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Lifestyle

Irgendjemand hat auf Mastodon in den letzten Tagen ungefähr folgendes gepostet:

„Es ist eigentlich ziemlich beeindruckend, wie konsequent Friedrich Merz bei jeder sich bietenden Gelegenheit genau die falsche Entscheidung trifft.“

Und ich habe irgendwas in der Art auch schon irgendwann geschrieben. Wie auch nicht?

Jetzt steht also für die Regierung das Recht auf Teilzeit zur Debatte. Von einer Kommission wurde gefordert, „Lifestyle-Teilzeit“ bräuchte man nicht, das Land muss ja schließlich härter anpacken.

(Edit: Ich hatte als ich das geschrieben habe tatsächlich übersehen, dass sich durchaus Teile der Regierung skeptisch geäußert haben – was mein Urteil in der eigentlichen Sache definitiv zu hart macht. In gewisser Weise möchte ich mich dafür entschuldigen. Allerdings – und das war natürlich der Grund, warum ich mich ohne Recherche von meinem Confirmation Bias habe treiben lassen – passt es unfassbar gut ins Bild von Ideen, Vorschlägen und Handlungen der aktuellen Regierung, die überwiegend dieses plumpe rechtspopulistische Weltbild befördern und erschreckend schamlos scheinbar nichts besseres bewirken als eine Umverteilung von unten nach oben)

Das ist ein wunderbares Beispiel dafür, warum ich wirklich nicht nachvollziehen kann, weswegen man uns Linken gerne vorwirft, „ideologisch statt rational“ zu entscheiden, während die Guten in der Mitte sowas ja nicht machen würden. Es ist so ein schönes Beispiel, weil es keine Forderung aus Wolkenkuckucksheim betrifft, sondern eine Regelung, deren Auswirkungen zumindest halbwegs gesichert vor uns liegen. Seit der Einführung sind mehr Menschen in Arbeit und es ist offensichtlich, dass ausgerechnet in einigen der am dringendsten benötigten Jobs (Pflege, Rettungsdienst etc.) eine Menge Leute Teilzeit arbeiten, die das in Vollzeit gar nicht könnten, rein stressbedingt. Und man muss wirklich kein Hellseher – noch nicht mal Akademiker – sein, um zu begreifen, was es bedeuten würde, wenn man denen die Möglichkeit nehmen würde:

Einige würden ganz aussteigen, vielleicht einen anderen Beruf wählen; andere würden es versuchen und am Ende vermutlich länger krank sein. Sicher, irgendwen wird es immer geben, der das dann schafft, aber wenn man ein Land regiert, sollte man sich vielleicht nicht auf Cherrypicking bei den Ergebnissen verlegen, sondern die Statistik im Kopf behalten. Und die Auswirkungen im großen Ganzen wären verheerend. Aber ich schätze, wir reden hier auch mal wieder über eine Weltanschauung, in der arbeitende Frauen quasi nicht vorkommen oder bestenfalls egal sind.

Ich selbst arbeite auch in Teilzeit. Wenn man die Flexibilität meines Jobs und die Umstände betrachtet, könnte ich vielleicht sogar Vollzeit arbeiten. Aber ich tue es nicht und habe es auf absehbare Zeit auch nicht vor. Dass Arbeit anstrengend ist und ich vielleicht auch einfach keinen Bock darauf habe – was, finde ich, eine völlig okaye Einstellung ist – ist dabei wirklich nur ein kleiner Punkt. Ich gehöre dieser offenbar völlig unwichtigen Subkultur der „Eltern“ an und dank jahrzehntelanger Vernichtungspolitik der „Mitte“ sind die Betreuungszeiten von Kindern in aller Regel völlig unkompatibel zu Vollzeitarbeit. Selbst die Ganztagsschule des Spätzles bietet im extremsten Fall 9 Stunden Betreuung am Tag an. Im extremsten Fall sage ich, weil das eine nicht für alle verfügbare Frühbetreuung ab 7 Uhr mit einschließt und zudem natürlich mitnichten alle Tage einschließt. Freitags ist ohnehin früher Schluss, dazu auch zu allen möglichen anderen Anlässen: Bei Projekten, Ausflügen und Stundenausfall zum Beispiel. Bei acht Stunden täglicher Arbeitszeit plus Pause würde ich z.B. jede Woche zwangsweise eine, meist eher mehrere Stunden Minus machen. Mal abgesehen davon, dass die Rechnung von weniger als 15 Minuten Arbeitsweg ausgeht. Und auch davon abgesehen, dass der Jahresurlaub sich ja nicht einmal im Entferntesten an den Ferienzeiten der Kinder orientiert.

