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10 Stunden und 2000 Euro später …

Ihr macht Euch kein Bild!

Ich hab hier ja ein bisschen mit der Schwierigkeit der Fahrt kokettiert, aber jetzt war dann dieser eine Fall, bei dem es wirklich schief ging.

Ich vermute, Ihr werdet euch das denken, jetzt da ich hier was schreibe, aber ich möchte trotzdem damit anfangen, dass alles ok ist. Wir sind wohlauf im Urlaub und erst einmal sieht es so aus, als würde das auch so weitergehen. Aber so wie der Weg dahin verlief, bin ich gerade bei allen Voraussagen etwas skeptisch.

Der Samstag mit seinen 955 km zwischen Heimat- und Ferienadresse ließ sich gut an. Ich hab tatsächlich bis zum Wecker um kurz vor 6 Uhr geschlafen und auch wenn wir etwas später als geplant aus dem Haus gekommen sind, haben wir es quasi auf einer Arschbacke bis 9.45 Uhr nach Rhüden geschafft. Da hatten wir ein großes Frühstück bei der goldenen Möwe eingeplant weil es praktisch lag und wir es schon kannten. Letztes Jahr auf der Hinfahrt haben wir direkt im Haus daneben, einem Motel, übernachtet.

Dieses Mal war es früher Vormittag, alle waren fit und … das Auto hat geraucht. Das festzustellen hat uns die Laune dann trotz bestem Wetter verhagelt. Ohne zu viel Ahnung von der Materie zu haben ließ sich das Problem auf „Der Motor verliert massig Öl und verbrennt es dann extern“ eingrenzen, was eine Weiterfahrt nicht wirklich in Betracht kommen lassen wollte.

Da standen wir. Gemütlich beim Mac, aber 300 km von zuhause entfernt, mit zwei Kindern und einem fahrtuntauglichen Auto, das komplett vollgepackt war.

Die erste halbe Stunde haben wir recherchiert und telefoniert. Das Ergebnis war im Wesentlichen: alle Werkstätten hatten zu. Ein örtliches Abschleppunternehmen hat dann aber zurückgerufen und gesagt, sie hätten noch wen gefunden.

Wir haben Nägel mit Köpfen gemacht: Ich hab das Auto zur Werkstatt ein paar Kilometer weiter schleppen lassen und es begleitet, Sophie hat sich mit den Kids kurzerhand ein Hotelzimmer genommen.

Das waren zusammen schon mal 380 € ungeplante Zusatzkosten und wir waren noch keine Stunde da. Im Übrigen ungefähr das, was wir vielleicht von der Versicherung zurückkriegen werden für Reparatur und Abschleppen.

Die in der Werkstatt haben sich Mühe gegeben. Haben wiederholt den Motor gereinigt, Testfahrten gemacht, mir einiges erklärt … es hat halt gedauert. Nach anderthalb Stunden war klar: Heute wird das nichts mehr, sie müssen Teile bestellen, frühestens Montag.

An der Stelle war es gar nicht so einfach, eine Entscheidung zu treffen. Wir hätten den Urlaub verfallen lassen können und haben das an dem Tag öfter in Erwägung gezogen. Es wsr aber eben auch so, dass das gar nicht mal so unanstrengend gewesen wäre, denn selbst eine spontane Bahnfahrt wäre teuer gewesen und mit (zumindest Teil-)Gepäck, Kindersitzen, unterschiedlichen Startpunkten wäre auch hier eine sehr komplexe Taxifahrt dazugekommen, die finanziell auch schnell im dreistelligen Bereich gewesen wäre. Das alles, um am Ende keinen Urlaub und das Auto trotzdem ein paar hundert Kilometer entfernt defekt in einer Werkstatt stehen zu haben?

Oder vor Ort bleiben? Zwei bis vier Tage von unserer Urlaubswoche? In Seesen an der A7?

