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Corona-Party

Die aktuelle Lage zur Covid-19-Pandemie ist ähnlich verwirrend wie die Reaktionen seitens Regierung und Journalisten darauf. In meinem Umfeld stelle ich überwiegend fest, dass die Leute langsam verstehen, dass das gerade eine ernste und im Grunde so (zumindest zu unseren Lebzeiten) noch nie dagewesene Situation ist, die auch besondere Maßnahmen erfordert.

Dem gegenüber stehen Berichte über „Corona-Parties“ und allerlei „dumme“ Leute, die sich nicht „an die Regeln halten“.

Das sind keine erfreulichen Nachrichten und ich tue mich wie jeder andere schwer damit, den Phänomenen neutral zu begegnen. Wie immer wenn man selbst der Meinung ist, Wissen verinnerlicht zu haben, unterstellt man dem Rest der Menschheit gerne Bösartigkeit, weil man vermutet, die müssten das ja genauso gut durchschauen wie man selbst. Und wenn sie es ausnahmsweise mal nicht tun, sind sie alle doof und haben Strafen verdient.

Ich glaube nicht, dass das grundsätzlich richtig ist.

Ich will mal wieder ehrlich sein: Wäre die Pandemie 1998 aufgetreten, hätte ich die größte Corona-Party gefeiert. Natürlich in erster Linie, weil ich mir von Helmut Kohl keine Party hätte versauen lassen wollen, aber letztlich dann doch vor allem wegen einem deutlichen Rest an Naivität und Verschwörungsglauben. Nix abgedrehtes im Übrigen, aber ich hätte als junger Punk ohne fundierte Ahnung über Wissenschaft und insbesondere die wissenschaftliche Methodik niemandem geglaubt, dass das Robert-Koch-Institut irgendwas erzählen könnte, was der Politik nicht passt.

Darüber hinaus gibt es einige gerade junge Menschen, die sich nicht unbedingt über klassische journalistische Medien informieren, was kein Problem sein muss – aber eben kann. Insbesondere wenn gleichzeitig vielleicht nur beschränktes Biologiewissen oder eine Sprachbarriere eine Rolle spielen.

Und nicht zuletzt: Die Maßnahmen, die gerade freiwillig, vermutlich bald rechtlich bindend ergriffen werden, sind derartig tiefgreifend, dass es Ausdruck einer äußerst gesunden Geisteshaltung ist, sie skeptisch zu sehen. Jeder, der es blindlings befürwortet, dass der Staat vorschreibt, dass wir unsere Freunde nicht mehr treffen dürfen, sollte mal die Justierung seines moralischen Kompasses überprüfen!

Leider ist das aber alles gerade kein Spaß und ein schlechter Zeitpunkt, seine jugendliche Autonomiephase auszuleben. Die, die da gerade drauf verzichten müssen, sollten das unbedingt nachholen, ja, das sogar einfordern! Aber der jetztige Zeitpunkt ist schlecht.

Covid-19 ist die Pest. Zumindest im nur etwas übertragenen Sinne.

Mich hat gestern mein Vater angerufen, um seinen Besuch zum zweiten Geburtstag seines Enkels nächsten Monat abzusagen. Weil Virus und so. Könnte man bei einem über 60-jährigen mit Lungenerkrankung für gesunden Überlebenstrieb halten, aber ich erkenne es durchaus als Durchbruch an, weil der gute Mann immerhin so bockig ist, dass er bis vorgestern wacker Kneipen besucht hat und seit nunmehr über 20 Jahren noch nicht nach 18 Uhr einkaufen geht, weil er Arbeitszeiten darüber hinaus als alter Gewerkschafter für schlimm hält. Auch wenn sein Sohn 10 Jahre in der Nachtschicht gearbeitet und ihm regelmäßig erklärt hat, wie hilfreich nachts offene Läden für Leute sind, die zwangsläufig rund um die Uhr arbeiten.

Und wenn selbst der es kann …

Liebe Kids, die Ihr das gerade noch irgendwie witzig findet, extra unter Leute zu gehen: Lasst das! Sicher, auch an anderen Krankheiten, auch in Kriegen und auch unter z.B. Flüchtlingen an den EU-Außengrenzen sterben derzeit Leute, die jetzt zu wenig Aufmerksamkeit kriegen. Das ist scheiße und auch daran sollten wir was ändern. Von der Klimakrise ganz zu schweigen.

So ein Virus ist abstrakter, aber es kann halt sein, dass man ohne es zu merken während der nächsten Party quasi seine Oma tötet. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit im Einzelfall gering, aber sie steigt mit jedem Tag, jeder Party und das ganz ohne dass man sich selbst deswegen schon krank fühlen muss.

