Category Archives: Haushalt

Gut schlafen

Heute wäre eine prima Nacht, um einfach gut zu schlafen. Nach mehreren Fiebertagen ist das Baby wieder fit und in der Kita, damit abends wieder mehr als nur erschlagen im Bett. Dank der Sache mit der VG Wort stimmt die Kohle, wir haben sogar angefangen, auf einen Spontanurlaub zu planen. Ozie hat wieder Erwarten ein Vorstellungsgespräch nach der ersten verschickten Bewerbung und nebenbei hat ihr auch noch die IHK geschrieben, dass sie Geld zurück kriegt.

Ich meine: In welchem Universum bekommt man Geld von der IHK zurück? Wir sollten dringend anfangen, Lotto zu spielen!

Damit nicht genug: Nach all den Jahren, in denen ich das eher ausgeschlossen habe, hab ich ein Studium gefunden, auf das ich mich beworben habe. Der Brief ist vorher raus und ich bin guter Dinge. Nicht weil mein Abi so gut war oder ich glaube, als 37-Jähriger Erststudent sonderlich glaubhaft zu wirken, sondern weil ich mir nicht vorstellen kann, dass Museumskunde überlaufen ist.

Ja, Museumskunde. Das ist so ein Studiengang, wo niemand sagt „Oh ja, das passt zu Dir!“. Und ich hätte das auch nach der Schule nie als Option gesehen, aber wenn ich mir das jetzt gerade durchlese, wirkt es wie das, was ich immer gesucht habe. So weit, so gut.

Und nun hab ich auch noch ein Bewerbungsgespräch. Noch vor Ozie, mitten im angedachten Urlaub.

What the Fuck? Ehrlich jetzt!?

Ich hab die Bewerbung, geplant als eine von vielen, noch vor der VG-Wort-Geschichte rausgehauen. Schnell gut Geld verdienen. Ozie und ich haben die Jobs, die da so zusammengepurzelt sind, Einhornjobs genannt: Jobs, die für meine Verhältnisse sehr gut bezahlt sind und bei denen ich wundersamerweise einen guten Teil der Voraussetzungen erfülle.

Die, die mich die letzten Jahre nicht hauptberuflich gestalkt haben, seien daran erinnert, dass ich formal keinerlei Ausbildung habe.

Und jetzt aber auch keinen Bock mehr auf Fahrer- oder Helferjobs.

Schwierige Lage, weiß ich.

Und trotzdem ein Vorstellungsgespräch. Öffentlicher Dienst btw, nur falls jemand fragt, wo sowas klappen soll.

Und so passiert es dann – once in a lifetime – dass man auf einen Schlag mehr Möglichkeiten, Aussichten, Chancen und einfach nur Glück hat, als es eigentlich pro Dekade angemessen wäre. Mit einer Einschränkung: Wie zur Hölle soll man da gut schlafen und das Ganze nicht dreißig Mal zergrübeln?

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PC aufgerüstet. \o/

Die neue Grafikkarte kam pünktlich. Und zwar sowas von! Ich hatte gerade den PC zwecks Reinigung geöffnet und dann auch schon mal die alte Karte ausgebaut. Und dann: Ding-dong!

Um ehrlich zu sein: Das mit der Karte war Luxus. Meine alte war nicht soo schlecht, im Wesentlichen kann ich jetzt endlich Just Cause 3 flüssig spielen, bei allem anderen wird man sehen, was da noch rauszuholen ist. GTA 4 jedenfalls reicht auch das mal wieder nicht, dieses Spiel ist auf fast schon amüsante Weise der Horror schlechthin. Meine vorletzte Grafikkarte (ich glaube sogar, noch mit dem alten Prozessor) hat das irgendwie geschafft und ich hab 150 Stunden gezockt. Mein jetztiger PC hat die dreifache Leistung, aber das Game will nicht mehr. Die schlechteste Portierung, die ich kenne. Ich meine, das Ding ist von 2009. Zehn Jahre. Aber ob es läuft ist ungelogen Glückssache.

