Verrutschtes

Ach Mist, jetzt hat es mir hier mal wieder wegen eines Updates das Design zerschossen, weswegen man jetzt gerade die Kommentare nicht in der Seitenleiste findet. Ich schätze, ich werde wenn ich mal Zeit und Lust habe auf ein moderneres Theme wechseln. Das hier wird schon seit 10 Jahren oder so nicht mehr offiziell unterstützt. 😀

Ich tue mich damit allerdings auch ein wenig schwer, weil ich das hier so angenehm schlank finde. Die meisten heutigen sind dreimal so breit und haben dann 12 cm Leerfläche zwischen allen Elementen, eigentlich mag ich das alles nicht sonderlich. Ich finde es auch gut, dass die Bilder so klein sind (die ganz alten sind ja sogar zugeschnitten auf das Format), aber vielleicht geht es einfach nicht mehr anders. Ich hab ehrlich gesagt auch nicht mehr den Nerv, bei jedem Update stundenlang im Maschinenraum rumzukriechen und css-Anpassungen zu machen, weil da wieder alle Elemente aufeinander verweisen und man sich erst dreimal alles zerschießt, bis man in der Seitenleiste irgendeine Linie angezeigt bekommt.

Also stellt Euch drauf ein.

Ach ja, ich sehe mir auch gerne Vorschläge an …

Leave a Comment

Filed under Vermischtes

It’s real

Leave a Comment

Filed under Bilder

Fäden und so

So, da wären wir wieder.

Sorry, unser Internet spinnt gerade und ich dachte schon, ich käme mal wieder wie in den guten alten Zeiten unseres ersten Jahres in Berlin dazu, in Open Office zu schreiben, um es dann später als Blog zu veröffentlichen. Aber ganz so schlimm ist es dann offenbar nicht.

Ich war heute bei meiner Hausärztin und damit sind dann auch die Fäden raus aus der Amputationswunde. Eine weitere Kontrolle ist erstmal nicht geplant, die Heilung verläuft auch über alle Maßen gut. Das mit den Phantomgefühlen wird noch nicht wirklich weniger, aber es ist inzwischen alles sehr beherrschbar, insbesondere da mein Fuß keine großen Probleme damit hat, sich gegen irgendwas gegendrücken zu lassen, was wie im letzten Beitrag geschrieben das Gefühl verschwinden lässt.
Ich würde gerne sagen, dass ich gar keine Schmerzen habe und so im Alltag ist das auch richtig. Erstaunlicherweise. Aber keine Regel ohne Ausnahme und tatsächlich ist über dem oberen Rand der Wunde irgendwas dermaßen gereizt, dass es wirklich ernsthaft unfassbare Schmerzen bereitet. Ich hab das immer wieder beim Abziehen des Pflasters gemerkt und jetzt eben beim Ziehen der Fäden. Ich persönlich tippe ja darauf, dass da irgendein Nerv nicht so begeistert davon ist, dass er abgeschnitten wurde, aber ich bin kein Mediziner. Es passt halt vom Schmerz. Beim Zahnarzt ohne Betäubung bohren – genau das ist das Gefühl. Aber wenn ich da künftig keine Pflaster brauche und keine Fäden mehr gezogen werden müssen, dann mache ich mir da erstmal keine Sorgen. War nur eine Herausforderung heute, man möchte ja nicht der Patient sein, der aus irgendeinem Behandlungszimmer die ganze Praxis zusammenschreit und damit die anderen Besucher derselben erschreckt und vergrault.

Ansonsten wird es langsam. Ich schlafe noch schlecht, bin insgesamt ziemlich platt, aber eigentlich geht es stetig bergauf.

Mein Arbeitgeber hat mir Blumen gesendet, was für jemanden, dem nie jemand Blumen sendet, erst mal ein bisschen gruselig war, aber gefreut habe ich mich trotzdem. Auch wenn ich im Normalfall viel davon halte, die Art der Erkrankung für sich zu behalten – schon um Kollegen nicht in Zugzwang zu bringen, die ihre eigene ungern teilen wollen – habe ich dieses Mal in meiner Dankesmail trotzdem fallen lassen, was gerade Sache ist, damit ein paar der Kollegen sich schon mal gute Witze überlegen können.

Ihr seht: Verzweiflung steht jetzt gerade nicht ganz oben auf der Liste der Gefühle.

Die Ruhe der Krankschreibung tut gerade wirklich noch gut, aber dafür ist sie ja da. So langsam freue ich mich aber auch wieder darauf, ein bisschen Normalität einkehren zu lassen.

2 Comments

Filed under Haushalt, Vermischtes

Dem Phantom sein Opa

Als ich das in den letzten Tagen alles geschrieben habe, habe ich eines nicht bedacht und auch noch keine Erfahrungen damit gemacht: Phantomgefühle. Das hat sich gestern Abend geändert.

