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Glück im Kleinen

Hochzeit, Geburtstag, sonstige allgemeine Zufriedenheit…

Kein Wunder, dass ich gelegentlich strahle, als würde ich Morgen für Morgen ein Bad im Abklingbecken des nächsten AKW nehmen. Wie so oft sind es aber die kleinen Dinge, die einem den Tag versüßen.

Hier möchte ich gerne Ozie zitieren. Es ging um Schuhe für die Hochzeit:

„Schau mal, ich find, die alten gehen noch!“

😀

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Schusseln mit Schlüsseln

In manchen Situationen fragt man sich ja, ob man selbst der Typ ist, der sich da gerade auf den Fuß tritt. Mir ging das vor einigen Tagen so, als ich die heiligen Hallen meines Arbeitgebers aufgesucht habe, um Abrechnung zu machen. Da stand ich dann vor der Haustür, zückte meinen… ja nix zückte ich! War nicht mehr da!

Mein Schlüssel.

Während ich geklingelt hab, bin ich meine Taschen durchgegangen und hab hin und her überlegt, um dann nach einer kurzen Begrüßung sofort mein Handy zu zücken, um Ozie zu informieren. Vor einiger Zeit hatte ich meinen Schlüssel mal beinahe im Briefkasten stecken lassen, was schon selten genug ist. Soweit ich mich erinnere, hab ich noch niemals einen Schlüssel wirklich verloren. Dabei trage ich ihn immer bei mir. Allenfalls Ozie drücke ich ihn mal in die Hand, ansonsten sieht der kleine metallene Freund ein paar Schlüssellöcher und meine Hosentasche – und das war es.

Im Grunde war es nicht wild mit den meisten Schlüsseln. An meinem Bund befanden sich Haus- und Wohnungsschlüssel, die beide in mehrfacher Kopie hier liegen. Dann der Schlüssel zum Haus meiner Firma und ein weiterer, bei dem ich mir sicher bin, meine Chefs haben ihn mir gegeben, die jedoch bestreiten das. Sonst befanden sich ein paar abgebrochene Überreste aus WG-Zeiten daran und ein Schlüssel zu einem Spirituosenschrank oder Fahrradschloss, auf jeden Fall zu irgendetwas, das ich seit 15 Jahren mindestens nicht mehr gesehen habe. Das einzig wichtige war der Briefkastenschlüssel. Der ist bislang ein Unikat, bzw. es existiert eine Kopie, die zurückzuschicken einer unserer Ex-Mitbewohner aber irgendwie selbst auf Nachfrage zu doof war.

Wei dem auch sei: PANIK!!!

Muss ja.

Ozie fand den Schlüssel nirgends. Nicht am Kasten, nicht in Taschen oder Jacken, zu Hause war er nicht. Super Sache!

Das Telefonat war schnell beendet und ich hab gleich mal meinem Chef gebeichtet, dass ich wohl die Schlüssel zur Firma und überhaupt…

„Ach, das is egal!“

Gut, es wäre eh nur die Haustür und ein Umzug steht kurz bevor, eigentlich eine verständliche Haltung. Die nächsten Minuten hat er meine Sorgen zerstreut, indem er mir erzählt hat, dass er seine Schlüssel früher ständig verloren hat und nie was passiert sei. Außerdem könne ich ja gerne tauschen: Am Morgen sei sein E-Mail-Postfach gehackt, für Spam missbraucht und gesperrt worden. Ich hab dankend abgelehnt.

Aus dem zweiten Büro raunte es:

„Naja, den Wohnungsschlüssel würde ich aber ersetzen lassen…“

Cheffe flötete zurück:

„Ich nicht.“

Und dann kam schon der Anruf von Ozie, dass wir die besten Nachbarn der Welt hätten, mein Schlüssel wäre soeben abgegeben worden. Naja, ich werde jetzt trotzdem nicht mit bald 30 anfangen, Brustbeutel zu tragen 😉

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Ergonomie

Ich möchte diesen Text gleich zu Beginn schamlos als Danksagung missbrauchen. Nihilistin hat mir mit Bezug auf meinen gestrigen Artikel bei GNIT mit dem Verweis auf die Amazon-Wunschliste eine neue Tastatur zukommen lassen. Ich freue mich über sowas wahnsinnig, und das natürlich nicht wirklich wegen der paar Euro, die mir das spart. Ich weiß das einfach als liebe Geste und als Anerkennung für meine Schreiberei zu schätzen.