Dazu hab ich mir eine neue SSD fürs System geholt, weil ich fürchte, dass die alte bald einknickt. Ein paar Mal nicht erkannt worden ist sie schon und das Betriebssystem mit allen Programmen (und insbesondere deren Einstellungen) zu verlieren rockt nur so mittel.

Naja, das ist jetzt erledigt. Und ich sollte längst wieder im Bett sein. Aber irgendwas ist ja immer.

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Der VG-Wort-Irrsinn

Was ein Wochenende! Da kommt am Freitag ein Brief von der VG Wort an und mein Gedanke war nur: „Fuck, ich hab die Meldungen vergessen!“ Nicht, dass mir das leichtfertig passiert ist, aber ich hab ja letztes Jahr auch kaum gebloggt und dann kam neulich noch irgendwo die Info durch, dass sie inzwischen nur noch 20 Texte vergüten. Die zwar höher, aber mit einer Kappungsgrenze von „nur“ 700 Euro. Natürlich ist es das wert, aber ich hab’s irgendwann verpennt.

Also öffnete ich den Brief sonst bis dato uninformiert und erwartete ein „Hey, Sie haben dieses Jahr gar nix gemeldet.“

Stattdessen stand da eine Abrechnung über zwei Seiten, deren Endsumme mich fast rückwärts die Treppen hinabfallen hätte lassen.

Zur Vorgeschichte (die ich jetzt aber nicht mehr minutiös rekonstruiere):

Ungefähr seit ich angefangen hab, meine Texte dort zu melden, stand die VG Wort in der Kritik und hatte ein gewichtiges Verfahren am Hals, dessen Ausgang man nach kurzer Presseschau eigentlich hatte voraussehen können. Die Verwertungsgesellschaft hatte es sich nämlich erlaubt, von dem Millionentopf der Vergütungen für die Zweitverwertungsrechte von Texten einen großen Teil abzunehmen, um diesen an Verleger auszuzahlen – obwohl ihr Auftrag die Vergütung der Urheber, sprich der Autoren selbst, nicht der Verlage, war. Und dagegen hatte ein Autor geklagt. Dass das durchgeht, haben alle geahnt. Nur die VG Wort, in der, so sagt man, recht viele Verleger organisiert sind, hat die Sache bis letztes Jahr in die letzte Instanz durchgestritten.

Und dann sind sie endlich dazu verdonnert worden, den Autoren das zu Unrecht vorenthaltene Geld nachzuzahlen.

Ich hatte ehrlich gesagt nicht das Gefühl, dass mich das betrifft, denn ich hatte für meine Blogtexte nie einen Verleger, dem die einen Anteil hätten zuschustern können. Das war wohl zu kurz gedacht, ich vermute inzwischen, dass die wohl schon vor der Einzelabrechnung mit den Autoren aus dem großen Topf die Verleger gearschpudert haben, denn was jetzt auf meinem Zettel stand, war nicht nur viel. Viel fand ich bisher schon die zweitausend bis viertausend Euro, die ich jedes Jahr bekommen hatte. Nur: Die Rückzahlung jetzt war sogar höher als alles, was ich bis dato insgesamt bekommen hatte: Über sechsundvierzigtausend Euro!

Und zwar einfach so. Freitags der Brief und jetzt am Montag die Überweisung. Ohne dass ich davor auch nur davon wusste!

So geil das auch ist – und es ist sehr sehr sehr geil! – ihr merkt, dass das kein Lobtext auf die VG Wort ist. Tatsächlich hätte mir das Geld ja offenbar schon die Jahre zuvor zugestanden. Und mehr als eine vage Info, dass da gerade Rücklagen wegen eines Verfahrens gebildet werden und Geld einbehalten wird, gab’s all die Jahre nicht. Da draußen gibt es vermutlich Mafia-Clans, die ihre Geschäfte transparenter in der Öffentlichkeit breittreten.

Naja, das wäre das. Ich denke, die höchste Rückzahlung meines Lebens habe ich jetzt hinter mir. So gesehen fast wieder schade.

