Category Archives: Medien

Happy Birthday!

Bevor ich es noch vergesse: Mit der gerade erschienenen Folge 66 ist fernsehkritik.tv 4 Jahre alt geworden. Für ein Internetmagazin ein beachtliches Alter! Respekt!

Ich bin hier und da immer am Überlegen, was es an diesem Magazin vielleicht zu verbessern gäbe, aber meist fallen mir nur Belanglosigkeiten ein. Im Laufe der Jahre habe ich sogar die rhetorischen Schwächen des Machers Holger Kreymeier zu schätzen gelernt und lade mir die Folgen nach wie vor gerne herunter.

Und auch wenn der Fernsehkritiker von sich selbst sagt, dass er das Magazin eigentlich macht, weil er das Fernsehen liebt, so sehe ich mich doch immer wieder durch selbiges darin bestätigt, keinen funktionierenden Fernseher mehr besitzen zu wollen. Ich wünsche jedenfalls alles Gute für die Zukunft!

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Serverwechsel

So, liebe Leute.

Ich hab mich tatsächlich zu einem Serverwechsel durchgerungen. Ich bleibe nach wie vor bei meinem alten Hoster all-inkl.com, den ich heute einmal mehr jedem ans Herz legen kann, der guten Service zu schätzen weiss. Ich hab, seit ich mal angedeutet habe, dass ich den Server wechseln möchte, gleich mehrere (!) Angebote bekommen, meine Seite kostenlos unterzubringen. Dafür ein dickes Danke den Leuten! (Ihr wisst ja, wer ihr seid 😉 )

Fakt ist aber, dass ich wirklich wirklich zufrieden bin mit meinem Anbieter, und das seit nunmehr 5 oder 6 Jahren. Im Internet eine Ewigkeit. Dummerweise ist mein Tarif auch noch aus der Zeit, und somit zahlte ich bisher (noch wegen der Mehrwertsteuererhöhung!) etwas mehr als für den günstigsten Tarif notwendig, zum anderen war aber vor allem der Speicherplatz auf 1 GB (Ja, sowas gab es.) begrenzt. Da würde ich jetzt schon 10 GB für kriegen…

Desweiteren aber wollte ich spätestens seit dem bildblog-Link mal vorsichtshalber auf einen schnelleren Server umziehen, bei dem auch keine Traffic-Begrenzung mehr existiert. Nach einer kurzen telefonischen Rückfrage wegen einiger Details hab ich nun auf das PrivatPlus-Paket gewechselt, mit dem ich wahrscheinlich bis zum Erreichen 6-stelliger täglicher Leserzahlen gut bedient bin. Nun ist alles erledigt, alle Einstellungen sind geändert und nun bleibt nur noch eines abzuwarten: Der Serverwechsel.

All-inkl.com macht die Serverumzüge grundsätzlich Nachts zwischen 2 und 6 Uhr, und folglich wird diese Seite (wie auch meine andere) entweder heute oder morgen Nacht  für bis zu vier Stunden nicht erreichbar sein. Also weinen dürft ihr deswegen natürlich, aber Sorgen machen muss sich niemand. Das gehört dazu.

Und wenn sich jemand wundert, warum ich hier so die Werbetrommel für meinen Hoster rühre: Ich bin wirklich zufrieden, ich hab jedes Mal bei Supportanfragen ohne ewige Warteschleife gleich kompetente Mitarbeiter an der Hotline, technische Störungen gab es noch nie, selbst meine heutige Speicherplatzüberschreitung führte nicht zu Drohmails oder Abschaltung, sondern lediglich zu einem Hinweis. So was findet man einfach nicht mehr oft. Und das weiss ich zu schätzen. Rabatt gibt es für diese Links keinen 😉

Nachtrag:
Serverwechsel scheint problemlos geklappt zu haben. Weiss leider nicht, mit welchen anderen Seiten ich das aushandeln muss, aber ich bin dafür, dass der neue Server Willibald heisst.

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G(r)imme more!