Ich bin wie alle anderen auch nicht perfekt. Ich war gestern einkaufen und abgesehen von möglichst viel Abstand zu Mitmenschen und gelegentlicher Desinfizierung und etwas Händewaschen kann ich mir nix groß auf die Heldenfahne schreiben. Aber es wäre zumindest schön gewesen, am Eingang vom Rewe nicht durch eine Menschengruppe laufen zu müssen, die da halt gerade mal bei ein paar Bier besprochen hat, wo es nun zum Feiern noch hingehen soll …

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Über Hamster und Panik

Das für Lungenträger nur so mittel entspannende neue Corona-Virus, das derzeit rumgeht, scheint vor der Infektion bereits heftig die Köpfe der Leute zu beeinträchtigen.

Was ich meine, ist die Schlammschlacht, die sich vor allem online zwischen Weltuntergangspropheten, Verschwörungsideologen, Preppern, Hamstergegnern und Hipstern mit eingebauter Totalegalität abspielt.

Wie man sieht, sehe ich mich nicht wirklich auf einer dieser Seiten, gestehe aber ein, dass ich bei einer der letzten potenziellen Seuchen mal etwas in der Art gesagt habe, dass ich mehr Fettreserven habe als die meisten da draußen und mir ein gewisses Maß an Skrupellosigkeit bei der Nahrungsmittelbeschaffung zutrauen würde. Damals war meine Lunge allerdings auch noch etwas robuster und nicht direkt bedroht und einen vergleichsweise ungeschützten Nachwuchswurm hatten wir da auch noch nicht.

Ja, wir haben am Wochenende ein bisschen mehr eingekauft als sonst und ich finde, das kann man sich auch eingestehen, ohne gleich gedanklich zwischen Reichsbürgern und solchen Leuten zu stehen, die Hamsterkäufe tatsächlich im Zooladen tätigen.

(Schlangenbesitzer nehmen hier eine gewisse Sonderrolle ein, nur mal so nebenbei.)

Ich meine: Die Lage ist gerade so mittel unsicher und es ist schon praktisch, wenn man in einer Stadt wohnt, die mit derzeit einem bestätigten Krankheitsfall bereits organisatorisch überlastet ist, nicht gleich an Tag 2 einer angeordneten häuslichen Quarantäne damit anfangen zu müssen, in den sozialen Netzwerken um Klopapier zu betteln.

Im Wesentlichen hat das auch damit zu tun – und solche Differenzierungen hört man ja leider im Gefecht selten – dass wir hier in einer Mietwohnung leben, zu der kein Vorratskeller oder Garten gehört, wo man tagein tagaus die sowieso für jedwede Situation offiziell empfohlene Zwei-Wochen-Ration von allen Dingen rumliegen hat. Ja, mit einem Einkaufscenter in Hustenweite macht man halt keine Monatseinkäufe, wenn es keinen Grund gibt.

Apropos Grund: Kaum was hat mich in den letzten Tagen wütender gemacht, als all die Fotos „leerer“ Regale. Ja, ein paar Dinge sind gerade nicht immer vorrätig im Supermarkt. Ich hab heute auch unsere Lieblingswindeln nicht mehr gefunden. Aber nur weil von den Barilla-Fussili mal nur noch ein halbvolles Regal im Rewe ums Eck steht, heißt das nicht, dass Nudeln in Berlin ausverkauft sind! Mag sein, dass wir da noch hinkommen, aber momentan mangelt’s allenfalls in unseren Lieblingsläden an unseren Lieblingsprodukten. Wirkliche Not sieht anders aus.

Ausnehmen möchte ich da allerdings explizit die Gesundheitsversorgung selbst. Dass nötige Medizinprodukte noch vor dem ersten Verdachtsfall in der Region knapp werden, ist absurd für ein Land wie Deutschland. Dennoch auch hier eine kleine Erinnerung an alle Hater da draußen:

Es mag etwas unsinnig sein, wenn sich Herbert Müller gleich 30 Packungen Desinfektionsmittel kauft, obwohl er in der Kneipe nach dem Pinkeln nicht abschüttelt und den Rest an der Klinke verteilt. Dass ein paar Vollpfosten wie Herbert jetzt das Problem sind, ist dennoch eher ein Versagen von Politik, Gesundheitsmanagement und meinetwegen Vertreibern solcher Produkte, denn das Phänomen des Herbert Müller ist statistisch sehr genau bekannt und darf ein teures System wie das unsere eigentlich nicht in Bedrängnis bringen. Auf sowas müsste man vorbereitet sein. Aber das ist halt dieser Markt, den man daher kennt, dass er bei der FDP alles regelt.

Am Ende bleibt wie so oft halt kein komplettes Schwarz-Weiß. Ich persönlich bin für Vorbereitung, aber gegen Panik. Schuld hat am Ende auch nicht Herbert oder Pharmaunternehmen XY, sondern eine seltsame Verkettung von Umständen, die sich immerhin mal halbwegs greifbar mit Kapitalismus bezeichnen ließe. Und das Virus selbst? Das macht seinen höchsteigenen Job erstaunlich gut. Für uns schlecht ist halt, dass das auch auf uns ganz reale Auswirkungen hat.

PS: Und wie immer gilt:
Wer so ein Thema auch noch meint, rassistisch framen zu müssen, ist ähnlich schlimm wie das Virus selbst!