PS: Heute kommt eine neue Grafikkarte für meinen PC an. Man muss die Feste ja feiern wie sie fallen. 😀

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Urlaub vorbei

Der letzte Teil meiner Bettwäsche rödelt im Trockner, ich hab das erste der letzten drei Bier aufgemacht und die Wohnung erstrahlt in bestmöglichstem Glanze. Nicht perfekt, aber ich hab schon ein paar Dinge erledigen können, zu denen ich bisher nicht gekommen war.

Vielleicht schaue ich gleich noch das zweite Fußballspiel, vielleicht zocke ich aber auch lieber noch eine Runde Fallout 4. Wobei ich mich da gerade in eine missliche Lage bezüglich der Munition gespielt habe, was das Vergnügen etwas schwerfällig macht. Ich bin ohnehin nur zu sechs Stunden Spiel gekommen. Bzw. hab mich aufraffen können.

Wie ich in den letzten Jahren schon festgestellt habe: Sturmfrei ist nicht mehr das, was es mal war. Natürlich ist eine Auszeit vom Baby mal angezeigt und ich hab auch ausgiebig gut gegessen und ein paar Bier genossen im Laufe der letzten Tage. Es war toll. Aber irgendwie auch extrem langweilig. Ich hatte wenig Bock auf Filmschauen und Zocken und eigentlich hatte ich mich genau darauf gefreut. Manchmal machen Gehirne komische Sachen.

Einmal Ausschlafen hab ich noch. Was voll super ist, allerdings hab ich in den letzten Tagen nie länger als siebeneinhalb Stunden geschlafen. Was zwar etwas länger ist als sonst gerade so, aber es war geprägt von den gleichen nächtlichen Unterbrechungen und das kleine Plus war im Grunde nicht einmal geeignet, das mit dem Bier auszugleichen. Und selbst da hab ich keine Exzesse veranstaltet.

Ich freue mich, meine Familie wiederzusehen – was immerhin mal ein neuer Satz ist. Das Baby natürlich, aber auch Ozie. Im Grunde hätte ich mich gefreut, wäre sie hier gewesen. Wir hatten in den letzten Monaten meist nur kurz Zeit, immer war irgendwas mit dem Nachwuchs und dann waren wir immer beide kurz angebunden und haben uns – gerne auch über den jeweils anderen – geärgert, dass gerade wieder freie Zeit für irgendeinen Nonsense draufgeht. Da gibt es auf jeden Fall Nachholbedarf. Vielleicht ja, wenn das mit der Kita mal angelaufen ist. Es ist zwar beeindruckend, sagen zu können, dass sich jetzt in 14 Monaten nur einmal für zwei Stunden keiner von uns ums Baby gekümmert hat, aber ganz spurlos geht sowas auch nicht an uns vorbei. Fast beängstigend, dass man das erst merkt, wenn man sich mal „ausklinkt“.

Aber genug Trübsal geblasen. Eigentlich ist es immer noch toll und bis morgen Mittag hab ich die plötzlich erschreckend große Bude noch für mich. Und ab übermorgen werde ich mich ins Heute zurückwünschen, ich kenne mich doch: The grass is always greener on the other side. 🙂

Und immerhin fühlt es sich gut an, dass die To-do-Liste gleich komplett leer sein wird. Das erste Mal seit Wochen. Wenn nicht Monaten. Und ja, einer der Punkte war der Eintrag hier.

Leute, genießt Eure Freizeit, wenn Ihr welche habt! Zumindest etwas mehr, als ich es augenscheinlich getan habe.

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Urlaub!

Ich habe endlich Zeit und Nerven zu schreiben. Das Baby genießt gerade den ersten Urlaub seines Lebens und der Papa hat insofern Urlaub, als dass er nicht dabei ist. Klingt furchtbar, wenn man’s darauf runterbricht, aber es war eine freie Entscheidung, die sich inzwischen aus so einer Art Tradition speist, dass ich bei den Kurztrips von Ozies Familie nicht dabei bin. Und es ist nun seit der Geburt vor fast 14 Monaten die erste babyfreie Zeit für mich, die über einen Abend hinausgeht.

Entsprechend freue ich mich jetzt darüber und werde die Tage vielleicht sogar öfter was schreiben, weil ich das ja – auch wenn es kaum noch zu glauben ist – doch recht gerne tue.

