Jahr der Veröffentlichung: 2022 / 2026
Genre: Racer
Stunden bisher gespielt: ca. 20
Setting. Die Straße vor dir ist endlos und leuchtet in bunten Neon-Farben. Weiche den anderen Autos aus und fahr so weit Du kommst!
Retrowave ist so ein Indie-Kleinod, bei dem man gar nicht wusste, dass man es braucht. Es imitiert irgendein klassisches Arcade-Spiel aus den 80ern, bei dem ich keine Ahnung hab, wie es heißt. Ich hab’s auch nie gespielt, vielleicht teilen sich auch sehr viele Spiele die Inspiration. Im Grunde muss man wirklich nur auf einer geraden Straße fahren und den anderen Verkehrsteilnehmern ausweichen um es am Ende so weit zu schaffen wie möglich. Das Fahrverhalten ist peak Arcade, ich bin mir sogar sehr sicher, dass der Ursprungsgedanke ist, dass man nur die Fahrstreifen wechseln kann. Da Retrowave das Ganze aber in ein modernes Setting überführt, ist es hier etwas nuancierter, aber auch wenn man sich jetzt manchmal zwischen zwei Autos durchquetschen kann, endet der Realismus dort. Man kann bei den Spurwechseln auch bei Tempo 350 nicht schleudern, man kann nicht von der Strecke fliegen, es gibt nur dich und die Gegner. Das ist ultra-banal, aber es funktioniert eben heute auch noch. Fahren um High-Scores, ist ja jetzt kein Geheimrezept.
Um das Ganze aber nicht ganz in der „1 Spiel = 50 Pfennig“-Ecke versauern zu lassen, hat Retrowave ganz schön Zusatzzeug draufgepackt. Man hat dutzende Maps und ebenso einige Autos. Die kann man aufrüsten, insbesondere auch optisch. Es gibt mehrere Spielmodi inkl. Multiplayer und man kann sich das und insbesondere beim zweiten Teil einen ganzen Sack voll Achievements freispielen, indem man oft fährt und hohe Scores schafft. Ich hab den zweiten Teil gleich mit reingenommen hier, weil er nichts wirklich anders macht. Kleine Details in Grafik und Fahrverhalten, es ist das bessere Spiel, aber man fährt auf ebenso neonigen Neonstrecken endlos bis man crasht.
Ja, das ist es schon. Trägt einen keine 100 Stunden und schafft keine bleibenden Erinnerungen, fühlt sich aber auf die allerrichtigste Art nach dieser bescheuerten Zeitverschwendung an, die kleine Games halt doch irgendwie immer waren. Und wie man erwarten würde, kriegt man die Games nachgeschmissen. Auch wenn es im ersten Augeblick etwas peinlich ist, wenn man nebenher große Open-World-Shooter zockt: Ich bin ein Fan. 🙂


