Nicht die Mama!

Das Knöpfle mag mich gerade sehr.

Also wirklich. Es wählt mich meist zum Einschlafen und bevorzugt mich beim Bringen zur Kita. Letzteres könnte aber daran liegen, dass ich ihm das Balancieren auf einer Mauer erlaube, die Sophie ihm untersagt. Im Übrigen weil er dazu durch ein Beet laufen muss, die Mauer selbst sorgt sie ebenso wenig wie mich.

Nun ist es so, dass ich zwar mit ihm schlafen gehe, dies aber nach wie vor in Sophies Bett, so dass ein Aufwachen mit Papa quasi nie stattfindet. Neulich gab es mal eine Ausnahme, als Sophie über Nacht bei der Familie war, und in der kleinen Welt des Knöpfle war das Aufwachen mit Papa ein Highlight. Tatsächlich hat er ungefähr das erste Mal dieses Jahr überhaupt bis nach 7 Uhr im Bett gelegen. Und danach immer wieder erzählt, wie gerne er mit Papa aufsteht.

Gestern dann gab es eine Chance auf Wiederholung. Der Grund war unschön, Sophie ist wegen der Bahn (Ersatzverkehr und allgemeine Unsicherheit) eine ganze Stunde früher als sonst an ihren Präsenztagen aus dem Haus gegangen, also konnte ich mich um 6 Uhr zu den Kids ins Bett mogeln. Ich muss an dieser Stelle anmerken, dass das keine Überraschung war, ich habe es dem Knöpfle extra vorher versprochen gehabt.

Und während ich noch nicht einmal mehr eingedöst bin, wacht der Zwerg auf, sieht mich, haut mir ins Gesicht, fängt an zu weinen und ruft:

„NEIN! ICH WILL ABER MAMA!“

Man kann es ihnen nicht recht machen. Ich schwöre.

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Comic-Bösewichte

Ich hab so keinen Bock mehr.

Ich mecker ja nun seit 20 Jahren im Internet über Politik rum und ich mache das in letzter Zeit vergleichsweise selten, bzw. nur auf Mastodon, weil mir ehrlich gesagt in den letzten Jahren ein bisschen die Motivation und die Zeit fehlt, mich wirklich im Detail mit all den Themen zu beschäftigen, die es eigentlich wert wären, sich damit zu beschäftigen. So undurchdacht und impulsiv meine Rants damals auch hier und da zu sein schienen und so oft ich sie vielleicht auch mal nach einem Bier zu viel ins Netz gehauen hab: sie kamen nie ohne Wissen und waren immer in dem verhaftet, was man gemeinhin Realität nennen könnte.

Und was ist passiert? Wir haben inzwischen Merz als Kanzler.

Es gibt mehr als genügend Gründe, sich an ihm abzuarbeiten, von all seinen fragwürdigen Ansichten in der Vergangenheit bis hin zu irgendwelchen Details aktueller Verfehlungen, aber das kann ich gerade nicht leisten. Muss ich auch nicht – und es tun auch genügend Leute, die die Energie haben und/oder dafür bezahlt werden.

Das Tragische ist: es ist so egal. Es ist egal, was irgendein random Dude wie ich dazu sagt, aber noch schlimmer: Es ist völlig egal, was die Fakten, die Realität, die Welt, das Leben, der „gesunde Menschenverstand“, die Wissenschaft oder vielleicht sogar irgendeine nur herbeifantasierte metaphysische Entität zu unserer derzeitigen Regierung sagen würde: Die macht genau das absolute Gegenteil und findet irgendwo sogar noch Unterstützung.

Natürlich ist Merz noch ein paar schlechte Entscheidungen entfernt von einem Trump, aber die groteske Absurdität all seiner Bemühungen, ohne jeden Anflug von Zweifel Scheiße sein zu wollen, bereitet mir fast physische Schmerzen.

In einem der Scary-Movie-Teile gab es diese Szene, wo die Darstellerin vor dem Killer flieht und an einem Wegweiser in Richtung Tod abbiegt, obwohl in die andere Richtung „Rettung“ (oder so ähnlich) angeschrieben steht und ich kann wirklich keinen auch noch so kleinen entscheidenden Unterschied zur aktuellen Politik sehen. Wann immer man sich ein Thema anschaut und denkt, dass die Entscheidung doch klar sein müsste, kommen Merz und seine Kumpanen und beschließen das Gegenteil.