Hätte ich nicht meinen Lifestyle-Dienstag frei, kämen dazu noch zusätzliche Arzttermine für mich und die Kids und alles, was halt sonst so anfällt, was wir im Notfall gerade immer dahin schieben können. Ich meine, wenn ich jede Minute der Betreuungszeit arbeiten muss, wann bringe ich dann das fucking Auto zum TÜV?

Dabei ist das wie so oft gar keine Beschwerde über meine Situation, sie bietet sich halt an. Aber wir sind zu zweit, wir haben Jobs mit überwiegend Homeoffice, genug Geld und flexible Arbeitszeiten noch dazu … wir haben es so viel besser als so viele da draußen.

Und ja: Im aktuellen Job habe ich gleich in Teilzeit angefangen, das ginge natürlich auch nach den derzeitigen Plänen weiterhin. Aber davor habe ich in der Verkehrsregelungszentrale  gearbeitet. Ein toller Job, aber eben auch einer, der sehr rigide war bei den Arbeitszeiten. Abweichungen vom Schichtplan waren quasi unmöglich. Ich habe nach der Geburt des Knöpfles mein Recht auf Teilzeit in Anspruch genommen und ihr könnt mir glauben: die hätten einen Scheiß getan, mir das zu ermöglichen, wenn ich das Recht nicht gehabt hätte! Der Gedanke, dass jemand nicht dem strikten Plan folgt, „wie es alle tun“, war ausnahmslos allen dort derart fremd, dass es schon bizarr ist. Und wir hatten schon einen bizarren Dienstplan, das kann ich euch sagen. Und ja, ich hätte keine Wahl gehabt. Ohne Teilzeit hätte ich kündigen müssen. Oder meine Frau in einer anderen Senatsverwaltung. Kann mir jemand mal sagen, wer davon was gehabt hätte. Stellt euch mal vor, wie verzweifelt die damals gesucht haben, dass sie am Ende mich genommen haben!

Im Ernst: Es ist furchtbar wichtig, dass Menschen in ein Teilzeit-Modell wechseln können, wenn sich die Lebensumstände ändern. Denn die Alternativen sind nunmal oft Kündigung oder Krankschreibung und in Anbetracht des anhaltenden Fachkräftemangels kann ich mir nicht mal vorstellen, dass es am Ende der Wirtschaft nützt, kurzfristig noch ein paar unproduktive Zusatzstunden aus der Belegschaft rauszuquetschen, um sie dann ganz zu verlieren. Wie ich sagte: Ohne Ideologie lässt sich das nicht sinnig erklären.

Und by the way: Natürlich lebt Politik auch davon, Entscheidungen nach seinen Idealen und Vorstellungen zu machen. Die der derzeitigen Regierung und mindestens ebenso sehr die ihrer Ideengeber sind halt verachtenswerter Scheiß.

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Die kleinen Dinge

Ich hatte ja neulich in einem Nebensatz schon mal erwähnt, dass unsere Kids nicht gerade darben, wenn es um Spielzeug geht. Eher im Gegenteil. Natürlich darf man dabei auch nicht die kurze Aufmerksamkeitsspanne des Spätzles vergessen, aber es hat ja auch ganz handfeste Auswirkungen aufs Knöpfle, dass immer eine Menge Zeug zum Bespielen da ist. Ja, natürlich durchaus auch eine gewisse Anspruchshaltung. Das kann ich ihm mit seinen vier Jahren aber auch nicht übel nehmen, alle Vierjährigen wünschen sich mehr als sie haben, unabhängig vom Status Quo. Vor allem dann aber auch eine gewisse Genügsamkeit, wenn es wirklich ans Eingemachte geht. Im Spielzeugladen zum Beispiel.

Ich war heute mit dem Knöpfle im großen Spielzeugladen des Nachbarortes, und zwar um etwas zu kaufen, von dem ich vor 30 Jahren nicht gedacht hätte, dass es für Kids noch ein Ding sein könnte, wenn die Haushalte erst einmal Spielekonsolen und Tablets vorhalten: Klebehände. Fahren gerade beide Kids voll drauf ab, die ersten waren allerdings im Rahmen der intensiven Nutzung nur von … begrenzter Dauer. Nun haben wir natürlich auch gesagt:

„Ja, wenn Du mitkommst, darfst Du dir auch was extra für dich auswählen, aber nichts großes.“

Im Grunde ein Anfängerfehler. So vage Aussagen sollte man nicht treffen. Alleine: Mit Preisen kann das Knöpfle noch nichts anfangen und ich persönlich hatte jetzt auch nichts konkretes im Sinn. Und es war mir nicht wirklich wichtig, ob es jetzt 7 statt 5 oder 11 statt 10 Euro – oder wie auch immer man die Grenze gesetzt hätte – geworden wären.