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Mansplaining und co.

Gedanken des randomest Guy in the Internet

Fremde Männer, die Frauen die Welt erklären, obwohl sie erkennbar weniger Ahnung haben. Das ist ein Ding! Und zwar so wirklich. Natürlich ist es eigentlich Thema der vielen Frauen da draußen, hört also bitte nicht nur mir zu, sondern mehr noch denen.

Der Grund, warum ich als dahergelaufener Kerl auch meinen Senf dazugeben will, ist natürlich zum einen, dass ich das bei Twitter inzwischen selbst kennengelernt habe, mehr aber noch, dass ich auch mal darüber schreiben muss, dass ich selbst nur sehr sehr sehr knapp daran vorbeischramme, einer der ihren zu sein. Könnte also gut sein, dass dieser Text ironischerweise Symptom des eigentlichen Phänomens ist, vielleicht bietet er ja aber doch etwas Mehrwert.

Wie gesagt: Ich habe nicht den Erfahrungshintergrund, den so ziemlich jede Frau zu diesem Thema mitbringt, aber mich kotzt das inzwischen auch schon an: Man twittert „Hab mir an einer Bratwurst die Lippe verbrannt“ und sofort taucht irgendein Mann – und es sind zu 100% Männer! – auf, erzählt einem, wie lange man Würste nach dem Zubereiten abkühlen lassen sollte, welche Bratwurst die beste ist und warum der Begriff „Bratwurst“ irreführend ist, wenn man sie eigentlich gegrillt hat.

So gerne man dem einfach als soziales Wesen einen gewissen Mehrwert attestieren würde, passiert sowas halt nur, wenn die Wurst wirklich gebraten war, sie noch besser war als die empfohlene und man sie außerdem vom Nachwuchs ins Gesicht geklatscht bekommen hat, also wenig Einfluss auf die Abklingzeit nehmen konnte.

Und so als Einzelkommentar ist das immer noch beschmunzelnswert, aber es ist echt eine fucking Seuche, dass immer irgendein Vollhonk daherkommt, glaubt, dass man selbst mit den letzten 12 Worten sein komplettes Wissen in diesem Gebiet preisgegeben hätte und deswegen unbedingt noch zwei bis zweitausend weitere erklärende Worte bräuchte.

IHR SEID SCHEISSE!

Wann hat denn jemals jemand – insbesondere bei Twitter! – alle seine Bücher bis hin zur Doktorarbeit eingereicht, wenn er oder sie einen lustigen Post über Katzen bringen wollte? Es gibt keine Zielgruppe für Antworten wie „Eigentlich sind Katzen ja nachtaktiv!“. Ihr seid scheiße!

Und, ja ja, ihr „wolltet ja nur …“. NEIN! Ihr seid scheiße!

Ich will auch nur! Ich bin der größte Non-mansplaining-Mansplainer hier! Ich lese den halben Tag Zeug aus drölfzig Fachrichtungen und ich liebe es, mein Wissen zu teilen! So ganz egomanisch wie Ihr auch! Ich schaue mir z.B. Let’s-play-Videos fast ausschließlich von Spielen an, die ich schon gespielt habe, weil ich es geil finde, mehr zu wissen als die Dullis, die da gerade unvorbereitet in die eine krasse Mission stolpern. Noch schlimmer: Meine größten Tagträume, mit denen ich Stunden meines Lebens zugebracht habe, handeln davon, wie ich Leuten aus der Vergangenheit die moderne Welt zeige. Ohne Scheiß: Ich hab mir schon sehr minutiös ausgemalt, wie ich einem zeitreisenden Carl Benz mein Taxi mit all seinen Funktionen vorführe, einfach weil ich moderne Autos besser verstehe als er – obwohl er die Teile erfunden hat! Weil ich gerne mein Ego aufpolieren will, so ist das halt. Und ich tue das sicher immer noch zu oft auch im RL, aber ich versuche halt verdammt nochmal mich zu beherrschen und nicht fremden Frauen im Internet zu erklären, dass die Sonne aber auch ein Stern ist!

Dieter Nuhr hat sich leider in den letzten Jahren aktiv aus der Reihe zitierbarer Persönlichkeiten entfernt, aber ich war so oder so gewillt, sein ehemaliges Markenzeichen etwas abzuwandeln (und nebenbei zu zeigen, dass ich dennoch weiß, woher es kommt und wie ich es gesellschaftlich einordne) und möchte daher schließen mit einem:

WENN MAN NICHT WEISS, OB MAN MEHR AHNUNG ALS DER/DIE ANDERE HAT: EINFACH MAL FRESSE HALTEN!

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Endlich Red Dead Redemption 2!

Mein freier Monat neigt sich so langsam fast schon wieder dem Ende entgegen und ja, inzwischen bin ich auch dazu gekommen, RDR2 anzuspielen.

