Jahr der Veröffentlichung: 2019
Genre: Open-World-FPS
Stunden bisher gespielt: ca. 70
Setting: Du bist nach den Ereignissen von Far Cry 5 als SicherheitsbeauftragteR im Zug von Thomas Rush unterwegs. Ihr seid eine Gruppe von Aufbauhelfern, die durch die zerstörten USA fahren und die Menschen vor Ort unterstützen. Ihr wurdet von Carmina Rye – deren Mutter Du in FC5 zur Entbindung gebracht hast – gebeten, nach Hope County zu kommen. Aber der Zug wird gewaltsam gestoppt und zerstört von den Highwaymen, eine Gruppe sinnlos brutaler Gangster, die die friedliebenden Siedler in Hope County terrorisieren, angeführt von zwei sadistischen jungen Frauen, den Zwillingen Mickey und Lou. Sie nehmen Rush gefangen, Du als Spieler entkommst mit Carmina und sie führt dich in ihre Siedlung Prosperity, die Du mit aufbauen sollst, dazu Rush befreien und Hope County von den Highwaymen befreien.
Das Setting ist klassische Far-Cry-Kost: Du gegen eine ganze Welt! Im Grunde muss man das ganze Land retten und das macht man, indem man alle tötet.
Far Cry New Dawn ist das dritte der „kleinen“ oder „halben“ Far-Cry-Spiele, die die Map des letzten Vollpreis-Titels in Teilen wiederverwendet und in Kombination mit einer kürzeren Geschichte so zu einem geringeren Preis erscheint.
Zu Far Cry 3 war das FAR Cry 3: Blood Dragon,
zu Far Cry 4 war es Far Cry Primal
Und zu Teil 5 eben New Dawn. Neu an dem Teil ist, dass es die Geschichte von FC5 fortführt und ich würde auch sehr empfehlen, das vorher zu spielen, weil man unglaublich viele Charaktere wiedertrifft, die sehr farblos bleiben, wenn man ihre Geschichte nicht kennt.
Die schlechten Seiten an Far Cry New Dawn sind leider nicht zu übersehen. Entgegen der Immersionsbemühungen der letzten Teile setzt der hier auf ein RPG-artiges Level-System, das quasi erfordert, dass man höherstufige Waffen craftet. Das Konzept selbst fände ich in einem Fantasy-Universum nicht schlimm, aber so sehr ich New Dawn mag: es nervt schon enorm, dass man z.B. einem Highwayman eine AK abnehmen kann, dann aber ca. 400 Schuss daraus braucht, um einen Puma zu töten, weil die Waffe Level 1 ist und der Puma Level 3.
Wenn man solche Systeme mag oder wenigstens ignorieren kann, dann ist es aber ein angenehmer postapokalyptischer Open-World-Shooter, der außerdem unfassbar farbenfroh daherkommt – was in dem Genre ja auch eher selten ist. Wenn man wie ich das FC5-Universum mag, sollte man echt keinen Bogen um das Spiel machen, nur weil es etwas aus der Reihe tanzt. Die Story ist serientypisch nicht super deep, aber wenn man sie ins Universum mit einordnet, passt das erstaunlich gut.
Ich habe es vor dem Schreiben dieser Zeilen (11/2025) nochmal durchgespielt und die meiste Zeit hab ich mich sehr gut unterhalten gefühlt.