Den Knirps bespaße ich auch gerne, aber eine der größten Freuden gerade ist zum Beispiel das Aufräumen in der Wohnung. Ich räume einfach Dinge auf und sie bleiben dort, wo ich sie hinpacke. Das ist auf einmal eine überschaubare Aufgabe, wenn man nicht den ganzen Tag einen kleinen Minion hinter sich hertraben hat, der nichts als Blödsinn* im Kopf hat.

Außerdem bin ich gerade nach einem etwas missglückten Mittagsschläfchens nachts wach. Ohne schlechtes Gewissen, weil ich heute nicht vor 15 Uhr aufstehen muss. Außerdem hab ich vorher ein paar Bier getrunken. Und – zu guter Letzt – mir äußerst deliziös Leber zubereitet, was ich im Alltag auch nicht mache, weil Ozie das nicht ausstehen kann.

Die 5 Tage werden zu schnell vergehen, das ist jetzt schon klar. Vor allem, wenn ich sie neben dem Notwendigsten mit Kochen und Zocken verbringen werde. Was aber so ziemlich der Plan ist gerade. 🙂

*Blödsinn aus Erwachsenensicht natürlich. Das Baby lernt dabei und soll lernen. Deswegen darf es die Reispackungen durch die Wohnung tragen und in unseren Schuhen verstecken. Aber wie’s dann binnen 10 Minuten aussieht, kann man sich ja vorstellen.

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Rollenklischees live

Ich als bis voriges Jahrzehnt noch halbwegs junger Mann hab selten persönliche Probleme mit Rollenklischees gehabt. Wie auch. Als Mann ist man halt der Standardfall, da draußen existiert keine Welt, die mir im Speziellen das Leben schwerer macht. Nicht dass man es deswegen immer leicht hätte, aber diesen Unterschied sollte man schon verstehen.

Tatsächlich kann ich mich auch jetzt nicht beschweren, aber inzwischen bin ich Vater und da wird der Wind dann plötzlich rauer. Schade, wenn das dann auch noch aus der Familie kommt, ironischerweise wiederrum von meinem Vater.

Ich hatte nicht die Hoffnung, dass er es wirklich nachvollziehen können würde, dass ich mehr Elternzeit nehme als Sophie und ja, dass ich dann auch noch zeitgleich meinen Job endgültig gekündigt habe, war so auch nicht ewig geplant. Das ist bei ihm dann doch alles etwas anders gewesen. Er hat 1972 etwa seine Lehre angefangen und ist letztes Jahr im selben Betrieb in Rente gegangen. Elternzeit gab es in den 80ern nicht und überhaupt und sowieso.

Entsprechend wenig überrascht war ich, dass er mich bei seinem Besuch hier nochmal darauf angesprochen hat, wie die weiteren Pläne sind. Und die sind eigentlich ganz ok. Sophie päppelt ihr Unternehmen auf, hat ein zweites, das das dann ersetzen soll, in fortgeschrittener Planung. In der Zeit hüte ich das Kind und wenn das in ein paar Jahren vorbei ist, könnte ich mir vorstellen, einen eigenen Laden zu eröffnen. Naturgemäß sind die Planungen dazu noch reichlich vage, zumal wir nicht einmal wissen, wo wir dann vielleicht wohnen werden.

„Dir isch scho klar, dass mir des jetzt ned wirklich g’fälld!?“

Kann man so natürlich sagen. Ebenso bin ich als 37-jähriger auch stets auf so konstruktive Kritik aus dem Elternhaus angewiesen. Man könnte es aber halt auch lassen. Vor allem – und da kommen wir zu den eingangs genannten Rollenklischees – so wenig das irgendwem zusagen muss oder nicht: Dass wir das hier so herum handhaben, ist ja kein Zufall.

Taxifahren war – und das hatte ich immer schon geschrieben – nie ein Job, mit dem man sinnvoll Familienernährer spielen konnte. Also ja, mit 60-Stunden-Woche vielleicht. Darüber hinaus hat nicht nur Sophies Unternehmen mehr Potenzial – sie hat außerdem gerade ihren Bachelor gemacht und selbst auf dem Arbeitsmarkt deutlich bessere Chancen als ich. Just für so Sicherheitsliebhaber wäre das die logische Idee.

