The Witcher 3

Jahr der Veröffentlichung: 2015
Genre: RPG
Stunden bisher gespielt: ca. 100

Setting: Du bist der Hexer Geralt von Riva und auf der Suche nach deiner Ex-Freundin Yennefer, bald jedoch vor allem nach deiner Ziehtochter Ciri, die von der Wilden Jagd durch ganz Temerien gehetzt wird, weil sie sich ihrer Fähigkeiten bemächtigen wollen.

The. Witcher. 3. In der Gaming-Welt Worte wie Donnerhall. Eines der besten Spiele aller Zeiten, ein Meilenstein und auch der heilige Gral. Unantastbar. Da sind sich sehr viele Leute einig. Für mich gab und gibt es ein gewaltiges Manko: Fantasy. War noch nie mein Ding. Aber als das Spiel dann 2024 mal wieder für knapp über einen Zehner inklusive der zwei großen Story-DLCs im Sale war, hab ich beschlossen, mich doch mal damit zu beschäftigen. Das erste Anspielen hab ich nach 10 Minuten aufgegeben und dann lag das Spiel wieder ein halbes Jahr rum. Dann nochmal das selbe. Ich war immer schon beim Training der magischen Kräfte raus, weil ich es zum einen als Spieler relativ simpler Shooter gar nicht so einfach fand, es mir aber auch überhaupt nichts gegeben hat.

Ich bin sowieso nicht so anfällig für Waffen in Spielen. Klar weiß ich es zu schätzen, eine gute und stimmige Waffe zu haben, aber wie genau die jetzt aussieht oder sich anhört … viele finden das ja wichtig, ich nicht so. Und wenn es dann auch noch ums Zaubern geht … ich bin ja sehr froh, dass Videospiele mehr erlauben als das echte Leben, aber es zieht mich ganz schön raus, ich finde das immer sofort unglaubwürdig.

Naja, als ich dann 2025 angefangen habe, mich mal wirklich reinzuarbeiten, da ging es dann schon, aber ich war beileibe nicht so geflasht, wie sich das Hardcore-Fans vorstellen, wenn sie IHR Spiel anderen zeigen. Es war ganz nett, aber für mich war es ein bisschen wie Far Cry ohne Schusswaffen: Ganz nice, aber der entscheidende Punkt fehlt halt. Tatsächlich würde ich nach knapp über 100 Stunden sagen, dass es im Grunde wie ein Ubisoft-Standard-Spiel ist: Du hast eine große – und ehrlich: nicht mal besonders beeindruckende – Map, auf der Du Points of Interest abklapperst. Das sind mal große Hauptquests, die sich über mehrere Missionen ziehen und eine große Geschichte erzählen, dann ein ganzer Haufen kleiner und netter Nebenquests und dazu eine Menge Füllmaterial von kleinen Begegnungen, die sich insbesondere zum Looten eignen.

Ihr seht, ich bin auch nach hundert Stunden nicht sonderlich begeistert. Und hey, ich hege da keinen Groll, ich finde es toll, wenn es den Leuten gefällt. Aber ich bin ehrlich gesagt ein bisschen enttäuscht von den „tollen Geschichten“, die alle dem Spiel ja immer wieder zuschreiben, weil die sooo außergewöhnlich zumindest jetzt, ein Jahrzehnt später, auch nicht mehr sind. Gut, natürlich. Aber wenn man wie ich das Mittelalter-Fantasy-Gedöns noch abziehen muss, ist es halt Durchschnitt.

Um ehrlich zu sein: Ich will es seit mehreren Monaten (inzwischen vielleicht: Jahren?) endlich mal beenden, aber ich hab so viel Zeug auf der Platte, das mich mehr reizt.

Für Fantasy- und Mittelalterfreunde ist es sicher ein tolles Spiel. Die Mechaniken sind super, es scheint mir ein gut ausgewogenes Rollenspiel zu sein und natürlich sind die Charaktere interessant und nicht total eindimensional. Was soll ich hier als „Hater“ auch gegen die ganze Welt anschreiben, es muss ja was haben. Aber trotz der ganzen investierten Zeit lautet mein Fazit halt, dass es mir nur „so mittel“ gefallen hat.

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