Entsprechend kam es wie es kommen musste: Ein großes Spiderman-Wasserwerfer(?)-Fahrzeug für 30 Euro wollte er sich gönnen und bei aller Ungenauigkeit: Dass das nichts kleines ist, wollte ich schon klarstellen. Ich will nicht sagen, dass das komplett easy lief. Natürlich fand er meine Ablehnung nicht toll und hat es kurz mit Weinen quittiert. Ist ja auch doof. Aber ich war ehrlich gesagt ziemlich stolz auf ihn, wie er zwei Minuten später mit mir zusammen das Gefährt weggestellt und sich mit etwas Verhandlungsgeschick ein wesentlich kleineres und billigeres Fahrzeug erstritten hat, ohne dass es zum Drama wurde oder nochmal Tränen gab.

Im Endeffekt haben er und sein Bruder den Rest des Tages aber eh mit den Klebehänden gespielt.

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Knöpfle at home

Wir sind dieses Jahr fast unbeschadet durch die Krankheitswellen gekommen, die da draußen wüten. Nach den letzten Jahren und mit Kindern in zwei verschiedenen Einrichtungen eigentlich mehr als zu hoffen war. Aber am Montag hat sich das Blatt gewendet: Während ich in Mainz im Büro war, musste Sophie das Knöpfle abholen. Fieber. Fast zeitgleich ging über die Kita-App noch eine Warnung raus, dass es mehrere bestätigte Influenza-Fälle gäbe und man die Kids bitte im Zweifel lieber daheim lassen sollte. Ich hab meinen Kollegen gleich angedeutet, dass ich vielleicht länger nicht kommen würde, denn: Grippe ist in der Kita, Knöpfle hat Fieber und ich, ich hatte für meinen freien Dienstag das Aufpassen auf den Zwerg gezogen. Wie würde da wohl mein Rest der Woche aussehen?

Im Grunde haben wir nur drauf gewartet, dass es gleich richtig losgeht, man weiß ja, wie das mit Grippe ist. Stattdessen war die Nacht nicht schlimmer als der Abend, Knöpfle hatte einmal noch 38 Grad Temperatur und dann wurde es eigentlich besser. Kein Fieber, aber vor allem auch ein relativ entspannter Dienstag. Entspannter als ein normales Wochenende zumindest. Eigentlich hatten wir zwei recht viel Spaß. Klar, den Tag nach dem letzten Fieber muss er auch zuhause bleiben, Sophie nimmt einen oder zwei Tage kindkrank, aber vermutlich war es das doch schon. Also doch nur eine Erkältung. Vermutlich die selbe, die ich auch schon seit geraumer Zeit verschleppe. Oder die letzte Impfung hat echt Wunder gewirkt. Trotzdem Däumchen drücken für die kommende Zeit.

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Willkommen beim PC-Gaming!

Ach, da hab ich dem Spätzle gestern versehentlich eine Lehrstunde zum Thema PC-Gaming geben müssen.

Eigentlich wollte er abends nur noch eine halbe Stunde Goat Simulator 3 spielen, aber dann wollte Ubuntu ein Update und dann war die Auflösung des Systems plötzlich auf 640 x 480 festgezurrt. Ich persönlich war an der Stelle noch gar nicht so verzweifelt, ist ja offensichtlich, dass beim Update irgendwelche falschen Grafiktreiber ausgewählt wurden.

Leider hab ich es nicht so schnell gefixt gekriegt, wie ein kleines ADHS-Spätzle das gerne gehabt hätte, denn ich bin auf ein Problem mit der grafischen Benutzeroberfläche von Ubuntu gestoßen: Ich hab das Fenster mit den zusätzlichen Treibern geöffnet, konnte auch einen Nvidia-Treiber auswählen, der mir irgendwie brauchbar erschien (Methode: Raten), nur waren sämtliche Bedienelemente wie z.B. der Button zum Bestätigen außerhalb des Sichtfeldes, das ja nun mit 480p ein bisschen eingeschränkt war. Und das Verschieben des Fensters half auch nichts, weil es immer zurückgesnappt ist, wenn ich es zu weit geschoben habe. Verkleinern auf sooo wenig Platz ging schonmal gar nicht.

