Rage 2

Jahr der Veröffentlichung: 2019
Genre: Open-World-FPS
Stunden bisher gespielt: ca. 30

Setting: Du bist Walker, der letzte überlebende Ranger, der die postapokalyptische Erde vor der gefährlichen Herrschaft der Authority retten kann.

Das Setting klingt billig? O ja, völlig richtig! Es ist so generisch, wie ein Shooter in einer postapokalyptischen Welt nur sein kann. Das Spiel wirbt – zumindest auf Steam – auch wortwörtlich damit, dass man überall hingehen, auf alles schießen und alles in die Luft jagen kann. Ob es dazu nötig war, die Story noch dünner zu machen als die von Just Cause 3 weiß ich nicht, aber so ist es eben. Das Spiel ist damit eigentlich vollumfänglich beschrieben.

Ich denke, es hat zu recht die mittelmäßigen Wertungen gekriegt, die es hat und es ist auch zu Recht halbwegs in der Versenkung verschwunden. Denn die Open World ist eine der schlechtesten, die es gibt. Sie besteht wirklich aus viel Einöde und alle verschiedenen Missionen zwischendrin lassen sich auch zusammenfassen mit „Töte alles, was dir vor die Flinte läuft“. Das ist für ein nicht-lineares Spiel eigentlich zu wenig, auch wenn es wie Rage 2 bunt, wild und schnell ist.

Der Grund, warum ich meine Zeit in dem Spiel nicht bereue, ist, dass es einfach technisch State of the Art ist. Bethesda und id Software haben es sich offenbar zum Ziel gesetzt, sowas wie Doom in einer Open World zu machen und wenn man es ein bisschen ignoriert, dass man zwischen den Kämpfen ein bisschen laufen oder fahren muss, dann knallt es halt richtig. Die Waffen und auflevelbaren Fähigkeiten knallen, die Grafik ist gut, die Performance beeindruckend gut und es fühlt sich einfach unfassbar befriedigend an, einfach mal für ein halbes Stündchen reinzuswitchen, sich einen unerledigten Punkt auf der Karte auszusuchen und einfach alles wegzurotzen, was sich bewegt.

Und auf dem Level steht Rage 2 für mich zusammen mit Doom 2016 ganz oben auf der ewigen Bestenliste. Sinnlose Gewalt zu einem guten Metal-Soundtrack, eine Session lang einfach das Gehirn wieder resetten. Deswegen isses für mich am Ende trotzdem eine Empfehlung.

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