Ich war zwar nicht dabei, aber es war wenig überraschend, dass die Kids schon nach drei Stunden Hotelzimmer nicht mehr so wirklich gut gelaunt und kooperationsfähig waren.

Wir haben beschlossen, das durchzuziehen und danach die Scherben aufzukehren: Mietwagen, Urlaub! Währenddessen das Auto fixen lassen, auf dem Rückweg die Kisten wieder tauschen. Teuer aber machbar.

Wenn es nicht Samstag Nachmittag auf dem Dorf gewesen wäre. Denn da gibt es keine Mietwagen. Übrigens auch nicht in Goslar, Salzgitter, Hildesheim oder Göttingen. Ja, haben wir alles versucht. Die nächstgelegene Möglichkeit war Sixt am Flughafen Hannover. Sophie hat umgehend ein Auto reserviert. Golf Kombi, untere Mittelklasse, 680 € inkl. Auslandfahrt und zweitem Fahrer.

Das klang schon mal gut, aber da waren trotzdem noch rund 70 km Luftlinie zwischen uns und dem Wagen. Also mal die Taxiunternehmen der Umgebung angerufen. Fast 100 km Strecke, das ist doch eigentlich ganz nice, dachte ich mir so als Ex-Taxifahrer.

Nope.

Niemand wollte. Einige sind gar nicht rangegangen, manche waren skeptisch und haben mir wegen der Kosten von ca. 250 Euro abraten wollen. Und sind dann doch selbst abgesprungen, weil das jetzt zu lange dauert. Die Odyssee dauerte bis ich die Zentrale in Hildesheim dran hatte, die zwar auch keinen Fahrer gefunden hat, mir aber den Tipp gegeben hat, dass der Flughafentransfer das vielleicht macht und auch viel billiger sei.

Well, wieder was gelernt. Eine knappe Stunde Wartezeit, dafür 100 Euro weniger. Wobei ich ja nun binnen einer Stunde für den höheren Preis eh keinen Taxifahrer hatte auftreiben können.

Die Fahrt war super. Eine Dreiviertelstunde ausruhen im Fond eines gemütlichen VW-Busses mit einem netten Fahrer, der mir dann auch genau zeigen konnte, wo Sixt am Flughafen sitzt.

„Ja, das ist ein bisschen ärgerlich, dass ihre Buchung so kurzfristig kam, weil einen Kombi hatten wir jetzt nicht mehr da …“

Ich hatte mir zu dem Zeitpunkt längst nicht mehr eingebildet, irgendwann nochmal Glück zu haben. Es war 16.30 Uhr, wir waren seit 10 Stunden unterwegs, die Kinder im Hotel am Durchdrehen, ich hatte den halben Tag bei 30°C vor einer Werkstatt telefonierend verbracht und stand jetzt – für 150 € angereist –  verschwitzt bei Sixt, 70 Kilometer von der Familie entfernt und die sagte mir, ich könne als kostenloses „Upgrade“ einen 2er-Tourer von BMW haben, der ja nur 30% weniger Kofferraum hat als der vollgestopfte Zafira in Seesen, den es umzuladen galt.

Als jemand, der bei Autos eigentlich ausschließlich nach Platzangebot geht – oder gehen muss – möchte ich ohnehin alle Autovermieter-Marketingverantwortliche ersäufen, die die verschiedenen Klassen offenbar nach Prestige auf dem Grundschulhof zusammenwürfeln.

Aber egal. Ich hab mal eben noch 250 € hinterher geworfen, um einen Passat zu bekommen.

Da sich mit Geld am Ende alles regeln lässt, saß ich 10 Minuten später in einem 70.000€-Neuwagen, bin damit wieder 100 km entgegen der Zielrichtung gefahren, während einer der Taxiunternehmer mich anrief um sich zu entschuldigen, dass er vorher nicht rangehen konnte, weil er in der Notaufnahme war. Na klar, was auch sonst?

