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Ich habe diese Woche 5 Präsenztage. Also mit anderen Worten: eine eigentlich normale Bürowoche.

Mit dem Unterschied, dass ich normalerweise nur vier Tage die Woche arbeite und davon im Schnitt auch nur knapp über einen in Präsenz. Das ist auch das, was meine Homeoffice-Vereinbarung verlangt. Und im Gegensatz zu den weirden Corona-Regelungen in der Verkehrsregelungszentrale in Berlin damals, wo wir „Dienst am anderen Ort“ hatten, was im Grunde Bereitschaft bei vollen Bezügen bedeutete, kann ich bei meiner aktuellen Arbeit auch mindestens 99% der Aufgaben problemlos von zu Hause erledigen. Tatsächlich ist sogar die Homeoffice-Regelung recht neu. Als ich vor zwei Jahren angefangen habe, war noch ein bisschen After-Pandemie-Wildwuchs und im Grunde ist jeder so oft zuhause geblieben wie er wollte. Meinetwegen hätte es dabei bleiben können, aber es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass selbst Präsenztage ihre Vorteile haben.

Ich hab zum Beispiel diese Woche meinen Kollegen, der in der Regel das gleiche Büro bevölkert wie ich, zum vielleicht ersten Mal dieses Jahr gesehen, weil er immer dann Homeoffice macht, wenn ich Präsenz habe. Anders als man daraus schlussfolgern könnte, freuen wir uns aber eigentlich, wenn wir uns sehen. Tatsächlich sind die Bürotage schon erheblich sozialer als die zu Hause. Blöd nur, dass sowohl die Anfahrt Zeit frisst, als auch die Tatsache, dass ich eigentlich nur im Büro längere Mittagspausen mache – eben weil ich dann mit den Kollegen noch essen gehe. So kriege ich meine Stunden nie zusammen. 🙂

Ich glaube, das ist auch das Fazit, das ich für mich aus dieser insgesamt ja für mich noch recht neuen Erfahrung ziehen kann:

Homeoffice ist gerade in Sachen Vereinbarkeit DER Shit! Aber genau das Homeoffice macht am Ende die Präsenztage so wertvoll.

Ich weiß, ich neige immer dazu, die Dinge positiv zu sehen, aber ich mag meinen Arbeitgeber. Gerade als Teilzeitkraft kann ich fast kommen und gehen, wann ich will. Selbst mitten im Tag mal schnell eine Stunde Pause anberaumen um ein Kind abzuholen ist – natürlich nur, wenn man nicht gerade einen fixen Termin hat – völlig ok und ungelogen jeden Tag schreibt jemand in den Chat, dass er oder sie mal eben weg muss. Krasser Gegensatz zur VKRZ, wo ich mit Elternteilzeit am Ende immer als letzter in den Dienstplan gesetzt wurde und Zuspätkommen ungefähr so gern gesehen war wie Diebstahl. Von so Sachen wie Gleitzeit oder sonstiger Flexibilität ganz zu schweigen.

Ich bin jetzt trotzdem erst einmal froh, wenn ich die Woche weg hab. Jeden Morgen ins Auto steigen und dabei versuchen, halbwegs menschlich auszusehen, ist schon anstrengender als nur den Rechner hochzufahren.

PS:
Dass ich die 5 Tage da bin, hat übrigens private Gründe. Das Spätzle hat gerade ein Feriencamp in Mainz und da kann ich ihn morgens immer hinbringen und nachmittags abholen. „Kein Weg umsonst!“, pflegte mein Stiefvater immer zu sagen, wenn er wollte, dass man noch Leergut mitnimmt, wenn man eh in die Küche geht.

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Der Scherz, den ich nie gemacht habe

Ich bin neulich abends noch in den Nachbarort gefahren, um beim McDonald’s Essen zu holen. Spätzle hatte es sich gewünscht und an einem Abend nach einem Freibadbesuch fanden wir das eigentlich alle sehr angemessen. Naja, ich saß also im Auto und hatte schon etwa die Hälfte der fünfzehnminütigen Strecke geschafft, da ist mir irgendwie ins Gehirn geschossen, dass meine inzwischen leidlich geschundene EC-Karte vielleicht mal endgültig streiken könnte und wie blöd das wäre, wenn ich jetzt beim Mac, nur mit der Karte in der Tasche der Jogginghose, aber ohne Bargeld oder Ersatzkarte …

