
  3. Firmenbosse mit Einkommen weit jenseits der Millionengrenze, die je nach politischer Einstellung ihr Geld mal hochverdient bekommen und mal alles nur ergaunert haben.
  4. Politiker, die all das kein bisschen interessiert, die die Normalbevölkerung schröpfen, den HartzIVlern Geld in den Arsch schieben und ausgerechnet die bösen Firmenbosse hofieren.

Nebenbei gibt es natürlich noch die aktuellen oder ehemaligen Stars, die entweder neu verliebt oder krebskrank und pleite sind. Eine Randgruppe.

Die meisten Bild-Serien (will heissen: Kampagnen) versuchen eigentlich immer, dieses Weltbild irgendwie zu festigen und zu untermauern.

Es ist in meinen Augen erbärmlich, immer nur danach zu schielen, wer wen jetzt irgendwie Geld kostet, wer Geber oder Nehmer ist. Eine heterogene Gesellschaft wird nie einen absoluten Gleichstand monetärer Art zwischen den einzelnen Menschen erreichen. Ich bin zwar nicht der Meinung, dass das kapitalistische Grundgesetz „Es braucht einen Anreiz, mehr zu erreichen“ bedingungslos stimmt, aber es wird immer Menschen geben, die sich auch mit wenig zufrieden geben (Ich bin selbst einer davon, ich weiss, wovon ich rede!) und andere, die gerne mehr als der Durchschnitt hätten. Mit etwas Glück pendelt sich das ein.

Oben erwähnte Publikationen sorgen nun aber dafür, dass der ohnehin besser stehende Teil der Meinung ist, er leide wahnsinnig, weil andere weniger für ihn tun. Das finde ich persönlich absurd, denn wieso sollte jemand, der selbst nicht mal eine Fiat besitzt, jemand anders seinen dritten Ferrari ermöglichen, indem er Verzicht übt.

Wenn wir diese Neid-Diskussion à la „Aber ich arbeite viel härter als der da!“ mal beiseite lassen, dann muss man doch feststellen, dass jeder auf seine Art von der Gemeinschaft profitiert. Während Hugo Habnichtviel sich seine Miete vom Staat zahlen lässt, freut sich Bernhard Bremsnichtgern darüber, dass die Autobahnen stetig erneuert werden, und ihm somit ein Ausfahren seines Sportwagens erlauben. Oma Liebegras ergötzt sich am neuen Stadtpark, der nun endlich aus Steuergeldern finanziert wurde und auch Mama Mittelverdiener kann dank Kindergeld mehr neue Klamotten für den Sohn kaufen. Und alle beteiligen sich nach ihren Möglichkeiten daran, dass dem jeweils anderen das ermöglicht wird.

Witzigerweise wäre das – und das sage ich irritiert sogar aus meiner Sicht als Linker – tatsächlich schon mit dem Recht von heute möglich. Stattdessen aber wird von – meiner Meinung nach – gesellschaftsfeindlichen Blättern wie der Bild der Hass zwischen den Gruppen geschürt.

Und der Mensch mit seinem ihm innewohnenden peinlichen Egoismus nimmt das natürlich gierig auf. Vielleicht versteht der ein oder andere langsam, was mich an Blättern wie der Bild wirklich stört.

Anmerkung: Ich bekomme gerade ALG I, liege also auch dem Staat und allen arbeitenden Lesern auf der Tasche. Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich versuche, das nicht in die Bewertung einfließen zu lassen. Davor habe ich für 7,20 € brutto die Stunde gearbeitet, und habe immer gesagt, dass ich meinen Steueranteil gerne für all die Arbeitslosen zahle. Und wenn ich (hoffentlich) Ende des Jahres wieder arbeite, dann werde ich von dieser Meinung nicht einen Milimeter Abstand nehmen.

Wenn ich mit allen anderen Steuerzahlern monatlich je 100 € dafür zahle, dass auch ein paar Leute ohne Arbeit leben können – dann ist es mir das nicht nur wert, sondern dann begrüße ich das. Denn: Besser, als Menschen das Leben lebenswert zu gestalten, kann man Geld nun wirklich nicht einsetzen! Und dabei interessiert es mich sowas von gar nicht, ob die Leute arbeiten wollen oder nicht. So lange ich mit meiner Arbeit zufrieden bin, sollen andere es (meinetwegen auch mit meinem Geld) auch sein.

Danke fürs Lesen, ich konnte diese Gedanken einfach nicht bei mir behalten…

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Vielleicht abwesend?

