Pfand ist gefährlich!

Also ganz ehrlich: Bepfandetes Leergut begleitet mein Leben nun durchaus schon eine Weile. Von der kindlichen Konfusion darüber, dass Flasche nicht gleich Flasche ist über die Einführung des Dosenpfandes bis hin zu den absurden Sammelsurien in der WG um Parties zu finanzieren:

Immer befanden sich Pfandflaschen irgendwo in der näheren Umgebung!

Andere sind da konsequenter als ich und bringen ihr Pfand täglich, wöchentlich – oder wenigstens monatlich weg. Erfahrungsgemäß kann das hier in der WG bisweilen dauern. Mal absichtlich, mal eher unabsichtlich. In irgendeiner Ecke (oder wenn es mal schlimm ist: In irgendeinem Raum) befinden sich immer irgendwelche Flaschen, die darauf warten, gegen Geld irgendwo hingebracht zu werden.

Ich fand es schon mit 16 sympathisch, als Holundermann von Blumentopf als Gast bei Fettes Brot rappte:

„…denn ich hab mehr Pfand bei mir zu Hause als am Monatsende Geld auf meiner Bank…“

Aber manchmal entdeckt man auch die Nachteile…

Nein, es ist nicht so, dass ich jetzt über unschöne Gerüche referieren will. Die kenne ich zur Genüge, da brauche ich nicht zu bloggen. Da würde es ausreichen, Zwiebelsuppe zu essen und zu warten. Aber als ich gerade am Rechner saß, gemütlich vor mich hingelesen habe, da ist…

(Das traut man sich kaum zu schreiben!)

einfach mal spontan eine Pfandflasche in meinem Zimmer explodiert. Einfach so. Die Sau!

Vielleicht sollte ich ein wenig über die Pfand-Wegbring-Intervalle nachdenken.

PS: Es wurde keiner verletzt. Immerhin.

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Alleine die Idee…

Ich hab mir oft Gedanken darüber gemacht, über was für absurde Themen man einen Themenblog machen könnte. Die wahrscheinlich nie wieder übertroffene Krönung des Ganzen ist das hier:

Kim Jong Il looking at things

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GEMA weg du…

Haben wir es etwa der GEMA zu verdanken, dass die Lärmbelästigung seitens des Weihnachtsmarktes dieses Jahr (abgesehen von den hyperaktiven Kindern, die die Hupen entdeckt haben) etwas weniger schlimm ist? Aber ich wollte vor allem noch ein Bild posten, dass die (weih-?)nächtliche Stimmung ein wenig einfängt:

Oh du fröhliche... Quelle: Sash

Oh du fröhliche... Quelle: Sash

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5

So, heute ist der Blog dann 5 Jahre alt!

Zugegeben, das ist eine sehr willkürliche Zahl. Dieser Blog mit dieser Adresse ist noch keine 2 Jahre alt. Der erste Blogeintrag überhaupt liegt indes schon etwas länger zurück. Der sah damals übrigens in voller Pracht so aus:

Donnerstag, 7. April 2005

Wenn man nichts zu sagen hat, dann redet man… genau: SCHEISS-WETTER. OK, ich hab‘ ja auch kapiert, dass wir inzwischen April haben, aber muss er das so deutlich zeigen? Ich glaube, dass der heutige Tag nicht so sonderlich viele Neuerungen in meinem Leben beinhalten wird. Ich bin fit, ausgeschlafen, aber wenn man da rausschaut, vergeht einem echt alles…

Ich denke, es wird mir keiner verübeln, dass ich das nicht als Startpunkt hier stehen haben wollte 🙂

Dennoch: Große Party zu Ehren des Blogs wird es heute deswegen mit Sicherheit nicht geben – mir ist ehrlich gesagt gerade selbst erst bewusst geworden, dass der Termin heute ist (siehe das Es-war-einmal-Plugin rechts in der Seitenleiste).

Aber erwähnen kann man es ja mal 😀

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Schlimmer…

Ach du meine Scheiße! Sie haben angefangen. Jetzt. Vor ein paar Minuten!

