Life is strange – before the Storm

Jahr der Veröffentlichung: 2017
Genre: Episoden-Adventure
Stunden bisher gespielt: ca. 11

Setting. Du bist Chloe Price, rebellische Teenagerin vor den Ereignissen in Life is strange, dieses Mal ohne deine beste Freundin Max. Du stolperst in eine Liebesbeziehung mit deiner Mitschülerin Rachel Amber und das ziemlich dramatische Folgen für Arcadia Bay.

Das Prequel zu Life is strange ist meiner Meinung nach die Perfektion der Episodenerzählung. Ein bisschen eine Coming-aof-Age-Erzählung, viel Drama und eine Menge Emotion. Anderen Leuten mag es anders gehen, aber ich fand insbesondere die Darstellung von Chloe, wie sie zwischen Verliebtsein, Rebellentum aus mal mehr, mal weniger guten Gründen und einfach dem allgemeinen Struggeln mit dem Leben oszilliert für ein Medium, das von Erwachsenen gemacht wurde, geradezu brillant.

Das Spiel ist wie sein Vorgänger weit weg von jeder Action, es ist gemütlich, fast schon ein cozy Game. Dennoch hat es emotionales Gewicht und die Story ist gerade so spannend genug, um sie weiterverfolgen zu wollen. Am Ende geht es im Wesentlichen um Beziehungen – und nein, definitiv nicht nur die zwischen Chloe und Rachel: Wird Chloe mit dem neuen Freund ihrer Mutter klarkommen, Rachel mit ihrem Vater, welche Rolle spielt eigentlich Chloes Dealer und ist Eliot wirklich nur ein verknallter Teen oder eine Gefahr? Auch wenn die Geschichte sich um eine große Naturkatastrophe und viel Geld aus Drogengeschäften dreht, ist es am Ende doch eher das Psychogramm der nur so mittel beschaulichen Kleinstadt Arcadia Bay.

Darüber hinaus ist der Soundtrack unfassbar gut und vor allem passend. Dazu passt auch wieder der Artstyle, den man ebenfalls schon aus dem Vorgänger kennt. Und obwohl das im Real Life als Vater in seinen Vierzigern eine Spur zu creepy wäre, hatte ich die Momente im Spiel, wo ich mich nur zu gerne mit Chloe, Bier und Joint auf den Schrottplatz gesetzt hätte, einfach weil der Vibe so fantastisch war. Hab es nicht bereut, überhaupt nicht.

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