„Anspielen“. Auch so ein Wort, das überall 2 Stunden bedeutet, im Universum von Rockstar-Open-World-Games aber halt auch für meine vielleicht 15 Stunden bisher gilt. Ich hab noch längst nicht alle Waffen, Auftragstypen oder dergleichen freigespielt.

Zum PC-Release hab ich wie viele andere nicht spielen können, da der Rockstar-Launcher gecrasht ist, bevor auch nur der Start-Screen kam. Ich war ehrlich gesagt positiv überrascht, dass es nach drei Tagen gefixt war. Vor allem lief es ab da nicht nur irgendwie, sondern perfekt. Ohne Abstürze, Ruckler etc. pp.

Zugegeben: So wenig ich mich inhaltlich seit dem Konsolen-Release habe spoilern lassen (obwohl die PC-Portierung dann überraschend kam), so viele Reviews hab ich dann in den drei Tagen gesehen und war vorgewarnt, was für ein Ressourcenfresser das Spiel sein kann und deswegen gar nicht erst versucht, es mit hohen Einstellungen zu spielen. Das kann man als Hardcore-Gamer absurd finden, wenn man weiß, dass ich gerade eine Ryzen5-3600er-CPU, eine GTX 1660Ti und 16 GB RAM verbaut habe, aber ich finde die heutigen Triple-A-Spiele grafisch auch so schon ausreichend schön und wenn man parallel eh noch ein GTA4-Game offen hat, braucht’s bei RDR2 einfach keine Ultra-Settings. Und jetzt läuft es auf Mittel bis hoch, alles individuell eingestellt mit 1080p und ich bin happy. Ich hab hier und da ein paar eher unschöne, aber kaum schlimme Beleuchtungs-Glitches gesehen und vielleicht 4 FPS-Einbrüche, die spürbar waren. Technisch kann ich mich also nicht beschweren. Ach ja, es läuft übrigens auf einer alten WD-HDD, nicht auf einer SSD!

Und wie finde ich das Spiel?

An sich geil. Ich bin ein GTA-sozialisierter Spieler, was sollte ein anderes Rockstar-Open-World-Game da falsch machen?

Die Antwort ist dennoch ein „Naja, also eigentlich …“

Natürlich: Die Welt ist fantastisch, die Liebe zum Detail inklusive schrulliger Nebencharaktere und dergleichen ist rockstarlike unangefochten rekordverdächtig. Natürlich immer unter dem Vorbehalt, dass es eine offene Welt ist. Linear schaffen das andere Entwickler sogar besser, aber das zu kombinieren ist die große Stärke dieses Ladens.

Das mussten sie in dem Fall für mich auch bringen, denn eigentlich bin ich kein Western-Liebhaber. Aber ja: Rockstar liefert. Gewaltig!

Dass das Spiel im Vergleich zu GTA langsam ist, ist auch schön passend, ich bin ja eh eher so der Entdecker- und Jägertyp in solchen Spielen. Auch zupass kommt mir in dem Zusammenhang, dass die Fortschritt-Menüs und das Kompendium sehr liebevoll gemacht sind. Als Statistik-Nerd in Spielen sehe ich gerne jeden umgedrehten Grashalm dokumentiert und lese mir gameinterne Tagebücher und Naturkundeführer auch wirklich durch. Gut, die weltbeste 100%-Statistik in allen Games hat weiterhin FarCry 4, aber das ist dafür nicht so detailverliebt und halt eher eine Sandbox-Geschichte.

Da leite ich dann aber zum – in meinen Augen verkraftbaren, aber eben bestehenden – Manko über: Die Übersichtlichkeit.

Die Menüs haben zig Ebenen, InGame eskaliert das dann mit Inventar, Pferde-Inventar, Waffen- und Gegenstände-Rad, Map- und Fortschrittsanzeige … natürlich ist das ein Spiel, auf das man sich einlassen soll und ein wenig muss. Mache ich ja auch. Aber je nach Menü bewegt man sich dann entweder mit Pfeiltasten, WASD, Mausrad oder NumPad. Ich belege mir das ja eh alles neu, weil ich noch aus der Pfeiltasten-Zeit komme, aber ein wenig grottig kam mir die Steuerungsportierung trotzdem vor. Wenn ich mich nicht verzählt habe, sind insgesamt fünf Tasten für Aktionen belegt, die in anderen Spielen komplett mit „e = interagieren“ abgehandelt werden.

Sowas erschwert den Zugang unnötig.

Und das Gunplay ist in meinen Augen auch etwas sperrig. Das mag sicher auch Rockstars Sinn für Realismus in dem Spiel geschuldet sein, es sollen ja Waffen sein, die es vor über hundert Jahren gab, aber so richtig Freude will da bei mir nicht aufkommen. Ja, ich habe sämtliche Zielunterstützung auf null gestellt, aber ich spiele es ja eben auf dem PC mit Maus und Tastatur. Natürlich hilft „DeadEye“ einem am Ende immer aus der Patsche, aber etwas mehr Shooter-Mechanik hätte der PC-Version gut gestanden. Ich weiß zwar nicht einmal, wie die genau aussehen sollte, vielleicht liegt es einfach nur an einer leichten Verzögerung beim Schießen. Wie dem auch sei: An der Stelle würde sicher noch etwas mehr gehen.