Schlüssel-Bund, Quelle: Sash

Und wir haben noch keine Kinderbetreuung, irgendwer muss das machen und ich mache es auch noch gerne. So eine Ehe mit Kind ist halt auch irgendwie eine Schicksalsgemeinschaft. Man muss sich auf sich gegenseitig verlassen und das klappt hier ganz gut. Der einzige Grund, warum man da irgendwie Bedenken äußern muss, ist, wenn man der Meinung ist, dass ich nicht die Kinderbetreuung übernehmen sollte, bzw. dass Sophie das natürlich tun müsste.

Uns stört jetzt so ein Missfallen meines alten Herrn nur bedingt, das ist klar. Aber es ist schon traurig, wenn sowas dann ausgerechnet aus der Richtung kommt. Es macht nicht gerade Mut für all die anderen Begegnungen, die sich als Vater in den nächsten Jahren noch ergeben werden.

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Wochenstart, selbstbestimmter

Ich bin mir sicher, dass kaum jemand – insbesondere kaum jemand ohne Kinder – nachvollziehen können wird, was so befreiend daran ist, am Montagmorgen um 5:30 Uhr am Rechner zu sitzen, während hinter einem die Bettdecke langsam auskühlt und noch niemand in der Wohnung wach ist.

"Der Mond ist aufgegangen." "Dann mach ihn wieder zu." Quelle: Sash
„Der Mond ist aufgegangen.“ „Dann mach ihn wieder zu.“ Quelle: Sash

Aber es ist herrlich. Allerherrlichstens sogar.

Gut, dass es Montag ist, ist relativ egal. Für mich als Hausmann haben Wochentage keine allzu große Bedeutung derzeit, ich muss nur aufpassen, dass ich keinen Einkauf auf Sonntag zu legen versuche. Tatsächlich ist es die Uhrzeit: Ich bin ausnahmsweise mal ausgeschlafen. Nicht, dass die Nacht für meine Verhältnisse lang gewesen wäre*, aber es waren trotzdem gesunde sieben Stunden und durch das frühe Ins-Bett-Sinken nach einem langen Tag im Park mit den Knirpsgroßeltern gestern sind die jetzt vor sechs Uhr vorbei. Was eine sehr wahrscheinliche Zeit ist, die das Baby für den Tagesstart wählt.

Tatsächlich kann ich mich kaum an Momente erinnern, in denen ich so ausgeschlafen war, dass ich ohne Anruf von Sophie oder das Schreien des Spätzles freiwillig das Bett verlassen habe – nicht, dass es die gar nicht gab, aber sie sind rar gesät.

Natürlich werde ich abseits dieses Blogeintrags in der halben bis ganzen Stunde jetzt nichts irgendwie besonderes hinkriegen. Ich werde sogar den Teufel tun, mir schon einen Kaffee zu machen oder sonstige Morgenaktivitäten vorziehen, denn die Chance ist groß, dass ich damit des Babys und damit Sophies Nacht verkürze. Aber Kategorien wie „nur ein Blogeintrag“ sind eh keine mehr, die mit so einem wuseligen Zwerg Gültigkeit hätten, man ist ja eben froh um jede selbstbestimmte Minute. Und wenn die an einem Montag um 5:30 Uhr ist, dann ist das eben so.

Nicht vom Telefon aus einem Alptraum gerissen werden als Alltagsglück begreifen. So weit ist man nach nicht einmal einem Jahr. Lasst Euch das eine Warnung sein! 😀

*Ich kann mich über die Länge der Nächte wirklich wirklich nicht beschweren, da unser Spätzle bei Sophie im Bett schläft und in der Regel nur wegen Hunger aufwacht. Ich bin zwar für jede Windel und jedes Zäpfchen nachts zuständig, aber das fällt derzeit fast nie an, meist muss es nur kurz gestillt werden und da hab ich im Zimmer am anderen Ende der Wohnung quasi nie was mit zu tun.

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