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Bäck to Ländle

„Wir könnten auch mal wieder selber Maultaschen machen…“

Meine Einstellung zu diesem Vorschlag war vor wenigen Stunden sozusagen ambivalent.

1. Maultaschen sind was feines, man kriegt die guten fertigen nicht im Supermarkt um die Ecke, Selbstgemachte sind dreimal leckerer und so ein Abend Kochen mit Ozie kann wahnsinnig spaßig sein.

2. Irgendwo finden sich auch die Guten in Berlin, auf Aufwand hab ich ja mal gar keinen Bock, die Küche wird wie ein Schlachtfeld aussehen, und eine gute Alternative zum Zusammensein in der Küche bietet das Internet sowieso.

Aber wenn man schon mal frei hat…

Um es mal klarzustellen: Maultaschen selbst gemacht hat bisher eigentlich nur Ozie. Einmal. 2006 in Stuttgart. Damals vegane. Unser Informationsstand also war ähnlich düster wie mein jetztiger bezüglich Kernfusionen: Ich weiss theoretisch wie es geht, aber es spricht eine Menge dagegen, es einfach mal kurz auszuprobieren 😉

Ozie hat sich im Internet ein möglichst einfaches Rezept gesucht, und ganz nach den goldenen Regeln der Faulheit haben wir es noch vor dem Einkauf so zusammengestutzt, dass uns daran nichts mehr seltsam erschien. Wer braucht schon einen Teil Brät, wenn der sich auch noch durch Hackfleisch ersetzen lässt? Majoran? Naja, eigentlich stehen wir beide nicht so sonderlich drauf, also kann man es auch weglassen. Eine Zwiebel? Arm. Wir nehmen zwei.

Im besten Wissen, dass das Rezept mengenmäßig an einem Festbankett orientiert war, das der Bewirtung sämtlicher schwäbischer Unternehmerdynastien genügt hätte, haben wir uns einfach mal ans Werk gemacht. Der Rest kommt in die Gefriertruhe. Wir machen uns den Aufwand ja nicht für eine halblebige Mahlzeit.

Eine runde Viertelstunde hat die Entzweiung zweier Küchenschüsseln benötigt, wobei ich mich gezwungen sehe, der Physik etwas Beifall zu klatschen! Nette Idee, dass Hitze Materialen ausdehnt! Ozies Aufmerksamkeit im Unterricht verdanken wir somit auch unser Essen.

Während Ozie eine Packung Mehl mit 8 ungeborenen Küken vermengt hat, habe ich aus einem Schwein, einem halben Rind und der Ernte eines mittleren Gärtnereibetriebes die Füllung erstellt. Kein Fest für Vegetarier und selbst für mich nicht der Ort, wo ich meine Hände ständig haben wollte. Vermittelt aber ganz neuen Respekt vor Chirurgen.

Man sollte es nicht glauben, aber irgendwann sind wir tatsächlich zu dem Punkt gelangt, an dem wir sowas ähnliches wie Essen begannen herzustellen:

 

Und selbst das hat schon lecker gerochen, Quelle: Sash

Und selbst das hat schon lecker gerochen, Quelle: Sash

Die Profis hätten die Zutaten sicher noch ein wenig kleiner gekriegt, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger fällt mir ein Grund dafür ein.

Was die Größe und die Falttechnik angeht, haben wir hier und da ein wenig experimentiert, sodass wir am Ende in den Besitz äußerst unterschiedlicher „Herrgottsbscheisserle“ gelangt sind. Bezüglich der Konsistenz gibt es vielleicht noch ein paar Fortschritte zu machen, aber der Geschmack… wie dahoim!

Fertig sehen sie (zum Teil) übrigens so aus:

 

Mauldäschle, Quelle: Sash

Mauldäschle, Quelle: Sash

Während wir in einer geradezu irre anmutenden Frequenz Teig kneteten, Taschen formten und die fertigen Exemplare in den Kochtopf schickten, jammerte Ozies Handy auf der Fensterbank nach Nahrung und wir unterhielten uns blendend mit alten Kindheitsgeschichten über die Küche unserer Eltern (wobei bei keinem von uns im Elternhaus selbstgemachte Maultaschen eine Rolle gespielt haben).

Vom Auspacken der Zutaten bis zur letzten fertigen Maultasche hat uns die Aktion rund 3 Stunden Lebenszeit gekostet. Ein vertretbarer Aufwand dafür, dass wir uns nun ziemlich genau eine Woche lang von Maultaschen ernähren könnten. Zu zählen gewagt hat sie keiner von uns, aber runde 50 Stück sind unser Schätzwert…

Ozie träumt inzwischen wahrscheinlich von Teigbergen, die sie umschlingen wollen, während ich wahrscheinlich irgendein Spinat-Trauma davongetragen habe. Egal, Spaß muss bekanntlich sein und morgen ist auch noch ein Tag zum Küche aufräumen 🙂

Diesen Blogeintrag widme ich Ingmar in Ermangelung eines neuen Mineralwassers 😉

Nachtrag:
Es waren wohl exakt 47 Maultaschen.

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Androiden-Schlafsack

Ich liebe meine Freundin nach 5 Jahren immer noch, und das hat natürlich seine Gründe. Über viele werde ich hier aus guten Gründen kein Wort verlieren, aber ich bin doch sehr geneigt, der Welt zu zeigen, was sie mir nun zusammengeschneidert hat: Einen Androiden-Schlafsack!

 

Schlafsack für Sashs Handy, Quelle: Sash

Schlafsack für Sashs Handy, Quelle: Sash

Wer den Witz nicht versteht: Mein HTC Magic ist ein Android-Handy, nutzt also das Betriebssystem von Google. Der Android ist quasi das Logo / Maskottchen / Wahrzeichen.

Ach, ich stehe ja auf so kleine Spielereien 🙂

Nun ist mein Handy für den nächsten harten Winter gerüstet!

PS: Wer hier flattrt, flattrt für Ozies Kreativität! Ich lasse ihr das Geld zukommen, ganz ehrlich!

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Foto mit Blitz (10)

Nummer 10, der Letzte:

Foto mit Blitz 10, Quelle: Sash

Foto mit Blitz 10, Quelle: Sash

Und der letzte kann sich nicht so recht für eine Richtung entscheiden…

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Foto mit Blitz (9)

Nummer 9:

Foto mit Blitz 9, Quelle: Sash

Foto mit Blitz 9, Quelle: Sash

Keine Sorge, ist schon der vorletzte! 🙂

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Foto mit Blitz (8)

Nummer 8:

Foto mit Blitz 8, Quelle: Sash

Foto mit Blitz 8, Quelle: Sash

…und es blitzt überall!

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Foto mit Blitz (7)

Nummer 7:

Foto mit Blitz 7, Quelle: Sash

Foto mit Blitz 7, Quelle: Sash

Zwei Kleine 😉

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Foto mit Blitz (6)

Nummer 6:

Foto mit Blitz 6, Quelle: Sash

Foto mit Blitz 6, Quelle: Sash

Mein persönlicher Liebling 🙂

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