Category Archives: Vermischtes

Der Herbst ist da

Komischer Abend heute.

Nichts besonderes, ich sitze hier am Rechner, draußen ist es dunkel und endlich mal nicht mehr warm. Trotz diesem und jenem Gejammer über die Gesundheit geht es mir eigentlich gerade gut und auch das Spätzle ist nach einer Stunde Jammern übers Nichteinschlafenkönnen inzwischen dann doch nicht nicht eingeschlafen.

Ich bin mit meinem Tag – auch wenn’s überwiegend Arbeit war – zufrieden und hab noch ein Stündchen, bevor ich wirklich zu wenig Schlaf habe. Wie jeden Abend.

Trotzdem hab ich mich gerade sehr wehmütig an meine Zeit im Taxi erinnert, ein paar alte Einträge bei GNIT nochmal gelesen und hab an meinen Taxi- und Bloggerkollegen Klaus und seinen Tod vor 12 Jahren denken müssen.

Mir geht es nicht einmal schlecht damit, manchmal tut das ja richtiggehend gut, ein bisschen zurückzublicken. Hoffe trotzdem ein bisschen, dass das wieder vorbeigeht.

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Der Verfall geht weiter

Ich hab gerade einfach kein gutes Händchen für Gesundheit. Scheint mir zumindest so zu sein.

Tatsächlich arbeite ich und selbst wenn ich immer noch nicht sicher bin, ob meine derzeitige Erkältung nicht doch irgendwie immer noch was mit dem Infekt zu tun hat, die mich den Zeh gekostet hat, ist das alles erträglich und über meinen seit Jahren schmerzenden Fuß verliere ich hier eh erst nach dem nächsten Arzttermin wieder ein paar Worte. Trotzdem: Das ist ja das, was ich gerade als Grundrauschen hinnehme.

Jetzt hab ich mir am Freitag Abend mal ein paar Gummibärchen gegönnt und mir erstmal eine Krone gezogen. Nach dem ersten WTF hab ich dann aber gemerkt, dass es keine Schmerzen bereitet, also hab ich mal relativ entspannt nach dem zahnärztlichen Notdienst gegoogelt:

Samstags ab 8:00 Uhr.

Ich hatte ja nun glücklicherweise schon festgestellt, dass ich es nicht eilig hab, bin aber immer noch ein bisschen verstört ob der mindestens mal 15-stündigen Versorgungslücke, die ich mir jetzt mit allerlei Unglücken im Kauleistenbereich nur sehr unangenehm ausmalen kann. Aber sei es drum. Wie gesagt: Keine Schmerzen bei mir.

Ich hab dann tatsächlich auch das Wochenende verstreichen lassen, weil … naja, keine Schmerzen halt. Und auch wenn ich meine Zahnarzt-Angst in den letzten 10 Jahren erfolgreich ganz an den Rand gedrängt habe: Ich habe mich schon drauf gefreut, mich zu meiner Zahnärztin zu begeben. Montag war dann auch ein bisschen unpraktisch, weil wir Quartalsbeginn haben und ich den – dieses Mal ganz besonders wegen vieler Termine – nutzen will, um Präsenztage zu sammeln. Ich muss ja 12 im Quartal haben, das ist auch wirklich immer angenehm, aber man plant Homeoffice wegen der Nicht-Pendelzeiten ja schon anders ein und gewöhnt sich daran. Egal. Ich wollte also am Dienstag (heute), denn da hab ich frei und im Terminkalender steht nur … dass das Knöpfle mit der Kita einen Besuch in der Zahnarztpraxis macht.

In meiner. Dorf und so.

Super. Es gab dann was, womit ich wirklich nicht gerechnet hatte: Die Zahnärztin hat Urlaub. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, dann braucht man für eine Kita-Visite zum Anschauen wirklich keinen Doktortitel, aber da bin ich natürlich im Leben nicht drauf gekommen.

Also Ersatzpraxis. Ungern, aber naja. Die waren dann morgens völlig überfüllt und mir wurde angeboten, um 12:45 Uhr wiederzukommen. Ich hab mal verhalten reagiert, weil das dann wieder sowas war, was mir meinen freien Tag komplett zerreisst und am Ende hätte ich da vielleicht auch noch stundenlang gewartet. Alles schon gehabt. Und ja: Hätte. Denn ich hab mich zwar im Laufe des Vormittags immer mehr mit dem Gedanken angefreundet und war ab 11:30 Uhr eigentlich ziemlich motiviert, mich zu überwinden, doch noch hinzugehen, es durchzuziehen, mal was gebacken kriegen … da kam um 12 Uhr der Anruf, dass das Spätzle aus der Ferienbetreuung abgeholt werden muss, weil es ihm nicht gut geht.

