Suppe, Sucht und Spender

Wir müssen reden. Über Suppe.

Suppe ist eine meiner bevorzugten Energiequellen, direkt hinter Cola und meinen Blogs. Mein Hang zu Flüssignahrung war bereits während der Kindheit ziemlich ausgeprägt und verflüchtigte sich auch nicht, nachdem mir geeignete Kauwerkzeuge gewachsen waren. Mein Lieblingsessen im Alter von 6 bis 16 war Zwiebelsuppe. Über die Jahre hab ich nicht nur sämtliche auf dem deutschen Markt verfügbaren Fertigsuppen probiert, sondern auch einiges selbst gekocht, was im Nachhinein betrachtet vielleicht besser nicht hätte gekocht werden sollen. Mein besonderes Faible lag immer bei Tomatensuppe. Hierbei bin ich gar kein riesiger Freund von handgewärmten Tomaten und hochprofessioneller Zubereitung (wenngleich ich im Restaurant immer Tomatensuppe bestellen würde, solange nichts mit Meeresfrüchten oder Fisch dagegen spricht), sondern hier fröhne ich selbstzufrieden mit der eigenen Faulheit und der Verkümmerung sämtlicher Geschmacksknospen meinem Hang zur Tüte.

Ausgerechnet die Suppe, die am wenigsten nach dem schmeckt, was man gemeinhin Tomate nennt, ist die, von der ich ständig welche zu Hause habe: Die einfache Tomatencremesuppe von Maggi. Ich habe die Suppe zwar seit sicher 10 Jahren nicht mehr einfach so gegessen, aber als Grundlage verwende ich das Zeug ständig. Ich esse die Suppe gerne mit Spätzle oder schneide mir Würstchen rein. Kartoffeln oder Reis sind auch eine Möglichkeit, ebenso Hackbällchen oder Tortellini. Ich hab die Suppe schon mit Bohnen und Linsen gestreckt und weiss, wie sich eine mexikanische Gemüsemischung mit ihr zusammen macht. Gewürzt wird mit Knoblauch, Pfeffer und/oder frischem Basilikum, dazu vielleicht noch Oregano oder gleich eine Kräutermischung.

Und immer Chilis.

Ob geflockt, verpulvert oder frisch geschnitten. Ob Pepperoni, Jalapenos oder Habaneros – im Notfall tut es sogar was Mildes wie Tabasco-Sauce. Im Optimalfall liegt das Endergebnis zwischen 10.000 und 50.000 Scoville-Einheiten.

Man kann sagen, was man will: Das Zeug schmeckt vielleicht nicht nach Tomaten und ich bin hochgradig süchtig, aber nur weil ich mindestens alle zwei Tage Tomatensuppe esse, ernähre ich mich nicht zwingend einseitig 🙂

Es war Ozies Idee, die Suppe im 22er-Pack (geschätzte Monatsration) auf meinen Wunschzettel bei Amazon zu packen. Ozie steht selbst auf Tomatensuppe, aber seit sie mit mir zusammen ist, der quasi einen eigenen Topf für die Suppe hat, rührt sie das Zeug nicht mehr an. Und jetzt das:

Sash muss nicht hungern! Quelle: Sash

Ich schreibe den Namen des edlen Spenders jetzt mal nicht, da ich nicht weiss, ob es ok ist. Und die 4 verschiedenen eMail-Adressen wollte ich jetzt auch nicht durchprobieren. Da kämpfe ich lieber mit meinen Suppen und blogge 🙂

Ich wollte ein dickes Danke loswerden und bestätigen, dass mich diese edle Spende vor der Brutalität der Beschaffungskriminalität hier im Ghetto bewahrt und ich zumindest die nächsten zwei Monate nicht hungrig ins Bett gehen muss. Vielen vielen Dank!

Auch danken möchte ich der Käuferin der neuen Speicherkarte für meine Kamera! Sorry, dass mich das nicht zu einem ebenso langen Text inspiriert hat. Überhaupt: Alle Geschenke, Spenden und Danksagungen machen mich unglaublich happy. Glaubt es oder nicht: Das ist jedes Mal ein bisschen wie Weihnachten. Ob es kleine oder große Dinge sind, völlig egal!