Aber ich kritisiere hier auf sehr hohem Niveau, das ist schon klar. RDR2 ist ein großartiges Spiel, soweit ich das jetzt mit etwa 30% Fortschritt (Story: 15%) schon sagen kann. All die wirklich unterschiedlichen Charaktere, die einem in der ersten Stunde schon um die Ohren gehauen werden, die geilen Schnee-Animationen zu Beginn, die unendliche Auswahl an Dingen, die man tun kann … ich hab schon locker eine Stunde gepokert. Just for fun und weil ich im RL dadurch zu schnell arm werden würde.

Und ohne zu viel spoilern zu wollen: Schon alleine das fantastische Saloon-Besäufnis mit Lenny, die vermutlich beste Party-Darstellung in einem Game ever, hat mein Herz so mit Freude erfüllt, dass ich kurzzeitig dachte, ich hätte auch für einen Saufsimulator von Rockstar den FullPrice bezahlt.

Ich würde gerne sagen, dass das nur meine Meinung ist, aber RDR2 ist ja allgemein als eines der besten Spiele aller Zeiten anerkannt, also kann ich da nur wenig neues zu beitragen. Etwas schlechte Steuerungsanpassung an den PC und etwas lames Gunplay sind meine Kritikpunkte, das heißt aber eben noch lange nicht, dass man sich daran nicht versuchen sollte. Es macht einen Höllenspaß!

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Ich und FarCry

Natürlich bin ich kein Spiele-Rezensions-Reporter, aber Games sind derzeit meine anderthalb Stunden Auszeit pro Tag und ich verbinde entsprechend viel mit ihnen. Und einmal mehr hat FarCry – dieses Mal „New Dawn“ – dabei eine wichtige Rolle inne und ich würde gerne einfach mal privat erzählen, weswegen ich die Serie so geil finde und wie es dazu kam. Bringt kaum jemandem etwas, ist aber für mich Teil der Psycho-Hygiene.

Hätte es GTA 3 nicht gegeben, hätte ich mit FarCry 3 den Open-World-Shooter entdeckt. (Und ja, GTA war kein FPS, das weiß ich, keine Sorge!)
Aber von vorne:

Ich hab Shooter immer gemocht, seit ich damals „Wolfenstein 3D“ auf dem Pentium 1 bei meinem Vater gezockt habe. Zum Profi habe ich es nie gebracht. Ich hab zwar „Project I.G.I.“ geliebt und „Tactical Ops“ und „Unreal Tournament“ bei ein paar LAN-Sessions unter Freunden gespielt, aber irgendwas übers pure Geballer rausgehende wie eben z.B. Open World war lange kein Thema. Im Grunde fand ich schon Multiplayer an sich immer recht anstrengend und sehe das bis heute so. Ich mag ganz explizit große und ausufernde Games, gerne AAA, also teuer weil wenigstens richtig ausgereift. Aber ich bin Kind der Neunziger. Ich will zocken, weil ich keine Freunde hab, nicht weil ich mir die letzten drei online vergraulen will!

FarCry 1

FarCry kam mir in den Berliner Anfangstagen irgendwie unter und hat mich wie viele andere (bloß vermutlich ein paar Jahre verzögert) geflasht: Was für eine geile Grafik, was für ein Gameplay! Man war relativ frei in der Bewegung, hatte also z.B. auch Fahrzeuge, das tropische Setting war eine willkommene Offenbarung und als halbwegs gern Gegruselter haben mir die Trigene im Dschungel den Puls hochgetrieben. Ich hab es gerne immer wieder gespielt, obwohl das damals noch eine sehr lineare und banale Ex-Soldaten-Story war, wie sie jeder zweite Shooter zu bieten hatte.

Crysis

Dann kam eine Zwischenphase, in der ich kaum Shooter gezockt und meinen Rechner mit Linux betrieben habe. Man hörte von „FarCry 2“ nur schlechtes und außerdem, dass die eigentlichen Entwickler vom ersten Teil nun „Crysis“ gemacht hätten, was somit der eigentliche Nachfolger war.
Ich hab Crysis angespielt und es war enttäuschend. Mal abgesehen davon, dass das Spiel noch auf Jahre hinaus jede Hardware (und meine insbesondere) in die Kniee gezwungen hat, war ich die Supersoldat-mit-Superrüstung-Idee leid. Ich liebte jetzt schon Gegenwart und „Realismus“ im Game-Sinne. Normale Leute, die aufeinander schießen, wie schwer sollte das sein?