Wird also noch dauern. Und dann muss man’s vermutlich neu machen. Ist ja klar. Mich wundert nix mehr.

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Spinnen

Arachnophobiker sollten diesen Beitrag besser überspringen. Ich hoffe, das war noch rechtzeitig.

Es ist noch gar nicht so lange her, da hab ich in einem Text unsere erste Begegnung mit der inzwischen ziemlich berüchtigten Nosferatu-Spinne geschildert. Wobei ich das gar nicht so wirklich gemacht habe, sondern ich hab mal wieder ziemlich albern drumrumgeschwurbelt. Es war nämlich tatsächlich so, dass sie einfach mal auf Sophie raufgefallen ist, mitten in der Wohnung. Dem Verlauf der ganzen Sache nach war die Spinne davon mindestens genauso überrascht wie Sophie und dass es eine Nosferatu-Spinne war, haben wir erst im Nachgang herausgefunden. Ich bin bei Artbestimmungen von Tieren eh eine Katastrophe, mir reicht im Alltag eine Einteilung in gefährlich und ungefährlich. Oder in glitscht und kuschelt.

Tatsächlich hab ich aber von Spinnen seit ich denken kann eine sehr hohe Meinung. Insbesondere weil ich euch schon vor 30 Jahren hätte vorbeten können, dass wir in Deutschland nur zwei gefährliche Spinnenarten haben: Die Wasserspinne und den Ammen-Dornfinger. Und dass diese beiden so verdammt selten sind, dass man vor Bissen nur ungefähr so viel Angst wie vor einem irrtümlichen Millionenerbe haben muss. Während mich das Thema natürlich als Kind wegen den großen Vogelspinnen und den tödlichen Giften gereizt hat, wusste ich aber genau dadurch, wie gut wir es hier mit unseren Zitter- und Winkelspinnen haben, auch wenn die manchmal bedrohlich groß aussehen können.

Wusstet Ihr, dass große Exemplare der Kreuzspinne Kieferklauen haben, die euch theoretisch einen Biss zufügen könnten?

New fear unlocked?

Stimmt zwar, ist aber ähnlich irrelevant wie die Sache mit den zwei wirklich giftigen Spinnen oben. Man kann in Mitteleuropa schon guten Gewissens sagen, dass uns Spinnen mehr nutzen als schaden und zumindest ich hab das auch in der Kindheit immer und immer wieder gehört. Hat offenbar was gebracht.

Wobei …

auch wenn Ihr es vielleicht nach der Einleitung kaum glaubt: Ich kann die Angst vor den Viechern gut nachvollziehen, denn ich merke, wie sie mich auch immer wieder einholt, wenn ich mal ewig keinen nennenswerten Kontakt mit ihnen hatte. So hab ich in meinen jüngeren Jahren tatsächlich ein paar Mal bewusst gegen meinen Ekel angekämpft und mir extra eine große Winkelspinne auf die Hand gesetzt, um gegen dieses Gefühl anzukämpfen. Und auch das hat wirklich geklappt. Ich weiß, für echte Phobiker ist das keine Option, ich will damit niemanden ärgern.

Ich hab das schon lange nicht mehr gemacht und ich habe das sehr deutlich gemerkt, als wir nach Bingen gezogen sind. Denn rückblickend kann ich euch sagen, dass sich eine Wohnung im vierten Stock eines Plattenbaus bezüglich der Häufigkeit von Spinnenkontakten sehr von einer Wohnung in einem verwinkelten Altbau mit Garten vor der Tür unterscheidet und ich hab auch eine Weile gebraucht, um mich diesbezüglich umzugewöhnen, es zu akzeptieren, dass hier mehr heimliche Mitbewohner am Start sind als in Berlin. Im Übrigen auch Insekten natürlich. Ich bin noch nicht da, wo ich in der Sache gerne wäre, aber es wird besser.

Und das ist auch der Grund, warum ich euch jetzt ein Bild von unserer zweiten Nosferatu-Spinne zeigen kann, die ich vor kurzem selbst im Bad gefunden, dort fotografiert und anschließend dann trotzdem vor die Tür gesetzt habe:

Als jemand, der versucht rational an die Sache ranzugehen und der noch ungefähr 12.000 Spinnenbisse bräuchte, damit die mit Insektenstichen gleichziehen könnten, erlaube ich es mir, an der Stelle zu fragen: Ist das nicht ein ausgesprochen schönes Exemplar?