Anschließend hab ich mit Müh und Not das Gepäck in den immer noch kleineren Kofferraum dieses Luxusschlittens gestopft, hab die Familie am Motel eingesammelt und hab dann mit nur zwei Kaffeestopps einfach 600 km nach Dänemark runtergerissen.

Wie sehr das ausgelaugt hat, ahnt ihr nicht.

Aber da sind wir jetzt, es hat sich erstmal gelohnt.

Ach ja, heute kam der Kostenvoranschlag der Werkstatt. 700 Euro. Macht so langsam auch keinen Unterschied mehr.

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Noch 30 Stunden

Ja, noch ungefähr 30 Stunden bis wir aufbrechen.

Ich bin ein bisschen hibbelig wegen des bevorstehenden Urlaubs, aber wenn ich ganz ehrlich bin, dann hauptsächlich wegen der Autofahrt. Und nicht wirklich weil ich mich sorge, bei allem Respekt vor den – laut Google – 955 km, die da vor uns liegen; sondern weil ich mich freue.

Bei aller berechtigten Kritik am Autofahren und obwohl ich auch der Meinung bin, dass wir das alles in naher Zukunft deutlich einschränken müssen, fahre ich selbst einfach sehr gern. Ihr kennt meinen Background als Berufskraftfahrer, das kam ja alles auch nicht von ungefähr. Meine Prioritäten sind sicher ein wenig anders als die der meisten, die gerne fahren: Ich war nie jemand, der unbedingt besonders schnell fahren musste, ich hatte eigentlich immer mehr Bock drauf, große Autos durch kleine Lücken zu kriegen. Aber ja, ich hab auch bei jedem Mietwagen einmal testweise die Tachonadel nach rechts unten gedrückt, aber alle, die mit mir mal gereist sind, werden mir zustimmen, wenn ich sage, dass ich da nicht den meisten Wert drauf lege …

Sven, Du schweigst! Jede Regel braucht eine Ausnahme und die 5:40 Stunden von Flensburg nach Stuttgart sind diese Ausnahme!

Natürlich kann man mir auch viel vorwerfen, wenn man’s eng sieht. Ich hab in meinem Leben auch schon ein paar hundert Euro in Außenaufnahmen meiner Fahrzeuge investieren müssen, wobei die einzige dreistellige Rechnung inzwischen aber auch fast ein Vierteljahrhundert her ist.

Warum ich da jetzt trotzdem ein paar Minuten drüber schreiben wollte – abgesehen vom Verarbeiten meiner inneren Anspannung der Fahrt wegen – ist, weil so eine Reise wie die am Samstag für mich nach all den Jahren auf Berlins Straßen, nach all dem Stau im Stuttgarter Kessel und nach all den Republikdurchquerungen für Fernbeziehung und Familienbesuche immer noch eines dieser kleinen Alltagswunder ist. Dass ich mich morgens in ein Auto setzen kann und durch ein bisschen Füßchendrücken abends am Meer in einem anderen Land sein kann und während der Fahrt die Kilometer runterrattern sehen kann auf dem Navi … das ist unglaublich schön. Ich finde das wirklich schön, es hat sowas überhaupt nicht spirituelles meditatives.

Und ja, schon klar: Ich hab die ganze Familie im Auto und kann nicht mal die Musik auf Anschlag drehen, es gäbe an dem Punkt noch Optimierungsmöglichkeiten für mich persönlich. 😉

Trotzdem ist unsere kleine Fahrgemeinschaft eigentlich eine sehr angenehme. Trotz der obligatorischen „Wann sind wir da?“-Fragen.

Wie gesagt: Ich sehe durchaus ein Ende für solche Fahrten am Horizont und vielleicht mag ich sie aber auch genau deswegen noch ein bisschen mehr. Ich werde mich am Samstag abend natürlich fragen, warum ich mir das eigentlich antue und trotzdem eine Woche später wieder ein bisschen hibbelig sein, wenn es zurück gehen soll. Menschen sind komisch und offenbar bin ich auch einer.

