Category Archives: Haushalt

Rot im Kalender

Heute ist uns Essen angebrannt.

Ich weiß, die wirklichen Dramen dieser Welt sehen anders aus. Aber nachdem Ozie und ich uns kaum noch erinnern konnten an das letzte Mal, dass uns diese – eigentlich ja verzeihlich simple – Panne in der Küche unterlaufen ist, wollte ich dieses Mal darüber bloggen, um nächstes Mal zu wissen, wie oft uns das wirklich passiert.

Und um anzugeben natürlich. 😉

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Die bauen mein Lieblingsgebüsch um!

Ein bisschen entsetzt bin ich ja schon. Unsere Direktverbindung zum Kaiser’s, der kleine Weg durch’s Gebüsch, ist derzeit gesperrt und das Gelände zu einem guten Teil plattgewalzt und entlaubt. Ich würde mir ja gerne eine Gebüschsanierung wünschen, aber die Wahrscheinlichkeit ist doch eher gering, dass in Berlin ausgerechnet für sowas Geld ausgegeben wird.

Nun stellt sich die Frage: was wird auf dem doch sehr begrenzten Gebiet gebaut?

Ein neuer Einkaufswagenunterschlupf für Kaiser’s?

Ein Kiosk?

Oder bekommen wir doch noch die lange gewünschte Packstation vor der Haustüre?

Es ist und bleibt spannend, in einem Viertel zu wohnen, in dem sich so viel ändert. Schade um’s Gebüsch isses trotzdem, ich hab’s wirklich gemocht. 🙁

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Wochendend-Nachtschicht ist …

… wenn man einen Arzttermin zu einer, nun ja, etwas ungünstigen Stunde kriegt. Sagen wir (in normales Leben übersetzt) Montag abends um 23.30 Uhr. Und man dann verabschiedet wird mit:

„Schönen Tag noch!“

„Schönes Wochenende noch!“

und

„Schönes Wochenende und – falls Urlaub ist – schönen Urlaub!“

Nun ja.

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Die Liebe der anderen

Vermutlich tue ich meinen Nachbarn mit den beeindruckenden Stimmbändern und dem Hang zum gegenseitigen Anzeigen unrecht – aber irgendwie musste ich bei diesem Stilleben auf unserem Vordach an sie denken:

Bei uns in Marzahn regnet's rote Rosen! Quelle: Sash

Bei uns in Marzahn regnet’s rote Rosen! Quelle: Sash

PS: Noch ist unklar, inwiefern das mit dem Vordachfund von 2011 zusammenhängt.

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Aus dem Bett gedonnert

Und das wörtlich.

Hier in Marzahn ist man an gelegentliche Explosionen gewöhnt. Im Ernst. Pyrotechnik ist eine Art Massensport – selbst wenn mal kein WM-Spiel mit einem 7:1-Sieg gegen Brasilien (btw. WTF? o.0) einen Auslöser bietet. Vermutlich ist es die Grenznähe, die hier für ein vermehrtes Aufkommen der „guten“ Kracher sorgt, mit denen man auch größere Objekte spaßverliebt pulverisieren kann.

Gestern aber war es der gute alte natürliche Donner, der mich im Rahmen des Unwetters hat senkrecht im Bett stehen lassen. Gut, ich war davor schon halb wach, denn lautstarker Regen und der ein oder andere Blitz hatten eine Stunde zuvor schon ein wenig an meinem Schlaf gezerrt. DAS jedoch hab ich in all meinen 32 Jahren auf diesem Planeten noch nicht mitbekommen. Und ausgerechnet bei Gewittern bin ich tatsächlich einiges gewöhnt. Viele Jahre meiner Kindheit habe ich in einem Zimmer geschlafen, das keine 100 Meter von der Turmspitze der höchsten Stuttgarter Kirche entfernt lag. Dementsprechend hatte ich ein paar Mal das Vergnügen, mit recht nahen Blitzeinschläge zu tun zu haben.

Irgendwie aber muss die Akustik der Plattenbausiedlung hier eine besondere sein, denn sowohl der Einschlag der Lautstärke nach sehr nah war, kam statt dem scharfen Knall nur ein mehrfach reflektierter Donner an, der aber ohne Übertreibung den kompletten Betonbunker mit seinen 150 Metern Länge hat erzittern lassen. Würde ich heute in den Pressemeldungen der Polizei lesen, dass es kein Blitzeinschlag sondern die Sprengung eines Hauses war, ich wäre nicht verwundert.

