Sniper Elite 3

Jahr der Veröffentlichung: 2014
Genre: TPS
Stunden bisher gespielt: ca. 10

Setting: Du bist Scharfschütze Karl Fairburne und sollst im zweiten Weltkrieg in Afrika den Nazi-General Franz Vahlen ermorden und sein Geheimprojekt aufdecken und letztlich zerstören.

Nachdem ich ein paar Missionen in Sniper Elite 4 angespielt habe, hab ich festgestellt, dass ich es wider Erwarten erstaunlich gut finde. Beim nächsten Sale hab ich dann die Teile 3 und 5 gekauft, diesen hier für einen lächerlichen Betrag von 3,74 €.

Sniper Elite 3 ist ein tatsächlich sehr gelungener Taktik-Stealth-Shooter, bei dem man in 8 einzelnen Missionen in umfangreichen und abwechslungsreichen Leveln überwiegend mit seinem Scharfschützengewehr hinter den feindlichen Linien Sabotage an irgendwelchen Nazi-Projekten betreibt und das Personal in die ewigen Jagdgründe schickt. Man kann das auf höheren Schwierigkeitsleveln zu einem echten Nervenkitzel werden lassen oder wie ich als Kadett einfach eine Schießbude daraus machen. Viel Realismus hat man dann zwar nicht mehr, aber das Spiel macht das, was gute Shooter machen: Es knallt.

Im Gegensatz zu anderen Spielen mit Ballereien kommt man hier mit vergleichsweise wenig Munition aus, da die meisten Kills, die man macht, nur eine Kugel benötigen. Leider geil dabei sind die extrem brutalen Todesanimationen, die aufzeigen, welche Schäden deine Schüsse im Innern des Körpers deiner Opfer anrichten.

Da kann man natürlich vortrefflich drüber diskutieren, ob sowas nötig ist, aber abgesehen von der reinen Brutalität erfüllen die Visualisierungen einen Zweck: Sie verlangsamen das Gameplay enorm und man kann kaum beschreiben, wie viel wertvoller und wirksamer einem ein einzelner guter Schuss vorkommt und das soll bei einem Sniper-Spiel ja auch so sein. Definitiv kein Spiel für Kinder, aber mit Mitte 40 kann man sich das schon mal gönnen.

Die Grafik ist seit 2014 natürlich ganz schön gealtert, aber das Spiel muss beim Erscheinen recht gut dagestanden haben, denn im Wesentlichen muss es sich nicht verstecken vor großen Titeln seiner Zeit. Ich hatte ein bisschen mit Screen-Tearing und Flackern zu kämpfen, aber vielleicht ist das der neuen Hardware und den hohen Settings geschuldet gewesen, ich hab’s nicht ernsthaft zu fixen versucht, weil’s am Ende immer noch ziemlich gut aussah für ein Spiel mit über einem Jahrzehnt auf dem Buckel.

Im Verlauf des Spiels schaltet man dann genre-üblich neue Waffen frei und kann sie modifizieren, keine Neuerfindung des Rades, aber einfach ein solides Spiel, bei dem man nicht das Gefühl hat, dass irgendwas entscheidendes fehlt. Wie der Nachfolger: Erstaunlich gut.

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