Die Tastatur (ist noch nicht angekommen) habe ich mir ja bei Amazon mehr oder minder auf Verdacht selbst ausgesucht. Mal abgesehen davon, dass ich jetzt sicher keine neue geschenkt bekommen würde, wenn ich mir eine in der Preisklasse der Optimus Maximus ausgesucht hätte, habe ich mich wirklich schon gefragt, ob es eigentlich angemessen ist. Ich meine: Ich schreibe nun inzwischen doch mehr oder minder professionell, verbringe eine unglaubliche Anzahl an Stunden vor meinem PC (mein Chef wäre froh, wenn ich so viel Zeit im Taxi verbringen würde) und tippe auf einer Tastatur für unter 10 €?

Ja.

Ob man es glaubt oder nicht: Ich hab mich nunmal daran gewöhnt, einfache rechteckige Tastaturen mit null Extras zu bedienen. Dass es sicher Möglichkeiten gäbe, „angenehmer“ zu schreiben, ist mir bewusst. Mehr aber ist mir bewusst geworden, dass wir letztlich doch alle zu verschieden sind, um „das Beste“ irgendwie allgemeingültig festzustellen. Wenn irgendein geschulter Mensch sich mal die Ergonomie meines zweiten Arbeitsplatzes ansehen würde, würde er aus allen Wolken fallen. Nicht nur, dass meine Tastatur quasi schon beim Anschauen ein Karpaltunnelsyndrom auslöst, nein auch der Rest ist geeignet dazu, umgehend zu sterben. Als Stuhl am Schreibtisch nutze ich tatsächlich einen Sessel. Und zwar keinen lederüberzogenen Drehsessel in bester meinem Ego angemessenen Chef-Manier, sondern einen wie diesen, für was ich echt keine rationale Begründung habe. Darin sitze ich an einem normalen Büroschreibtisch, von dessen Beinen allerdings vor ziemlich genau 8 Jahren 8 bis 10 cm abgeflext wurden, weil er sonst nicht in mein altes Zimmer reingekommen wäre.

Und?

Das mache ich seit Ewigkeiten so. Vielleicht werde ich es auch mal bereuen, erstaunlicherweise bin ich aber trotz Übergewicht und schiefer Wirbelsäule im Vergleich zu erschreckend vielen Freunden in meinem Umfeld bisher von Rückenschmerzen verschont geblieben.

Und um zur Tastatur zurückzukommen: Ich tippe nicht einmal mit dem 10-Finger-System.

Ich halte auch meinen Stift anders als 99% der Menschen und habe dennoch Briefe bis zu 400 Seiten Länge schreiben können.

Das soll kein Text werden, mit dem ich mir einen auf meine Individualität runterhole. Es ist schön, dass die Menschheit inzwischen überhaupt über sowas wie Ergonomie nachdenkt und ihr dürft alle über meine Macken meckern, wenn ihr irgendwann erhöhte Krankenkassenbeiträge wegen meiner Reha zahlt.

Bis dahin dürft ihr euch freuen, dass ich euch mit guter Laune ein wenig unterhalte und ich bin froh, dass ich mir bei Tastaturen und Sesseln nicht die teuersten aussuchen muss. Bzw., dass sie mir sogar geschenkt werden 😀

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Der November

Und zack! Schon ist er da: Der November.

