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Zahnzwischen … fälle

Das Thema Zahnarzt war ja lange abgehakt. Also ja, ich gehe inzwischen regelmäßig hin, putze halbwegs brav, etc. pp. Aber mit dem Zahnersatz war seit Anfang letzten Jahres ja endlich mal alles erledigt und äußerst schnafte. Jetzt werde ich wohl doch vor der nächsten Kontrolle und Prophylaxe nochmal einen Notfall-Zwischenstopp einlegen müssen. 🙁

Immerhin ist von allen denkbaren Zwischenfällen der harmloseste eingetreten. Ich hab gestern früh beim Essen plötzlich auf meinem Ersatz rumgekaut, weil er abgegangen war. Was so nicht passieren sollte, aber halt trotzdem maximalst bescheuert aussieht und sicher wenig hilfreich ist. Vorerst hab ich ihn wieder eingesetzt und es scheint sogar zu halten. Aber dass da nochmal nachgeklebt werden muss, ist offensichtlich. Naja, wozu habe ich meine halblebige Phobie abgelegt, wenn nicht dafür?

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Was nicht schön ist

… sind diese Nächte, in denen ich nicht einmal aufs Schreiben Bock habe.

Ähm, ok, das in einen Blogeintrag zu schreiben, könnte komisch wirken. Auf Schreiben an und für sich hab ich zu 90% meiner Wachzeit Lust und hier bei Sashs Blog landen am Ende ja wirklich nur die Sachen, die mir am Herzen liegen. Was ich meinte, ist dieses „andere“ Schreiben. Bei GNIT fühle ich mich ein bisschen unter Druck, zumindest mal nicht mehr als einen Tag Pause einzulegen und nochmal was anderes sind dann die Großprojekte wie Bücher. Also Dinge, die man nicht einfach mal nach Lust und Laune runterschreiben kann, sondern wo ein Konzept dazugehört, eventuell sogar Absprachen mit Agentur oder Verlag. Dummerweise bringen genau diese Dinge Geld …

Und wenn das – wie bisher irgendwie immer – knapp ist, dann nervt umso mehr der Gedanke, dass ich jetzt aber unbedingt mal X oder Y machen sollte. 🙁

Ich will nicht zu laut jammern, ich weiß schon, dass ich mir das selbst ausgesucht hab. Aber wer hat nicht gelegentlich mal was zu meckern? Bei mir isses halt nicht der nervige Chef oder die wenige Zeit, bei mir ist es halt eher das wenige Geld und der nervige Druck. Und so betrachtet bin ich nicht einmal sonderlich unzufrieden mit meiner Wahl. Und eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich mich die letzten Tage nicht aufraffen konnte, was „richtiges“ zu schreiben. Trotzdem doof.

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Die erste schlechte Rezension

Heute kam sie dann. Die erste schlechte Rezension zu meinem Buch bei Amazon. Die vierte Rezension dort und die vielleicht fünfzehnte all in all, wenn man die Presseberichte mitzählt. Es ist sicher ein schwieriger Balanceakt, darüber jetzt zu bloggen, weil es vielleicht den Eindruck vermittelt, ich messe einer für mich unschönen Meldung so viel Bedeutung bei. Das tue ich gar nicht – deswegen der Post auch hier im privaten und nicht im großen Blog drüben – aber dieses „Wie gehst Du mit Kritik um?“ ist ja immer schon eine interessante Frage an Menschen gewesen, die irgendwie in der Öffentlichkeit stehen und mit Kritik konfrontiert werden, das interessiert halt. Heute vielleicht nicht mehr ganz so viel, weil jeder mit einem Facebook-Account mal angepöbelt wird – aber für Journalisten ist das immer noch eine Top-Frage. Beziehungsweise Fragen, denn eigentlich sind es zwei Aspekte:

1. Interessiert mich das?

2. Was sage ich zu den „Vorwürfen“?

Letzteres ist natürlich nur interessant, wenn tatsächlich irgendwas substanzielles gesagt wird. Und da hab ich Glück, denn „XUnscarredX“ war so gesehen recht fair. Er fand das Buch halt langweilig, hatte sich mehr erhofft und entschuldigte sich abschließend sogar bei mir persönlich. Dafür kann man sich doch fast schon bedanken. Und seinen Seitenhieb, ihm würde sogar jetzt bei der Rezension langweilig, fand ich eigentlich sogar ganz amüsant. 😉

Interessiert mich das?