Dass mich das fertig macht und ich das Gefühl habe, das alles nicht mehr zu können, ist Teil des Plans. Ich weiß das. Und es kotzt mich an. Aber ich bin halt krank, müde und muss ein paar Kids auf diese Welt vorbereiten. Ich möchte das als solidarischen Shoutout an die jungen Leute verstanden wissen, die sich gerade wirklich kümmern: Ihr habt recht, macht was! Schlagt zu, bildet Banden, wehrt euch!

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Sitzt eine KI auf dem Speicher

Also ich weiß ja, dass ich es manchmal ein bisschen mit den PC-Themen übertreibe, seit ich letztes Jahr meinen neuen Rechner gekauft habe, aber gerade ist der Markt wirklich so eine Shitshow, dass ich als interessierter Laie das Gaffen nicht sein lassen kann. Die Speicherpreise gehen durch die Decke und ich glaube, den meisten ist das Ausmaß des Problems nicht bewusst. Muss es auch nicht, mir sollte gerade eigentlich auch nichts egaler sein als das, denn wenn ich hier gerade eines im Überfluss hab, dann ist es Speicher. Ich hab für die nächsten Jahre ausgesorgt was das angeht. Wenn das so weiter geht, sogar finanziell:

Das sind die Nachfolgekits meines Arbeitsspeichers, der mich letztes Jahr 239 € gekostet hat.

Der Grund ist bekannt: KI braucht Speicher und die Hersteller kommen mit der Produktion nicht nach. Oder sie machen es gleich wie Micron und beschließen, gar nicht mehr für die Endkunden zu produzieren, sondern nur noch an die KI-Industrie zu liefern. Letzteres ist ein besonders fieser Twist an der Sache, denn man könnte sich jetzt zurücklehnen und denken, dass es dann halt so läuft wie vor ein paar Jahren, als alle Grafikkarten von Krypto-Minern aufgekauft worden waren. Nur sind die nach dem Hype einfach gebraucht und billig in den Markt gespült worden. Was halt schlecht klappt, wenn komplett andere Teile gebaut werden, wie das jetzt offensichtlich der Fall ist. Sprich: Wer weiß ob sich das schnell erholt, selbst wenn die KI-Bubble kollabieren sollte, was ich jetzt (als Nicht-Profi) für eine ziemlich logische Entwicklung in nächster Zeit halten würde.

Und ich weiß: Haha, der Computer von Sash ist schon wieder mehr wert als sein Einkaufspreis, who cares? Aber RAM und – da geht es gerade los – SSDs sind ja heutzutage aus vielen Dingen nicht mehr wegzudenken, ich hab schon ein paar Stimmen vernommen, die da eine sehr sehr ernste Krise prognostizieren. Und andere, die unken, dass der RAM für PCs jetzt erstmals so teuer ist wie bei Apple. Und ich bin zu sehr Internet-Kiddie um das dann nicht trotzdem wenigstens lustig zu finden. 😀

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Vorsätzliches

Kennt Ihr das mit den guten Vorsätzen?

Nicht schon im Dezember, oder? 😀

Ich bin ehrlich gesagt immer noch nicht so ein wirklich großer Freund davon, aber da ich es inzwischen ja doch ein bisschen geschafft hab, ein wenig in den Bahnen der Selbstoptimierung – in meinem Fall vermutlich eher Selbsterhaltung – zu denken, ist es ja nicht allzu weit hergeholt, zu überlegen, wo das nächste Jahr besser als das letzte werden könnte. Und oh Boy, da ist an allen Ecken Luft nach oben. Warum ich mir die Gedanken über den Verlauf fast der kompletten Nacht machen musste, deswegen nicht schlafen konnte und meinen freien Tag dann nicht produktiv, sondern mit Mittagsschlaf verbracht habe … das bleibt das Geheimnis meines Gehirns und um ihm das heimzuzahlen, hab ich gleich mal sechseinhalb Stunden Schlaf pro Tag mit auf die Liste gepackt. 😉

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Jahresendspurt

Zack, schon isses wieder Dezember.

Ich hatte die letzten Tage oft überlegt, endlich mal wieder was zu schreiben, aber was? Ist alles so langweilig und normal. Ja. Und nein. Aber blogbar?

