Ready for 2030

So. Anderthalb Jahre nach Beginn ist der Rechner jetzt fertig. Einer der kleinen Bildschirme ist einem größeren richtigen Gaming-Monitor gewichen. Im Grunde war das unsinnig, das erst jetzt zu machen, aber manchmal ist mein Gespür für Prioritäten auch etwas seltsam. Ich wollte erstmal ruckelfrei spielen, das konnte ich jetzt seit letztem Jahr. Und jetzt wird’s halt nochmal hübscher und smoother. Man traut sich ja kaum zu sagen, dass ich meine 4070Ti Super bisher via HDMI an einem 60-Hz-Monitor angeschlossen hatte. 😀

Im Übrigen hätte ich trotz des Umstiegs von 1080 auf 1440p gerne wieder einen 24-Zoll-Monitor genommen, aber das gibt es – zumindest im niedrigeren Preissegment – offenbar gar nicht.

4K kommt vielleicht mit dem nächsten Rechner, momentan ist der erste Auflösungs-Umstieg seit einem Jahrzehnt schon ganz okay so und bei 1440p brauche ich dank meiner dafür perfekten Grafikkarte quasi sonst keine Kompromisse machen.

Netter Nebeneffekt: Da der Monitor mehrere Eingänge unterstützt, muss ich jetzt fürs Homeoffice erst einmal kein Kabel mehr umstecken. In Kürze hole ich mir dafür zwar noch einen eigenen Tisch – hab ja jetzt auch einen Monitor übrig – aber für die Zwischenzeit ist das auch gar nicht so schlecht.

Und jetzt ist das so. Wenn nichts kaputt geht, muss der Rechner jetzt bis mindestens 2030 halten, so bis Weihnachten oder so. Sollte dann immer noch ein guter Gaming-PC für ein zwölfjähriges Spätzle werden können.

Leave a Comment

Filed under Bilder, Vermischtes

Einfach machen

Ich bin in einer Menge Sachen nicht so gut. Dinge einfach machen ist sowas. Ich zerdenke Dinge oft zu sehr und hab Immer ein bisschen Sorge, anderen auf die Füße zu treten. Ist nicht immer hilfreich.

Aber dann kommen wieder Leute an, die das können und zeigen mir deutlich, wieso das dann vielleicht in manchen Situationen doch der bessere Weg sein könnte. Ich könnte den Vermieter rauskramen, der nach monatelanger Funkstille heute mal wieder Handwerker geschickt hat, um ohne mit irgendjemandem von uns Mietern zu sprechen einfach mal an der Terasse, bzw. dem Rasenmäherraum rumzufuhrwerken. Keine Ahnung, wie da der Stand ist gerade, aber es ist auf jeden Fall immer noch so, dass es nicht fertig ist und wir heute zwei Männer auf unserer Terasse rumwerkeln hatten. Könnte man schon mal vorher Bescheid sagen. Von einer Kommunikation der weiteren Pläne mal ganz abgesehen.

Und dann ist da aber ganz vorne noch der Lieferdienst, der mir überraschenderweise meinen Monitor heute zugestellt hat. Überraschend, weil die Lieferung für Mitte nächster Woche angekündigt war. Und weil weder eine Vorankündigung, noch eine Bestätigung kam. Zumindest bisher. Könnte noch kommen, aber Zustellung ist ohnehin ein ziemlich hartes Wort dafür, das Paket vor die Haustür zu stellen. Ein großes Paket, auf dem draufsteht, dass was teures drin ist, vor die Tür, ohne Regenschutz und ohne Benachrichtigung … ich meine, ein bisschen überdacht ist die Tür und es ist ein Hinterhof. Kann man einfach mal machen.

Gesehen werden kann es trotzdem von der Hauptstraße aus und die Tür, vor die es gestellt wurde, ist 24/7 offen. Wir sagen auch allen, die klingeln, dass sie’s nur hinter die Tür stellen sollen. Den Nachbarn, mit denen wir uns die Garage teilen, trauen wir nach 3 Jahren ohne verschwundene Post dann doch ganz gut. Das ist der „80% in 30 Sekunden“-Weg. 12 Sekunden mehr und man kann es in der Garage etwas außer Sicht auf den Treppenabsatz stellen. Erst danach kommen die ganzen Varianten, die Zeit kosten und nerven. Treppen, Empfänger treffen oder sowas.

Aber, seien wir ehrlich: Wieder einmal ist einfach alles gut gegangen. Einfach mal machen.

