Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich hier die Hardware aufgerüstet habe. Wie lange? Da müsste ich nachschlagen. Aber man kann es bequem in Jahren messen. Ich möchte meinem kleinen Rechnerchen kein Unrecht tun, denn es läuft weitestegehend wie es als Office-PC soll, und Spiele wie das nunmehr siebeneinhalb Jahre alte GTA 4 lassen sich damit immerhin noch mit etwa 25 FPS zocken.
Aber realistisch betrachtet wird das alles nicht besser, die Teile werden älter und klingen teils bedenklich und die aktuelle Smartphone-Generation hat mehr Prozessorleistung als mein minibargroßes Monstrum unterm Schreibtisch. Und da das Teil nunmal wichtig für mich ist, wird es demnächst ausgetauscht. Genau genommen habe ich heute die Bestellungen abgeschickt. Yeah! \o/
Bei dem Thema bin ich ja ehrlich gesagt altmodisch. Einen PC stelle ich wie Anno 2000 immer noch aus ausgewählten Einzelkomponenten zusammen und verschraube das Ganze hier zu Hause. Das gehört irgendwie dazu. Der Unterschied zum Jahr 2000 ist, dass es heute nicht mehr die absolut topaktuellen Teile sind, sondern ausgewählte der letzten und vorletzten Generation. Dieses Mal gehe ich sogar soweit runter, dass das Ding explizit nicht zum Aufrüsten gedacht ist – worauf ich bisher immer größten Wert gelegt hatte. Mit Superlativen protzen kann ich so gesehen kein Bisschen, ich könnte eher Mitleid erregen mit dem, was bisher hier so unter der Haube werkelt. Ich sage nur Dual-Core und 4 GB RAM.
Eigentlich wollte ich sogar ein paar Teile des alten Rechners behalten, aber als ich dann festgestellt habe, dass es im Grunde (abgesehen von den Monitoren, die ich übernehmen werde) nur um ein neues Gehäuse geht und ich an ein solches so viele Anforderungen stelle wie an die Lautstärke der Singvögel in einer mir fremden Stadt, habe ich nun extra eines geordert und werde die neue Kiste unabhängig von der montieren, auf der ich hier derzeit noch schreibe. Luxus! \o/
Das Traurige ist: Ich war die letzten Jahre soweit weg vom aktuellen Stand der Technik, dass ein komplett neues Einarbeiten notwendig war. Und dann liest man Testartikel über Grafikkarten, versteht nur die Hälfte, weiß aber:
„Verdammt, so hab ich vor 15 Jahren auch rumgelabert!“
Der Graben war sogar so tief, dass ich die Anschaffung um runde 5 Monate rausgezögert habe, weil es mir trotz der Verheißung eines neuen Rechners zu nervig war, mich mit den Details zu beschäftigen. Dieses Altwerden hat mich wohl inzwischen voll im Griff.
Aber gut: Im Laufe der kommenden Woche treffen hier ein paar PC-Teile ein und jetzt bin ich tatsächlich wieder ein bisschen erfasst vom verloren geglaubten Kribbeln, das einen überkommt, bevor man neue Hardware in Augenschein nimmt und mit ein wenig Bastlerstolz die Komponenten zusammensetzt. Hach! 😀