Ich hab es jetzt all die Tage vergessen, während die ganzen Berichte der anderen Blogger eingetrudelt sind…

Auch GNIT ist für den Grimme Online Award vorgeschlagen. Dazu bedurfte es jemandem, der die Seite vorschlägt, und diesem Jemand möchte ich einfach mal danken.

Ansonsten bedeutet der Vorschlag noch nichts, und ich glaube nicht, dass ich auch nur nominiert werde. Das sage ich jetzt gar nicht, um ein bisschen mit meiner Bescheidenheit anzugeben. Der Grimme Online Award ist eine Auszeichnung von wirklich abenteuerlicher Güte, und er wird für wirklich sehr hochwertige Seiten vergeben. Selbst wenn es ein „Jobblog“ schaffen sollte, einen der begehrten 8 Preise abzuräumen, dann glaube ich nicht, dass ausgerechnet ich das sein sollte. Gerade die hochkarätige „Konkurrenz“ wie das Bestatterweblog oder die ebenfalls hochinformative und dennoch nette Seite von Pharmama sind da meiner Meinung nach die besseren Kandidaten.

Aber ganz ehrlich: Toll wäre es natürlich schon 😉

Also ich freue mich über jeden Vorschlag bei irgendwelchen Wettbewerben. Ich denke aber, dass der Grimme zumindest noch ein paar Jahre warten muss…

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Panik aus der Hölle

Ein paar Leute haben es schon via Facebook mitbekommen. Ich hab nicht nur vor einiger Zeit (bei GNIT) ein Gewinnspiel veranstaltet, sondern kurz darauf auch eines gewonnen. Die Crew von „Kunden aus der Hölle“ hat so wie ich auch unter allen Kommentatoren eines Beitrages etwas verlost. Da hab ich als laut mitlachender und still mitlesender Typ ähnlich wie ein paar Leute bei mir einen ersten Kommentar dort abgegeben… und zack! Da war ich auch schon Gewinner eines Panik-Buttons.

Jetzt muss ich zugeben, dass ich eigentlich gar nicht wusste, was ein Panik-Button genau ist. Geschweige denn, was man – sollte man es je rausfinden – damit anstellen könnte.

Nicht nur das: Irgendwie sind meine Antwortmails auf die Nachfrage nach meiner Adresse im digitalen Nirvana verschwunden und ich hab die Sache schon völlig vergessen gehabt, als mich letzte Woche ein Paketbote nicht vom Bett bis an die Tür klingeln konnte.

Da ich nun nichts wirklich dringendes erwartet habe, ist ein wenig Zeit vergangen und ich hab erst gestern das Paket abgeholt, das völlig korrekt von offenbar findigen Verlosern adressiert worden ist. Als ich das Paket in der Hand hielt, war mir dann auch klar, was ich in meinen Händen hielt…

Nun ist es so, dass der Panik-Button, wenn man ihn einmal durchschaut hat, nicht arg viel mehr Sinn macht, als wenn man das nicht tut. Auf irgendwie komische und sehr laute Art erzeugt er Panik und beruhigt einen dadurch aber auch. Also: Was machen mit dem Ding?

Ozie und ich haben nach kurzem Brainstorming die Idee mit dem eigenen Panik-Raum verworfen, obwohl ich mir sicher bin, dass es kaum stylisher hätte gehen können. Stattdessen haben wir ihn nun angebracht, wo Panik – insbesondere bei Ressourcenknappheit – durchaus mal auftreten kann und wo der Button dementsprechend genau richtig ist. Aber seht selbst:

Wenn was klemmt: PANIK!!! Quelle: Kein Trinkwasser!

Wenn was klemmt: PANIK!!! Quelle: Kein Trinkwasser!

Im Übrigen könnte er an dieser Stelle tatsächlich dazu dienen, unliebsame Geräusche zu unterdrücken… wir sind gespannt, wie die Nutzung unter unseren Besuchern ausfallen wird 😀

Und besucht die Truppe aus der Hölle! Ist echt witzig!

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Ein kleines Lied zum Wochenende…

Immer noch ein Klassiker. Zumindest in meinem Umfeld. Achtung: Wirklich guter Punk!