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Spezialfälle

Das Spätzle auf Autofahrten in Aktion, immer wieder schön …

„Mama. Es ist ja so. Wenn Du gehörlos wärst und dich von deinem Partner getrennt hättest. Dann könntest Du deinem Kind problemlos erlauben, Geige zu spielen, auch wenn es ganz furchtbar Geige spielt.“

Ich meine: Wo er Recht hat, hat er Recht.

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Fünf Vorfreude-Spinnen

… oder so.

Die letzte Arbeitswoche vor dem Urlaub hat begonnen und ich kann eine leichte Vorfreude nicht von mir weisen. Wobei es durchaus auch eine leicht besorgte Vorfreude ist, denn das, was wir letztes Jahr mit einigem Glück auf der Hinfahrt mit allerlei Backup geschafft haben – nämlich fast 1.000 km an einem Tag im Auto zurückzulegen – das ist jetzt für die Hinfahrt einfach der Plan. Wir werden schon ankommen, aber man darf sich als Fahrer bei der ganzen Chose ja trotzdem fragen, wann und wie. Nicht falsch verstehen: Ich mache das freiwillig, ich hab mich gegen einen Zwei-Tages-Plan entschieden, aber ob das eine gute Idee war, werden wir natürlich erst hinterher wissen. Naja, am Samstag dann. Wir werden sehen.

Aber wirklich begonnen hat die Woche mit einer Erinnerung, dass wir alle alt werden. Einer von uns aber mehr als die anderen, denn das Knöpfle hatte an seinem ersten offiziellen Kita-Ferientag seinen Geburtstag:

Und obwohl wir ja live mitkriegen, wie er älter, schlauer und manchmal sogar ein bisschen verständiger wird: Dass er jetzt älter ist als das Spätzle war als wir hier hergezogen sind, das ist für mich immer noch ein bisschen absurd.

Aber er hatte wie zu erwarten war viel Spaß am Bespielen der zahlreichen Geschenke. Die eigentliche Feier wird aus Termingründen bis nach dem Urlaub warten müssen, aber mit ein paar Spiderman-Spielzeugen mehr fällt das Warten offenbar gar nicht so ins Gewicht.

Im Grunde sind wir jetzt also schon hart in der Vorbereitungsphase, die Einkäufe enthalten längst auch Urlaubsequipment und der überraschend heute aufgetauchte Schornsteinfeger musste ein bisschen über allerlei Zeug steigen, weil wir gerade auf jenem Höhepunkt angelangt sind, an dem alles im Chaos versinkt, bevor es dann langsam wieder besser wird, bis zum Wochenende dann alle Sachen gepackt und verstaut und der Rest der Bude in einem Zustand ist, in dem man sich eine Rückkehr zumindest theoretisch vorstellen kann.

Und wenn wir schon bei Überraschungen sind. Ozie wurde heute Mittag überraschend von einer Spinne angefallen – was wortwörtlich und nicht als Angriff zu verstehen ist – und beim Rausbringen hab sie mir angesehen und glaube, wir hatten jetzt auch unseren ersten Run-in mit der sagenumwobenen Nosferatu-Spinne. Ich bin mir selbst ehrlich gesagt ziemlich unsicher bei so Klassifizierungen von Tieren, aber irgendjemand im Internet hat schon mal zugestimmt. Ihr dürft auch was dazu sagen.

Naja, wir sind beide keine Phobiker und wir leben auch ganz gut mit den Spinnenläufern, die hier im Gegensatz zu obiger Spinne wirklich häufig sind.

Ab jetzt dann noch ein bisschen Arbeit, Termine etc. pp. und dann geht es los nach Dänemark.

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Summertime

Sommerferien.

