Aus der Serie: Passend zum Betriebssystem saufen 😉
Ich finde es nicht schön, aber lustig. Sprache ist was wunderbares, Dialekte sind es erst recht. Auch für Beleidigungen:
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Es ist noch nicht einmal ein Jahr her, dass ich mit der Hochzeit ein sicher nicht gerade unwichtiges Versprechen gegeben habe – noch dazu eines, bei dem mehr als bei allen anderen stets unklar ist, ob man es halten können wird. Dennoch habe ich am gestrigen Abend ein weiteres abgeben müssen, ebenfalls Ozie gegenüber. Wir nennen es
Das heilige Handschuh-Versprechen
Ich muss gestehen: Ich kann Handschuhe nicht sonderlich gut leiden. Ich erkenne ihre Nützlichkeit an, aber meist ertrage ich lieber ein wenig Leid, als sie zu tragen. Schnee zum Beispiel! Wie oft wurde mir in meinem Leben gesagt, ich solle doch Handschuhe anziehen, wenn es schneit. Aber die perfekten Schneebälle, die man seinem Bruder ins Gesicht schmeißt, bauen sich nunmal ohne Schutz!
Und wenn wir an Hygiene denken, dann sollte ich am Besten im Taxi Handschuhe tragen. Ich weiß selber, wie gerne ich in der Nase popel, was weiß ich da, welche Körperöffnungen die Hände präferieren, die mir mein Geld geben?
Die einschneidendsten Erfahrungen aber – und da kommen wir langsam zum eigentlichen Thema dieses Artikels – hab ich diesbezüglich mit Chilis gemacht. Als ich frische Habaneros zum Einfrieren kleingeschnitten habe, tat ich dies ohne Handschuhe. Mal abgesehen davon, dass nach dieser Entscheidung zwangsweise jedes Sexleben (ausgenommen eines mit Handschuhen) erlischt, wurde meine linke Hand bei diesem Experiment taub und dieser Zustand hielt rund einen Monat an. Ich habe nicht einmal eine Ahnung, wie das biologisch möglich war, aber es war eine beeindruckende Erfahrung. Ich bin da bei Chilis ja ganz relaxt. Unvergessen auch der Moment, in dem ich in eine Habi gebissen habe, um der Verkäuferin im KaDeWe zu beweisen, dass diese mitnichten so scharf sind, wie es sich gehört.*
Aber Ozie baut ja gerade für uns beide jede Menge Chilis an.
Die bislang ertragreichsten sind die Fuegos (siehe Foto), eine NuMex Suave ist fast abgeerntet und die Habaneros kommen so langsam. Aber wir denken über die nächsten Generationen nach. Und aus reinem Ehrgeiz – einfach um behaupten zu können, wir hätten das mal gemacht – wollen wir uns auch an die Bhut Jolokia wagen. Und die erfordert dann vielleicht doch etwas mehr Vorsicht als mein Draufgängertum im capsaicinhaltigen Universum normalerweise vorsieht …
Und deswegen hat Ozie mir im Gegenzug zur in Aussicht gestellten Aufzucht das Versprechen abgerungen, dass ich die Jolokia ausschließlich mit Handschuhen anfassen werde. Heiliges Handschuh-Versprechen eben. Ich werde es überleben – vermutlich genau wegen der Handschuhe 😉
*für eine Habanero war sie tatsächlich mild. Es hat keine halbe Stunde gedauert, bis nichts mehr brannte. Ich hatte mich dennoch etwas verschätzt, weil ich zuvor nur an der Außenseite der Frucht probiert hatte und Chilis das meiste Capsaicin nunmal rund um die Scheidewände speichern.
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Wer nach dieser Überschrift ein schreiendes Kind im Kopf hat, hat vor 10 Jahren zu viel beschissene Werbung im Fernsehen angeschaut. Um irgendwelche Quatschprodukte geht es mir heute auch gar nicht – ich wollte nur ein wenig davon schwärmen, dass unsere Chilis hier zu Hause Fortschritte machen. Sehr vorzeigbar sind derzeit diese Kandidaten:
Der ein oder andere Chili-Freund wird jetzt wohl leuchtende Augen bekommen, aber nein: Es sind keine normalen Habaneros, sondern NuMex Suave. (Da wir beides gepflanzt haben, wussten wir das auch erst mit letzter Sicherheit, als wir eine davon mal probiert haben 😉 )
Die schmecken zwar fast identisch, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Sie sind im Vergleich zu den höllenscharfen normalen Habaneros extrem mild – fast schon auf Paprika-Niveau. So gesehen sind es quasi die Schwebfliegen unter den Chilis – verdammt gute Mimikry!
Der Grund für den Kauf war, das wunderbare Aroma der Habaneros auch mal mit etwas weniger Schärfe genießen zu können. Es kann, bzw. soll ja nicht jedes Essen gleich zum Feuerspucken animieren.
Aber – wie man im Hintergrund erkennt: Das sind nicht die einzigen Pflanzen bei uns. Die Habis blühen, bzw. fruchten noch nicht – umso mehr tun es allerdings die Lingua di Fuoco:
Der Farbe wegen sind sie ein wenig schwerer zu erkennen, aber wenn man mal realisiert hat, dass sie nach oben wachsen, stellt man fest, dass unsere Pflanzen ganz schön ertragreich sind …
Ich sehe meine Zunge in nächster Zeit auf eine harte Probe gestellt. 😉
Ich bin ja manchmal auch ein wenig albern bei Bildunterschriften, ich mag das. In bebilderten Texten ist das mitunter ein Platz, wo kleine Scherze gut aufgehoben sind und sie nicht jeder gleich sieht – manche auch gar nicht.
Ein Meisterwerk dieser kleinen Kunst für nebenher hat die taz in ihrem Artikel zum eigenen juristischen Sieg über Thilo Sarrazin untergebracht:
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Ich fand das Motiv einfach geil. Mehr gibt es eigentlich nicht dazu zu sagen.
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Ich würde sagen, dass es immer schön ist, wenn sich Menschen für Politik interessieren und ihre Meinung kundtun. Auch wenn es mal unter seltsamen Umständen ist. Aber mal ehrlich: Grafisch waren wir schon mal weiter!