Phantomschmerzen sind ja ein Phänomen, das es bis hin zu einer gewissen popkulturellen Bekanntheit gebracht hat, aber über andere potenzielle Gefühle, die vermeintlich an amputierten Körperteilen wahrgenommen werden, wusste ich überhaupt nichts, obwohl das ein bisschen naheliegend ist, wenn man mal ganz ehrlich ist.

Und sie sind weird as fuck!

Und beängstigend.

In meinem Fall war es so, dass ich gestern beim Schlafengehen das Gefühl hatte, mein nun irgendwo anders rumliegender Zeh wäre so ein bisschen an den daneben gedrückt und ich wollte ihn gerne ausstrecken. An sich nichts dramatisches, aber als ich dann realisiert habe, dass ich das nicht kann, wäre ich beinahe in eine Panikattacke reingeschlittert. Denn so unbedeutend und harmlos das Gefühl an und für sich auch war: Dass ich es nicht beheben konnte, hat mich binnen ein oder zwei Minuten nahezu komplett um den Verstand gebracht. Wie so ein kleiner Juckreiz, bei dem man dann plötzlich realisiert, dass man den nun den ganzen Rest seines Lebens haben wird. Für immer,  in jeder Situation und man kommt da nicht raus und …

Nein, keine Panik!

Gehirn muss sich neu verdrahten, das ist ok und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht von Dauer. Außerdem hat in meinem Fall etwas sehr simples geholfen: Ich hab den Fuß auf den Boden gestellt und vorne belastet, quasi alle Zehen mal durchgestreckt. Und das schein dem Gehirn zu reichen. Ja, es kommt wieder. Auch jetzt, da ich das schreibe. Aber es gibt Abhilfe und nichts davon dauert ewig. Aber meine Fresse, hat mich das geerdet. Das kam so völlig aus dem Nichts, nach mehreren Tagen und war unfassbar beeindruckend. Darf meinetwegen gerne auch schnell wieder weggehen, aber die Panik werde ich wohl nicht nochmal bekommen.

Ach ja, und den Scheiß mit Phantomschmerzen möchte ich nach der Erfahrung gar nicht erst kennenlernen.

Leave a Comment

Filed under Vermischtes

Zurück aus dem Krankenhaus

So, da bin ich wieder!

Bislang scheint sich zu bestätigen, was ich im letzten Eintrag schon irgendwie vermutet hatte: So eine Zehenamputation ist machbar.

Nein, versteht mich nicht falsch: Das war ja kein Wunsch von mir, sondern eine pragmatische weil sinnvolle Entscheidung. Zumindest laut den Ärzten. Und ich weiß, dass das gerade psychisch einige andere Menschen nicht so leicht wegstecken würden, da hab ich sicher auch einen kleinen Bonus. Tatsächlich hat mir ausgerechnet die Anästhesistin auf dem Weg in den OP-Saal gesagt, dass sie persönlich es damals schon als traumatisch empfunden hätte, als ihr der Blinddarm entfernt worden war, weil das für sie irgendwie die Komplettheit oder Unversehrtheit ihres Körpers auf einen Schlag beendet, bzw. in Frage gestellt hätte. Ich kann das an sich ganz gut nachvollziehen, aber das ist sowas, das auf dem Weg mit chronischen Krankheiten irgendwie verloren geht. Oder zumindest bei mir verloren gegangen ist.

Ja, gerade sieht das total furchtbar aus mit der fetten Naht auf der Oberseite meines Fußes und dann die unnatürliche Lücke, die da auch bleiben wird … aber tatsächlich hat der Zeh zuvor schon immer an den Schuh gedrückt und war gebogen und mit viel Hornhaut versehen, ich war ohnehin in podologischer Behandlung. Ich hab da jetzt keinen normschönen Fuß eingebüßt und jeder, der sich im Schwimmbad vor meinem Körper ekeln will, kann das seit 4 Jahrzehnten an überdurchschnittlich viel Fett oder irgendwelchen Pickeln tun. Ich glaube, ich werde da einfach nicht viel fühlen, wenn es mal soweit ist, dass ich den Nicht-Zeh unfreiwillig anderen Menschen zeigen muss. Und es wird auch nie mehr so schlimm aussehen wie jetzt, wo die Fäden noch drin sind.

Spannend ist, dass es trotzdem erstmal eine Heilung wie aus dem Bilderbuch ist: Am Mittwoch Mittag die OP, am Donnerstag Nachmittag (nachdem das fast 26 Stunden wirkende Betäubungsmittel abgeklungen war) bin ich bereits alleine aufs Klo, am Folgetag für eine kalte Cola runter zum Kiosk gelaufen. Ohne Hilfsmittel. Da war es dann eigentlich gar nicht so überraschend, dass ich doch noch jetzt am Ende der Woche, am Sonntag Mittag rausgekommen bin aus dem Krankenhaus. Was sehr schön ist, denn wenn man mal die ganzen kleinen Verpeilungen dort hochaddiert, war es eigentlich ein veritables Desaster. Hat sich nicht so angefühlt, aber ich hab die ersten 20 Stunden aus Verpeilung keine Medis gekriegt, ich bin in nur 5 Tagen mindestens sechsmal mit falschem Essen beliefert oder vergessen worden. Da hat die linke Hand nicht gewusst, was die rechte tut und wie gesagt: hat sich insgesamt eher wie mein bester KH-Aufenthalt angefühlt, aber war grotesk.

