GTA San Andreas

Jahr der Veröffentlichung: 2004
Genre: Open-World-FPS / RPG
Stunden bisher gespielt: ca. 500 – 1000

Setting: Here we go again. Du bist CJ, kommst zur Beerdigung deiner Mutter zurück nach Los Santos und läufst erst einmal in die Arme des korrupten Officer Tenpenny, der dich erpresst, für ihn Dinge zu erledigen. Daneben verhilfst Du deiner alten Gang zum Wiederaufstieg in der Stadt und erledigst allerlei Drecksarbeit für unterschiedliche Auftraggeber, die dich im Laufe des Spiels auch noch in zwei weitere Städte des Bundesstaates San Andres verschlägt.

Nach GTA III war das das vermutlich Größte, was Rockstar bis dahin gemacht hat. Ich weiß, vielen Leuten ist GTA Vice City in besserer Erinnerung, aber da mich das Achtzigerjahre-Setting nie so sonderlich abgeholt hat und ich Vice City ohnehin immer nur in der Trilogy-Box mit den anderen beiden Teilen hatte, kam es mir immer so unspektakulär vor. San Andreas hingegen … uiuiui! Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob SA nicht eigentlich der Titel des von mir meistgespielten Spiels überhaupt gebührt. Einfach weil ich die In-Game-Statistiken von damals nicht mehr habe. Aber tatsächlich hatte ich eine alles andere als gesunde Phase in meinem Leben, in der ich ganze Nächte im Casino in Las Venturas am Roulette-Tisch verbracht habe, mit zu viel Real-Life-Bier und -Zigaretten und sooo kurz davor, sowas wie eine ernsthafte Spielsucht zu entwickeln. Letzteres glücklicherweise in-game und kostenlos. Wie viele Stunden das verschlungen hat, wage ich wirklich nicht zu ermessen.

Wirklich beängstigend aus Gamer-Sicht ist, dass es dennoch von den Hauptteilen der GTA-3D-Ära der einzige ist, den ich nie beendet habe. Wie auch, besoffen und pleite? 😉

Nein, ich bin an irgendeiner Mission gescheitert, hab es irgendwann aufgegeben und bin nur noch im Casino abgehangen. Sehr strange. Und beim Re-Run der Definitive-Trilogy ist mir irgendwann die Lust ausgegangen und bis jetzt sind mir ein paar Dutzend Spiele dazwischengekommen, die zuerst beendet werden wollten. Es steht ziemlich weit oben auf meiner Liste was den Wunsch angeht, es zu beenden und es wird mit rund zwei Jahrzehnten zwischen erstem Besitz und endgültigem Durchspielen sicher einen vermutlich einzigartigen Rekord aufstellen.

Damals jedenfalls hat GTA SA fast genau wie davor Teil 3 völlig mein Verständnis von Videospielen auf links gedreht. Nun gab es in einem Spiel auf einmal drei Städte. Und nicht nur das, es kam auch einer Idee nahe, die ich damals vom perfekten Spiel hatte: Eine nahezu grenzenlose Map, auf der man Missionen machen konnte, ballern und Rennen fahren, aber auch einkaufen oder wie oben erwähnt dem Glücksspiel fröhnen. Eine Wirtschaftssimulation hat noch gefehlt und ein paar mehr Sportspiele, aber es war halt wirklich der Shit. Und es ist so: Die Karte kam mir damals fast grenzenlos vor, es hat sich wirklich angefühlt wie die komplette Freiheit – und der Anspruch an Realismus war damals ja auch noch ein ganz anderer. Es war toll, unfassbar toll – und es hat mich einerseits auf ewig an die Spieleserie gebunden und mich andererseits lange dazu gebracht, GTA IV zu meiden, weil es ja im Umfang dann deutlich kleiner war als das große San Andreas vorher.

Wären heute Grafik und Gameplay nicht erkennbar 20 Jahre gealtert, hätte es für mich vermutlich auch nichts an seiner Faszination eingebüßt. So ist es immerhin ein grandioses Retro-Game, das mich an eine weirde aber überwiegend schöne Zeit zurückerinnert. Schade, dass es vermutlich zu schwierig ist, um es mit 80 nochmal durchzuspielen, es wäre einer der klassischen Punkte, an die ich mir im hohen Alter vorstellen könnte, wieder zurück zu wollen.

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