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Hat geklappt

Da ist sie nun: Die Jobzusage. Erste Bewerbung seit rund einer Dekade, dazu auch noch eine gute Arbeit – und sie nehmen mich. Trotz fehlender formaler Berufsausbildung und trotz in meinen Augen eher suboptimal verlaufenem Vorstellungsgespräch.

Ich nehme an, dass ich von der Arbeit selbst eher weniger werde bloggen können, dieses Mal ist es ja was eher seriöses. Öffentlicher Dienst und so. An der großen Glastür, die meinen Arbeitsplatz von der Außenwelt trennen wird, steht jedenfalls schon mal groß, dass dahinter nicht fotografiert werden darf. Natürlich werde ich fragen, aber allzu viel sollte man da nicht erwarten. Darüber hinaus ist die Arbeit so speziell, dass sich auch nur schlecht anonym drüber schreiben lassen würde.

Ach ja, Arbeit, Arbeitsplatz – worum geht es eigentlich?

Das hier ist mein künftiger Arbeitsplatz:

Mein künftiger Arbeitsplatz, Quelle: Jörg Lange/Verkehrslenkung Berlin

Das ist die Leitstelle der Verkehrslenkung Berlin im Gebäude des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Fotografiert von etwa da, wo ich beim Vorstellungsgespräch mein Hemd durchgeschwitzt habe. An einem dieser Tische werde ich dann bald sitzen und mich darum kümmern, dass jeder, der hier schon mal im Kommentarbereich gemeckert hat, sein Leben lang nur noch rote Ampeln sehen wird. 😉

Mal im Ernst: Ich freue mich sehr drauf. Mal was ganz anderes machen, sich selbst neu erfinden … es gibt viele schöne Worte und Facebook-Posts mit geklauten Tweets und Blümchen im Hintergrund für sowas – und ich mach’s einfach. Fühlt sich gut an.

Zugegeben: Das mit der Kinderbetreuung wird dadurch jetzt echt zur Herausforderung. Aber über die werde ich immerhin regelmäßig bloggen können …

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Kamikaze-Baby

Dass kleine Babys dazu neigen, sich selbst zu verletzen und dass man deswegen auf sie aufpassen muss, ist keine weltbewegend neue Erkenntnis. Das war uns hier auch schon weit vor unserer Elternzeit bewusst. Wie aktiv sie allerdings an ihrem Ableben und dem anderer Menschen arbeiten, kann dennoch überraschend sein.

Mit Freude haben wir letzte Woche festgestellt, dass unser kleines Spätzle tatsächlich bewusst in Kissen und Matratzen kopfüber reinstürzt, weil es gelernt hat, dass es da weich ist – und nicht etwa das selbe auch auf dem Fußboden versucht.

Leider ist der Erfahrungsschatz eines Babys aber auch mit Vorsicht zu genießen, da es halt im Grunde keine sehr sinnvollen Kategorien verwendet, um Gegenstände zu gruppieren. Und so kann dann zum Beispiel „Papa“, auf dessen großen und weichen Bauch man sich mit Wonne werfen kann, zum Synonym für formidable Landungen werden.

Babyspuren auf handelsüblicher Papa-Nase. Quelle: Sash

Gestern führte das zu einer angehauenen Nase, als das kleine Würmchen meine Schulter wegzuschädeln versuchte, heute waren die Schmerzen dann beiderseits, als das Baby beschloss, dass so ein Kopfstoß gegen Papas Kiefer sicher eine gute Idee sei.

War es nicht.

Das Baby rollte sich heulend von der Matratze und stieß sich den Kopf noch einmal am Boden, während ich versuchte, mein lippenseitig austretendes Blut nicht auch noch auf dem Nachwuchs zu verteilen, als ich ihn tröstete.

Man kann es sich nicht ausdenken, ehrlich!

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Freiheit

Endlich mal ohne Kinderwagen draußen! Schönes Bild von letzter Woche:

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Oberperzentix

Gibt es eigentlich noch irgendeine nicht Wissenschaftlern vorbehaltene Verwendung des Wortes Perzentille außerhalb der Größenangabe von Babys? Mir fällt jedenfalls nix ein und ich würde mich schon als zumindest mal durchschnittlich belesen bezeichnen.