Ganz gut geht’s mir aber noch nicht, muss ich ehrlich sagen. Ich weiß nicht, ob es die Infektion ist, die mir nachhängt, das einwöchige Rumliegen oder die Kombination aus beidem – ich bin jedenfalls brotfertig, ohne irgendwie viel gemacht zu haben. Selbst die Hand auf der Tastatur fühlt sich enorm schwer an. Morgen muss ich dann eine AU holen, sehen ob ich schon wieder Autofahren kann, und dann darf der Tag meinetwegen schon wieder enden. Allerdings freuen sich die Kids sehr, dass ich wieder da bin und das ist ganz ehrlich einfach total toll, so sehr es mich gerade noch anstrengt.

Leave a Comment

Filed under Familie, Haushalt, Vermischtes

Einer weniger

Ok, das sollte besser nicht der Beginn eines Abzählreimes werden,  aber erst einmal ist es wie es ist und das bedeutet, was im letzten Eintrag noch eher eine vage Möglichkeit war: Der Zeh ist ab. Amputiert vor ein paar Stunden, weil der Knochen bereits angegriffen war und es damit wohl eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit gegeben hätte, dass ich den ganzen Mist mit Entzündungen jetzt öfter mal gehabt hätte.

Was genau ich diesbezüglich fühle, kann ich gar nicht genau sagen, es ist ja nun glücklicherweise meine erste Amputation. Irgendwie war das nach Beratung mit den Ärzten eine pragmatische Entscheidung und auch wenn ich natürlich zwischenzeitlich nervös war, habe ich gerade nicht das Gefühl, dass ich das bereuen werde. Vielleicht wenn ich im Schwimmbad die ersten Kinder erschrecke, aber das ist gerade noch weit weg.

Jetzt hoffe ich natürlich, dass das mit der Heilung alles schnell läuft, aber nach all den weirden medizinischen Zwischenfällen in meinem Leben fürchte ich mich nicht wirklich vor dem Abheilen einer zugenähten Wunde. Und was Infektionen so mit einem anstellen hab ich letzte Nacht nochmal eindrucksvoll gezeigt bekommen: Trotz aller Fiebersenker bin ich immer wieder bei 40°C gelandet, eigentlich habe ich die Nacht nur gefroren, geschwitzt und mir zwischendurch den Tropf wechseln lassen. Das brauche ich nicht nochmal, dann lieber Zeh ab.

Naja, so sieht es aus. Ich hab 50 g abgenommen und mein rechter FlipFlop wird künftig wild umherschlackern. Denke, das ist ein würdiges Fazit für den ganzen Quatsch.

3 Comments

Filed under Vermischtes

Ich bin dann mal weg.

OK, weg nicht ganz. Eigentlich nur in Bad Kreuznach und das ist ja ums Eck.

Ausgerechnet der Zeh, der mir vor Jahren schon mal das Leben schwer gemacht hat, ist jetzt – offenbar – enorm entzündet, ungefähr auf die doppelte Größe angeschwollen (die Ärzte schreiben 4x) und fühlt sich so angenehm an wie sich das anhört. Ich könnte ja Fotos posten, aber meine Güte, ich kann nur stark hoffen, ihr habt irgendwelche akzeptierteren Fetische. Gummipelikane und indische Kleinwagen zum Beispiel.

Naja, ich hab Schmerzen, war heute in drei verschiedenen Notaufnahmen, weil ich immer weitergeschickt wurde, und am Ende stand halt ein

„Naja, wenn es wirklich so wichtig ist, was sie davor noch erledigen müssen, dann kommen sie morgen wieder.“

Und da sind wir jetzt. Ich hab angefangen mit Packen, wir haben unsere Woche geplant und morgen fahre ich das Knöpfle noch wegen eines eigenen Facharzttermins nach Mainz. Irgendwann später lass ich mich dann irgendwie zurück in die Klinik gurken und warte mal, ob die schnippeln oder sonstwas machen. Parallel dazu nehme ich gerade schon Antibiotika und halte die Füße in kaltes Wasser, vielleicht hilft das ja auch schon.

Wie der Plan aussieht, wisst ihr jetzt. Was dann wirklich passiert … ich sag mal so: Ich hoffe wenigstens, ich kann am Ende nicht ein Foto vom Zeh ohne Fuß posten.

2 Comments

Filed under Haushalt, Vermischtes