Monthly Archives: Oktober 2008

Einfach zu viel…

Leute, ich fühl mich wie ein Haufen Elend. Wir haben gestern mal wieder Besuch aus dem Süden gekriegt, was dann letzten Endes damit endete, dass ich im Rahmen einer ewigen und interessanten Diskussion hackevoll in der Küche saß. Ich hab keine Ahnung, wie viel ich bis in den heutigen Morgen gesoffen hab, aber die Mengenangabe in der Überschrift ist definitv richtig.

Ich bin nicht so der Mensch, der gleich einen Kater kriegt, insofern ist mir nicht schlecht. Die Kopfschmerzen habe ich allerdings auch erst nach 2 Ibuprofen wegbekommen – und ich hasse dieses Zeug! Aber aufgrund meiner eisernen Moral (die mal besser „Sauf nicht so viel“ hätte lauten sollen) habe ich mich jetzt bereits durch über 60 Fahrten gekämpft, bevor ich meinen Blog auch nur angesehen habe. Wieso haben eigentlich die schönsten Dinge im Leben immer so ein bitteres Nachspiel?

So, ich glaube, ich brauch jetzt was zu essen…

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Panik?

Hmm, hier parkt gerade ein nettes Dreigespann aus Feuerwehr, Polizei und Rettungswagen vor dem Haus. Ich hab kurz nachgesehen, ob Ralfs Gardinen wegen der auf Stufe fünf gestellten Heizung Feuer gefangen haben. Haben sie nicht. War auch dumm von mir! Das Fenster ist weit genug offen, um das runterzukühlen. Sonst würde Ralf mit seinem beinahe sprichwörtlichen Verantwortungsbewusstsein auch nicht 12 Stunden zum Arbeiten die Wohnung verlassen, ohne diese Einstellung zu korrigieren. Ach, ich Dummerchen!

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Neues aus der Anstalt

Die ganzen Schmäh-Artikel über meinen Mitbewohner sollten eigentlich irgendwann einmal ein Ende haben. Aber wenn es nunmal so viel zu schreiben gibt. Heute habe ich mich in gewisser Weise unanständig verhalten, denn ich habe „Inventur“ gemacht bei ihm im Zimmer. Nur unvollständig, da ich unter gewisse Dinge nicht unbedingt hinuntersehen wollte. Dieser Aktion wegen bin ich mit mir selbst nur bedingt im Reinen. Ich möchte hier unmissverständlich sagen: Ich betrachte die Privatsphäre eines jeden Menschen als heilig. Nun weiss ich aber leider, dass Ralf Unmengen unseres WG-Eigentums hortet, und ich habe nicht mehr das Gefühl, dass er dies ggf. bei seinem Umzug wieder an seinen Platz zurücklegt.
Ich kann es verstehen, wenn andere jetzt der Meinung sind, das sei nicht rechtens. Da sich meine Lust, das ganze in blümchengetränktem Einvernehmen zu regeln, in Grenzen hält, wäre eine potenzielle Alternative: Die Bullen suchen das Zeug. Ich denke nicht, dass das der nettere Weg wäre. Nico hat gemeint, man solle zu dem stehen, was man getan hat, und so schreibe ich hier ganz klar: Ja, ich war heute Mittag in Ralfs Zimmer und habe (oberflächlich) nach unseren Dingen gesehen. Rein aus Spaß an der Freude habe ich dann mit Nico zusammen die Geschirr-Ansammlung in Zahlen gefasst. Dabei haben wir auch Dinge erfasst, die ihm gehören – die folgende Auflistung ist also nicht identisch mit dem, was er wenigstens zu seinem Auszug rausräumen sollte, sondern eine Liste der Gegenstände, die in der WG bis dato immer gemeinschaftlich genutzt wurden. Oberflächlich sind dies:

  • 18 Teller und Servierplatten (davon einer inzwischen kaputt)
  • 8 Schüsseln (davon eine als Aschenbecher verwendet)
  • 10 Gläser (davon 3 als Aschenbecher verwendet)
  • 2 Töpfe
  • 1 Auflaufform
  • 10 Löffel (davon einer als Aschenbecher verwendet)
  • 9 Gabeln
  • 5 Messer
  • 3 Tassen
  • 2 Frühstücksbretter
  • 1 Messbecher
  • 1 Gewürzglas

