Jahr der Veröffentlichung: 2018
Genre: Online-open-World-RPG
Stunden bisher gespielt: ca. 75
Setting: Du bist in einem Vault aufgewachsen und betrittst nach der Feier zum „Rückeroberungstag“ die Erdoberfläche und versuchst dich im Wesentlichen zurechtzufinden.
Kennt Ihr das, wenn Ihr ewig auf den Nachfolger eines eurer Lieblingsspiele wartet und es kommt einfach nicht? Trotz meines etwas suboptimalen Starts ist mir das mit Fallout 4 so gegangen. Ich hab zwar ein paar Anläufe gebraucht, aber so um 2024 rum hatte ich in dem Spiel mit allen DLCs ungefähr 370 Stunden zusammen und auch wenn das Spiel natürlich einen Wiederspielwert mit anderem Build und anderen Entscheidungen hat, so wollte ich doch gerne mal mehr aus dem Fallout-Universum spielen. Im Grunde wollte ich mich dazu des Vorgängers Fallout New Vegas annehmen, das gemeinhin als wohl das beste moderne Fallout gilt. Leider hab ich’s nicht geschafft, mir dort die Steuerung vernünftig hinzubiegen und dann hat mich die Lust verlassen.
Fallout 76 kam für mich eigentlich nie in Frage, denn ich bin wirklich ganz expliziter Gegner von Online-Spielen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber ich bin schon alleine zu schlecht in Shootern oder Rollenspielen, um mich mit anderen messen zu wollen. Und meine Ambitionen, da ein höheres Skill-Level zu erreichen, sind auch irgendwann um den 30. Geburtstag gestorben. Aber je mehr ich über das Spiel gelesen hab, desto mehr hab ich rausgefunden, dass man es wohl ganz wunderbar alleine spielen kann. Ja, schon mit anderen Spielern auf dem Server, aber mitnichten zwingend feindselig.
Und was soll ich sagen: Das ist so. Ich hab in den ersten paar Dutzend Stunden Spielzeit vielleicht zehnmal andere Spieler getroffen und das lief fast immer so ab, dass wir aneinander vorbeigelaufen sind und uns nie wieder gesehen haben. Damit kann ich leben.
Insgesamt ist das Ganze Mehrspieler-Gedöns immer noch eher ein Hindernis für mich. Alleine, dass man sich eine fette Base bauen kann in dem Spiel, dann aber vielleicht einem Server zugewiesen wird, wo an der Stelle gerade kein Platz ist … c’mon! Und dass man natürlich ständig damit konfrontiert wird, dass das Spiel aber wirklich wirklich ganz dolle besser wäre, wenn man nur ordentlich Geld nachschiebt – das ist einfach nicht die Art von Spiel, die ich mag.
Aber? Aber es ist ein tolles Spiel. Es hat eine atemberaubend detailverliebte Open World mit einer Fülle an Geschichten und auch Geschichte dahinter. Es ist schon ein echtes Fallout-Game, das muss man ehrlich anerkennen und in dem Sinne hat es mich dann im Laufe der ersten Stunden durchaus gecatcht.
Ich habe schon die Hoffnung, dass ich die Haupt- und einige der Nebenquests mit guter Laune durchgespielt haben werde, bis irgendwann Fallout 5 erschienen und auf ein spielbares Niveau zurechtgepatcht worden ist. Denn auch Fallout 76 war zu Beginn ein Bugfest und warum sollte es mit dem Nachfolger anders werden?
Ich habe immer noch die Befürchtung, dass Fallout ein Franchise ist, zu dem ich zu spät gefunden habe, aber vielleicht bekommt es ja noch ein bisschen mehr Aufwind durch die erfolgreiche Prime-Serie. Im Dezember 2025 erst kam ein massives Update mit Schauplätzen und Charakteren aus der Serie und immerhin das war kostenlos und somit hab ich für die 10 € im Sale bisher doch einiges mitgenommen. 🙂