Wie ich bei GNIT schon geschrieben habe, wird mir der Monat einiges an Zeit abverlangen, die ich sonst immer online verbringe. Mein Geburtstag fällt zwar unter den Tisch, da wir eine Woche danach die große Feier anlässlich der Hochzeit haben, aber was da alles anfällt…

Ich will ehrlich sein: So richtig viel kommt es mir nur vor, weil ich in meinem ganzen Leben auf manche Dinge noch nie sonderlich geachtet habe. An Klamotten trage ich meist nur, was verfügbar ist und Essen gab es auf Parties meist, was eben so noch erschwinglich war. Vielleicht merkt man ja auch daran, dass man älter wird 🙂
Ich freue mich, wenn ihr mir trotzdem treu bleibt und bedanke mich schon mal bei unserem Nachbarn, der geschworen hat, während der Abwesenheit unseren Briefkasten zu gießen und die Pflanzen zu leeren. Wäre so jemand nur immer da…

Also falls hier und da mal ein paar Meldungen weniger von mir kommen sollten, dann freut euch bitte darüber, dass mir irgendwas noch wichtigeres eingefallen ist als mein Online-Leben, das ich ja auch schon sehr liebe!

Und wer mich besonders glücklich machen will, der vergreift sich an meinem Online-Wunschzettel bei Amazon.

(sorry, für subtilere Bitten fehlt mir die Zeit 😉 )

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Gruselige Parties

Halloween!

Ein so langsam auch in Deutschland angekommener Brauch, der meist verächtlich betrachtet wird mit einem:

„Jetzt übernehmen wir diese Kommerzkacke auch noch von den Amis…“

Ich finde es noch eines der sympathischsten Feste, eine Einstellung, bei der mir sowohl die Wikipedia, dieser Text als auch natürlich die Aufdeckung des wahren Ursprungs durch Paramantus geholfen haben. Sicher: Das, was unsere Supermärkte daraus machen, ist vielleicht nicht Sinn der Sache. Ein paar Süßigkeiten werden Ozie und ich dennoch besorgen heute. Ich bin leider ein bisschen spät dran, sonst könnte ich meinen eigenen erwachsenen Spieltrieb ja wenigstens mit dem Untermischen von leckeren Habanero-Gummibärchen unter die Süßis für die Kids befriedigen. Obwohl, nein. Die würde ich selber essen, ich mag die nämlich wirklich! 🙂

Ein wenig albern finde ich indes, dass es dieses Wochenende so viele Halloween-Parties gab. Irgendwie ist es doch absurd, Weihnachten feiert man doch auch nicht vor. Aber klar, das ist einer der wenigen Punkte, in denen Berlin meiner alten Heimat mal gar nicht das Wasser reichen kann: In Baden-Württemberg ist Allerheiligen nach wie vor ein Feiertag und hier nicht.

Hier im Haus gab es am Wochenende wohl auch eine Party. Ich weiss das nur von der Vorankündigung, die an der Türe hing. Das übliche: Kann ein bisschen lauter werden bis kurz nach 24 Uhr, wenn es stört, bitte melden…

Bitte was?

Bisschen lauter bis kurz nach 24 Uhr?

Es ist nicht so, dass ich darauf rumhacken möchte, dass mich das als Nachtarbeiter nicht stört. Aber 24 Uhr? Man muss ja nicht gleich die Partyzeiten vom Berghain imitieren, aber um die Zeit ist doch erst richtig Stimmung in der Bude, oder?

Ja gut, ich habe schon ein Ordnungsgeld zahlen müssen, weil ich gleich bei 3 Parties als Verantwortlicher Polizeibesuch hatte. Aber verfreakte Scheiße, da bin ich doch stolz drauf! Natürlich sollte jeder irgendwann mal zur Ruhe kommen können, aber gelegentlich muss eine Party doch mal drin sein. Also eine richtige!
Ich mag Ruhe. Wirklich. Aber ich mag auch laute Musik. Alles zu seiner Zeit und mit Rücksicht aufeinander. Aber gelegentlich muss man doch auch mal die Sau rauslassen. Und – auch wenn es die Wohnung über mir betrifft – dass darf auch zu Hause sein. Nicht jeden Tag, klar. Aber wenigstens einmal im Jahr (damit es in einem Mehrparteienhaus nicht doch täglich ist)?