FarCry 2

Lange bevor ich „FarCry 2“ auch nur mit dem Arsch angesehen habe, habe ich bereits ein Let’s-Play vom dritten Teil gesehen, das aber umgehend vergessen. Geholt habe ich mir FarCry 2 dann erst, als ich das bei mir längst verschollene erste wieder spielen wollte und über ein günstiges Bundle der ersten drei Teile + „FarCry 3 Blood Dragon“ gestolpert bin. Ich hab es eingelegt, 30 Minuten gespielt und gehasst. Ich war damit nicht alleine, wie ich heute weiß. Obwohl der zweite Teil wichtig war, weil er die Open-World-Ära eingeleitet hat, war er unattraktiv. Selbst das abermals innovative Setting in einem afrikanischen Staat voller Warlords konnte mich nicht überzeugen, denn die Sache mit der Malaria hat mich zu sehr angekotzt. Ich bin kein Hardcore-Player, sondern erforsche gerne in Ruhe und die Tatsache, dass man sich stetig Spritzen gegen seine Krankheit organisieren musste, hat mich genervt. Der zweite Teil soll auch sonst Schwächen gehabt haben (z.B. ständiges Respawnen bereits erledigter Gegner), aber mich hatte bereits die Malaria erwischt.

FarCry 3

Vaas, vermutlich der FPS-Antagonist dieses Jahrhunderts. Quelle: Ubisoft

BÄM! Spieler, die FarCry 3 nicht überrascht hat, gibt es nicht. Bei mir aber kam die Überraschung dazu, dass ich es offensichtlich bereits (aus Videos, siehe oben) kannte, es aber trotzdem unfassbar geil fand. Natürlich war da der charismatische von Michael Mando gespielte Antagonist Vaas, aber noch dazu die tropische Welt, das viele Sammeln und Jagen, die unfassbare Größe des Spiels … ich habe einfach alles geliebt. Zugegeben: Nach Vaas‘ Tod flacht das Game etwas ab, aber die Drogentrips, Pokerrunden und zudem eine absolut geile Waffenphysik und das Abdriften ins Kultisch-Religiöse, um trotz Gegenwartsbezug auch mal übernatürliche Gegner zum Zug kommen zu lassen: Das war ein Spiel des Jahrzehnts!

FarCry 3 Blood Dragon

Ich fand es nie interessant, hab es dann aus Mangel an Alternativen nach dem fünften Teil mal angespielt und sah mich bestätigt. Dass es eine kleinere und recycelte Map verwendet und nur ein „halbes“ Spiel ist, stört beim geringeren Preis ja nicht. Gameplay ist top, aber das 80er-Jahre-Pseudo-Futuristische hätte ich schon in den 80ern beklemmend gefunden. Mit einem anderen Setting hätten wir Freunde werden können. So halt nicht.

FarCry 4

Den vierten Teil hab ich mir versehentlich als Download gekauft. Bei einer 2-Mbit-Leitung. Aber ich habe es nicht bereut. Abgesehen von den etwa drei Tagen, während denen das Spiel sich runtergeladen hat. Kritiker haben immer bemängelt, dass das Spiel eigentlich eine Kopie des dritten Teils war. Damit haben sie, wenn es um die kreative Leistung geht, vollkommen recht. Die Sache ist nur: In meinen Augen ist der vierte Teil damit einfach nur die Perfektion von Nummer drei. Ja, das Gameplay war das gleiche. Und zwar fast exakt. Aber alle Neuerungen waren Boni. Die Sache mit den Ködern, um Tiere anzulocken, die Erweiterung in die dritte Dimension mit den Kletterhaken … fantastisch! Dazu ein aufgeräumteres Menü und zudem mit dem Himalaya ein erneut völlig unverbrauchtes Setting. Ich bin per se gar kein Freund des mystisch-religiösen Beiwerks, aber hier war es auch noch gut eingebettet, besser als in Teil 3, durchaus auch mit Ironie und es bot Abwechslung. Ich würde Nummer 4 nach rein sachlichen nur auf dieses eine Spiel bezogenen Kriterien auf den ersten Platz stellen. Ausgereift, fantastische Grafik für die Zeit und bis heute, dazu Setting, Game- und Gunplay, und das für fucking 50 Stunden, wenn man es komplett durchrocken will.

FarCry Primal

Wie „Blood Dragon“ hat mich auch diese „halbe“ Version nicht angesprochen. Zugegeben: Steinzeit ist wieder ein originelles Setting und die Kritiken waren nicht nur schlecht, aber ich spiele halt keine Shooter um Tiere zu zähmen. Ich könnte es mir jetzt bei Uplay+ mal ansehen, aber es reizt mich nicht wirklich.