Aber egal. Für alle Nichteltern sicherheitshalber die Kurzfassung: Abgesehen davon, dass man seinen Nachwuchs natürlich mit ganz gewöhnlichen Maßeinheiten wie Zentimetern, Unzen oder Saarländern misst, gibt es zur Vergleichbarkeit mit der durchschnittlichen Entwicklung aller Kinder zig Schaubilder und Tabellen in all den medizinischen Publikationen und Begleitheften, die einem in der jungen Elternschaft so begegnen, in denen Perzentillen angegeben sind. Ein extrem durchschnittliches Kind befindet sich also stets nahe der 50. Perzentille bei der Größe (aber auch dem Gewicht, Kopfumfang, Zahl der Zehen, Hintergrundstrahlung), was heißt, dass 50% der anderen Kinder größer (schwerer, voluminöser, zehenreicher, strahlender) sind und nochmal 50% kleiner (leichter, schmalköpfiger, unbezehter, matter). Wer beim Gewicht auf der 10. Perzentille und bei der Größe auf der 92. liegt, ist Spaghetto.

So weit, so einfach, oder?

Naja, nun ist da die Sache mit den Genen. Die haben so Zwergeulen ja von ihren Eltern. Und da neben Ozie (die btw. auch nicht klein ist!) ja auch ich Elterling unseres Spätzles bin, hat der sich größenmäßig bisher sportlich zwischen der 97. und der (nicht vorhandenen) 100. Perzentille eingenistet. Das entgeistert uns nur wenig, ich bin mit meinen 2,03 Metern ja gewohnt, irgendwo bei den Top 1 oder 2 Prozent zu landen. In den Statistiken steht nur, dass 6 – 7% der Männer in Deutschland über 1,90 sind.

Ich mit 14 hinter meiner Lehrerin, Quelle: Klassenfoto, unbek.

Wie absurd das aber bei noch wachsenden Wichteln wie wargeligen Winzlingen ist, das haben wir nach der U6 gestern gesehen: Mit inzwischen 84 cm ist das Spätzle extrem sportlich unterwegs. Das ist oberhalb aller Graphen. Aber ja, halt 3 bis 5 cm über überdurchschnittlich, alles nicht so wild …

Spannend wird’s, wenn man die Grafik weiter verfolgt und guckt, ab welchem Alter Babys normalerweise zu 84 cm neigen und dann bei 2 Jahren landet. Ich meine, das Spätzle ist 11 Monate alt! Der kann sich jetzt hinlegen und hat ein Jahr nix mehr zu tun quasi.

(Ich sollte anmerken, dass es auch noch andere Datensätze gibt, bei denen es nicht ganz so extrem aussieht.)

Aber so absurd einem das auf den ersten Blick vorkommt: Er ist ein dermaßen vorbildliches Baby, es sieht nicht so aus, als ob das irgendwelche Probleme macht. Muss er halt bei den Kindergartenbildern in der hinteren Reihe stehen. Wie der Papa damals

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Die kleinen großen Momente

Ich bin in meiner Rolle als Babybehüter sicher inzwischen gut angekommen. Soweit, dass ich auch weit mehr als ich es mir vielleicht vor einem Jahr eingestehen wollte einfach völlig unironisch und schon gar nicht zynisch mit dem ganzen Thema umgehe. Ich hab den kleinen Knirps einfach von ganzem Herzen lieb und gehe darin auf, ihm bescheuerte kleine Dinge im Alltag zu zeigen und mitzukriegen wie er auf dem Arm dann Sachen interessant findet, die eine Minute zuvor noch gruselig waren. Ich könnte dahinschmelzen, wenn er von irgendwo Musik hört und dann einfach dasitzt und anfängt, rhythmisch mitzuwackeln oder wenn er die Augen aufreisst, weil er eben etwas unerhörtes neues erlebt hat, wie beispielsweise ein Blatt Backpapier in der Hand zu halten. Das ist toll und für so ein Baby unglaublich wichtig und es hat nix mit Kitsch zu tun, wenn man das ein oder andere „Hach!“ einfach nicht unterdrücken kann. Selbst wenn’s hier oder da „nur“ hormonell bedingt ist. Das hat sich ja nicht grundlos evolutionär durchgesetzt.

Aber so mancher Hype um die erste Bewegung in die Richtung und wessen Baby das in welcher Woche wo schon konnte und bla bla … Eltern können auch ermüdend sein. Wir sicher auch mal, schon klar, es sind nicht immer nur die anderen. Für „Ach guck mal, seit dem 3.4. kann er die Hand schon wieder 3° weiter abspreizen, wenn er sich auf den Rücken dreht!“ bin ich wirklich nicht zu haben.

Aber es gibt ja dann doch die Meilensteine …

Die ersten Schritte!