Wie gesagt: Rausgesetzt hab ich sie, in meinem Bademantel will ich sie auch nicht haben, ich bin kein Masochist. Aber auch wenn die Einwanderung dieser Art uns zweifelsohne eine relevante Giftspinne mehr beschert hat, so ist doch die Panik auch in diesem Fall definitiv übertrieben. Ich mag besonders den Abschnitt in der Wikipedia, in dem geschrieben steht, dass zwar denkbar sei, dass Allergiker mit dem Biss Probleme haben könnten, so hätte doch eine entsprechende Studie keine medizinischen Fälle finden können.

Ich möchte das Thema versöhnlich beenden. Ich hab mich die Tage nämlich sehr gefreut, als ich mit dem Knöpfle morgens in die Garage gegangen bin und er dort gleich eine große Winkelspinne ausgemacht hat. Er hat sich von mir zeigen lassen, dass die noch lebt und war etwas besorgt als sie von der Wand auf den Boden gefallen ist.

Als er dann Nachmittags von der Kita kam, saß die Spinne wieder nur einen Meter weg von ihrem ursprünglichen Platz und alles was dem Knöpfle dazu eingefallen ist, war, dass das jetzt ja die falsche Wand sei und sie von dort vielleicht gar nicht mehr so gut in die Garage sehen könne.

Und ja, das kann man sich ja auch mal fragen. 🙂

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Alles hat ein Ende …

… und auch mein Zeh ha … lassen wir das.

Obwohl mir meine Ärztin eine außergewöhnlich großzügige AU gegeben hat, sind die Tage des Schlendrians jetzt wohl vorbei. Leider, tatsächlich. Nicht weil ich nicht arbeiten will, ich freue mich sehr darauf, ganz ehrlich. Aber das mit der zweiten Erkrankung war kein Witz und während ich gerade zugeben muss, dass Homeoffice schon machbar sein wird, liegt jetzt das Spätzle mit Halsschmerzen und großer Erkältung absolut darnieder. Er ist vorher vor 19 Uhr ins Bett gegangen, das passiert ausschließlich an so richtig schlimmen Tagen und ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich da so einen Wert von einem bis zwei Tagen im Jahr nenne. Zwei kommt mir sogar ein bisschen viel vor.

Naja, jedenfalls hab ich meine letzten „freien“ Tage jetzt mit dem Hüten des kranken Spätzles verbracht und er wird weiter zuhause sein … das ist kein guter Start in die Arbeit, leider. Aber es wird schon. Ich freue mich auf die Kollegen, jetzt erstmal digital, aber hoffentlich bald dann wieder in persona.

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Kranken-Theme

So, ich hab mal ein anderes Theme reingehauen, das irgendwie ok aussieht, aber halt auch nur irgendwie. Ist halt komplett generisch. WordPress scheint auch ein bisschen der Enshittification anheim gefallen zu sein und es gibt kaum noch vernünftige Themes für einen einfachen Blog mit einer Seitenleiste. Alle setzen auf Bilder als Teaser, Kacheldesign etc. Finde ich für viele Sachen auch cool, aber irgendwas für Text wäre auch noch nett.
Ach ja: Die Kommentare werden jetzt anscheinend theme-übergreifend kacke dargestellt mit anderem Design und deswegen hab ich sie jetzt standardmäßig mal eingeklappt gelassen. Nervt mich ehrlich gesagt selbst, aber ich will mich da gerade nicht reinfuchsen und das css anpassen. Muss man ja auch alles erstmal raussuchen und dann fünfmal dicke Fehler machen und so. 🙂

Ansonsten bin ich kurz vor Ende meiner Krankschreibung nochmal richtig krank geworden. Die Wunde am Fuß ist abgeheilt, alles bestens und seit 24 Stunden liege ich flach, irgendeine Infektion hat mich nochmal erwischt. Ich hatte eigentlich vor, nach einem Monat  mal wieder zu arbeiten, aber wenn das jetzt noch drei Tage anhält, dann geht das ungelogen nicht. Blöde Sache. Haben jetzt am Wochenende schon zwei private Termine ausfallen lassen, was echt richtig schade ist. Ich will auch mal wieder mehr machen als zuhause rumzusitzen.