Und ich wäre nicht ich, hätte ich in Anbetracht dieses eindrucksvollen Schauspiels nicht nochmal darüber nachgedacht, wie viel Glück ich eigentlich habe, mich so wenig mit der unglaublichen Kraft der Naturgewalten beschäftigen zu müssen. Wo ich wohne, wird der heute auf die Straße gewehte leere Altpapiercontainer für lange Zeit die aufsehenerregendste Begegnung mit irgendwas gewesen sein, gegen das das Ordnungsamt nichts tun kann. Und das hat mich ein bisschen daran erinnert, wie ich letztes Jahr „Eroberung des Nutzlosen“ von Werner Herzog gelesen habe. Ein Buch, das ich jedem nur empfehlen kann. Mir wurde es netterweise zugeschickt und ich hab mich damals gefragt:

„Hä? Was soll mich das interessieren? Ich kenne ja nicht mal den Film, dessen Dreharbeiten darin beschrieben werden!“

Aber wisst Ihr was? Das macht nix!

Diese Beschreibung, wie Deutsche im südamerikanischen Regenwald einen perfekten Film drehen wollen/müssen, könnte für mich auch komplett fiktiv sein. Es ist ein großartiges und spannendes Buch. Für die, die sich mit Kinski, Herzog und deren Filmen näher auskennen, ist es sicher nochmal wertvoller – aber ich als nicht zu dieser Gruppe gehöriger Mensch habe den Link nicht des Amazon-Partnerprogramms wegen gesetzt, sondern weil mich die Erzählung gefesselt und gerade im Bezug auf die Widrigkeiten zwischen Mensch und Natur wieder etwas geerdet hat.

Dass meine Sicht auf Naturgewalten etwas schwärmerisches hat, kann ich nicht verleugnen. Ich bin mir aber bewusst, dass ich in diesem wie in vielen anderen Punkten irgendwo unter den obersten 10% der Menschen zu finden bin, die sich keine Sorgen machen müssen. Selbst in Deutschland haben wir ja erst im vergangenen Monat wieder mal gemerkt, wie hart man bisweilen von sowas „simplem“ wie einem Sturm getroffen werden kann. Ich persönlich freue mich aus meiner Perspektive dann halt trotzdem immer, wenn ich sowas mal in Ansätzen miterleben kann. In diesem Punkt kann ich „Leider geil“ von Deichkind mal sowas von nachvollziehen. 🙂

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Lebenszeichen

Gut, allzu viele Sorgen wird es um mein Ableben nicht gegeben haben. Schließlich erscheinen bei GNIT weiterhin fast jeden Tag neue Artikel.

Und da zeigt sich auch schon, was Sache ist: ich arbeite gerade für meine Verhältnisse relativ viel. Letzte Woche bin ich sogar Montag und Mittwoch für ein paar Stunden rausgefahren. Daneben schreibe ich noch immer am Taxibuch (inklusive dazugehöriger Korrespondenz) und bin gerade mal wieder dabei, mich mit den Meldungen bei der VG-Wort zu beschäftigen, was einem regelmäßig Gehirnknoten wegen stupidem Copy&Paste beschert.

Außerdem läuft gerade im Fernsehen ein relativ großes Sportevent, in das ich gelegentlich reinschaue, um eine Ausrede dafür zu haben, Pizza zu essen.

Wenn dann (neben Haushalt und Beziehung) noch Zeit übrig ist, lese ich zudem ein bisschen und das wiederum inspiriert mich zum Schreiben, was mich weniger arbeiten lässt als ich will und …

Es ist ein Teufelskreis.

Außerdem keiner, der sich sonderlich unterhaltsam in schöne Worte packen lässt. Klar, ich könnte Buchrezensionen schreiben. Aber darin bin ich schlecht und außerdem weiß ich nicht, ob mein Geschmack sich auch nur mit dem von irgendwem von Euch deckt. elder taxidriver mal ausgenommen. 😉

Gerade hab ich „Stress – mein Leben“ von Hans Selye beendet und lese mich jetzt durch „Remix“ von Stuckrad-Barre. Zu letzterem möchte ich tatsächlich noch ein paar Worte loswerden:

Da sind schon ein paar tolle Texte drin. Aber mindestens genau so viele seeeehr mittelmäßige. Ich finde den Schreibstil viel zu aufgesetzt – gerade bei der Interpunktion wirkt das Ganze wie ein sinnloses aber absichtliches Tabubrechen. Wobei das vielleicht auf das Alter der Texte (und des Autors, als er jene schrieb) zurückzuführen ist. Nach anfänglicher Begeisterung habe ich jetzt in der Mitte ein Gefühl, das „Bernie“ offenbar hatte, als er mein eBook gelesen hat. Er rezensierte vor einiger Zeit bei amazon wie folgt:

„[…] flockig, locker runtergeschrieben. Nicht lustig, nicht tragisch, nicht weltbewegend, nicht traurig, keine Höhepunkte, keine Tiefpunkte… tröpfelt halt so dahin. Warum muss man darüber ein Buch schreiben?“

Nun, und damit nehme ich Stuckrad-Barre in Schutz: Weil’s einfach geil ist, ein Buch rauszubringen!