Leave a Comment

Filed under Haushalt, Vermischtes

Happy Turbine to me

Ich kann ehrlich gesagt nicht mehr nachvollziehen, ob das der erste Geburtstag meines Lebens ist, den ich vor einem aufgeschraubten PC begonnen habe – aber vermutlich wenigstens der erste, an dem ich um 0:02 Uhr ein Problem an selbigem gelöst habe.

Naja, gelöst …

Es war alles etwas wild gestern. Ich wollte eine SSD aufs Mainboard pflanzen. Sollte easy sein. Würde das Zeug nichts kosten, würde ich ja gerne mal probieren, ob man den Rechner dazu WIRKLICH ausschalten muss …

Jedenfalls sitzt der zweite M.2-Slot bei mir leicht durch die GPU verdeckt auf dem Board. Sah so aus, als käme man gerade noch so ran. Dann hab ich die scheiß Befestigungsschraube nicht rausgekriegt. Also da ging gar nichts. Dachte ich, ich mache mir doch mal mehr Platz für mehr Kraft und nehm doch kurz die GPU raus. Gesagt, get … fuck! Ich hatte das in 25 Jahren regelmäßiger PC-Schraubereien noch nicht, aber die Blende der Grafikkarte hat sich irgendwie hinten am Mainboard verhakt. Ich habe keine Ahnung, wie das sein kann, aber mit dem 800€-Ziegelstein im Weg, den ich noch dazu festhalten musste ohne anderswo Leiterbahnen von der Platine zu schaben, konnte ich das Problem aus Perspektivgründen auch nicht näher erörtern. Also hab ich es aufgegeben und die GPU vorsichtig wieder zurück in ihren Slot befördert, angeschraubt und angeschlossen und darüber hinaus bestimmt, dass wenn es bisher alle Festplatten lose hängend in meinen Gehäusen geschafft haben, diese hier keine Ausnahme sein muss.

Danach aber: ist die Grafikkarte plötzlich laut. Laut laut! Ich hab mich ja vorher schon immer über die in  meinem alten Rechner beschwert, aber DAS! Holla die Waldfee!

Und ich bin dem den Abend über nicht auf die Spur gekommen. Ich hab nicht mal gezockt, aber hier und da ging sie plötzlich ab wie Schmidts Katze. Die Lüfterkurve sah eigentlich gut aus, aber ungeachtet der Einstellungen hat sie wohl immer Vollgas gegeben und ich wusste nicht warum. Zumindest war das mein Glaube, bis ich dann um 23.55 Uhr verzweifelt und gegen den Sturm anzweifelnd doch nochmal das Gehäuse aufgemacht und nachgesehen habe. Und gesehen hab ich bei der ersten Draufsicht auch nichts. Damn!

Letztlich hab ich in absoluter Verzweiflung und vollumfänglicher Ahnungslosigkeit einfach mal die Stütze der Karte verschoben und gemerkt, dass diese beim Neuaufstellen unter dieser leicht abgerundeten Zotac-GPU offenbar an einem der Lüfter geschliffen hat. Ich hätte jetzt ja eigentlich gesagt, dass ich Schleifgeräusche erkennen hätte müssen, aber die Auflage, auf der die Karte bei der Stütze ruht, ist offensichtlich so weich gummiert, dass der Lüfter natürlich auch bei niedriger Drehzahl ordentlich Lärm gemacht hat, es aber durch die Dämpfung echt nicht nach Schleifen sondern sehr sehr sehr viel Luftbewegung geklungen hat. Dementsprechend war das nach dem Verschieben schon beim ersten Test wieder 100%ig ok. Hätte ich mir einige zwar interessante, für mich aber völlig irrelevante Foreneinträge ersparen können.

Im Grunde wäre jetzt eine saubere Lösung für die SSD auch noch nett, aber man kann ja nicht alles haben. Zumindest nicht um 0:02 Uhr.

Leave a Comment

Filed under Haushalt

Nix los

„Kann es sein, dass morgen ein ganz normaler Montag ist, an dem wir nichts besonderes haben?“

Ich werde diese Frage sicherheitshalber nie wieder so stellen.

Ungefähr 12 Stunden später bin ich aufgestanden, Sophie stand am Küchentisch über Spätzle gebeugt und sagte, er habe Läuse. Fuck ey!

Wer das Vergnügen schon mal hatte, kann sich vorstellen, wie der Rest des Tages ablief. Wir alle haben uns einer Kontrolle und Behandlung unterzogen, teils zweimal. Und die Waschmaschine ist für die nächsten 72 Stunden ausgebucht. Ich bin nicht ins Büro gefahren sondern musste kindkrank nehmen, die Kinderärztin hatte natürlich auch noch Urlaub … es war ein desaströser Tag. Nicht, dass es am Ende außergewöhnlich schlimm oder gar ein Einzelfall wäre, dass ein Kind mal die Viecher einschleppt – aber es war einfach der pure Stress. Haarewaschen und Kämmen ist jetzt so oder so nicht die Lieblingsbeschäftigung der Kinder, entsprechend begeistert waren sie, dass wir das jetzt auch noch auf 180 gedreht haben.

