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Die Karten sind da!
Taxi-Geschichten sind gerade Mangelware, da ich seit nunmehr 48 Stunden kein Steuer mehr in der Hand hatte und rundum mit unserer Bude beschäftigt war. Es hat sich gelohnt, und einen Tag in trauter Zusammenarbeit mit Ozie zu verbringen, hat ehrlich gesagt sogar ein bisschen mehr für mich als ein Arbeitstag.
Naja, letztlich ist nur eine Geschichte noch zum Bloggen offen, und ich muss an ihr noch ein Weilchen arbeiten. Deswegen gibt es heute mal was ganz anderes und nur bedingt interessantes:
Die ersten Visitenkarten sind da!
Das ist für mich eine nette Sache, aber bevor die Enttäuschung allzu groß wird: Das sind dennoch nur Probeversuche, und zudem reine Blogwerbung und noch nicht dazu da, mich zu erreichen. Das möchte ich erst machen, wenn ich die chronische Handy-Ausrede mal zu den Akten gelegt habe.
Grundsätzlich hatte ich vor, mir 3 verschiedene Karten zu verschiedenen Anlässen drucken zu lassen – da kann ich ja mal ein bisschen rumexperimentieren. Warum aber 3? Ich erkläre es mal kurz:
1) Die Blogwerbe-Karten
Das sind die Karten, die nun gekommen sind. Sie sehen schnieke aus und die verteile ich an Touris aus dem deutschsprachigen Raum, an nette Leute, die so gut wie nie Taxi fahren und dergleichen. Sprich: Leute, die ich gerne als Leser hätte, die aber als potenzielle Kundschaft quasi nicht existieren. Die Karten sollen möglichst geil aussehen, und dienen nur dazu, noch ein paar Leser mehr zu bekommen und ein paar Kommentare à la “Der ist wirklich ganz nett”
2) Die Geschäftskarten
Das werden Karten sein, die ausschließlich an “ernste Kunden” rausgehen. An Leute, die ich vielleicht öfter mal fahren könnte, bei denen aber in gegenseitigem Einvernehmen nicht sonderlich viel Interesse am Privatleben besteht. Anzugträger und Leute, die vielleicht auch besser nicht wissen müssen, dass ich mich im Netz auch mal über Kundschaft lustig mache. Die Karten werden ziemlich simpel und elegant ausfallen, vielleicht sogar langweilig.
3) Die Karten für alle Fälle
Das werden Karten, die wahrscheinlich auf den Blogwerbe-Karten beruhen, allerdings ergänzt auf der Rückseite um die Kontaktmöglichkeiten. Leute, die ich sowohl gerne als Kunden als auch als Leser haben möchte und die ihrerseits auch ein Interesse an einem weitergehenden Kontakt haben.
Wie ihr seht, mache ich mir um so einen alltäglichen Scheiß wie Visitenkarten ganz schön einen Kopf. Das ist in meinen Augen allerdings auch nicht unbegründet. Denn letztlich ist die Weitergabe von Kontaktmöglichkeiten eine ernsthafte, finanziell reizvolle Geschichte. Stammkundschaft ist auch beim Taxifahren schön, und spätestens wenn die erste gebuchte Tour auf einen Montag fällt, hab ich damit wohl Gewinn gemacht.
Zum Anderen möchte ich gerne auf meinen Blog hinweisen, ich hab schließlich gerne neue Leser. Letztlich entsteht aber eine ziemlich seltsame Konstellation, wenn ich zum einen das Taxifahren nutze, um Werbung für den Blog zu machen, und auf der anderen Seite sicher auch mal Kunden verschrecke, wenn sie hier privates von mir lesen, mit dem sie nicht einverstanden sind – obwohl ich den Blog ja durchaus auch gerne als Werbung für mich als Fahrer betrachte.
Insbesondere bin ich immer ziemlich panisch, weil ich befürchte, geweckte Erwartungen nicht erfüllen zu können.
Und deswegen denke ich ziemlich viel darüber nach, wie ich die Balance halten kann. Fürs Bloggen ist Anonymität nämlich schon ganz angenehm, und auch wenn ich gelegentlich betone, kein Heiliger zu sein, ist es doch beruhigend, wenn man keiner Kontrolle unterliegt.
OK, aber ganz ehrlich: Eigentlich wollt ihr doch ein Bild von den Karten sehen, oder?
Bitte:
Blogwerbung in edel, Quelle: Sash
Hinten sind die Karten (das war ein kleines Missgeschick mit dem Kontrast an meinem Bildschirm) komplett schwarz. Sie sind – wegen der Werbefreiheit und den zwei eigenen Motiven (vorne und hinten) gelinde gesagt scheiße teuer. Man könnte auch sagen, ich hätte sie billiger selbst ausdrucken können. Aber gerade bei diesen Karten geht es mir um perfektes Design und dafür bin ich auch bereit, ein paar Euro liegen zu lassen. Mein Blog kostet schließlich auch mehr als er mir bisher einbringt.
In manchen Dingen bin ich eben eigen.
So, das wäre nun einer der Punkte, an denen ich gerne eine Diskussion starten würde über Sinn und Unsinn und meinetwegen auch über das Design. Ich bin mir ziemlich sicher, dass einige von euch noch ein paar interessante Ideen haben, an die ich mal wieder nicht gedacht habe.
Burzeltag (2)
Einfach, weil ich schätze, dass er als quasi personifiziertes Web 2.0 es zu schätzen weiss, möchte ich Jo kurz nach null Uhr mit der gebotenen Pünktlichkeit der digitalen Welt schon mal alles Gute zum ersten Vierteljahrhundert wünschen!
