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Kommerz, Kommerz?

Kommt ’ne Idee angeflattrt, setzt sich nieder in Sashs Blog…

Lassen wir das besser.

Flattr ist gerade in aller Munde, etliche Blogger schwärmen, schwadronieren und schwindeln sicher auch über die neue Möglichkeit, Geld für Inhalte im Netz zu erlösen. Ich bin grundsätzlich immer erst einmal skeptisch, wenn es darum geht. Ich bin ein großer Freund freier Informationen und als solcher auch überzeugt davon, dass Informationen nur dann wirklich frei sind, wenn sie möglichst wenig und am besten gar nichts kosten.

Das Schöne am Internet ist doch eben, dass es viele Akteure gibt, die im Grunde genau wie ich einfach um des Spaßes Willen lesens- oder sonstwie konsumierenswerten Content erstellen. Ich treibe mich im Netz fast ausschließlich in Blogs herum. Klar, bei besonderen Ereignissen auch mal auf einer Nachrichtenseite. Aber wenn ich ehrlich bin: Selbst dann schaue ich zuerst zumindest bei wikipedia nach, ob die schon was darüber haben.

Ich denke, vielen Publikationen im Netz tut nichts so gut wie die Tatsache, dass sie unentgeltlich gemacht werden. Das macht sie manches Mal unabhängiger als Berufsjournalisten, im Gegenzug aber natürlich auch subjektiver, keine Frage. Ich hab noch keine einseitige Medaille da draussen gefunden…

Aber gerade als Mensch, der selbst einen (wenn auch nur bedingt informativen, eher unterhaltsamen) Blog betreibt, weiss ich eben auch, wie viel Arbeit das ist. Die mache ich nach wie vor gerne ohne Bezahlung, anders würde das Konzept auch nicht aufgehen. Ich kann nur halbwegs gut schreiben, wenn meine Mietzahlung nicht davon abhängt, und ich niemandem Rechenschaft schuldig bin, der mir gegenüber was zu sagen hat. Die Kosten sind in meinem Fall auch minimal, die exakt 5,08 € für den Webspace pro Monat kommen selbst in meinem mitunter knappen Budget unter ferner liefen.

Mein Geld verdiene ich mit Taxifahren und noch dazu erwirtschafte ich dort auch mein sonstiges „Kapital“, meine Ideen für Blog, Buch, und bisweilen sogar Lebenserinnerungen. Dabei soll es auch bleiben, denn ich hatte lange Zeit überlegt, ob sich meine Ausbildung nicht in den journalistischen Bereich bewegen sollte. Dass ich hin und wieder ein paar nette Zeilen zu Papier bringen kann, weiss ich seit meinen ersten Schulaufsätzen. Der Gedanke an räumliche und inhaltliche Begrenzungen für meine Texte hat letztlich zum Nein diesbezüglich geführt, und wahrscheinlich war das auch besser so. Ich bin sowas wie das fleischgewordene Gegenteil des Wortes „Ehrgeiz“ und hätte mein Leben sicher bis zur Rente in einer Lokalredaktion verbracht, wo ich dann regelmäßig über Schützenvereinsfeste und Landwirtschaftsauszeichnungen geschrieben hätte. Und das Schreiben zu hassen gelernt hätte. Da bin ich ziemlich sicher.

Aber auch wenn ich das Schreiben nicht als finanzielles Standbein nutze, so hab ich natürlich grundsätzlich nichts dagegen, wenn mir Anerkennung auch in monetärer Form zugeht. Wieso auch? Ich stecke eine Menge Zeit hinein und bin chronisch knapp bei Kasse 🙂

Das Hauptkriterium für Flattr ist aber der Ansatz der Freiwilligkeit. Es besteht die Option, dass mir Leute ein 5 Cent schweres Schulterklopfen schenken, ohne dass sie es müssen, es zu kompliziert wäre und ohne die Gefahr, dass sie sich damit übernehmen. Und auch wenn ich natürlich hoffe, längerfristig eher Gewinn damit zu machen, erfreut mich auch die Tatsache, dass ich nun als fauler Mensch ebenso die Möglichkeit habe, liebenswerte Projekte ganz gezielt zu unterstützen. Es ist schlicht genial, dass man einzelne Beiträge flattrn kann und nicht nur gleich ganze Zeitungen, Redaktionen oder Blogs. Das ist für Nutzer wie auch Autoren eine gefallene Schranke.