Letztes Jahr, vorletztes Jahr … das Wort Sommerferien war immer eines mit Donnerhall und schlechten Vorzeichen. In erster Linie natürlich wegen der eingeschränkten Betreuung der Kinder, diesbezüglich aber vor allem, weil sich das Zuhausebleiben eines oder beider Kinder schnell, binnen Tagen, zu einem Drama ausgewachsen hat. Das Spätzle kann so wie er ist einfach nicht damit umgehen, dass er den Tag über nicht viel zu tun hat und noch weniger kann er damit anfangen, wenn er was zu tun hat. Das wird sich nicht so schnell ändern, aber die Wellen, die das schlägt, werden niedriger.

Was aber auch nur deswegen klappt, weil er jetzt in Woche drei der Ferien am dritten Ort untergebracht ist. Einmal Sportcamp, einmal Parkourcamp und jetzt Ferienbetreuung in der Schule. Das Sportcamp kannte er, das hat ihn dieses Mal auch schon gelangweilt, das mit dem Parcour hat aus verschiedenen Gründen nicht so recht geklappt und am Ende war er nur zweieinhalb von Fünf Tagen da. Und die Ferienbetreuung an der Schule … es ist für uns der geringste Aufwand, aber schön ist das auch nicht. Die werfen da ein paar Jugendliche mit hoffentlich okayem Führungszeugnis in zwei offene Räume der Schule, mit etwas Glück findet jemand im Schrank ein Brettspiel und das ist dann der Tag. Vier bis acht Stunden, je nachdem was man gebucht hat. Bisschen übertrieben, natürlich, aber es ist wirklich traurig, dass da oft quasi nichts passiert und die Kids gelangweilt rumsitzen und ein bisschen malen. Kostet dafür halt nur 50 Euro die Woche, nicht 250 wie die Konkurrenz, die halt auch nicht immer Erfolg mit dem Spätzle hat. Und, man muss es zu den positiven Seiten packen: Oft treffen sich da dann doch KlassenkameradInnen, Spätzle kennt das Gelände und es ist halt alles etwas mehr Routine.

Was der Wechsel zwischen den Betreuungen natürlich auch noch mit sich bringt, ist völliger Irrsinn bei der Arbeitsplanung. Hier 8:00 bis 13:00 Uhr in Bingen, dort 8:30 Uhr bis 15:00 Uhr in Ingelheim und dann wieder 9:00 bis 16:00 Uhr in Wiesbaden. Hat uns beiden schon ein paar Minusstunden eingebracht, und wir haben die drei Wochen Kitaferien fürs Knöpfle ja noch nicht einmal erreicht. Wobei wir da dann richtig Urlaub haben und auch mal wegfahren, muss ja auch.

Inzwischen haben die Kinder angefangen, die schon lange auf dem Plan stehende Wand im Flur zu streichen, jetzt sieht es hier also endlich auch nach der Baustelle aus, nach der wir uns alle fühlen. 😉

Aber wie ich oben angedeutet habe: Es wird schon besser. Nur graduell und manchmal verlagern sich die Probleme auch nur, aber momentan sind wir nicht einfach schon nach der ersten Woche völlig fert … also natürlich sind wir völlig fertig, aber vermutlich wären wir das bei der Hitze und dem Leben allgemein auch einfach ohne Sommerferien.

Was bleibt noch so insgesamt zum Sommer zu sagen: Ach ja, manchmal fetzt Präsenzarbeit dann doch:

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Fehlschlag

Einer der wirklich großartigen Punkte bezüglich der Begabungen des Spätzles ist, dass man mit ihm sehr weirde Dinge machen kann. Einer der schlechten Punkte ist, dass man das auch ziemlich oft muss, weil er permanent unterfordert ist. Zumindest in mancherlei Hinsicht.