Im Laufe des Abends werde ich mich wohl für eine Weile der entsprechenden Feierlichkeit zuwenden, insofern wäre das also nicht nötig gewesen.
Aber hat uns die Netzwelt nicht gelehrt, möglichst unnötige, redundante Informationen zu generieren? Nur mal so, um dem Ganzen noch einen philosophischen Aspekt zu geben…
Allet Jute, werter Bald-Kollege!
Was im Busch…
Rund um Halloween sollte man sich dieses Jahr vielleicht nicht in Schöneberg aufhalten. Die Berliner Polizei scheint etwas zu planen:

Ihrer Zeit voraus - die Berliner Polizei. Quelle: berlin.de
TaxiButton
Als Blogger bekommt man offensichtlich ab ca. 200 Lesern am Tag automatisch eine Menge Werbeangebote. Das ist nicht sonderlich schlecht, könnte es einem theoretisch doch dazu dienen, die Ausgaben – so man welche hat – gegenzufinanzieren. Aber klar, die meisten Angebote sind wenig seriös, man bekommt oft so nette Mails wie:
“Wenn sie in ihrem Artikel “Wie ich in Bali mein Analthermometer verloren habe” im Wort “Urlaub” auf unsere Ferienangebote verlinken, lasse ich ihnen unkompliziert 20 € zukommen.”
Dann fragt man nach, wie sich der Anbieter das vorstellt, sprich: Was ist unkompliziert? Darf ich es als Werbung kennzeichnen? Welche Zielgruppe wollen sie eigentlich ansprechen? …und man kann sich sicher sein, dass man keine Antwort mehr erhält. Prima. Also bin ich von Natur aus eher skeptisch.
Nun bekam ich heute eine Mail, in der mir nahegelegt wurde, mir eine neue App namens TaxiButton, bzw. dem dazugehörigen Fahrer-Modul TaxiButton-Driver mal anzusehen, auszuprobieren und – bei Gefallen – im Blog zu erwähnen, bzw. ein Feedback zu geben. Nun habe ich das Problem, dass ich das Teil gar nicht testen kann, weil mein antikes Handy eigentlich nicht viel mehr kann, als einen kaputten Lautsprecher zu haben, was bedeutet, dass es selbst zum telefonieren eigentlich zu blöd ist. Irgendwelche Apps sind mit dem Teil schlicht nicht zu kombinieren, weil es einfach kein Smartphone ist.
Interessant fand ich die Sache grundsätzlich aber schon, und auch die Form der Ansprache fand ich wesentlich überzeugender als die anderer Firmen, zumal es wenigstens um eine Software geht, die hier im Blog tatsächlich ihre Zielgruppe haben wird.
TaxiButton soll ein eigenes Vermittlungssystem sein, bei dem der Kunde seine Daten eingibt und die Taxifahrer in der Nähe die Möglichkeit bekommen, den Auftrag anzunehmen. Eine Vermittlung eben an den Zentralen vorbei, ansonsten für die Fahrer mit Datenfunk wohl wenig spektakulär. Insbesondere aber vielleicht deswegen schon interessant, weil die Zentralen in Berlin gerade nicht mit herausragenden Leistungen auffallen.
Das Ganze soll dieses Wochenende anlaufen und befindet sich dann erst einmal in der Einführungsphase, die auch noch umsonst sein wird. Auf der Website selbst findet sich (leider leider – das finde ich ziemlich unschön!) kein Hinweis auf die Höhe der zukünftigen Kosten, aber in der Mail las ich
In der Einführungsphase ist die Nutzung der App komplett kostenlos. Danach zahlt man NUR pro vermittelter Fahrt und zwar maximal 33ct.
Sollte dies der Fall sein, dann halte ich es für ein faires Angebot und vor allem für ein insofern cleveres System, als bei auftragsweiser Bezahlung den Betreibern am Vermitteln von Fahrten gelegen sein wird, und sie sich nicht mit ihren monatlichen Fixzahlungen in den Ruhestand begeben können, ohne dass irgendwer was davon hat. Wie das ja bei gewissen Zentralen zum Teil vorzukommen scheint…
Ein paar Fragen sind allerdings auch bei mir noch offen geblieben. Zum Beispiel steht dort – was nicht uninteressant ist – dass man bei Fehlfahrten oder ausfallenden Kunden als Fahrer diese Kunden sperren kann. Aber kann ich als Kunde auch Fahrer sperren? Und sperre ich Leute nur für mich oder gibt es vielleicht irgendeine Art internes Warnsystem?
Die Seite selbst ist zumindest derzeit noch ein bisschen zu sehr ein heiteres “Wir können alles umsonst und die Welt wird besser”-Gerede, was natürlich marketingtechnisch sinnvoll scheint, mich als Skeptiker aber eher abschreckt.
Was mich freuen würde: Wenn irgendwelche technik-affinen Kollegen es vielleicht ausprobieren und mir ihre Erfahrungen schildern würden – also einen Kommentar mit Erfahrungsbericht oder einen Link zu einem solchen hier posten würden.
Daisy, Chaos, Schnee! Brutal!
Also irgendwie hab ich mir das “Schneechaos” am Wochenende etwas heftiger vorgestellt als das, was zumindest in Berlin bisher passiert ist. Wir haben ein bisschen Schnee gehabt. Im Januar. Wie beeindruckend!
Hoffe ja mal, da kommt noch ein bisschen mehr an Schnee, Verwehungen und Ausnahmezustand. Sonst bleibt Daisy wohl, was es schon immer war: Eine Ente.
Verkehrslärm oder Musik?
Ich stehe ja so ein bisschen auf schräge Video- und Soundprojekte. Heute kam via cartoonland.de mal wieder was echt cooles rein:
Da beschwer’ sich nochmal jemand über Verkehrslärm!
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