Und ich hab mir dann vorgestellt, wie die Karte nach der riesigen Familienbestellung nicht will und ich mit denen diskutiere und dann sage:

„Na hören Sie mal! Vertrauen Sie mir doch, dass ich das morgen begleiche! Ich bin doch nun öfter hier und ich will ja auch nochmal wiederkommen. Wie stellen Sie sich das vor? Ich prelle jetzt die Zeche und dann muss ich nächstes Mal mit einem anderen Auto mit einem Kennzeichen aus einer anderen Stadt und Sonnenbrille kommen?“

Und natürlich hätten Sie sich nicht erweichen lassen. Und ich wäre heimgefahren, hätte die andere Karte eingepackt, wäre ins andere Auto mit dem Berliner Kennzeichen gestiegen, hätte meine Sonnenbrille aufgesetzt und wäre so erneut hingefahren, um eine neue Bestellung aufzugeben.

Vielleicht sollte ich in Zuständen, in denen mein Gehirn solche Kapriolen schlägt, gar nicht mehr Auto fahren …

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Cheat-Wochenende

Dieses Wochenende war mir nicht nach sonderlich viel. Ich esse ein Eis, der Wert in meiner Tracking-Tabelle bleibt rot und das ist zur Abwechslung auch echt mal ok. Im Schnitt passiert das momentan ungefähr jeden vierten Tag, das ist eingepreist.

Ich weiß gar nicht, ob ich darüber schreiben soll, eigentlich schätze ich das Interesse an sowas immer sehr gering ein, andererseits hatte ich es jetzt schon drei-, nein viermal, dass ich privat von meinem System erzählt habe, und die Rückmeldungen waren erstaunlich positiv. Außerdem bin ich ja nicht der einzige, der versucht, in seinem Leben ein bisschen Ordnung zu schaffen. Also nehmt es mir nicht übel. Alle, die es grundsätzlich bekloppt finden mit der ganzen Selbstoptimierung überlesen das bitte einfach. Ich fühle das hart und an ganz vielen Tagen mache ich das eh quasi ironisch, weil es eigentlich albern ist. Aber mir hilft es erschreckend gut und ich hab’s hier glaube ich nur einmal am Rande erwähnt.

Kern meiner ganzen Überlegungen war ursprünglich wie so oft das Abnehmen. Jetzt wo ich mich auch fett ins Freibad traue, ist zwar die Bikini-Figur als Motivation nicht mehr so unbedingt gegeben, aber bei meinem Übergewicht ist noch genug übrig, um noch weitere 40 Kilogramm lang ein paar Ärzte über jede Verbesserung staunen zu lassen, was sich eigentlich immer gut anfühlt, vor allem wenn man bisher immer negatives Feedback gewohnt ist. Das Schlimme ist, dass für mich als Statistik-Freund eigentlich sowas wie Kalorienzählen super funktioniert, aber erstens will ich das gar nicht so strikt handhaben und ich glaube auch, es ist wirklich ungesund, wenn man sich ein schlechtes Gewissen macht, weil man sich Käse in den Salat schneidet. Viel wichtiger noch: Ich kriege es nicht hin. Sobald der erste Motivationseifer binnen vielleicht vier Wochen verflogen ist, nervt es nur noch, bei jedem kleinen Snack seine App zu öffnen. Nicht nur weil eh alles negativ ist, was man einträgt, sondern weil gerade ich zum Beispiel das auch ständig machen muss. Ich bin nicht so der Drei-Mahlzeiten-und-ein-Snack-Typ. Ich ersetze gerne mal eine Mahlzeit durch 5 Snacks und ich hab’s oft probiert, das klappt auf Dauer einfach nicht. Aber Statistiken finde ich halt geil – egal wie sinnvoll die am Ende sind.

Ebenso tragisch: Ich bin – besser als vor anderthalb Jahren, aber doch immer noch – auch schlecht in all dem anderen Mist. Genug Arbeiten, Termine, ToDos, Bewegung und am Ende schlicht und ergreifend auch psychische Gesundheit. Es bringt mir doch nix, einen Tag lang nur Salat zu essen, wenn ich dafür am nächsten Tag nicht aufstehen will.

Also hab ich das alles mit in die Tabelle gepackt.

