R.I.P. Badregal.

Ich dachte, es gäbe Unmengen Fotos, aber zumindest die entscheidenden habe ich nicht gefunden. Irgendwo gibt es sie, aber wer weiß schon, wo …

Aber egal. Nun in den nächsten Tagen wird unser Werkzeugregal das Zeitliche segnen. Ich will nicht behaupten, dass große Emotionen dranhängen oder dass es ein hübsches Möbelstück war. Aber ich bin damit aufgewachsen. Weitgehend zumindest. Das Foto, das ich gesucht und nicht gefunden habe, zeigt meinen Vater beim Aufbau des guten Stücks 1986. Ganze 20 Jahre später stand es übergangsweise in meiner alten WG, bei mir im Zimmer, und wurde entsprechend noch weniger geschont als damals in einem Haushalt mit zwei Kindern und einer Katze:

Liebevolle Ordnung in meinem Zimmer 2005, Quelle: Sash

Liebevolle Ordnung in meinem Zimmer 2005, Quelle: Sash

Aber ja, selbst das hat das Teil überlebt. Fortan beherbergte es allerdings nicht mehr zahllose Fotoordner (in denen sich ironischerweise das von mir gesuchte Bild des Regals befinden müsste …), sondern unsere mit dem Umzug nach Berlin geradezu explodierte Werkzeugschublade der ursprünglichen Stuttgarter WG:

Was man halt so braucht. Und Peter Müller. Quelle: Sash

Was man halt so braucht. Und Peter Müller. Quelle: Sash

Es hat uns wirklich wertvolle Dienste geleistet. Ob wir nun Schrauben, Glühbirnen, Medikamente oder ein Feuerzeug suchten: All das fand sich – grob als „Werkzeug“ verschlagwortet in jenem Regal.

Die 30 Jahre hat es nun nicht geschafft. Was ok ist, denn eigentlich war es selbst für die ersten 20 zu hässlich. Aber man ist ja pragmatisch und wirft nix weg.

Zu Ende ging es nun eines Wasserschadens wegen. Im Gegensatz zum letzten Mal floss die Suppe gestern bis zum Boden und weichte das Regal – und einige andere Dinge – von unten auf. Na herrlich!

Aber ich will ehrlich sein: Hier und da war eine Renovierung schon geplant. Und selbst das altehrwürdige Regal sollte dann mal weichen. Da der aktuelle Wasserschaden aber schon der zweite ist und nicht weniger als 5 Räume betrifft, bleibt doch eine gewisse Skepsis bezüglich unseres Plans, das Bad-/Werkzeugregal nun durch irgendwas höherpreisiges zu ersetzen …

7 Comments

Filed under Bilder, Haushalt

7 Responses to R.I.P. Badregal.

  1. Na herzlichen Glückwunsch, ein schwedischer Möbelhersteller wird sich wohl über den Verkauf eines neuen Regales freuen 😀
    Mein Beileid zu eurem Verlust, ich bin sicher, das Regal wird sich im Jenseits super mit unserer Waschmaschine verstehen, die nach ihrer letzten Überschwemmungsaktion am Donnerstag sogar für euren Wasserschaden verantwortlich zeichnen könnte – wenn wir in Marzahn wohnen würden 😉

  2. elder taxidriver

    R.I.P bad-( worse worst) Regal: schnüff..

    Der berühmte Architekt Bruno Taut hat einmal empfohlen jedes zweite Teil das man hat, einfach wegzuwerfen. Goethe hat’s nicht geschafft. Der hatte
    50 Tausend Dinge.

  3. ein Matthias

    Da gibt es doch hoffentlich eine Versicherung des Obermieters oder Hauseigentümers, die die notwendige Renovierung bezahlt und auch für das Regal noch ein paar wenige Kröten rausrückt.
    Auch wenn das Regal schon deutlich älter ist (muss man der Versicherung ja nicht explizit sagen) und keine Rechnung mehr vorhanden ist, sollte sich mit dem zweiten Foto und einem Foto der Wasserschäden an dem Regal, doch etwas machen lassen.

    Zum Glück wohne ich ja ganz oben – es gibt über mir keine Wasserleitungen.
    Wollen wir mal hoffen, dass auch die Feuerwehr diesen Zustand nicht irgendwann mal akut ändern muss.

  4. @ein Matthias
    Es gibt da aber noch so etwas wie ein Dach, vermute ich mal …

    Ach Sash, hat doch auch mal was. So kannst du bequem alte Dinge entsorgen und unverhohlen neue Dinge dafür anschaffen – vorausgesetzt, der Nachbar über dir hat dafür eine Versicherung. Dass ihr da sogar die schmalen Außenseiten nutzt – genial – zeigt ja, dass es wirklich wichtig ist.
    Und ist doch schön, wenn eine Renovierung eh geplant war und nun auf Versicherungskosten ablaufen kann (also Tapezieren, streichen sowie Fußbodenbelag). Ich würde mir da ggf. einen Kostenvoranschlag einer Firma holen – und es dann peu à peu selbst machen. Dann bleibt von dem Geld noch etwas übrig (außer der vielen Arbeit 😉 ), das man vielleicht in höherwertige Ausrüstung stekcen kann. Dann wird der nächste Wasserschaden zwar teurer für die Versicherung, aber wen juckt es.

  5. ein Matthias

    @ ednong
    Ach, dem Dach über meiner Wohnung vertraue ich. Zumindest solange keine Windhose kommt.
    Das ist gute genossenschaftliche Arbeit aus sozialistischen Friedenszeiten, kein neumodischer Schnickschnack mit innenliegendem Regenabfluss, Gründach oder Dachterasse.
    Toi, toi, toi.

    Da Sash ja in der Platte wohnt, ist der Vorteil (besser formuliert: Glück im Unglück) bei der Wohnungswässerung: die Betonwände saugen sich nicht mit Wasser voll, müssen also auch nicht allzu aufwendig getrocknet werden.

    Trotzdem wünsche ich Sash, dass der Schaden nicht allzu schlimm ist, auch wenn es finanziellen Ersatz gibt, den eigenen Aufwand, Ärger und Stress ersetzt einem ja keiner.

  6. Edgar

    Wieso Hast Du denn Peter Müller an der Wand hängen?

  7. @Edgar:
    Das ist eine lange und komplizierte Geschichte, die damit beginnt, wie ein ehemaliger Mitbewohner ein soziales Jahr nahe dem Saarland gemacht hat; Jahre später das Klo mit einem „Themenauswurf Saarland“ vollgeklebt hat – und damit endet, dass Ozie und ich aufgrund dieser Phase den Raum (hier hinter Peter Müller) als Saarland bezeichnen. Man kann „Saarland“ auch oben in der Suche eingeben um noch ein oder zwei Artikel zum Raum zu bekommen. 😉

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