Ende gut, alles ok

Was ich gestern auch noch hingekriegt habe, war dann der unfreiwillige zweite Termin beim Gesundheitsamt. Der ja entstanden ist, weil der Arztstempel auf dem Formular gefehlt hat. Das ist nach wie vor kein Grund, den gesamten Verlauf gutzuheißen, aber ich hab es letztes Mal ernst gemeint: Ich bin ja eigentlich nicht der Typ, der einfach nur immer meckern will.

Jetzt, für diesen Fall, muss ich schon zugeben, dass es eigentlich so gelaufen ist, wie man es sich von seinen Besuchen auf Ämtern wünschen würde:

Ich hab (dreist, aber in Anbetracht der Umstände in meinen Augen gerechtfertigt) am Mittwoch vormittag, als uns das Formular vorlag, um einen Termin vor den Ferien gebeten. Eine Stunde später kam die Antwortmail mit drei Vorschlägen, einer an jedem möglichen Tag. Mittwoch nachmittags, Donnerstag früh und Freitag mittags. Alles nicht perfekt, aber da ich bei mir auf Arbeit wegen der Teilzeitanstellung nicht der Kernarbeitszeit unterliege (Lifestyle-Entscheidung, man kennt es) und es bei uns sowieso unfassbar unbürokratisch geht, während der Arbeitszeit mal aus privaten Gründen Pause zu machen, hab ich mit zwei Kollegen ausgemacht, dass ich zu unserem Teamtermin nicht da bin und war am Donnerstag pünktlich um 9.15 Uhr beim Amt und um 9.28 Uhr mit abgesegnetem Formular und ohne nochmal zu bezahlen wieder draußen. Besser geht es wirklich nicht.

Ich gebe zu, ich hab mich sehr zurückgehalten, denn natürlich war die Bearbeiterin die, die mich letztes Mal so herb abgebügelt hat, aber ich hab meinen Ärger runtergeschluckt und einfach getan als hätte ich sie noch nie gesehen und in meinem Fall bedeutet das dann halt, dass ich bis zur Ekligkeitsgrenze freundlich war. Innerlich hab ich mich ihr ehrlich gesagt einfach nur unverschämt überlegen gefühlt, weil ich das genau so durchgezogen habe, aber wer ist schon immer ehrlich?

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