Die Tabelle ist an sich harmlos und verwendet nur ein paar simple Grundfunktionen von LibreOffice Calc (also quasi Excel). Eine Zeile pro Tag und die Spalten gliedern sich überwiegend in Dinge, die ich gerne geschafft kriege, den Hauptumfang nimmt aber rein zahlenmäßig die mit dem Gewicht ein. Von dem Wert gehen dann 0,2 Punkte für jedes geschaffte ToDo ab, 0,1 für 1000 gegangene Schritte, 0,1 für 10 Minuten über Soll bei der Arbeit oder eine halbe Stunde mehr Schlaf etc. pp.
Aber auch 0,1 für Ziele, die ich in neuen Games erreicht habe oder 0,5 für einen Zahnarzttermin. Am Anfang hab ich da viel zu sehr drüber nachgedacht, wo ich jetzt wie viele Punkte abziehen kann, aber eigentlich ist das egal, so lange es halbwegs konsistent bleibt. Ja, die Balance ist nicht perfekt, denn in die eine Negativspalte kommen quasi nur noch Süßigkeiten rein, wobei die mit 0,1 Punkten pro Schokoriegel natürlich tendenziell eher zu wenig zählt. Ob meine gute Laune es wirklich wert ist, dass ich einen Sechserpack Twix mit 6 Rennen in Forza Horizon quasi annullieren kann? Ach, who cares? Ja, manchmal sammele ich abends noch schnell Achievements, um mit dem Score ins Reine zu kommen und es ist vielleicht suboptimal, dass das schneller geht als mit Laufen gehen. Aber erstens mache ich das wirklich nicht so oft und zweitens hängt es am Ende immer mehr am Gewicht als an allem anderen, ob der Tag ein Erfolg wird.

Ach ja, Erfolg. Wie misst man da eigentlich, ob es gut läuft, vor allem für einen Tag? Das ist dann die Metrik, auf die ich gerade rückblickend ein wenig stolz bin: Ein Tag ist immer dann ein Erfolg, wenn mein Wert unter dem Durchschnitt der letzten 14 Tage liegt. Das ist dieses Jahr bisher bei 148 von 194 Tagen der Fall und das ist eigentlich zeimlich gut. Letztes Jahr waren es auch „nur“ 245 von 365 Tagen und in der Zeit hab ich 20 kg abgenommen und mir geht es besser als damals. Ganz schlecht kann das also nicht sein.

Die Schwächen sind einfach: Ich muss abends mal den Tag Revue passieren lassen und so ca. 12 Zahlen aus dem Gedächtnis eintragen. Und Urlaub kann nicht so recht abgebildet werden, schon weil ich meine Waage nicht mitnehme und während der Zeit einige Pluspunkte durchs Spielen wegfallen. Aber das kann ich inzwischen erstaunlich gut hinnehmen, ich sehe Urlaub da auch einfach als Gegenwert an sich, da darf die Tabelle auch mal schlecht aussehen.

Und so albern das mit den Schokriegeln und Rennspielen auch klingt: Es ist eigentlich ziemlich geil, dass ich mal nach einem Tag zufrieden bin, wo ich 13.000 Schritte gemacht und 8 Stunden gearbeitet hab, aber durchaus auch, wenn ich an einem freien Tag mal 6 Dinge erledigt und 4 Stunden Zeit zum Zocken hatte. Ja, manchmal denke ich darüber nach, doch dieses noch rein- oder jenes rauszunehmen, aber im Großen und Ganzen passt das für mich. Und hey, am 15. Januar 2024 lag der 14-Tage-Durchschnittsscore bei 161,3, heute bei 136,0. Der Trick ist am Ende halt: NUR mit Forza Horizon schaffste das auch nicht! 🙂

PS: Diese Eintrag hat heute 0,5 Punkte gebracht.

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Köppa 30

Freibad ist schon eine geile Erfindung, die dem Tag einiges an Struktur geben kann, wenn man die sonst an Wochenenden nur wenig hat. Unsere Kids sind dieses Jahr noch nicht so schwimmbadsüchtig, wobei das Spätzle eigentlich nie auf irgendwas Lust hat und das Knöpfle sich schon den ganzen Tag auf der Terrasse Wasser über den Kopf leert. Vielleicht ist das Bild auch einfach falsch.