Boxen auf Anschlag! 🙂

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Es ist ja nicht alles schlecht am GAU…

Irgendwer profitiert im Kapitalismus immer! Quelle: amazon.de

Irgendwer profitiert im Kapitalismus immer! Quelle: amazon.de

Nur mal so…

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Propaganda

So, jetzt haben wir den Salat. Bzw. die Japaner bald keinen mehr? Das Fehlen von Salat ist in meiner dunklen Kindheitserinnerung zumindest so in etwa das, was ich mit dem Reaktorunglück in Tschernobyl verbinde…

Ich werde mich hüten, irgendwelches technische Gefasel über die Vorgänge in und um die Reaktoren von Fukushima von mir zu geben. Mein Wissen über Kernkraftwerke ist ähnlich begrenzt wie das eines jeden durchschnittlichen Wikipedia-Lesers, und ich erwarte derzeit alles andere als vernünftige Informationen über die Situation vor Ort.

Aber ja, ich hab dann dennoch was zu sagen…

Ebenso wie sicher rund um den Planeten gerade ein Haufen engagierter Wissenschaftler daran arbeitet, Informationen zu bekommen und den weiteren Verlauf der ohnehin sehr unglücklichen Ereignisse in Japans Norden positiv zu beeinflussen, dreht sich die Erde weiter und an allen Ecken und Enden dieses runden Planeten mit grenzenloser Oberfläche wird weiter Politik betrieben. Und ja, da werden wir bald ziemlich derbe von betroffen sein.

Schließlich stellt dieses Unglück einmal mehr in Frage, ob die Nutzung von Kernenergie noch zeitgemäß ist.

Auch wenn ich oben im Text Tschernobyl erwähnt habe, möchte ich jetzt nicht bloß eines explodierten Reaktorgebäudes wegen Panik verbreiten. Ob die Vorgänge in Fukushima jetzt um den Faktor 100 ungefährlicher sind als 1986 in der Sowjetunion, etwa vergleichbar oder hundertmal schlimmer – ich gehöre nicht zum Kreis derer, die das einschätzen können. So wie sicher ein Großteil der Leute, die sich jetzt dazu zum Thema melden.

Fakt scheint jedoch mal ganz konservativ betrachtet zu sein, dass ein Ereignis, dass alle hundert, vielleicht alle zweihundert Jahre auftritt, dafür gesorgt hat, dass an einem AKW radioaktive Strahlung entweicht. Ob das jetzt unkontrolliert geschah oder wegen eines regulierenden Druckablassens, spielt im Ergebnis keine Rolle.
Und unabhängig davon, ob das jetzt schon ein Super-GAU ist, oder nicht einmal einer werden kann, man muss ja wohl zugeben, dass es nicht ganz unerheblich ist, wenn ein Teil eines Gebäudes explodiert, der mit ziemlicher Sicherheit nicht aus Designgründen existierte.

Schon gestern habe ich bei Twitter (fragt mich nicht bei wem, ich habs aus den Augen verloren) einen Tweet gelesen, der sinngemäß lautete:

„Jede Wette: „Es ist in Anbetracht vielen Opfer taktlos, die Ereignisse für plumpe Anti-Atomkraft-Propaganda zu nutzen.““

Dass plumpe Propaganda nicht hilfreich ist, ist klar. Nicht umsonst ist der Begriff „plumpe Propaganda“ ein kleines Bisschen negativ konnotiert. Traurig ist, dass diese Argumentation kommen wird.

Als ewiger Nörgler bin ich jetzt sicher nicht gerade der geeignetste Mensch auf dieser Welt, um zu Sachlichkeit aufzurufen. Aber ich möchte mal klarstellen, dass jede weitgehend politische Äußerung zum Thema, ob pro, ob contra, den Tatbestand der Pietätlosigkeit erfüllen wird. Ebenso wie es einige unangemessen finden würden, jetzt noch drauf rumzuhacken, dass es „vorhersehbar“ war, ist für andere sicher der Gedanke unerträglich, dass bereits darüber gefaselt wird, dass das ja überall sonst nicht hätte passieren können.