Ich hab natürlich versucht mich durchzutaben, aber ohne Feedback habe ich es auch nicht getroffen. Einmal, zweimal, dreimal …?

Am Ende hab ich schon Terminalbefehle gegoogelt, um das ganze vielleicht ohne GUI machen zu können, aber dann hab ich mich einmal versehentlich aus dem aktuellen Desktop zur Auswahl der Desktops rausgeklickt und da hab ich dann gesehen, dass ich offensichtlich einmal zum richtigen Zeitpunkt Enter gedrückt hatte, weil da ein Ladebalken rödelte. ich konnte wegen der Auflösung zwar nichts lesen, aber ich hatte einen neuen Treiber ausgewählt, irgendwo blind bestätigt und jetzt lud irgendwas. Wie falsch sollte ich schon sein?

Es war insgesamt scheiße und die Stimmung zwischen uns beiden entsprechend. Will das nicht empfehlen. Hätte ich vermutlich in dem Fall auch besser handeln können, ich bin bei sowas leider auch nicht immer im perfekten Papa-Modus. Aber einer der großen Punkte der nächsten Jahre wird sicher auch sein, das Spätzle fit zu machen für all das, was die Technik so mit sich bringt und vielleicht ist das Wissen, dass selbst sowas wie Spielen nicht immer so einfach ist wie auf der Switch, wo alles einfach passiert und funktioniert, einer der Punkte, der dieses Wissen irgendwie ins kleine Gehirnchen bringt.

Vielleicht merkt er sich aber auch nur, dass ich es nicht toll fand, dass er wiederholt versucht hat, das Spiel zu starten, während ich irgendwas langweiliges an meinem eigenen Computer nachgeschaut habe. Man weiß es leider jetzt noch nicht.

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Alles wie immer

Die aktuelle Woche ist nochmal eine mit ihren ganz eigenen Herausforderungen. Das Spätzle zum Beispiel hatte noch eine lange geplante Ferienbetreuung, bei der wir eigentlich bis zuletzt nicht so recht wussten, ob wir sie in Anspruch nehmen würden. Drei Ausflugsfahrten von Wiesbaden aus, von Montag bis Mittwoch. Indoorspielplatz und Museen. Schien uns nach den vergleichsweise ruhigen Weihnachtsferien gar nicht so wichtig zu sein, wir hatten sogar die Betreuung nur so mittel geplant. Montags hab ich das mit Büro verknüpft, dienstags hatte ich eh frei und Mittwoch war so ein bisschen „Mal gucken“, was aber dazu führte, dass ich doch nochmal spontan Urlaub genommen habe. Ich muss eh Resturlaub loswerden, passt schon. Zumal wir mehr als positiv überrascht waren, dass das Spätzle freiwillig zu den Ausflügen mit ist. Fremde Leute, fremde Locations und er als Siebenjähriger mit seiner kleinen sozialen Awkwardness watschelt da selbstbewusst rein und macht mit wie ein Großer. Im Wissen, dass das durchaus auch unserem Engagement der letzten Jahre zu verdanken ist, hat mich alleine das Bild am Montagmorgen vor Stolz fast platzen lassen.

Dienstags haben wir wegen eines Arztbesuch dafür das Knöpfle daheim gelassen. War einfacher und hat auch echt prima geklappt. Und dann hat sich die Kita nachmittags gemeldet mit der Info, dass Mittwochs vermutlich keine Betreuung stattfindet, weil die Heizung kaputt ist.

OK?

Also im Großen und Ganzen mögen wir es, wie sie die Dinge da regeln, aber wie kann es denn sein, dass bereits der dritte Tag im neuen Jahr schon ausfällt, weil die letztes Jahr komplett neu gebaute Heizung nicht tut?

Und mittwochs kam dann mittags die Info, dass es am Donnerstag vermutlich mit einer Notlösung klappen könnte. Nähere Infos dann morgens. WTF?

Also hab ich mich gestern während meines Urlaubs mit einer Kollegin besprochen und mich zudem bei der Arbeit eingeloggt, um ein zweites Mal binnen einer Woche spontan am Folgetag Urlaub zu beantragen. Ich bin froh, dass es geklappt hat, aber das ist auch nicht die Art, wie man das neue Jahr bei der Arbeit beginnen will. Und, gab es dann heute Betreuung? Ja, aber natürlich nicht ohne es noch einzuschränken mit „Wir behalten uns vor, nach dem Mittagessen Schluss zu machen“. Ist nicht passiert, alles gut.