Werden mal Fußabdrücke in der Geschichte hinterlassen: Babyfüße. Quelle: Sas

Wenn man sich so umsieht, sind die ersten Schritte irgendwie das Ereignis, auf das Babys offenbar das ganze erste Jahr hinarbeiten müssen. Obwohl sie davor viele Bewegungsabläufe erlernen, die für sich gesehen gar nicht arg viel weniger komplex und in Anbetracht des noch viel jüngeren Alters umso erstaunlicher sind – mit den ersten Schritten wird wohl wirklich so eine rituelle Grenze zwischen Tamagotchi und Mensch überschritten. Aufrechter Gang! Reicht Ihm einen Speer!

Und ja, es ist beeindruckend obwohl es gar nicht beeindruckend ist. Wir haben ja z.B. ein Baby, das unsere Hände als Zahnschleifwerkzeuge und vielleicht noch als Kräne kennt. An der Hand laufen ist nicht. Kapiert er einfach nicht. Also waren die ersten Schritte das Ergebnis ewiger Schwankerei und man könnte meinen, dass das Spätzle den Ausfallschritt vor dem normalen Schritt gelernt hat. Und jetzt fällt es auch dauernd wieder um, inklusive Kugelei bis der Kopf irgendwo bremst. Es ist also eigentlich ein sehr erbärmliches Schauspiel, das einen mitleidig hinter seinem Kind herrobben lässt, um wenigstens die Sache mit der Notaufnahme zu vermeiden. Aber meine Fresse, ist das auch ein tolles Gefühl! Und erst zu sehen, wie toll es für das Baby ist! Wie es sich feiert dafür, gerade 13 cm in der Senkrechten zurückgelegt zu haben. Es ist großartig

Und ja, Ihr habt es sicher geahnt: Auch wenn gerade erst einmal knapp über 11 Monate seit der Geburt vergangen sind, tappst das Spätzle hier stolz durchs Wohnzimmer. Bisher ist der Rekord vielleicht bei fünf Schritten. Noch ausbaufähig, aber es hat ja noch sein ganzes Leben vor sich. 🙂

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Alles … schrill (?) macht der April!

Ich hab seit dem Neuanfang noch gar nicht wirklich was gesagt hier. Ich komme einfach nicht dazu. Wobei ich da auch ein wenig in dieser Selbstverteidigungshaltung eines Hausmannes gefangen bin und immer versuche abzuwiegeln, und dass ich das natürlich EIGENTLICH schon könnte, wenn ich meine Zeit nur sinnvoll nutzen würde. Tatsächlich verbringe ich meine PC-Freizeit gerade eher zockenderweise, aber wir reden hier von 0,5 bis 1,5 Stunden am Tag und das ist meine einzige Freizeit.

Ein wesentlicher Schritt ist für mich also, auch das Schreiben mal wieder als Freizeit zu betrachten.

Aber egal, nun ist Montag. Und Monatserster. Ja, und April. Das ist natürlich eher schlecht für so ein Packen-Wirs-An-Neustarts-Geblogge, aber ich meine es nicht als Scherz, wenn ich jetzt schreibe, dass die ersten Sonnenstrahlen der letzten Tage gerade echt ein bisschen Schub geben.

Marzahn heute, Quelle: Sash

Ich freue mich darauf, hier und da was wegzurocken, auch wenn die To-Do-Liste inzwischen wieder auf über 30 Punkte angewachsen ist. Das klingt leichter als es ist, weil am Ende ja doch die meiste Zeit so ein kleines Baby durch eine nicht komplett kindersichere Wohnung hinter einem herkrabbelt. Da werden so Sachen wie Kloputzen schnell mal ziemlich nervig und dreimal verschoben, weil das nur geht, wenn der liebe Kleine schläft UND man nicht noch drei zeitsensitivere Dinge parallel zu erledigen hat.

Zum Beispiel die Wohnung kindersicherer machen. 😉

Naja, jetzt sind FitBit und Fußschiene vorbildlich angelegt, der Müll fliegt gleich raus und der Weg zur Post ist auch schon geplant. Aber dahin geht es erst, wenn das Baby aufgewacht ist, denn natürlich schläft das gerade. Sonst hätte ich einen Eintrag tagsüber wirklich nicht anfangen können.


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Es gab Spaghetti

Es ist irgendwie sehr befriedigend, wenn so ein Baby tatsächlich selbstgekochtes Essen isst. Und dann auch noch mit Begeisterung.

Ein bisschen viel Arbeit hinterher bleibt dennoch. 🙂

„Das Essen“, Spaghetti auf Baby, 2018. Quelle: Sash

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