Ich bin das erste Mal in meinem Leben als erster von einer Feier heimgegangen, die Medikamente und das Spätzle funktionieren gerade nur so mittel miteinander, ich bin irgendwie erkältet, beide Kinder mögen keine Kinderschokolade und ratet mal, was wir gerade tonnenweise in der Adventszeit dahaben … aber hab ich wirklich Laune, darüber zu schreiben? Überhaupt nicht. Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass es mir gut geht, aber damit das hier etwas länger wird, muss erst irgendwas passieren. Weiß nur nicht so recht, was eigentlich.

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Museum für WAS?

Fördertechnik. Wir waren im Museum für Fördertechnik in Sinsheim.

Und ja, das ist nicht das Technikmuseum, aber vom Museum für Fördertechnik hat man einen schönen Blick auf die Mauer desselben.

Man kann natürlich mit Fug und Recht behaupten, dass Fördertechnik jetzt nicht ganz so geil ist wie Flugzeuge und Rennwagen, aber uns wurde das empfohlen für kleine Kinder und ich möchte sagen, dass das richtig gut war. Das Museum selbst ist nicht sonderlich groß und vielleicht auch nicht das interessanteste, was man als Erwachsener je gesehen hat. Tatsächlich viele Förderbänder und Sortieranlagen. Man könnte da in 30 Minuten durch sein und vielleicht sind einem 9 € dafür zu viel.

ABER:

Zum einen kann man ungefähr die Hälfte der Anlagen per Knopfdruck starten. Das ist schon mal besser als sie im Stillstand zu sehen, für Kinder aber richtig geil. Neben den Förderanlagen sind dann noch ein paar artverwandte Installationen – sprich: Murmelbahnen – aufgebaut, ebenso per Knopfdruck startbar. Einige davon können nur alle paar Minuten gestartet werden, aber dann rennen die Kids halt von A nach B nach C und wieder zurück.

Zum anderen: Die haben einen Indoorspielplatz. Wirklich. Einen nicht übertrieben großen, aber vollwertigen Indoorspielplatz. Mit Rutsch- und Kletteranlage, aber auch Tischkicker, Kaufmannsladen, Fußballkäfig, Riesenlego etc. pp.

Wir waren gestern mit 4 Kids über 5 Stunden im Museum für Fördertechnik. Es klingt absurd, aber es war ein prima Tag.

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Ready for 2030

So. Anderthalb Jahre nach Beginn ist der Rechner jetzt fertig. Einer der kleinen Bildschirme ist einem größeren richtigen Gaming-Monitor gewichen. Im Grunde war das unsinnig, das erst jetzt zu machen, aber manchmal ist mein Gespür für Prioritäten auch etwas seltsam. Ich wollte erstmal ruckelfrei spielen, das konnte ich jetzt seit letztem Jahr. Und jetzt wird’s halt nochmal hübscher und smoother. Man traut sich ja kaum zu sagen, dass ich meine 4070Ti Super bisher via HDMI an einem 60-Hz-Monitor angeschlossen hatte. 😀

Im Übrigen hätte ich trotz des Umstiegs von 1080 auf 1440p gerne wieder einen 24-Zoll-Monitor genommen, aber das gibt es – zumindest im niedrigeren Preissegment – offenbar gar nicht.

4K kommt vielleicht mit dem nächsten Rechner, momentan ist der erste Auflösungs-Umstieg seit einem Jahrzehnt schon ganz okay so und bei 1440p brauche ich dank meiner dafür perfekten Grafikkarte quasi sonst keine Kompromisse machen.

Netter Nebeneffekt: Da der Monitor mehrere Eingänge unterstützt, muss ich jetzt fürs Homeoffice erst einmal kein Kabel mehr umstecken. In Kürze hole ich mir dafür zwar noch einen eigenen Tisch – hab ja jetzt auch einen Monitor übrig – aber für die Zwischenzeit ist das auch gar nicht so schlecht.

Und jetzt ist das so. Wenn nichts kaputt geht, muss der Rechner jetzt bis mindestens 2030 halten, so bis Weihnachten oder so. Sollte dann immer noch ein guter Gaming-PC für ein zwölfjähriges Spätzle werden können.

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