Aber naja, wir haben unsere Saisonkarte und nutzen das. Trotz allem Vorbereitungsstress auch mal für 2 Stunden ins Bad, warum nicht.

Heute war es etwas frisch, eher so 25°C, dafür war das Bad um die Mittagszeit wie leergefegt. Also wenn es eine große Wasserrutsche in einem Schwimmbad gibt und man genau 0,0 Sekunden in der Schlange stehen muss, dann sagt das schon was aus.

Ich hab mir mal ein Herz gefasst und nach inzwischen so ungefähr 30 Jahren mal wieder einen Sprung vom Fünfer gewagt. Ja, so lange könnte es her sein. Meine ganze Jugend und die Zeit danach hab ich Schwimmbäder gemieden. Übergewicht, Scham, diese Geschichten. Hab ich anderswo schon geschrieben. Auch wenn ich seit inzwischen 4 Jahren oder so wieder regelmäßig baden gehe: Die Bäder hatten nie einen Fünfer, also könnte der Zeitrahmen etwa hinkommen.

Es ist ein komisches Gefühl und es war so unerwartet wie erwartet. Ich hatte genau so viel Angst wie ich vermutet hatte: Nicht wirklich viel, aber genau so hab ich den Fünfer abgespeichert: Das ist das erste Brett, das WIRKLICH hoch ist, wo das Wasser sehr weit weg aussieht und wo man sich auch wehtun kann, wenn man es verkackt. Andererseits ist es das größte Brett (genauer genommen in den meisten Fällen – auch hier – ein Turm), das regelmäßig in Bädern anzutreffen ist und war und deswegen damals in meiner späten Kindheit von mir und meinem Bruder auch mit einer derartigen Regelmäßigkeit benutzt wurde, so dass ich nicht wirklich Furcht empfinden konnte. Ich wusste, wie das von da aussieht. Ich wusste auch noch, dass man während des Sprunges lange genug Zeit hat, um sich zu denken, dass das jetzt schon eine Scheiß-Idee war.

War’s nicht.

Bestnoten für spritzarmes Eintauchen kriegste mit 140 kg eh nicht, aber es war immerhin ein vergleichsweise sauberer Kopfsprung und ich hab ihn ohne größere Schmerzen überlebt. Passt also.

Ach so. Falls jetzt irgendwer vermutet, ich würde das tun, um vor den Kindern anzugeben: Das Knöpfle hat es nicht mitbekommen und das Spätzle fand die Idee anfangs cool, aber inzwischen hat er es wahrscheinlich vergessen. Das alleine wäre also eine schlechte Motivation. Vielleicht hab ich’s doch nur gemacht, weil’s ging und weil’s halt einfach geil ist. 😀

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Kampf mit der Technik

Ich bin ja immer noch dran, meinen alten Rechner zu einem neuen fürs Spätzle zu machen. Eigentlich ist unser Zeithorizont noch ein Jahr, Pi mal Daumen, aber mir macht es ja gerade Spaß und außerdem kann ich mir schon vorstellen, dass wir das zeitlich etwas vorziehen. Natürlich ist das Spätzle noch nicht so weit, einen eigenen Computer zu haben, aber es ist auch nicht so, dass da noch Größenordnungen fehlen. Und ein bisschen Interesse ist schon da, natürlich auch der Spiele wegen, schon klar. Finde ich auch ok, was will ich auch sagen als überzeugter PC-Gamer?

Leider will er nicht so wirklich. Also der Rechner.

Einer der Gründe, weswegen ich mir letztes Jahr einen neuen geholt habe, war gar nicht, dass die Dinger jetzt Raytracing können, sondern dass der alte auch immer wieder einen Fehler gebracht hat. Eine Warnung vor Überspannung in einem USB-Gerät. Nun könnte man ja meinen, dass es an einem USB-Gerät liegt, aber so einfach ist es nicht. Ich hab in einem Zeitraum von vielleicht zwei Jahren nicht rausgefunden, woran es liegt. Immer mal wieder ging der Rechner deswegen nicht an und egal, was ich aus-, ein- oder umgesteckt habe: Mal kam es wieder, dann auch mal wieder nicht. Selbst ganz ohne angeschlossene Geräte tritt der Fehler auf.