Der Weihnachtsmarkt in der Marzahner Promenade ist wieder im Gange. Die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit miesen Geschäfte im letzten Jahr haben offenbar nichts an diesem Konzept geändert. Das ist auch nicht verwunderlich, sind es dieses Mal doch neue Schausteller. So haben wir jetzt vor unseren Fenstern so ein tolles Kinder-Auto-Karussell-Dingsbums:

Spaßgarant im Lärmgewand, Quelle: Sash

Spaßgarant im Lärmgewand, Quelle: Sash

Das Ding ist zum einen von beachtlicher Lautstärke beim Fahren, als besonderes Feature aber haben sie Hup-Töne integriert und scheinbar verkündet eine Bandansage jetzt alle paar Minuten spätestens lautstark in sonorer Stimme:

„Eine Runde um den Rummelplatz!“

Ich werde den Umzug meines Bettes auf diese Gebäudeseite noch ein paar Tage rauszögern…

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Fail des Tages

Es ist wirklich ein Traum, am frühen Morgen aus der klirrenden Kälte der Nacht nach Hause zu kommen und von Ozie mit einem heißen Gemüseeintopf begrüßt zu werden. Der köchelte gemütlich auf dem Herd, in der Pfanne brutzelten ein paar Bratwürstchen (eine hervorragende Combo, die wir vor einer Weile einem Rezept entnommen haben) und die ganze Wohnung war erfüllt von wohligem Geruch.

„Du brauchst noch einen tiefen Teller!“

meinte Ozie zu mir. Unser Geschirrbestand ist auf einem historischen Tief, und bei 5 tiefen Tellern passiert es mal, dass alle benutzt sind, bis sich die Spülmaschine anzuschalten lohnt. Der letzte Satz ist als Metapher für „bis wir uns zum Spülen aufraffen“ zu verstehen. Aber gut! Ein tiefer Teller! Kann ja so schwer nicht sein!

Ich betrat mein Zimmer, und wenngleich sich an meinem Schreibtisch wie üblich ein paar Teller stapeln: Alles nur flache Teller.

Ein bisschen süffisant gegrinst habe ich beim beschwingten Gang in die Küche. Ich hab den Ball an Ozie zurückgegeben:

„Tja, Problem: Ich habe keinen tiefen Teller!“

Das ist mit die interessanteste Neuordnung in einer Zweier-Wohnung: Wenn man selbst für einen Missstand nicht verantwortlich ist, war es sicher der eine verbleibende andere. Das wird mir nochmal zu schaffen machen, aber heute sollte es ein Triumph werden!

„Ich hab aber auch keine…“

meinte Ozie etwas gedämpft. Also bin ich – natürlich im Wissen, dass sich dort unmöglich tiefe Teller befinden – zu meinem Übergangsschlafzimmer gewandelt. Und wie vermutet: Kein tiefer Teller. Ein flacher, ja – und ein Topf. Aber kein tiefer Teller.

Falls die Frage aufkommt: Ich esse gerne im Bett beim Lesen. Auch warm.

Nun galt es also, Ozies Aussage auf den Wahrheitsgehalt zu überprüfen. In ihrem Zimmer das selbe Bild wie in meinem: Ein paar flache Teller, kein tiefer.

Ich hatte inzwischen etwas Spülwasser in einen in der Küche befindlichen Teller eingelassen, aber so langsam stellte sich die Frage: Wo sind unsere tiefen Teller? Das Wohnzimmer ist auszuschließen. Da steht zwar ein Esstisch, aber der ist außer bei Familienfeiern noch so gut wie nie – und nie im letzten Halbjahr – zum Essen verwendet worden. In Nicos Ex-Zimmer befinden sich gerade der Trockner und fast sämtliche WG-Textilien – aber sicher keine Teller!