Ja, und deswegen gibt es jetzt Flattr-Buttons hier im Blog, und auch ausschließlich deshalb ist vor Tagen schon die „Bettellampe“ mit dem paypal-Link hier in der Seitennavi gelandet – weil ich mir eigens zu diesem Zweck einen paypal-Account zugelegt habe. Ich finde die Idee super, und wenn ich am Ende auch noch die blöden, ehemals der Mehrwertsteuererhöhung geschuldeten 8 Cent hinter dem Komma bei meinen Webspace-Kosten wegbekommen sollte, dann wäre das ein Grund für ein Lächeln im Gesicht meinerselbst.

Ich hoffe, ich hab klar genug ausgedrückt, dass ich gar nicht erwarte, dass mein Blog sich jetzt in eine Gelddruck-Maschine verwandelt. Und dass ich auch nicht erwarte, dass jeder oder jeder regelmäßige User mich jetzt mit Geldgeschenken eindecken soll. Es ist eine Möglichkeit, mehr nicht. Und die Möglichkeiten, die Flattr bietet, sind sicher nicht nur das finanzstarke Gruscheln von Blogs, die die eigene Meinung vertreten, sondern eventuell sogar ein Konzept für eine (Teil-)Finanzierung des künftigen Online-Journalismus.

Beenden möchte ich diese teilweise schamlose Selbstbeweihräucherung allerdings mit einem Zitat. Keinem historischen, sondern einem Zitat aus der Gegenwart zu eben genau diesem Thema. Die letzten Sätze, die der gleichermaßen im Internet bekannte, wie auch von mir geschätzte Medienjournalist Stefan Niggemeier in seinem Blog verwendet hat, um seinen Einstieg bei Flattr kundzutun. Es ist immer gut, mit einem Zitat zu enden, wenn jemand anders schon die passenden Worte gefunden hat, und man es selbst nicht besser ausdrücken könnte.

Im Übrigen auch sehr frei zitiert.

Wer weiss, wo es herkommt, kriegt von mir einen geflattrt 😉

Und nun mit den Worten Stefan Niggemeiers:

Ich freue mich, wenn Sie sich bei Flattr anmelden und dann Beiträge, die es Ihnen Wert sind, unterstützen — hier und anderswo. Für eine vielfältige Online-Welt, die nicht hinter Bezahlschranken verschwinden muss, um Qualität zu finanzieren.

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Und weg isser…

Wow! Ich bin ernstlich überrascht worden gerade vom Rücktritt des Bundespräsidenten. Ich habe die ganze Chose mit seinen Äußerungen bezüglich deutschen Wirtschaftsinteressen und Krieg auch nur gehört, als es schon ans Dementieren ging. Ich hab den O-Ton im rbb-Inforadio nachts um was weiss ich wieviel Uhr an der Kreuzung Schönhauser/Danziger gehört (Ich schreibe das nur, damit ich es weiss falls es mich selbst irgendwann mal interessieren sollte, wo ich zu diesem Zeitpunkt war) und hab es eigentlich nur halblebig wahrgenommen.

Über die Intentionen des Herrn Köhler bei seiner Antwort im Interview mit dem Deutschlandradio kann ich zwar nichts sagen, aber es ist Tatsache, dass er ziemlichen Bockmist von sich gegeben hat. Ob er – wie später ein Sprecher dementierte – den Afghanistan-Einsatz gemeint hat oder einen fiktiven Krieg der Sterne, spielt dabei keine Rolle, würde ich sagen. Denn man kann unser Grundgesetz ebenso drehen und wenden wie hoffentlich die eigenen moralischen Überzeugungen auch, selbst „im Notfall“ wird dabei keine Möglichkeit herauspurzeln, die einen Krieg seitens Deutschland wegen freien Handelswegen zulassen.