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Verrutschtes

Ach Mist, jetzt hat es mir hier mal wieder wegen eines Updates das Design zerschossen, weswegen man jetzt gerade die Kommentare nicht in der Seitenleiste findet. Ich schätze, ich werde wenn ich mal Zeit und Lust habe auf ein moderneres Theme wechseln. Das hier wird schon seit 10 Jahren oder so nicht mehr offiziell unterstützt. 😀

Ich tue mich damit allerdings auch ein wenig schwer, weil ich das hier so angenehm schlank finde. Die meisten heutigen sind dreimal so breit und haben dann 12 cm Leerfläche zwischen allen Elementen, eigentlich mag ich das alles nicht sonderlich. Ich finde es auch gut, dass die Bilder so klein sind (die ganz alten sind ja sogar zugeschnitten auf das Format), aber vielleicht geht es einfach nicht mehr anders. Ich hab ehrlich gesagt auch nicht mehr den Nerv, bei jedem Update stundenlang im Maschinenraum rumzukriechen und css-Anpassungen zu machen, weil da wieder alle Elemente aufeinander verweisen und man sich erst dreimal alles zerschießt, bis man in der Seitenleiste irgendeine Linie angezeigt bekommt.

Also stellt Euch drauf ein.

Ach ja, ich sehe mir auch gerne Vorschläge an …

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Fäden und so

So, da wären wir wieder.

Sorry, unser Internet spinnt gerade und ich dachte schon, ich käme mal wieder wie in den guten alten Zeiten unseres ersten Jahres in Berlin dazu, in Open Office zu schreiben, um es dann später als Blog zu veröffentlichen. Aber ganz so schlimm ist es dann offenbar nicht.

Ich war heute bei meiner Hausärztin und damit sind dann auch die Fäden raus aus der Amputationswunde. Eine weitere Kontrolle ist erstmal nicht geplant, die Heilung verläuft auch über alle Maßen gut. Das mit den Phantomgefühlen wird noch nicht wirklich weniger, aber es ist inzwischen alles sehr beherrschbar, insbesondere da mein Fuß keine großen Probleme damit hat, sich gegen irgendwas gegendrücken zu lassen, was wie im letzten Beitrag geschrieben das Gefühl verschwinden lässt.
Ich würde gerne sagen, dass ich gar keine Schmerzen habe und so im Alltag ist das auch richtig. Erstaunlicherweise. Aber keine Regel ohne Ausnahme und tatsächlich ist über dem oberen Rand der Wunde irgendwas dermaßen gereizt, dass es wirklich ernsthaft unfassbare Schmerzen bereitet. Ich hab das immer wieder beim Abziehen des Pflasters gemerkt und jetzt eben beim Ziehen der Fäden. Ich persönlich tippe ja darauf, dass da irgendein Nerv nicht so begeistert davon ist, dass er abgeschnitten wurde, aber ich bin kein Mediziner. Es passt halt vom Schmerz. Beim Zahnarzt ohne Betäubung bohren – genau das ist das Gefühl. Aber wenn ich da künftig keine Pflaster brauche und keine Fäden mehr gezogen werden müssen, dann mache ich mir da erstmal keine Sorgen. War nur eine Herausforderung heute, man möchte ja nicht der Patient sein, der aus irgendeinem Behandlungszimmer die ganze Praxis zusammenschreit und damit die anderen Besucher derselben erschreckt und vergrault.

Ansonsten wird es langsam. Ich schlafe noch schlecht, bin insgesamt ziemlich platt, aber eigentlich geht es stetig bergauf.

Mein Arbeitgeber hat mir Blumen gesendet, was für jemanden, dem nie jemand Blumen sendet, erst mal ein bisschen gruselig war, aber gefreut habe ich mich trotzdem. Auch wenn ich im Normalfall viel davon halte, die Art der Erkrankung für sich zu behalten – schon um Kollegen nicht in Zugzwang zu bringen, die ihre eigene ungern teilen wollen – habe ich dieses Mal in meiner Dankesmail trotzdem fallen lassen, was gerade Sache ist, damit ein paar der Kollegen sich schon mal gute Witze überlegen können.

Ihr seht: Verzweiflung steht jetzt gerade nicht ganz oben auf der Liste der Gefühle.

Die Ruhe der Krankschreibung tut gerade wirklich noch gut, aber dafür ist sie ja da. So langsam freue ich mich aber auch wieder darauf, ein bisschen Normalität einkehren zu lassen.

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