Neben einem defekten Peripheriegerät könnte das Problem natürlich auch auf dem Motherboard sitzen. Ein falscher oder beschädigter Jumper zum Beispiel. Unwahrscheinlich, da es zum einen irgendwann plötzlich auftrat, zum anderen heute aber auch nicht wegging, obwohl ich das Board zur Installation eines neuen CPU-Kühlers komplett abgestöpselt, ausgebaut und dann wieder seiner Bestimmung zugeführt habe. Neben Dingen, bei denen meine Expertise dann völlig aufhört wie irgendwelche Probleme irgendwo innerhalb der Schaltkreise, bleibt laut Internet noch das Bios. Das hatte ich als ich den Rechner noch genutzt habe nie geflasht, weil niemand einfach mal ein Bios flashen sollte auf dem Rechner, der ihm wichtig ist. Und es war ja ein guter Grund, einen neuen zu kaufen. 😉

Aber jetzt. Der Rechner ist sauber, neu verdrahtet, betriebssystemfrei und zugänglich. Was sollte schiefgehen?

Irgendwie alles. Ich hab es bisher nicht geschafft, ihm ein neues Bios zu zeigen.

Dabei – Respekt an MSI – hat das Board sogar eine bequeme Bios-Flash-Funktion, bei der man nicht mal starten müsste. Einen Knopf hinten am Panel und einen direkt verbundenen USB-Anschluss, über den man einen Stick mit der Datei ranpacken können soll … naja, soll. Ich hab jetzt extra einen Stick wie gewünscht in altertümlichem FAT32 formatiert, ich hab verschieden aktuelle Versionen den Anleitungen entsprechend darauf untergebracht – bisher hat nichts davon dazu geführt, dass das Mainboard sagt: „Hey, da ist ein neues Bios, gib mir das doch bitte!“

Bisschen ernüchternd gerade.

Ich meine, ich halte mich nicht für einen begabten PC-Magier, aber ich hab das Teil immerhin komplett auseinander und wieder zusammen gebaut und es tut noch. Im Grunde könnte ich ein Betriebssystem draufhauen, wenn der Bootvorgang – wie etwa jedes vierte Mal – klappt. Extra ein neues Board kaufen will ich aber eigentlich auch nicht. Ich hätte mich schon gefreut, wenn das jetzt mal klappen würde. Zumindest mal das neue Bios, um das als Fehlerquelle auszuschließen. Wenn die Meldung dann immer noch kommt, muss ich mal weiterschauen; aber mit der Hürde jetzt hatte ich so nicht gerechnet. 🙁

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Urlaub zuhause

Dieses Jahr machen wir ja mehr Urlaub als all die Jahre seit … ok, ich glaube, ich war noch nie so oft in einem Jahr im Urlaub wie 2025. Und das ist auch schön. Obwohl wir ja gerade selbst wohnen, wo andere Urlaub machen.

Foto über den Rhein hinweg mit dem Binger Mäuseturm und der Burgruine Ehrenfels

Ich will gar nicht so sehr darauf raus, wie hübsch Bingen am Rhein ist – was man schon so sagen kann – sondern eher ganz allgemein mal in die Runde fragen, ob es anderen hier auch so geht, dass sie ein neues Zuhause auch nach Jahren noch mit den Augen eines Touristen betrachten.

Wir wohnen in ein paar Wochen genau drei Jahre hier und ich denke, dass es eigentlich auch normal ist, dass man Orte, in denen man mehr als einmal irgendein Amt besucht hat, irgendwie als Alltag abspeichert. Ich will auch nicht sagen, dass ich das nicht tue. Mein Blick bei der Fahrt zum Aldi bleibt auch nicht mehr jedes Mal an den umliegenden Weinbergen hängen und ich hab die Burg Klopp inzwischen erschreckend pragmatisch als Sitz der Stadtverwaltung abgespeichert. Selbst der Rhein ist inzwischen sehr normal geworden.

(Obwohl Sophie mir erst vor ein paar Wochen gezeigt hat, dass wir tatsächlich aus der Küche zwischen allen Bäumen und Häusern hindurch einen kleinen dreieckigen Fleck Wasser sehen können. Was mich im Grunde vor allem freut, weil der Vermieter deswegen nichts von Rheinblick geschwafelt und nochmal 100 € im Monat aufgeschlagen hat.)