In den nächsten Tagen wird es nicht so viel neues zu lesen geben von meiner Wenigkeit, da sich hier bereits wieder ein Berg an Begebenheiten aufstapelt, der Bloggen einmal mehr zur Nebensache macht. Zunächst: Am nächsten Montag, 15. September, habe ich meine Ortskundeprüfung. Es ist der dritte Versuch, und ich muss auf jeden Fall mal wieder ein bisschen mehr lernen als die letzten Tage. Obwohl ich nicht sagen kann, ich hätte nichts gemacht.
Dann kommt heute Abend wieder Besuch, und das wird sich in wechselnder Besetzung sicher auch wieder bis zum Wochenende ziehen. Zu guter Letzt habe ich immer noch einiges mit meinem neuen System zu schaffen, was bedeutet, dass ich mir erstmal erklären lassen muss, wie ich vollen Zugriff auf meine eigene Festplatte bekomme. Also alles in allem ein Heidenspaß, unter dem das Bloggen sicher ein wenig leiden muss.
Naja, ich war in letzter Zeit ja auch echt produktiv.
Also erwartet keine drei neuen Artikel täglich, dann werdet ihr sicher auch nicht so dolle enttäuscht 😉
Grüße aus der Hauptstadt!

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Lügen mit Capsaicin

Ich bin immer wieder erfreut, wenn in den Medien mal etwas über meine allerliebste – weil harmloseste – Droge kommt: Capsaicin: Der Stoff aus dem die brennenden Mundhöhlen sind. Das Video ist etwas älter, aber ich habe es jetzt erst bei youtube entdeckt. Elton vs. Simon – die Show: Eher flache Unterhaltung, aber wenn ich ehrlich sein soll, dann muss ich sagen, dass ich sie mag. Ich finde die beiden Jungs sehr sympathisch. Die Wettbewerbe gehen zwar oft an die Geschmacksgrenze, aber in irgendeiner Art und Weise mag ich das trotzdem. Vielleicht ist es Schadenfreude, kann schon sein.
Wie dem auch sei: Am 15.7. gab es in der Show einen Wettbewerb namens „Feuerzauber Hamburg“.

Diesen kann man sich hier reinziehen: Feuerzauber

Da verspeisen Elton und Simon eine Currywurst nach der anderen, und jede ist schärfer als die vorherige. Wie das alles genau vonstatten ging, kann ich natürlich nicht sagen. Verdammt scharf mag es gewesen sein, und wahrscheinlich hätte ich früher aufgegeben.
Dennoch: Die Aussagen beim letzten Gang waren schlicht und ergreifend gelogen. „16 Millionen Scoville“, „reines Capsaicin“ soll das gewesen sein…
Nun, der Fachidiot mag begeistert sein, aber 16 Millionen Scoville-Einheiten hatte das Essen natürlich NICHT! Dazu hätten sie nämlich tatsächlich reines Capsaicin zur Verfügung stellen müssen, und dieses ist bedauerlicherweise nur in kristalliner Form, nicht in Currywurst-Form, erhältlich. Verdünnt war es also auf jeden Fall.
Aber ich wage sogar zu bezweifeln, dass die verköstigten Würste in reines Capsaicin getaucht waren, denn das hätte definitiv – und ich meine DEFINITIV – andere Spuren hinterlassen als ein paar Schweißausbrüche.
Wie gesagt: Die Currywurst mag rattig gewürzt gewesen sein, und meinetwegen auch x-mal schärfer als Tabasco. Reines Capsaicin würden aber auch Elton und Simon nicht so überstehen.
Eine unbedeutende Lüge vielleicht, aber ein Zeichen dafür, wie gerne mit Fachausdrücken wie Capsaicin und Scoville verfahren wird, da kaum jemand sie kennt. Schade, denn es ist ein – im wahrsten Sinne des Wortes – reizvolles Thema.

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Es musste ja kommen…

Na, kann man die HartzIV-Hetzereien von bild.de der letzten Tage noch toppen? Nein? Ach kommt. Was ist damit:

Dschihad für 600 €, Quelle: bild.de

Man glaubt es wirklich kaum: Die meistgelesene deutsche Zeitung beginnt einen Artikel über die Menschen, die vorhatten, hunderte oder tausende Menschen für ihre Religion sterben zu lassen mit den Worten „Perfider HartzIV-Missbrauch! Die „Saar-Terroristen“ sollen die Vorbereitungen für die geplanten Bombenanschläge mit „Stütze“ finanziert haben!“

Quelle ist ein Bericht im Focus, laut dem das BKA schätze, es waren 650 € ALGII im Spiel. Schön, dass sowas geschätzt wird. Ich dachte immer, das BKA sitzt da mehr oder minder an der Quelle.

Naja, nun kommt also auf der Bild-Liste, was HartzIV-Empfänger alles sein könnten, neben Betrügern, Schwarzarbeitern, Prostituierten und Polen auch noch der Eintrag „Terroristen“ hinzu.

Haben wir es nicht alle gewusst?

Also so langsam wird das Thema schon fast wieder absurd komisch.

PS: Ach ja, der Bericht stammt wahrscheinlich eher von Focus online, das Datum dort ist mit 6.9.08 (also heute) angegeben. Aber da ich Focus nicht lese, kann ich das nicht sicher sagen.

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