Der jetzt auch? Ich werd alt…

Also alle, die mich persönlich kennen, und diesen Blogeintrag lesen werden, werden sich irgendwann danach diese Gedanken machen. Insbesondere sachma möchte ich an dieser Stelle grüßen. Die vielen ungenannten mögen mir verzeihen.

In den letzten Tagen habe ich – wie auch heute, man beachte die Uhrzeit – viele Stunden mit Ozie zugebracht. Redenderweise. Die Kollegen spotten schon:

„Ach so nennt man das heute!“

Aber es ist wahr. Auch nach fünfeinhalb Jahren Beziehung (das ist noch nicht der Punkt, weswegen ihr euch alt fühlen sollt!) gibt es immer noch jede Menge zu reden. Das scheint überhaupt ein gutes Zeichen zu sein, höre ich doch von unglücklicheren Zeitgenossen genug Kommentare wie

„Also wenn meine Olle den Mund aufmacht, geh ick!“

Nein, ganz so läuft das nicht bei uns 🙂
Zu bereden gibt es also schon grundsätzlich immer viel, und wie man unserem Haushalt ansieht, geht es dabei meist nicht um notwendige Kommunikation bezüglich Wäsche waschen und Müll runterbringen. In den letzten Tagen haben wir uns über unsere Hochzeit unterhalten.

(Ja, jetzt dürft ihr euch alt fühlen, liebe Freunde!)

Es ist ein erstaunlich gutes Gefühl, hier stolz verkünden zu können, dass ich und Ozie – aller Voraussicht nach, man muss ja auch mit den Macken der deutschen Bürokratie rechnen! – noch dieses Jahr heiraten werden. Der engste Familienkreis ist bereits informiert, und ich kann sowohl glücklich behaupten, dass es keine Gegenwehr gab – als auch, dass keine Bedenken und Hinweise tiefer gereicht haben, als unsere Überlegungen zum Thema es ohnehin getan haben.

Die Gründe für und wider sind uns nach eigenem Ermessen hinreichend bekannt und wir haben uns dafür entschieden.

Es ist schwer, diese Entscheidung gleichermaßen so emotional rüberzubringen, wie sie für uns natürlich ist – und andererseits so sachlich, wie unsere Überlegungen dazu verlaufen sind. Es ist für uns beide eine Mischung aus der freudigen öffentlichen Bekennung zu unserer Beziehung wie auch ein öder Verwaltungsakt, der uns verschiedene zusätzliche Rechte und Pflichten garantiert. Wir leben nun seit 5 Jahren permanent zusammen und müssen uns noch immer für jeden Scheiß eine Vollmacht ausstellen, immer noch müssten entfernt lebende Verwandte im Notfall Entscheidungen treffen und vor Gericht gegeneinander auszusagen bleibt uns im Zweifelsfall auch nicht erspart. Um nur mal ein paar Punkte zu nennen, die sich positiv ändern werden.

Und außerdem: Es ist Grund für eine Party! 😀

Und da kommen wir zum eigentlich einzigen schon wirklich feststehenden Punkt der ganzen Geschichte: Dem Ort des Geschehens.

Wir werden in Stuttgart heiraten!

Irgendwann Mitte November, kurz nach meinem 30. Geburtstag (wenn möglich am 18.11.2011) werden wir in unser beider Zweitheimat den Weg vor den Schreibtisch eines Standesbeamten beschreiten. Aus mangelnder Religiosität aller Beteiligten muss der halbnackte Kerl mit dem Nagelfetisch leider auf unsere Anwesenheit verzichten und wir werden eine Party schmeißen, bei der man sich (zumindest theoretisch und natürlich nicht das Hochzeitspaar!!!) auch unsittlich verhalten darf.

Glückwünsche, Warnungen von denen, die es schon hinter sich haben sowie hilfreiche Tipps für die Hochzeitsnacht werden natürlich dankbar entgegengenommen. 😉

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