Alternativ bliebe die Erklärung, dass man endlich eine Möglichkeit gefunden hat, auch noch den letzten Mist, den man rumliegen hatte, zu Geld zu machen. Das kann ich bei meinem eBook wirklich nicht sagen, dafür war es zu viel Aufwand. Bei „Remix“ bin ich mir noch unsicher.* 😉

So, nun war das also doch eine Art Rezension.

Eigentlich wollte ich wirklich nur sagen, dass mir gerade der Input fehlt. Mein Highlight der Woche ist bisher, dass ich in der Packstation ein Paket für jemand anders gefunden habe – aber die Blogbarkeit dieses Ereignisses hängt stark vom weiteren Verlauf der Geschichte ab, und der ist noch ziemlich unklar.

Aber keine Sorge, ich bleibe dem Schreiben hier nicht auf Dauer fern. 🙂

PS: Die Geschichte mit der Silvesterfeier in der Badewannenfabrik in „Remix“ ist zum Beispiel großartig. Ein begnadeter Schreiber ist Stuckrad-Barre, das will ich nicht einseitig herabwürdigen. Aber manch anderes Anekdötchen ist wirklich enttäuschend. Für einen anspruchslosen Allerwelts-Blogeintrag durchaus ok (siehe dieses Gemurkse hier), aber für ein gegen Geld zu erwerbendes Buch reichlich fad im Abgang …

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Nudeln mit Tomatensauce

Willkommen in der Realität! Narf.

Ich hatte mich gefreut, das endlich hinter mir zu haben: beim Einkaufen im Supermarkt zuerst auf den Preis zu schauen, Geld zu zählen, mir die Zeit mit Gedanken über diesen Quatsch zu versauen. Muss ich nun aber erst einmal wieder.

Ich will eigentlich nicht meckern, im Grunde geht es ja bergauf. Aber die letzten Monate (vor diesem) war das Taxigeschäft mau, ich hab viel geschrieben, was erst in der Zukunft vergütet wird; entsprechend wenig gearbeitet – und dann überraschen einen plötzlich wieder die alten monatlich fälligen Abbuchungen. Ich schätze, jeder von Euch kennt das, und sei es nur aus der Vergangenheit. 🙂

Nun ist halt mal wieder ein Monat angesagt, wo das alles ein bisschen schwieriger läuft und rechtzeitig das Geld von A nach B überwiesen werden muss. Dazu hier mehr arbeiten, dort ein bisschen sparen, ein bisschen Verzicht üben und hoffen, dass das am Ende ausreicht. Mal wieder Nudeln mit Tomatensauce essen – nicht nur, weil es lecker; sondern auch, weil es günstig ist.

Ich glaube, einer der Mythen des Erwachsenwerdens ist, dass man diesen Mist irgendwann völlig hinter sich lassen kann.

Gut, natürlich verdient man in manchen Jobs genug, damit man nicht übers Essen nachdenken muss – aber dann hat halt der teure Wagen einen kapitalen Getriebeschaden oder der Regen tropt durchs frisch gedeckte Dach des Eigenheims. Das Geheimnis ist vielleicht weniger, irgendwann endgültig ausgesorgt (das Wort schon!) zu haben; sondern mit Problemen umgehen zu können.

Und das zumindest, glaube ich jedenfalls, kann ich inzwischen. Können wir inzwischen. Und es hilft ungemein, nicht vergessen zu haben, wann die Unternehmen, mit denen man Verträge hat, ihre Konten wirklich checken und Mahnungen verschicken. Zumindest in den ersten Monaten der Krise lässt sich viel durch Verschiebungen arrangieren – da könnten finanziell unabhängige Besserverdiener sogar weniger Wissen haben, als jonglierbegabte WG-Finanzverwalter wie wir. 😉

Vor allem aber will ich mal eines loswerden, was ich immer wieder – auch dieses Mal, shame on me! – vergessen habe: es hilft, ich auszutauschen, gemeinsam zu planen und Strategien zu entwickeln. Noch vor 24 Stunden haben mich die größer werdenden Sorgen fast erdrückt – jetzt geht es mir geradezu blendend, alleine weil ein Plan existiert.

Ich will ehrlich gesagt keine Einzelheiten nennen, aber ich kann z.B. sagen, dass es unglaublich hilfreich ist, mal in der Waschmaschine nachzusehen, was sich an Kleingeld in der Gummilippe an der Tür angesammelt hat. Und immer fleißig Nudeln mit Tomatensauce (in meinem Fall auch mal Tomatensuppe mit Nudeln) essen! Das ist immer ein guter Plan.

PS: Das ist bewusst kein Betteleintrag geworden, in dem ich versuche, Euch zu Spenden zu überreden. Eigentlich sollte das eher eine Warnung sein, dass wir uns diesen Monat nur treffen können, wenn Ihr mir ein Bier ausgebt. 😉
Aber einen großen Dank möchte ich an die aussprechen, die mir trotzdem ohne Vorwarnung einfach mal so was über Flattr, Amazon oder Paypal haben zukommen lassen: Ihr seid sowas von die Besten, echt jetzt! <3

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