Diese Dinge sind alle ungespült, dreckig und verteilen sich von der Bettkante bis aufs Fensterbrett (außen). Zur Menge sei gesagt: Die Rest-WG lebt gerade mit 6 – 8 Tellern…
Allerdings bin ich auch in meinem Hauptanliegen fündig geworden: Das schwarze Telefon ist nun auch wieder unseres, zudem fand ich das Stroboskop der WG. Die Klebepistole habe ich ihm gelassen, obwohl ich auch hier zu 99% sicher bin, dass es unsere ist.
Sein Engagement bezüglich Auszug ist immer noch ungebrochen, d.h. er lässt die leeren Umzugskartons immer noch im Flur stehen und die Maschinen im Wohnzimmer. Hier möchte ich noch einmal die witzige Logik erwähnen, mit der er an die Sache herangeht:

  • Mittwoch: Er schließt Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine ab und stellt 4 Umzugskartons in den Flur
  • Donnerstag: Arbeit
  • Freitag: Arbeit
  • Samstag: Nix
  • Sonntag: Arbeit
  • Montag: Arbeit
  • Dienstag: Arbeit
  • Mittwoch: Arbeit

Dass er, wenn er arbeitet, nicht in der Lage ist, irgendetwas anderes zu machen, hat Tradition. Er ist beispielsweise auch einmal nicht mit einkaufen gegangen, weil er am selben Tag eine (also eine ganze!) Maschine Wäsche waschen musste. Diese Beschränkung ist also nicht neu. Faszinierend ist, dass er an seinem freien Tag – 3 Tage nachdem er die Waschmaschine abgeklemmt hat – nicht einmal einen einzigen Karton gepackt hat.
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass hinter seiner Stirn in einem gewaltigen Hohlraum ein kleiner Affe auf einem Hocker sitzt, der hin und wieder in eine Banane beißt, die an einer Schnur hängt, und immer wenn das passiert, geht Ralf arbeiten, und ansonsten herrscht da ewige Finsternis und Leere. Aber das sind unbewiesene Vermutungen…

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Winner of the Day

Der Gewinner des Tages ist ganz eindeutig die VW-Aktie. Jedes Medium hat das wahrscheinlich inzwischen durchgekaut, die Story ist langsam öde, aber mich amüsieren die Krise und die umherwabernden Skurilitäten aus der Finanzwelt nach wie vor. Wenngleich ich durchaus verstehe, was das Problem mit VW gerade ist, so komme ich dennoch nicht umhin, mich schier einzunässen bei der Vorstellung, dass die deutsche Finanzwelt gerade Krisenstimmung verbreitet, weil eine wichtige Aktie im DAX steigt.

Spätestens das müsste den letzten Deppen, die in diesen Geschäften mit drin hängen, zeigen, dass die Finanzmärkte sich endgültig von der Realität abgekoppelt haben, und ihr nettes Spielzeug zur automatischen Geldvermehrung sich ein wenig verselbstständigt hat. Natürlich würde ich mir gerade aus finanziellen Gründen wünschen, zwei drei VW-Aktien zu besitzen, die ich über Nacht verscherbeln könnte, aber ich mache mir nichts vor:

Was derzeit passiert, ist der reinste Irrsinn, und das ist es nicht erst seit der Finanzkrise. Das war es schon davor, und ich wage es zu bezweifeln, dass die großen Kapitalmärkte der Menschheit überwiegend Gutes gebracht haben.

Na, wollen wir wetten, wie hoch die Aktie morgen bei Börsenschluss steht?