Ja. Im positiven wie im negativen Sinne. Im negativen Sinn kann ich Kritik nicht gut ausblenden. Nicht dass mir jeder Troll auf die Füße treten kann mit hirnlosem Gesabbel – aber Kritik in ihrer ehrlichen Form interessiert mich einfach. Ich bin’s als Blogger gewohnt, direktes Feedback zu bekommen und das bekomme ich eben auch von Leuten, die nicht meiner Meinung sind. Und andere Meinungen – da kommt der positive Teil – können ja auch dabei helfen, tatsächliche Fehler zu erkennen. Natürlich wünschte ich mir nur Positives, aber ich lebe nicht im Teletubbieland. Kein Buch auf der Welt gefällt allen und was bedeutet ein Stern schon bei jemandem, der nur einen oder fünfe vergibt?

Was sage ich dazu?

Kurz gesagt: Dumm gelaufen, aber da kann ich jetzt auch nix machen …

Tatsächlich ist die große Frage, ob die Geschichten, die ich erzähle, nicht eigentlich zu langweilig sind, immer wieder mal zu Gast in meinem Kopf. Ich erzähle halt „nur“ Alltagsgeschichten. Ich könnte mir bessere ausdenken, aber das hab ich in dem Buch halt nicht getan. Vor Jahren hab ich im Radio schon gesagt, dass sich Taxigeschichten in aller Regel darauf beschränken, was Fahrgäste tun oder sagen. Natürlich kann man sich da jetzt mehr Sex, mehr Crime oder mehr Promis vorstellen, aber in meiner Welt ist ein junger Mann, der seinen Penis mit Godzilla vergleicht, eigentlich immer für einen Lacher gut gewesen. Aber klar, für manche Menschen sind reine Erzählungen z.B. per se langweilig, die hätten lieber mehr Action. Und mit „Taxi Taxi“ hält die Berliner Nachtschicht dann halt vielleicht doch nicht ganz mit. So gesehen: Sorry, lieber XUnscarredX …

Kleiner Nachtrag:

Um genau sowas zu vermeiden, versuche ich immer irgendwie zu relativieren. Nicht, weil ich allen gefallen will, sondern weil ich nicht möchte, dass die Leute sich von einer Überschrift falsche Versprechungen machen. Natürlich sind Klappentexte wie Filmtrailer immer ein Best-of und natürlich berichten die Zeitungen lieber über Sex und Drogen als über Hans Baecker. In der Werbung den Spagat zu finden zwischen „Nicht alle erreichen, die es gut finden könnten“ und „Mehr Leute erreichen als es eigentlich interessiert“ ist nicht einfach. Und ich als Autor bin da eh nur eines der Rädchen im System. Ich sage auch immer allen Journalisten, dass ich die Fahrten besonders zu schätzen weiß, bei denen ich am Ende einfach irgendwie helfen konnte. Sucht den Satz mal in den Interviews …

Aber mal zurück zum Thema. Wenn ich eines offenbar ganz gut hinbekommen habe in den letzten Jahren, dann mit Kritik für mich selbst umzugehen. Das ist nicht automatisch passiert, das war wie so oft ein langer Prozess, auch einer mit vielen Diskussionen übrigens. Gerade weil man ja auch immer zwischen Trollen und ernsthafter Kritik unterscheiden muss. XUnscarredX werte ich nicht als Troll und wenn ich was aus seiner Rezension mitnehme, dann, dass es nicht falsch ist, sich Gedanken darüber zu machen, wen man wie erreicht, um Enttäuschungen zu vermeiden. Andererseits werde ich vermutlich trotzdem auch weiterhin Interviews freigeben, die mir stilistisch vielleicht nicht ganz gefallen, weil ich hoffe, damit deutlich mehr neue interessierte Leser zu gewinnen als fehlgeleitete zu enttäuschen. Es ist halt nicht alles ganz so einfach.

Und am Ende dann trotzdem noch ein kleiner Rant:

Wie „und kommt dabei nicht mal sympathisch rüber“? Sympathisch kostet mindestens zwei Euro extra! 😉

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Sich selbst entkalken

Die ausnahmsweise mal gekaufte 5-Minuten-Terrine war sauer. Ich nur so halb, denn eigentlich schmeckte sie ja dann doch irgendwie. Ich meinte noch, dass das vielleicht das sein könnte, was uns die Lebensmittelchemiker als Crème fraîche verkaufen wollen.