Da wäre mir ein normaler Bürotag schon ein bisschen lieber gewesen, ganz ehrlich. Oder um es mit dem Spätzle zu sagen:

„Auf dem Flohmarkt Flöhe holen wäre besser gewesen.“

Leave a Comment

Filed under Familie, Haushalt, Vermischtes

„Damit wir aufwachen“

Wir alle erinnern uns – hoffentlich! – an den Ring-Trick aus „Leon der Profi“.

Nun, Handgranaten zum Spielen bekommen unsere Kinder selbstredend nicht, aber das, was am nächsten an eine solche rankommt, ist sicher die Eieruhr in Form eines Eis, mit der das Knöpfle auch gerne hantiert und sich freut, wenn sie klingelt.

Wie man das in einen eiskalten Killer-Move von der Größe des Ring-Tricks verwandelt, hat er dann neulich abends gezeigt, als er mit Sophie ins Bett gegangen ist und als letzte Amtshandlung des Tages die Uhr aufgezogen und sie unters Bett hat kullern lassen.

„Damit wir aufwachen!“

war seine Begründung. Eine bessere Pointe werde ich dem Ganzen sicher nicht hinzufügen können. 😀

 

Leave a Comment

Filed under Haushalt

Nostalgie (Nachklapp)

Irgendwie hatte ich gestern tatsächlich einen irgendwie seltsam nostalgischen Tag. Am Ende landete ich dann beim – ui, jetzt haue ich noch so ein nostalgisches Wort raus! – Surfen im Netz wo, wo ich nie dachte, jemals hinzugelangen: beim Handbuch meines ersten Mainboards. Ich weiß, spätestens jetzt habe ich auch noch 99 der letzten 100 Leser hier verloren, aber so war es halt. Und es hat sich gut angefühlt! 🙂

OK, vielleicht sollte ich jetzt doch besser ins Bett.

1 Comment

Filed under Vermischtes

Nostalgie

Bisschen doof, dass ich diese Frage erst jetzt stelle, wo meine Leserschaft geringfügig eingedampft ist, aber:

Wo spürt Ihr eigentlich Nostalgie?

Also nicht „Bei WAS spürt Ihr Nostalgie?“, sondern wo? Im Körper?

Ich habe das auch deswegen nie gefragt in meinen 20 Jahren Online-Präsenz, weil es sich irgendwie ein bisschen peinlich anfühlt. Wenn ich mich sehr angenehm erinnert fühle an schöne Dinge und Zeiten, dann sitzt das Gefühl irgendwie sehr tief im Oberkörper. Nicht gleich 1:1 erektionsmäßig, aber irgendwo weit unterhalb des Magens und schon verdächtig nahe an den Gegenden, die Jürgen von der Lippe Ende der 80er so treffend mit „Vergnügungszentrum“ umschrieben hat. Ein Kribbeln, Kitzeln, Schaudern, es widersetzt sich ganz hart der Beschreibung und ich kann mich mit ein bisschen Gehirnakrobatik schon immer noch als Autor sehen. Und: Ja, natürlich ist am meisten das Gehirn mit beteiligt. Endorphine, Wohlempfinden, Aufregung, Vorfreude … aber körperlich sitzt das bei mir irgendwo da unten. Als Laie kann ich das unmöglich der Lage irgendwelcher Organe zuordnen und ich vermute fast, dass es die auch gar nicht gibt, ich vermute – und deswegen frage ich hier auch so in die Runde – dass das was ziemlich persönliches und letztlich von der Psyche orchestriertes ist.

Warum auch nicht? Ui! Nostalgie! Mach mal die 53. Darmschlingung empfindlich, reize mal hier die Prostata, kitzel die Blase links oben! Warum sollte das nicht bei jedem anders sein?

Schreiben tue ich das aus noch viel viel unnachvollziehbareren Gründen: Ich hab gestern nach langen Jahren endlich mal das richtige Konto bei Trackmania United Forever verknüpft, kann jetzt alle Medaillen nochmal erspielen und holla die Waldfee zwiebelt das untenrum gerade. Selten sowas schönes zu so einem absurd albernen Anlass erlebt!

Leave a Comment

Filed under Medien, Vermischtes