Zudem ist Pietät sicher nett, aber ohnehin dazu verdammt, zeitlich begrenzt zu sein. Es besteht wahrscheinlich sogar ein Konsens über alle politischen Lager hinweg, dass gerade vergleichbare Katastrophen in der Vergangenheit letztlich wenigstens einen kleinen Vorteil hatten: Sie konnten dazu genutzt werden, daraus zu lernen. Ob im Einzelnen die richtigen Schlüsse gezogen wurden – das mag ein anderes Thema sein.

Darüber hinaus birgt eine derartige „Argumentation“ die Gefahr, dass kleingeredet wird, dass es die Anti-Atomkraft-Bewegung seit Ewigkeiten gibt und sie sich jetzt nicht plötzlich meldet, um auf irgendeinem Trittbrett mitzufahren. Bloß weil man es seit 15 Jahren mal mehr und mal weniger geschafft hat, diese Leute zu überhören, braucht man sich jetzt nicht wundern, wenn sie nicht still sind, wo mal tatsächlich etwas passiert, vor dem seit Ewigkeiten von ihnen gewarnt wird.

Es mag sein, dass die Wahrscheinlichkeit eines atomaren Unfalls in Deutschland so niedrig ist wie sonst kaum wo. Aber es ist zum einen ziemlich überheblich zu glauben, die Japaner hätten sich über ihre Reaktorsicherheit keine Gedanken gemacht, und zum anderen ist dieser vielleicht vorhandene Vorsprung auch nicht gerade einer, den man mal eben verspielen sollte.

Ich bin ein eiserner Verfechter der Theorie, dass es eine absolute Sicherheit nicht gibt. Und ich bin so pragmatisch, deswegen unschöne Dinge als gegeben hinzunehmen. Aber wir reden bei Kernkraftwerken nicht darüber, wie eine Lösung der Probleme im Detail gewichtet wird – wir haben keine!
Katastrophen – so selten sie sein mögen – haben stets das Potenzial zu großflächiger Ausdehnung, und noch dazu werden Unmengen an hochgefährlichem Müll produziert. Müll, der so lange gefährlich ist, dass wir nicht nur nicht wissen, wie wir ihn unterbringen sollen, sondern noch nicht einmal, wie wir zukünftige Generationen davon in Kenntnis setzen könnten, dass er gefährlich ist.

Selbst unsere nicht gerade aktionsfreudige Regierung unter Mama Merkel will immerhin „nur“ eine Laufzeitverlängerung und nicht etwa ein dauerhaftes Festhalten an dieser sonst ja recht cleveren Form der Energiegewinnung.

Kurzum: Ich finde, gerade wenn etwas mieses wie jetzt in Japan passiert, sollt man darüber diskutieren, ohne dass einem was von Pietät erzählt wird, bloß weil es gerade (wie immer) schlecht passt.

Ungeachtet meiner persönlichen Abneigung gegen die Kernkraft an sich hoffe ich natürlich, dass das jetzt in Fukushima so glimpflich wie nur irgend möglich ausgeht und möglichst wenige Menschen und sonstige Lebewesen geschädigt werden, und die Geschichte doch eher ein zu lautes Rascheln im Blätterwald ist. Daran glauben tue ich allerdings gerade nicht so recht – zumal die derzeitigen Infos ausschließlich vom Betreiber und von der japanischen Regierung kommen – die mir als seriöse Quellen doch ein wenig zu sehr ins Geschehen involviert sind.

Falls jemand das Geschehen ausreichend findet, die Kernkraft zumindest nicht weiter zu unterstützen, dann kann ich nur empfehlen: Atomausstieg selber machen und Anbieter wechseln! (Hey, ich hab Propaganda versprochen!)

Hier aber noch ein paar informative Links:

Das PhysikBlog erläutert den Ablauf in AKWs und die Problematik der Kernschmelze anschaulich und unterhaltsam.

Physiker Jörg Rinds sucht nach Fakten und Links – nicht nach Meinungen.

Die Antiatompiraten tickern live Fakten aus Japan und Berichte von der Demo um Stuttgart.

Beim Spiegel tickert es auch.

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