Ich kränkel gerade eh etwas rum und bin ganz froh jetzt über den Tag Pause. In anderen Lebenslagen mit anderen Arbeitgebern wäre das allerdings auch schon wieder ein ziemliches Desaster geworden.

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Happy 2026!

So, ich hoffe, Ihr seid alle gut angekommen im neuen Jahr.

Unser Übergang hat sich wie stets recht gemütlich gestaltet mit einem Abend zwischen Fernseher und Chips. Wir haben dem Spätzle mit großem Erfolg Mr. Bean nahegebracht und beide Kids haben sich gegen 20 Uhr auf der Terrasse ein wenig mit Wunderkerzen und Knallerbsen austoben können. Das Knöpfle hat irgendwann kurz nach 22 Uhr aufgegeben und das Spätzle hat es jetzt das zweite Jahr bis nach 0 Uhr geschafft und war beeindruckt von dem, was wir hier aus dem Garten vom Feuerwerk sehen und hören konnten.

Das ist also das, was mit 44 Jahren und Kindern von Silvesterparties bis 5 Uhr übrig bleibt. 🙂

Um aber ehrlich zu sein: Das ist gar nicht so übel wie es sich für diejenigen anhört, die selber am feiern sind. Perspektive verschiebt sich und nicht nur bei Kindern gilt, dass es im Leben solche und solche Phasen gibt. Missen will ich eigentlich weder diese noch jene. Keine Frage, irgendwo in mir ist auch noch der Wunsch, mal wieder eine Party vom Schlage der alten WG-Parties zu feiern, aber man kann sich von einem Morgen mit Kindern nicht frei nehmen. Heute morgen sind wir alle bis nach 8 Uhr im Bett geblieben, das ist um Längen der absolute Rekord bisher und wie erwähnt damit erkauft, dass ich dem Spätzle um 0:20 Uhr noch was vorgelesen habe.

Im Großen und Ganzen freue ich mich auf das Jahr, und seit langem mal wieder ohne das davor zu verdammen. Nice!

Wie gesagt: Ich hoffe, bei Euch lief auch alles gut – was immer das dann im Einzelnen bedeutet.

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2025? 2026!

Eigentlich gehe ich davon aus, dass ich noch einmal schreiben werde dieses Jahr, aber man weiß ja nie. Und der 24.12. ist nun wirklich nicht der frühestmögliche Termin für einen Jahresrückblick.

Heute war dann Weihnachten. Ich weiß, Heiligabend. Aber da wir keine Familienbesuche zum Fest anstehen haben sind die nächsten beiden Tage arbeits- und einkaufsfrei, aber halt vergleichsweise wenig besonders. Heute hatten wir mit der mittäglichen Bescherung der Kids das, was Weihnachten eigentlich doch immer zum Highlight macht. Die Kinder waren entsprechend den halben Tag mit Warten und den halben Tag mit Bespielen der Geschenke zugange und im Gegensatz zu den letzten Jahren war das eigentlich eine entspannte Sache. Ja, das Spätzle war vormittags arg durch, was aber etwas dadurch entschärft werden konnte, dass ich ihn zum ungeplanten letzten Einkauf mitschleppen konnte.

Fragt nicht. Wir hatten vergessen, die Bestellung für Akkus abzuschicken und das hätte eine ganze Reihe von Geschenken zu einem veritablen Desaster gemacht.

Das Knöpfle hat sich reichlich martialisch durch die Verpackungen gearbeitet, aber letztlich hatten sie beide viel zu spielen, bzw. gerade das Spätzle viel zum Aufbauen. Im Gegensatz zum letzten Jahr lief das immerhin so ruhig, dass wir wirklich fast alle Geschenke heute schon durch hatten. Und ja, das sei an der Stelle erwähnt: Unsere Kinder haben viel Spielzeug und sie kriegen es nicht nur zu Weihnachten. Wir könnten das ganz pragmatisch ausschließlich mit dem ADHS des Spätzles erklären, der einfach wirklich enorm von verschiedenstem Input profitiert, aber um ehrlich zu sein halten wir auch nicht viel davon, das irgendwie künstlich zu verknappen. Sie haben drei Zimmer hier in der Wohnung – zwei davon sind keine Kinderzimmer, die sie bespielen können und in jedem davon haben sie einiges rumliegen oder -stehen. Spielen ist zuhause der wichtigste Teil ihres Lebens und wir glauben nicht daran, dass sich später rausstellt, dass sie ohne die Bluey-Carrera-Rennbahn glücklichere Menschen geworden wären.