Gruselig, dass die lautstarken Eheprobleme meiner Nachbarn im Gegenzug völlig legal sind, weil sie mittags stattfinden…

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Gebrannte Kinder

Irgendwie keine gute Idee:

Sieht brennend sicher gut aus, ABER… Quelle: Sash

Gibt einem doch zu denken, wenn im Hausflur neben dem einzigen Ausgang Feuer gelegt wird. Ich tippe zwar mal auf ein paar zündelnde Kinder, aber es ist auch nicht so, dass das die Sache irgendwie besser macht…

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Baurnfänger?

So ein kleines gesellschaftliches Ereignis wie die eigene Hochzeit erfordert bei aller Bescheidenheit der angewandten Maßstäbe dann doch ein paar organisatorische Schachzüge. Ich kann hier beispielsweise den Begriff „Kleidung“ in den Raum werfen.

An dieser Stelle gebe ich den bereits verheirateten Herren die Möglichkeit, sich ausführlich daran zu erinnern… 😉

Eigentlich soll das mit den Klamotten ja kein großes Ding sein. Die Feier wird bei uns in einer kleinen Gaststätte stattfinden, und allen Beteiligten ist klar, dass das nicht darauf rausläuft, eine möglichst lange Schleppe anzulegen, weil die ohnehin nur bei der Reinigung des Raumes funktional wäre.

Nein: Alltagsklamottenzwang ist bereits ausgerufen worden, nichtsdestotrotz fällt darunter bei uns auch das ein oder andere neue Stück. Und warum nicht online bestellen? Der Versandhäuser sind gar viele und so ist Ozie unter anderem auch beim Baur-Versand gelandet. Etwas irritiert nahm sie dabei zur Kenntnis, dass sie wegen der „Kreditrichtlinien“ nicht bestellen konnte.

Das wundersame Geheimnis war schnell geklärt. Der Laden gehört zur Otto-Gruppe und bei eben jener gab es vor mehreren Jahren mal Ärger um eine unbezahlte Rechnung. Wir sind uns durchaus bewusst, dass man ja auch als Kunde in der Pflicht steht und mal abgesehen davon, dass das damals natürlich keine absichtliche Aktion war (und natürlich auch längst bereinigt ist), ist es ja nicht allzu unverständlich, dass die internen Richtlinien eines Konzerns da mal den eigenen Interessen zuwider laufen.

Irritierend an der Sache war dagegen, dass es sich ja beileibe nicht um einen Rechnungskauf gehandelt hat. Ursprünglich wollte Ozie mit Kreditkarte zahlen. Das Formular dafür war fehlerhaft, so dass sie Paypal als Zahlungsmethode ausgesucht hat, ein Vorgang bei dem es schon fast abenteuerlich wirkt, dabei auf „Kreditrichtlinien“ zu verweisen, wo gar kein Kredit von irgendwem an irgendjemanden vergeben wird.

Aber sei es drum. Dumme Dinge passieren und machmal hängt einem eine Unachtsamkeit eben etwas länger nach.

Heute haben wir dann festgestellt, dass das Geld für die Bestellung dennoch abgebucht wurde. Obwohl Ozie also damals unsanft mit dem Verweis auf die Richtlinien in der Bestellung via Paypal unterbrochen wurde und es nie zum Abschluss kam, wurde das Geld dennoch einfach mal angenommen. Auf die natürlich sofort versandte Mail mit der Bitte um eine Korrektur reagierte der Versandhandel nun eher unorthodox und vermeldete, dass sie sich über die Rückmeldung freuen („Gut, dass sie sich […] bei mir melden.“) und die Artikel natürlich binnen einer Woche versandt werden.

Ich würde ja gerne wissen, was in solchen Fällen passiert, wenn man keine Mail schreibt.

Auf zwei Dinge weise ich den Baur-Versand an dieser Stelle hin: Erstens auf meinen Satz oben: „Der Versandhäuser sind gar viele.“ Und zweitens auf die Tatsache, dass eine Rücksendung der Ware für uns kostenlos ist…

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