Kein Bock auf Pietät!

„Ich fühle mich wie tot in einem Berliner Hotel. Nur sympathischer.“

Hab ich heute morgen auf Mastodon gepostet und natürlich kam prompt – auch von netten Leuten – Ablehnung. Bisschen geschmacklos sei’s ja schon, so direkt nach dem Tod von Hubert Aiwanger sowas zu bringen.

Really?

Es ist nicht so, dass ich in den letzten Jahrzehnten nicht auch ein bisschen erwachsen geworden wäre und das schließt immer mal wieder auch den Willen zum Konsens und etwas breiter gefächerte Toleranz mit ein. Und natürlich liegt es mir fern beispielsweise die Hinterbliebenen eines Verstorbenen in ihrer Trauer zu stören. Aber wie soll ich mir die Idee dazu vorstellen: Ausgerechnet heute durchsuchen die Angehörigen das Netz nach dem Stichwort „Hotel“? C’mon, Leute!

Natürlich ist gerade im politischen Bereich immer streitbar, wie man die Arbeit von Menschen bewertet, aber Aiwanger war ein rechtes Arschloch. Und damit meine ich, dass er sich freiwillig entschieden hat, Politik zum Schaden von Leuten zu machen, die es sich nicht aussuchen konnten, Opfer dieser Politik zu sein. Und selbst wenn dieses Arschloch bei irgendeiner Familienfeier auch nett war, reicht das in meinen Augen nicht aus, die Klappe zu halten, wenn jetzt in Anbetracht seines Todes reihenweise hohe Männer dieses Landes loben, was er doch für’n originelles Kerlchen gewesen ist.

Mir fehlt er nicht.

 

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Filed under Medien, Politik, Vermischtes

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