Nun begab sich Ozie ihrerseits an ihr Mahl, aß und meinte:

„Wir essen gerade Zitronensäure.“

Mir war umgehend klar, was sie meinte:

„Du hast den Wasserkocher entkalkt?“

Das hat dann auch den sauren Geschmack im Tee von vor einer Stunde erklärt …

Aber ok, abgesehen vom etwas gezügelten Appetit ab diesem Punkt, war’s dann eigentlich doch auch eine gute Erfahrung. Immerhin wissen wir jetzt, dass unser Entkalker tatsächlich ungiftig ist und nur ein wenig sauer schmeckt. Sowas findet man sehr schnell raus, wenn man erstmal ordentliche Mengen davon zu sich genommen hat.

Haken wir es einfach auf der „Dinge, die man gelernt hat“-Liste ab. 🙂

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Clipboard-Gefühle

Das Buch ist raus, das Buch läuft. Soweit zumindest meine Einschätzung.

Aber mit Einschätzungen ist das so eine Sache. Beim eBook damals hatte ich alles selbst im Griff, ich kannte die Verkaufszahlen sehr schnell, hatte meinen Umsatz im Blick, alles sehr direkt eben. Wenn man ein Buch mit einem Verlag zusammen veröffentlicht, dann sind all die geschäftlichen Sachen vorrangig verlagsintern oder eben gar nicht in Echtzeit erfassbar. Da ist vieles plötzlich intern. Der Verlag hat mir zwar eine Zahl der Verkäufe zum Verkaufsstart genannt, aber auf wie viele Buchhandlungen und oder Barsortimente sich das wie aufteilt, weiß zumindest ich nicht. Und ich will auch nicht wie der letzte Honk jeden Tag eine Mail an den Verlag schicken.

Also behelfe ich, behelfen wir beide uns hier mit dem, was wir haben: Amazon-Verkaufsränge, Verfügbarkeiten, Barsortiment-Trends etc. Das ist natürlich unzureichend. Ich kann nicht einmal größenordnungsmäßig einschätzen, wie viele Bücher inzwischen über den Ladentisch gegangen sind. Was schade ist für einen Nerd, der sich gerne selbst informiert!

Aber, und das ist das Schöne, bisher deutet alles darauf hin, dass es gut läuft. Nicht exorbitant, denn natürlich bin ich mit ein paar Taxigeschichten nicht mal eben auf dem Weg, 50 Shades of grey vom unverdienten Thron zu schubsen. Obwohl das Wort „ficken“ in meinem Buch natürlich auch auftaucht.

Von Weltbestseller oder dergleichen hab ich ja nicht einmal geträumt – aber eine solide Resonanz scheint sich zumindest abzuzeichnen. Ich will das auch nicht im Einzelnen breittreten, denn das hat Ozie und mich nächtelange Gespräche gekostet, das lässt sich nicht runterbrechen. Wir könnten falsch liegen, aber wir glauben nicht, dass es so ist. Das Buch verkauft sich also hier und da. Schön. Sehr schön sogar!

Und doch kommt dann – bei mir, aber manchmal sogar bei Ozie – das auf, was wir inzwischen Clipboard-Gefühl nennen. Und das geht zurück auf die von mir gerne immer wieder erwähnte „Make good Art!“-Rede von Neil Gaiman, während der er erklärt, wie er stets das Gefühl hatte, mit einer Art Betrug davonzukommen, und fürchtete, dass eines Tages ein Mann mit Clipboard vor seiner Tür stehen könnte („I don’t know why he had a clipboard …“) und ihm erzählen würde, dass es nun vorbei sei und er sich nicht mehr einfach Dinge ausdenken und sie niederschreiben könne. Sondern was richtiges, echtes, tun müsse.

Ich kenne das Gefühl schon lange, aber es scheint auch verbreitet zu sein. Man macht ja „nur“ Kunst oder wie immer man das im Einzelnen nennen mag und irgendwer wird das schon aufdecken. Ich hab „nur“ ein Buch geschrieben und irgendwann wird schon wer merken, dass da „nur“ Taxigeschichten drinstehen, dass „nur“ ich das geschrieben hab, dass „nur“ meine Leser dieses Buch kaufen …

Eben wie es davor „nur“ ein eBook und „nur“ ein Blog war.