Aber an immer noch sehr vielen Tagen bewundere ich doch noch die beeindruckenden Ausblicke durch die Straßen auf die steilen Berge, sehe mir fasziniert die Verzierungen der alten Herrenhäuser an oder erquicke mich einmal mehr an unserer Garage, die wie inzwischen ja alle wissen dürften, früher ein Weinkeller gewesen sein muss. Und dann freue ich mich einfach, hier sein zu können. Aber das liegt eben nicht an Bingen. Ich bin auch in Berlin – ja, sogar und ganz besonders in Marzahn – oft an Ansichten hängengeblieben, die mir schön erschienen; obwohl ich da dann schon fast ein Jahrzehnt im Nebenhaus gewohnt habe.

Ich persönlich glaube ja, dass das was mit meinem grundsätzlichen Optimismus zu tun hat, dass ich gerne das Schöne in Dingen sehe. Aber das ist andererseits natürlich auch einfach nur die schmeichelhafteste Erklärung für mich. Geht es noch jemandem so und hat jemand plausible andere Gründe dafür parat?

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Es wird …

Ich hab jetzt schon oft erwähnt, wie sehr wir der Zeit entgegenfiebern, wo wir mal ein bisschen Entspannung in unser Zeitmanagement reinkriegen. Insbesondere auch durch den Kitawechsel des Knöpfles zum Beispiel. Auf den ersten Blick ist das alles gar nicht so schlimm, weil ich ja nur Teilzeit arbeite, da sollte ja genug Zeit zum Abholen der Kinder sein. Tatsächlich bin ich aber gerade kurioserweise einer der Menschen, die erheblich davon profitieren würden, wenn die Union ernst macht und die tägliche Arbeitszeit auflockert. Denn ich stoße gerade oft an die Grenze, dass ich eigentlich gerne meine täglichen 6,25 Stunden arbeiten würde, das aber nur kann, wenn ich noch eine halbe Stunde Mittagspause mache – weil mehr als 6 Stunden ohne Pause ja nicht erlaubt sind. Was dann wieder sehr oft mit den Abholzeiten kollidiert, weil es bisher halt so war, dass ich morgens eines der Kinder bringe und nachmittags eines hole. Und insbesondere an Präsenztagen sind mehr als 6 Stunden damit einfach ausgeschlossen.
Und dann kommt hier mal ein früherer Feierabend, da mal morgens eine Verspätung … und schon hab ich einfach null Stunden auf dem Arbeitszeitkonto, beziehungsweise manches Mal wie die letzten Wochen sogar ein Minus.

Und bevor ich auf die Idee komme, mir wegen sowas die Abschaffung von Arbeitnehmerschutzmaßnahmen zu wünschen, geht das Knöpfle halt in eine andere Kita.

Im Ernst: Er ist da inzwischen eigentlich komplett angekommen und jetzt, in den letzten beiden Tagen, haben auch wir als Eltern angefangen, die Früchte dessen zu ernten: Am Montag hab ich Überstunden machen können, weil Sophie beide Kinder abholen konnte und jetzt an meinem freien Dienstag hab ich erstmals morgens beide Kinder auf einmal gebracht und nachmittags beide geholt, während Sophie ihren Präsenztag hatte. Wobei dieser Eintrag in die Liste etwas gecheated ist, da das Spätzle gerade nicht Schule, sondern Ferienbetreuung hat, aber das lassen wir mal schön unter den Tisch fallen.

Da die Ärgernisse nicht ausgehen, ist aber ausgerechnet jetzt der einzige stets freie und halbwegs gut gelegene Parkplatz für mehrere Wochen gesperrt, weil da die Straße aufgerissen wird. Irgendwas ist ja immer.

Nein, wir merken gerade wirklich, wie es bergauf geht. Und bitte, ich will jetzt gar nicht für Überstunden werben, aber es belastet schon in ungeahntem Maße, wenn man die ganze Zeit gucken muss, dass man seine Stunden gerade so irgendwie zusammenkriegt und das ständig ein gewichtiger Teil der Organisation ist. Ist ein bisschen wie mit Geld: Es geht nicht darum, grenzenlosen Überfluss zu haben, aber holla die Waldfee ist das Leben einfacher, wenn man nicht stets mit dem Mangel jonglieren muss.

Vielleicht ist es ja wirklich noch so, dass 2025 zu unserem Jahr wird. 🙂

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