Jetzt am Samstag stand mal wieder ein Ausflug nach Frankfurt an. Ein VHS-Kurs zum Thema „Licht kunstvoll spiegeln“. So was, bei dem man sich als Erwachsener ohne Kinder vermutlich fragt:

„Was, sowas gibt es?“

Ja. Oder: eigentlich. Denn das Problem jetzt war, dass es leider ausgefallen ist. Offensichtlich irgendwas dramatisches, denn der Dozent war einfach nicht da und auch nicht erreichbar, ich habe den Verdacht, dass der einen beschisseneren Tag hatte als wir alle zusammen. Wir allerdings waren nach einer Stunde Anreise auch nur so mittel amused. Also ja, was sollen sie machen, ich bin jetzt nicht böse oder so. Aber auch wenn die von mir geplanten vier Stunden Aufenthalt in einem Frankfurter Einkaufszentrum jetzt nicht der Höhepunkt meines Jahres geworden wären, ein bisschen darauf eingestellt hatten wir uns dann ja doch. Am Ende bin ich aber auch einfach froh, dass das mit dem Spätzle inzwischen gut machbar ist. Gute Beifahrer sind die Kids ja beide seit Ewigkeiten, aber ich würde verstehen, wenn es bei einer sinnlosen Stunde hin und dann wieder einer zurück auch mal Grenzen hätte, aber hatte es nicht. Auf eine weirde Art hat es dieses lange Wochenende dann doch noch aufgelockert.

 

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Feiertag Schmeiertag

Heute sollte eigentlich so ein schöner freier Tag werden. Die Kids ein bisschen über den Spielplatz scheuchen, ein bisschen Frühlingswetter nach der ersten Hitzeperiode … aber wie immer kommt es anders als man denkt. Dass es geregnet hat, das hätten wir vielleicht noch irgendwie ins Programm integrieren können. Seit dem Dänemark-Urlaub letztes Jahr bin ich dem Konzept „Kurze Hose plus Regenjacke“ irgendwie aufgeschlossener als zuvor. Was wir nicht auf dem Schirm hatten war Fieber beim Knöpfle. Und zwar ordentlich. Bis 40,2°C haben wir gemessen.
Tatsächlich ist die Zahl aber auch schon das Spannende, denn sonst ging es dem kleinen Unruhestifter erstaunlich gut und er lag halt einfach den ganzen Tag rum und hat seine Lieblingsserien angeschaut. Er hat geatmet, getrunken und sich gelegentlich beschwert, es schien ihm im Wesentlichen wie immer zu gehen, nur ruhiger. 😀

Ich hab ausgerechnet diesen Tag genutzt, um – während das Spätzle mit mir im Zimmer Lego Worlds gespielt hat – mal mit Dying Light 2 anzufangen und ich bin ein bisschen begeistert. Ist jetzt nicht gerade ein Spiel, das gute Laune in so einen trägen Tag bringt, aber Zombies sind auch deutlich weniger gruselig, wenn dir von hinten stets ein Achtjähriger seine Verwunderung über irgendwelche Lego-Bauten ins Ohr brüllt. Alles also ein bisschen schräg.

Heißt nur leider auch, dass morgen nicht überraschend* Knöpfle-frei ist, weil er natürlich zu Hause bleibt.

*Ja, es wäre überraschend gewesen, denn der Freitag war Anfang des Jahres als Brückentag im Kita-Kalender angegeben. Das Spätzle hat ja z.B. auch schulfrei, wir haben uns nichts dabei gedacht. Bis ich am Mittwoch – also gestern – gefragt wurde, ob das Knöpfle am Freitag denn kommen würde, weil es sicher nicht so viele Kinder wären und sie mal sehen wollten, wie viele überhaupt …
Hätte ich am Montag gar nicht so dringend noch Urlaub nehmen müssen, also jetzt dann doch, wobei das ja kindkrank sein könnte … ach egal. Hoffen wir bloß, dass das Knöpfle schnell wieder auf die Beine kommt. Die Zombies in Dying Light reichen mir nämlich.

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