FarCry 5

FarCry 5, Quelle: Ubisoft

Das war der erste Teil der Serie, bei dem mich bereits die Werbung heiß gemacht hat. Die Trailer waren so großartig: Mit Kleinflugzeugen und explodierenden Autos unterwegs gegen eine christlich-fundamentalistische Sekte, erstmals in Amerika, ein Game wie gemacht für die Zeit unter Donald Trump. Es soll auch einige Kontroversen jenseits des großen Teiches ausgelöst haben, aber das war mir bestenfalls egal.
Ich hab es mir dann Anfang 2018 runtergeladen und mein Rechner hat es gerade noch so gepackt. Eigentlich lief es zu ruckelig, aber das Spiel war gut genug, um es zu probieren. Und wie immer, wenn ich eines der FarCry-Games „probiert“ habe, hab ich es durchgespielt. Ich war nie grenzenlos verliebt, denn das Gunplay wurde „mainstreamiger“, weichgewaschen. Die Logik mit den „Perk Points“ lässt meiner Meinung nach einen wichtigen Teil der Immersion schwinden und etwas an Logik vermissen im Vergleich zu den älteren Teilen, aber es war ein fucking geiles Game. Und das, obwohl sogar die Story nicht so gut war, wie die Trailer es vermuten ließen. Viel zu flach, ganz ehrlich. Aber das Setting, die Grafik und all das hielten mich halt doch bei der Stange. Zumal ich ja bei Open-World-Titeln eher der rastlose Sammler bin. Ich weiß, dass das eine vergleichsweise simple Mechanik ist, um Leute bei der Stange zu halten, aber ich hab mit 16 Jahren meine Darts-Statistiken zu Hause auf Milimeterpapier in Grafiken eingetragen, sowas wurde für mich gemacht. Und dann das Ende! Spätestens an dieser Stelle muss man mal anmerken, dass die FarCry-Spiele zumindest beim Finale nie Rücksicht auf seichte Krimigucker-Gewohnheiten nehmen. Seit spätestens dem dritten Teil sind sie ziemlich verstörend und unerwartet. Die Prinzessin befreit und heiratet man jedenfalls nie in diesen Spielen, das kann ich versprechen.

FarCry New Dawn

Und da wären wir dann beim aktuellen Titel. Abermals ein „halbes“ Spiel. Ein kleiner Teil aus dem Vorgänger übernommen, deutlich abgespeckt im Umfang auch sonst. Und wie immer halt auch dieses Mal für 40 statt 60 Euro. Dass das Scheiße sein muss, hab ich umgehend beschlossen. Abgesehen davon ist nun upleveln von Waffen, Basis, Fahrzeugen etc. notwendig, ohnehin ein No-Go, das den Spaß versaut.
Aber nun habe ich nunmal Uplay+ und wenn es schon umsonst ist, kann man es sich ja mal anguc … ach wie geil, die greifen die Story aus dem fünften Teil inklusive vieler Charaktere wieder auf!
Natürlich ist das Teil der Vermarktungsstrategie, aber hell yeah, was hat plötzlich das 5er-Universum an Qualität gewonnen! Natürlich sind höherklassige Kugelschwämme ein Unding und die tauchen auch auf. Aber wie z.B. auch bei In-Game-Käufen, die Ubisoft natürlich einbauen musste, geschieht das überwiegend maßvoll. Ich gebe zu, dass ich mir nach FarCry 5 und „New Dawn“ wünsche, dass es wieder etwas back to the roots geht, aber das Zocken der Games macht halt trotzdem noch verdammt viel Spaß. Zumindest für mich. Die Modernisierung und Monetarisierung hat andere Spiele sicher deutlich härter erwischt.

Kann gut sein, dass der nächste Titel dann wirklich mies wird. Hört man ja von einigen Ubisoft-Spielen. Aber von FarCry blieben auch dann noch ein paar echt herausragende Zeitfresser übrig, die ich nicht missen möchte. Ich finde sie zumindest ab Teil 3 bis heute noch spielbar und hab sie auch alle noch auf dem Rechner.

Entschuldigt diesen für viele wertlosen Einschub, aber es war mir ein Bedürfnis. 🙂

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Der VG-Wort-Irrsinn

Was ein Wochenende! Da kommt am Freitag ein Brief von der VG Wort an und mein Gedanke war nur: „Fuck, ich hab die Meldungen vergessen!“ Nicht, dass mir das leichtfertig passiert ist, aber ich hab ja letztes Jahr auch kaum gebloggt und dann kam neulich noch irgendwo die Info durch, dass sie inzwischen nur noch 20 Texte vergüten. Die zwar höher, aber mit einer Kappungsgrenze von „nur“ 700 Euro. Natürlich ist es das wert, aber ich hab’s irgendwann verpennt.

Also öffnete ich den Brief sonst bis dato uninformiert und erwartete ein „Hey, Sie haben dieses Jahr gar nix gemeldet.“

Stattdessen stand da eine Abrechnung über zwei Seiten, deren Endsumme mich fast rückwärts die Treppen hinabfallen hätte lassen.

Zur Vorgeschichte (die ich jetzt aber nicht mehr minutiös rekonstruiere):

Ungefähr seit ich angefangen hab, meine Texte dort zu melden, stand die VG Wort in der Kritik und hatte ein gewichtiges Verfahren am Hals, dessen Ausgang man nach kurzer Presseschau eigentlich hatte voraussehen können. Die Verwertungsgesellschaft hatte es sich nämlich erlaubt, von dem Millionentopf der Vergütungen für die Zweitverwertungsrechte von Texten einen großen Teil abzunehmen, um diesen an Verleger auszuzahlen – obwohl ihr Auftrag die Vergütung der Urheber, sprich der Autoren selbst, nicht der Verlage, war. Und dagegen hatte ein Autor geklagt. Dass das durchgeht, haben alle geahnt. Nur die VG Wort, in der, so sagt man, recht viele Verleger organisiert sind, hat die Sache bis letztes Jahr in die letzte Instanz durchgestritten.