Das ist natürlich Bullshit. Für den Erfolg eines Buches ist relevant, dass es verkauft wird. Keine Sau interessiert sich dafür, wer es aus welchem Interesse getan hat. Abgesehen von mir vielleicht, aber tatsächlich spiele ich da so gesehen als Autor eine Nebenrolle. Jeder Bestseller wurde „nur“ geschrieben, alle kochen sie nur mit Wasser, selbst die ganz Großen.

Aber das Gefühl bleibt. Habe ich nicht Amazon „verarscht“, indem ich an Tag 1 dutzende Leser zum Buchkauf dorthin geschickt habe? Ist der positive Trend beim Barsortiment nicht ein Hoax, weil jetzt Amazon krampfhaft versucht, neue Bücher irgendwoher zu kriegen? Habe ich als Blogger das System Buchmarkt getrollt?

Nein.

So verkaufen sich Bücher eben. Jeder Autor bringt Fans mit – und wenn es sich anbietet, gibt jeder hier und da mal ein Interview, was letztlich nur den Zweck erfüllt, das Buch zu promoten. Mache ich auch gerade. Mit kuriosesten Medien (außer der Bild). Unecht ist bei der Sache vieles. Hier und da das Interesse der Journalisten, dort mal meine Freude über Aktion XY. Was jedoch nie wirklich unecht sein kann, ist der Erfolg. Nicht, dass das jemand in den falschen Hals bekommt: Jeder Leser sollte sich am Ende freuen über das Buch. Aber ob die Leute es kaufen, weil sie mich mögen, weil sie mich interessant finden, weil das Buch grandios ist, weil alle drüber reden, weil sie selbst Taxi fahren … nichts davon ist irgendwie ein Betrug oder eine unverdiente Aufwertung. Und trotzdem sitze ich mit meinem Clipboard-Gefühl da und denke:

„Fuck, das ist nur einer meiner Texte, wehe die finden das irgendwann mal raus!“

In Wahrheit können sie das natürlich gar nicht. Denn ich hab den Text als gutes Buch ausreichend getarnt. 😉

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Der erste Fehler im Buch!

Womit man sich als Autor – aber auch als Verlag, als Lektor und als Leser – anfreunden muss, ist, dass jedes Buch Fehler enthält. Bücher sind fast immer mehrere hundert Seiten lang und kein noch so begabter Autor oder noch so gut geschulter Lektor schafft es, das alles mit gleichbleibender Qualität durchzugehen. Glücklicherweise geht es eben den Lesern genauso. Entweder der Fehler wird übersehen oder es wird eben nur einer davon im ganzen Buch gefunden und verursacht dann höchstens ein Schmunzeln und nicht gleich Ärger.

Wie viele Fehler sich in meinem gestern veröffentlichten Buch finden lassen, weiß ich nicht. Einer jedoch ist mir schon aufgefallen; und das, weil es der wohl groteskeste Fehler in einem Buch ist, der mir je untergekommen ist. Wie er entstanden ist, weiß ich indes nicht. Ich hab hier jede Menge verschiedene Versionen des Buches auf dem Rechner, die nach verschiedenen Dursichten von meiner Lektorin und mir abgespeichert wurden – und in keiner, nicht einmal in der letzten Version ist besagter Fehler enthalten. Vielleicht hat sich ein Setzer einen Scherz erlaubt oder so …

Warum jetzt aber der Aufriss um einen Fehler?

Weil er wirklich herrlich absurd ist!

Man kennt ja so handelsübliche Fehler. Man vertippt sich, vergisst einen Buchstaben, schreibt versehentlich ein Wort doppelt oder kommt nach drei Korrekturen des Satzes mit der Grammatik durcheinander. Mit etwas Pech findet sich für jeden dieser Fehler auch ein Beispiel in meinem Buch – und Ihr dürft mir die gerne mitteilen, dann gebe ich die an den Verlag weiter, damit das ggf. in der zweiten Auflage bereinigt wird.

Und jetzt dieser Fehler. Es geht um den allerletzten Absatz im Kapitel „Osama und Lisa“, in dem es heißen sollte:

„Zudem war ich heilfroh, dass Lisa und ich uns bereits geküsst hatten, bevor ihr Freund aus dem Haus kam und mir das ansehnliche Trinkgeld überreicht hatte.“

Die Profis merken schon: Selbst das ist grammatikalisch etwas fragwürdig. 🙁

Aber das macht überhaupt nix, denn wenn man das Buch auf Seite 63 aufschlägt, steht dort folgender Satz:

„Zudem war ich heilfroh, dass Lisa und ich uns bereits geküsst hatten, bevor ihr Freund aus dem Haus McDonald’s und mir das ansehnliche Trinkgeld überreicht hatte.“

Richtig: Das zeitlich nicht wirklich passende „kam“ wurde – quasi nahezu sinngleich – durch „McDonald’s“ ersetzt. Ich freue mich über Erklärungsversuche oder Verschwörungstheorien zu diesem Fehler!