Mag sein, dass hier in eine nebensächliche zerstreute Äußerung zu viel hineininterpretiert wurde, aber den Umgang Köhlers damit, und jetzt der Rücktritt mit der Begründung, er vermisse den Respekt für das Amt… da hat er sich aber ordentlich disqualifiziert.

Und ich möchte mal anmerken, dass Köhler von allen Konservativen da draussen noch einer derjenigen war, die ich in gewisser Weise noch halbwegs ok fand. Der Rücktritt vom Koch beispielsweise war mir echt die fünf Minuten für einen Hinweis nicht wert.

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Suchbegriffe der Woche (13)

Willkommen in der wöchentlichen Ecke der heiteren Verpeilung. Hier im Blog landete man diese Woche mit den Begriffen

berlin ist auch nicht
Mehr das, was es mal war?

darf taxi-kunde kofferraum öffnen
Nur bis maximal 50 km/h.

grunzen lautschrift
Ich kann mich nicht einmal daran erinnern, an diese beiden Worte am selben Tag gedacht zu haben…

brief schreiben zum jobcenter wege ratezahlung
Hat bewebung nicht geklapp?

taxiprüfung linux
Die Prüfer sind keine Pinguine, und auch sonst erschließt sich mir der Zusammenhang nicht ganz.

Kotzen im taxi wer haftet
Achtung, Kalauer: Der, der sich reinsetzt!

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Blitzer Tunnel

Nu wirds ernst in Britz. Die Polizei Berlin teilt mit, dass am 26. Mai (2010) die Blitzer im Britzer Tunnel endgültig in Betrieb genommen werden. Dann wird dort anscheinend jede einzelne Spur in beiden Fahrtrichtungen von vorne und von hinten überwacht und bei Bedarf unsichtbar geblitzt.

Ich bin nach wie vor etwas unschlüssig, weil die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Berlins Stadtautobahnen nun wirklich nicht gerade hoch angesetzt ist, aber nun ja, ein Raser bin ich auch nicht wirklich. Ich nehme also an, mich wird es eher nicht erwischen. Zumal ich den Tunnel nur selten durchfahre.

Hab nur gedacht, den ein oder anderen würde es vielleicht interessieren.

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Kacken 2.0

Fällt mir gerade auf:

Irgendwie ist das Überfliegen des Feedreaders am Morgen sowas ähnliches wie Stuhlgang nach dem Aufstehen. Auf eine seltsame Art freut man sich darauf und man ist auch erleichtert, wenn man es hinter sich hat. Und irgendwie ist es einem unangenehm, wenn man dabei ständig von anderen zugelabert wird. Zufall?

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Suchbegriffe der Woche (12)

Hallihallo liebe Suchenden. Hier habe ich ein paar Begriffe für euch:

Hüftturbinen
Och nee, ich hatte mich doch nur mal über bild.de beschwert

gepiepse einer Maus
Was willst du? Hörbeispiele?

Kontokündigung Dispo Auswirkungen
Dein Konto ist weg. Alles weitere hängt von deiner Verstrickung in halbseidene Geschäfte und deinem Sternzeichen ab.

Scheiß Angst vor Wespen
Find ich auch!

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Verwirrung im Entwicklungsstadium

So, um dem Internet am Wochenende noch ein bisschen Content zu spendieren, möchte ich mich bei der Berliner Polizei bedanken, die uns aktiv an ihrer offensichtlich komplizierten Ermittlung in einem sehr seltsamen Fall teilhaben lässt:

Gerichtsmediziner-Fail, Screenshot: berlin.de

Mediziner-Fail, Screenshot: berlin.de

Mir fällt nichts mehr dazu ein. Ich musste einfach lachen, sorry! 😀

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