Und dann sind sie endlich dazu verdonnert worden, den Autoren das zu Unrecht vorenthaltene Geld nachzuzahlen.

Ich hatte ehrlich gesagt nicht das Gefühl, dass mich das betrifft, denn ich hatte für meine Blogtexte nie einen Verleger, dem die einen Anteil hätten zuschustern können. Das war wohl zu kurz gedacht, ich vermute inzwischen, dass die wohl schon vor der Einzelabrechnung mit den Autoren aus dem großen Topf die Verleger gearschpudert haben, denn was jetzt auf meinem Zettel stand, war nicht nur viel. Viel fand ich bisher schon die zweitausend bis viertausend Euro, die ich jedes Jahr bekommen hatte. Nur: Die Rückzahlung jetzt war sogar höher als alles, was ich bis dato insgesamt bekommen hatte: Über sechsundvierzigtausend Euro!

Und zwar einfach so. Freitags der Brief und jetzt am Montag die Überweisung. Ohne dass ich davor auch nur davon wusste!

So geil das auch ist – und es ist sehr sehr sehr geil! – ihr merkt, dass das kein Lobtext auf die VG Wort ist. Tatsächlich hätte mir das Geld ja offenbar schon die Jahre zuvor zugestanden. Und mehr als eine vage Info, dass da gerade Rücklagen wegen eines Verfahrens gebildet werden und Geld einbehalten wird, gab’s all die Jahre nicht. Da draußen gibt es vermutlich Mafia-Clans, die ihre Geschäfte transparenter in der Öffentlichkeit breittreten.

Naja, das wäre das. Ich denke, die höchste Rückzahlung meines Lebens habe ich jetzt hinter mir. So gesehen fast wieder schade.

PS: Heute kommt eine neue Grafikkarte für meinen PC an. Man muss die Feste ja feiern wie sie fallen. 😀

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Plottwist: Es ist drei Jahre später!

Wir schreiben das Jahr 2019, ich habe ein Kind, habe zugunsten des Hausmanndaseins mit meinem Hauptjob Taxifahren aufgehört und alles was ich dafür bekomme, sind grenzdebile Tiraden des unterirdischsten US-Präsidenten aller Zeiten auf Twitter. Definitiv ein Zeitpunkt, um einen unspezifischen Blog aus der Taufe zu heben, wenn alles andere im letzten Jahr nicht geklappt hat.

Und da ich mit Sashs Blog schon mal einen hatte … es ist ja nicht pures Geschichtsbewusstsein, das einen die Domain und den Webspace weiter bezahlen lässt.

Wie immer kann ich nicht sagen, wohin die Reise gehen wird. Im schlimmsten Fall schläft das hier jetzt abermals ein wie so vieles vorher. Ich hab nicht viel Zeit gerade, denn ich habe ein sehr sehr anhängliches kleines Spätzle an der Backe und einen Haushalt wenigstens rudimentär zu wuppen. Aber auch wenn selbst diese Worte gerade von meinem Schlaf abgehen: Nicht mehr bloggen ist einfach auch keine Lösung, ich bin halt noch Web 2.0.

Da hier noch Einträge aus der WG-Zeit stehen und dafür die letzten Jahre eher nicht bis überhaupt nicht vorkamen, werde ich sicher noch ein paar Anpassungen machen – und auch einige Texte löschen – müssen. Aber ich finde es immer noch ehrlicher, als jetzt pseudotheatralisch bei null anzufangen. Ich war halt auch bisher schon einmal in diesem Internet.

Ob das jetzt ein Hausmann-Tagebuchblog oder ein politischer Elternblog wird, weiß ich noch nicht. Das Schöne ist: Im Moment ist mir das auch egal und ausnahmsweise brauche ich diese Haltung auch. Ich wollte gerne einen anspruchsvollen Elternblog starten, aber meine eigene Erwartung hat mich gelähmt. Nach einem langen Tag ist einem oft nicht mehr nach Recherche, Balance und einer Agenda. Deswegen werde ich hier sicher keinen rechten antifeministischen Scheiß posten, das ist hoffentlich allen klar. Aber es kann schon sein, dass meine persönliche Erfahrung hier doch eher mehr das Zentrum bildet – um das ich leidenschaftlich zu diskutieren bereit bin!

Und da liegt überhaupt vieles drin: Ich hab mal wieder Bock auf Kommentare, Widerworte. Spaß und Stress im Netz! Mit Euch! Ich hoffe, Ihr gebt meinem bescheidenen Neuanfang auch eine Chance.

Mit extraflauschigen Grüßen,

Sash

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