Trotz kurioser Vorlieben sind wir auch noch nicht dazu übergegangen, beim Duschen oder gar auf dem Klo zu essen, so dass Saarland und Bad eigentlich auch ausfallen. Es ist aber kein Witz, wenn ich schreibe, dass ich im Bad dennoch kurz geschaut habe. Der Flur ist eigentlich gerade aufgeräumt und übersichtlich, wobei sich auch hier die Frage stellen würde, weswegen sich dort die gesuchten Teller befinden sollten.

Ich meine, dieser Haushalt ist aus einer WG hervorgegangen, in der ein vermisstes Telefon nach Monaten im Alk-Schrank gefunden wurde, währenddessen in der Ladestation des Telefons aus unerfindlichen Gründen nach einer Party Cola-Whiskey gefunden wurde (besteht da ein Zusammenhang?), aber dass uns Teller im Flur verschwinden, daran glaubten selbst wir nicht.

Ein Blick in die wie üblich halb ausgeräumte Spülmaschine brachte auch keine neuen Erkenntnisse. Wo zur Hölle sind die tiefen Teller hin?

„Guck doch mal im Schrank.“

sagte Ozie in einem Anflug von Verzweiflung.

„Du hast nicht…?“

„Wieso sollte ich davon ausgehen, dass wir Teller im Schrank haben? Wir haben hier ewig nicht aufgeräumt!“

Und damit ist auch dieses Geheimnis geklärt: Die Teller standen sauber und artig gestapelt im Schrank. Manchmal bin ich froh, dass das niemand mitkriegt, was hier passie… ups!

Aber der Gemüseeintopf war lecker 🙂

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Wolle Blogeintrag mache?

So schön ich es ja grundsätzlich finde, dass mein Blog gelesen und von Suchmaschinen gefunden wird: Die damit verbundenen Anfragen können einem ganz schön auf den Zeiger gehen. Also nichts gegen welche von anderen Bloggern oder einfach von Lesern, die irgendwas wissen wollen oder mir ihren Blog empfehlen!

Aber diese ganzen Aasgeier, die sich kostenlose Werbung erhoffen…

Keine Frage, es gibt eine Menge gute Seiten und gute Produkte irgendwo im Netz zu finden. Und wenn ich irgendwas tolles finde, dann teile ich das gerne mit meinen Lesern. Das tue ich zwar nicht sonderlich oft, aber das liegt wohl an meinem gespaltenen Verhältnis zu Werbung allgemein.

Interessant wird die Sache dann aber da, wo ich keinerlei persönliches Interesse habe und dennoch keinerlei Gegenleistung geboten wird. Zum Beispiel wurde ich unlängst angefragt, ob ich einen Bannertausch mit einer ungarischen Zahnklinik in Erwägung ziehen würde?

Hallo!?

Aber da könnte man wenigstens noch gutgläubig davon ausgehen, dass die Erwähnung auf einer Linkfarm wenigstens potenziell Leser bringt, bzw. meine Page Impressions künstlich in die Höhe treibt (was immer mir das im Speziellen bringen soll, aber gut…).

Obskur war dann heute die Anfrage, ob ich nicht ein Jobportal erwähnen möchte. Es ist total toll und voll praktisch, und der Zusammenhang mit meinem Blog wäre natürlich der, dass man dort auch Jobs in Berlin finden könnte. Ich könne gerne einen Blogeintrag darüber schreiben, sie irgendwo verlinken oder am Besten doch gleich ein Suchfenster für die Jobsuche einbetten. Das wäre total praktisch für all die Jobsuchenden da draussen, bla keks!

Und?

Ich meine, es ist sicher auch total toll für alle, wenn ich auf meiner Wohnungstüre Werbung für einen Elektronikversand anbringe. Es ist auch total praktisch, wenn ich anbiete, das man in Marzahn die Waschmaschinen gleich bei mir zu Hause abholt. Wenn die mir allerdings anbieten würden, mir die Waschmaschinen sogar kostenlos bis in meinen Flur zu transportieren, dann sehe ich irgendwie trotzdem noch keinen Grund, das zu tun…

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