PS: Wer also den bescheuertsten Fehler aller Zeiten sein Eigen nennen will, sollte noch ein Buch aus der ersten Auflage erwischen … 😉

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Wie ich GNIT zwischen zwei Deckel presste

Dass morgen mein Buch erscheint, ist wohl das, was man ein teilweise offenes Geheimnis nennen könnte. Bei Amazon ist es seit Wochen vorbestellbar, seit gestern klebt hier unten dran der Banner und dem ein oder anderen hab ich’s auch schon gesagt. Der große Rest aber dürfte jetzt überrascht sein. 😀

Dabei ist in den letzten Monaten wirklich viel passiert. Das fing schon damit an, dass mir der Emons-Verlag im Nebensatz einer Mail mitteilte, dass mein Buch der Sachbuch-Toptitel in diesem Quartal sein würde. Der entsprechende Bereich des Katalogs, der an die Buchhändler ging, begann mit 2 Doppelseiten über mein Buch. Außerdem wurde zwischendrin beschlossen, dass „Gestern Nacht im Taxi“ nicht nur Arbeits-, sondern wirklich Buchtitel werden sollte. Wow! Dieser Name hat Ozie und mich vor viereinhalb Jahren wache Nächte gekostet, weil die Auskopplung nicht der x-te „Taxi-Blog“ oder irgendwas mit „online“ werden sollte. Und jetzt fand mein Verlag den Titel selbst fürs Buch gut genug. Wie gesagt: Wow!

buchtaxi495

Genau genommen hat das mit dem Buch also genau hier in diesem Blog seinen Anfang genommen, zumindest vom Namen her.

Dann war da dieses Cover vom Verlag, das seit dem ersten Entwurf so ziemlich unverändert übernommen worden ist. Genau sowas hatte ich mir gewünscht. Und einen kleinen Promo-Text für einen Katalog von mir machte Emons prompt zum Klappentext. An Ego-Streicheleien gefehlt hat’s so gesehen auch ohne Leser-Lob nicht. 😉

Auf das Buch bin ich natürlich furchtbar stolz und zudem bin ich stolz darauf, dass ich es geschrieben habe, ohne nebenher GNIT stillzulegen oder einfach nur die Texte von dort zu verwursten. Hab ich in Teilen natürlich gemacht, aber eher in sehr kleinen. Darüber hinaus denke ich aber trotzdem jedes Mal beim Lesen, dass ich jetzt natürlich gerne dies oder das anders formulieren würde – ich sollte mich auch lieber in die Riege jener Autoren einreihen, die einen fertigen Text nie wieder lesen.

Aber selbst an dieser Front gibt es Neuerungen: Ich bereite mich mit einem sehr netten Moderatoren auf eine Lesung vor, obwohl ich Lesungen bisher eher argwöhnisch gesehen habe. Ich verspreche mir da ehrlich gesagt bis heute nicht sehr viel von, aber wenn ich schon mal an dem Punkt bin, warum nicht einfach jede Erfahrung mitnehmen, die geht?

Vorerst geht’s in altbekannte Richtungen: Ein paar Interviews geben und die Blogs vorbereiten. „Projekt zweite Auflage“ nennen Ozie und ich es – den Versuch, daran mitzuwirken, dass die ersten Bücher schneller über den Ladentisch gehen als der Verlag erwartet hat. Und obwohl ich darin gerne nur eine ehrgeizige Challenge mit Emons sehe – es ist ja nun nicht wirklich uneigennützig: Natürlich hoffe ich auch, mit dem Buch ein bisschen Geld zu verdienen. 🙂

So langsam neigt sich auch die letzte, richtig lange, To-Do-Liste dem Ende zu, ein Karton mit frisch gedruckten Büchern steht im Flur und das fühlt sich alles richtig an. Morgen ist dann der große Tag, ich hab mir schon mal frei genommen. Denn wer weiß, vielleicht geht’s jetzt ja erst richtig los …

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