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Eine Woche

So, heute wöcht sich (das Wort hat Ozie vorher erfunden oder aus einer der tiefsten Schubladen der deutschen Sprache hervorgeholt) also das Abschließen unserer Waschmaschine und des Trockners. Vor also genau einer Woche hat Ralf ohne ein Wort zu sagen seine Waschmaschine und seinen Trockner vom Anschluss getrennt und inklusive aller Verlängerungen und für ihn unnötigen Adapter ins Wohnzimmer gestellt. Da sie dort immer noch stehen, und auch die vier Umzugskartons, die er zeitgleich anschleppte, ihr Dasein im Flur fristen, scheint es ihm also mit dem Auszug offenbar nicht so eilig zu sein.
Nun stört uns die Abwesenheit einer Waschmaschine nicht so sehr, da wir ja eine zweite (witzigerweise auch im Wohnzimmer) herumstehen haben. Wir haben uns nur bisher aufgrund unserer massiven Überbeschäftigung mit entweder arbeiten oder lernen oder in der Gegend herum siffen nicht in den Baumarkt aufmachen können, um einen Dreiviertelzolldoppelnippel zu kaufen, da Ralf den bisherigen offenbar mitnehmen will. Das ist insofern logisch, als er immerhin ein Drittel von dem Teil (also quasi den Großteil) gezahlt hat. Aber es ist wiederum auch in unbegrenztem Umfang eine Ausgeburt blödester Idiotie, da das Teil nur da ist, um den hier in dieser Wohnung unvollständigen Anschluss im Bad zu ergänzen und somit für unseren etwas einfach strukturierten Freund bei der Installation in seiner zukünftigen Grotte eher ein Hindernis als einen Komfortgewinn darstellt.
Uns dagegen verbietet das ominöse Verschwinden dieses kleinen Gewindes die Installation unserer noch originalverpackten Waschmaschine.
Jetzt ratet mal, wen das gerade stört. Niemanden!
Ralf ist wahrscheinlich der einzige, der noch in dieser Woche eine Waschmaschine brauchen könnte – zumindest wenn er den üblichen Rhytmus bei seiner Arbeitskleidung einhält…
Aber natürlich hat das alles auch negative Auswirkungen auf die WG. Das Wohnzimmer ist dank der Maschinen nur noch eingeschränkt nutzbar. Aber wen interessiert das Wohnzimmer? Ralf hat ja schließlich einen eigenen Fernseher…
Wie ihr also seht, ist hier weiterhin alles offen. In zwei Wochen verstreicht die letzte Frist, und wenn Ralf danach noch die Frechheit besitzt, hier zu „wohnen“, dann wird er wohl herausfinden müssen, welchen Vorteil zwei zusammenarbeitende Gehirnhälften bei lästigen Kleinkriegen bieten.

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Widerspenstiges Kerlchen

Nun ist mein kleiner Habi im Laufe des Jahres so groß geworden, aber bisher weigert er sich, Früchte zu bekommen. Bevor Fragen auftauchen: Ich weiss um die Rolle der Bienchen bei diesen Dingen Bescheid und habe sie nach bestem Wissen und Gewissen ersetzt. Das ist ein bisschen schade, denn auf der einen Seite werden unsere eingefrorenen Habaneros langsam aber sicher knapp, auf der anderen wollte ich ja auch gerne die ein oder andere Frucht verschenken. Ich bin mir zwar sicher, dass ich die arme Pflanze massiv stützen müsste, wenn sie mir den Wunsch der Fruchtbarkeit noch erfüllen sollte, aber dies sollte eigentlich kein Problem darstellen. Insgesamt bin ich begeistert vom Wuchs der Pflanze, der eher an ein Hirschgeweih, denn an einen Strauch oder gar Baum erinnert. Jetzt kommt halt auch noch die nicht gerade beste Jahreszeit für den Kleinen…

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Überwältigt!

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich meinem Noch-Mitbewohner offenbar unrecht getan habe. Ich habe derletzt angedeutet, dass ich erwarte, dass er unser Geschirr und Besteck nicht aus seinem Zimmer räumen würde. Nun hat er mich aber ernstlich positiv überrascht. Da es sich um geschätzte 18 kg Geschirr handelt, kann er das natürlich nicht auf einmal rausräumen und spülen. Das ist verständlich. Jeder, der schon einmal seine Ess-Utensilien über 3 Monate in seinem Zimmer gelagert hat, wird das nachvollziehen können. Jetzt hat er also begonnen, das Zeug in die Küche zu räumen. Seht selbst:

 

Ralf spült das erste Mal, Quelle: Sash

Ralf spült das erste Mal, Quelle: Sash

 

Man beachte, dass er tatsächlich 2 (in Worten: zwei!) Schüsseln rausgeräumt hat, und dazu einen großen Löffel. Es handelt sich also um einen nicht unbeträchtlichen Teil dessen, was er in seinem Zimmer beherbergt. Ca. 3,5% nach neuesten Schätzungen.

Ebenso bitte ich zu beachten, dass mit dem Befüllen der Schüsseln mit flüssigem H2O bereits eine Spülvorgang-ähnliche Bearbeitung begonnen hat. Dieses Engagement steht natürlich im krassen Kontrast zu meinen bisherigen Anschuldigungen, die ich hiermit noch einmal auf dem Prüfstand wissen will.

Überwältigt ob des emotional aufwühlenden Geschehens endige ich hiermit in tiefster Demut vor der haushaltlichen Kompetenz meines Mitbewohners und überlasse es meinen Lesern, Glückwünsche zu äußern.

Außerdem muss ich noch zwei Schüsseln spülen 🙁

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