Ich hab eben ein bisschen durch die Beiträge des letzten Dezembers gelesen und kann eigentlich ein halbwegs positives Feedback geben.

2025 war jetzt nicht DAS erlösende Jahr, es war wieder sehr anstrengend und es ist nächstes Jahr wieder viel Luft nach oben im Vergleich zum Status quo, aber die zwei Jahre davor waren um Längen schlechter.

Das Spätzle hat immer noch stark zu kämpfen und die Medikamente alleine richten es halt nicht, aber er hat in seiner neuen zweiten Schule Mittwochs deutlich mehr Spaß und verzweifelt vermutlich auch deswegen nicht an der Grundschule, die ihn massiv unterfordert. Dafür wächst sein Verständnis – auch für seine Situation z.B. – stetig und die Ausschläge nach unten sind nicht mehr so heftig. Dafür weiter Probleme mit Essen und Trinken, irgendwas ist immer und wir hoffen sehr, dass das auch vorüber geht.

Das Knöpfle will immer noch nicht groß werden und hält uns ordentlich auf Trab, aber die neue Kita funktioniert – trotz mancher Unlust morgens – auch überwiegend gut, er ist inzwischen quasi jeden Tag in der Turnhalle und der Vereinssport liegt dafür gerade flach. Was ok ist, auch wenn wir momentan den Mitgliedsbeitrag noch zahlen. Mal sehen, was 2026 wird. Ansonsten ist er trotz einiger Sorgen und Fragezeichen bezüglich seiner Entwicklung gerade in so einer tollen Verfassung und so selbstsicher und mit sich und der Welt zufrieden, dass wir eigentlich sehr optimistisch sind, weil wir das vom Spätzle nicht kannten. Der war in dem Alter depressiv, dagegen wirkt die Maincharacter-Attitüde des Zwerges einfach nur erfrischend.

Mir geht es insgesamt besser, auch wenn ich meine eigenen Ansprüche immer noch nicht wieder so ganz erfülle. Entsprechend hab ich mir persönlich wieder dies und das vorgenommen, aber nicht mehr aus purer Verzweiflung. Gewicht war nach dem tollen Jahr 2024 eigentlich enttäuschend. Bin wieder da, wo ich anfang 2025 auch war, aber hey. Ich war zwar zwischenzeitlich 8 kg drunter, aber auch 5 kg höher. Von 2024 aus betrachtet ist das immer noch ein Erfolg. Zu den letztjährigen Vorsätzen:

  1. Mehr schreiben: 2024 habe ich hier 44-mal geschrieben, 2025 anscheinend 95-mal. Kann man gelten lassen. Viel darüber hinaus zwar nicht, aber immerhin ein bisschen was.
  2. Mehr Social Media: Nicht so wirklich. Nur wenn ich wollte, aber das passt für mich gerade auch so. Ist gerade nicht so ein Ding.
  3. Mehr Lernen bei der Arbeit: Kommt mir immer noch zu wenig vor, liegt aber vielleicht am Job. Ich fühle mich immerhin inzwischen viel wohler.
  4. Öfter rausgehen: Nope. Kommt wieder auf die Liste.
  5. Weniger Podcasts: Jein. Hab’s nicht ganz durchgehalten, keine neuen anzufangen, aber dafür auch ein paar rausgeschmissen, die ich nicht mehr wollte. Bin eigentlich halbwegs zufrieden. Hab stattdessen auch echt mehr Musik gehört dieses Jahr und das hat gut getan.

Nächstes Jahr dann mehr schreiben, mehr Arbeit, mehr Musik, weniger Gewicht und mehr raus bei gleichzeitig mehr Schlaf. Hoffentlich. Weil’s halt gut wäre. Wenn es anders gut wird, isses auch ok. Aber so weltfremd scheinen mir meine Vorsätze dann ja auch nicht zu sein.

Vom Rest der Welt bin ich – wie ich ja erst geschrieben hatte – eigentlich nur noch entsetzt. Hoffentlich kriegen wir das noch irgendwie rumgerissen.

So, ist aber auch schon wieder spät jetzt. 🙂

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