So, jetzt hab ich zwei Riesenpackungen meiner Lieblings-Tomatensuppe hier in der Bude. Wenn wir eine Badewanne hätten, würde ich wahrscheinlich auf ziemlich befremdliche Ideen kommen 😉

 

15 Comments

Filed under Haushalt, Vermischtes

15 Responses to Suppe, Sucht und Spender

  1. gala

    örgs ich weiß nicht wieso, aber jetzt ist mir schlecht. tomatensuppe bäh aber der gedanke daran am frühen morgen auf dem weg zur arbeit? igitt ipfui

  2. idriel

    Mist – jetzt habe ich Appetit auf Tomatensuppe! ^_^

  3. Deine armen Geschmacksknospen sind aber schon ziemlich ruiniert. 😉

    Na dann mal Guten.

  4. Sash, ich möchte mal an die edelste aller Zwiebelsuppen erinnern die wir mal gezaubert haben: „Mopf im Topf“.
    Vorallem die Nachwirkungen waren erstaunlich. 😉

  5. Donngal

    Also mit der Schärfe kann ich dir uneingeschränkt zustimmen, mit der Zeit nutzt man Tabasco wie Ketchup wenn man einmal anfängt schärfer zu Essen 😉

    Aber wie man dieses Geschmacksverstärkertriefende Zeug als Grundlage für soviele Leckere Gerichte nutzen kann, erschliesst sich mir nicht. Für diese Fälle hab ich immer die passierten Tomaten im Tetrapack ausm Aldi. 500 ml passierte Tomaten sind immer eine gute Grundlage für Tomatiges Essen :D. Und das ganz ohne künstlich Geschmacksverstärker. Oft hilft einfach das was man an Geschmacksverstärkern weglässt durch Salz zu substituieren.

  6. @gala:
    Man muss ja nicht alles mögen 🙂

    @idriel:
    Das wollte ich nicht… 😉

    @Der Maskierte:
    Ach, hat ja jeder seinen eigenen Geschmack. Heißt ja nicht, dass ich andere Dinge nicht zu schätzen weiss.

    @sachma:
    Genau genommen war Mopf im Topf aber eine ziemlich spartanische Zwiebelsuppe. Gut, eine Mehlschwitze wäre bei unserer Campingausrüstung auch schwer möglich gewesen 🙂
    Was die Nachwirkungen angeht, erinnere ich mich allerdings daran, dass sie einer guten Suppe in nichts nachgestanden hat.

    @Donngal:
    Ich verwende Tabasco auch des Geschmacks wegen, nicht wegen der Schärfe 🙂
    Dass eine Tütensuppe per se nix sonderlich Tolles ist, will ich jetzt nicht bestreiten, aber dieses Gemecker gegen Geschmacksverstärker ist doch auch unsinnig. Es ist Salz, warum soll ich also ein Salz gegen anderes ersetzen?
    Dass ich als grundsätzlicher Tomatenfreund immer Tomaten (passiert und zerstückelt und meistens auch frische) zu Hause hab, ist eh klar. Das Tolle an der Suppe ist aber, dass sie nicht nach Tomate schmeckt, sondern so wie sie halt ist 😀

  7. Donngal

    Geschmacksverstärker ist doch noch was anderes als Salz. Keine Angst, ich bin keiner der Idioten die denken, dass Glutamat schädlich ist, finde aber, dass es mir den Geschmack versaut, so dass ich irgendwann gar nicht merh weiss wie das Essen schmecken soll, da alles damit „gleichgeschaltet“ wird. Viele Speisen lassen sich auch ohne Geschmacksverstärker super herstellen und schmecken dadurch für meinen Geschmack einfach „natürlicher“.

    Ich finde auch mit Geschmacksverstärker kochen kann „jeder“, da ich aber einen gewissen Anspruch an meine eigenen Kochkünste hab, versuch ich auch ohne diese „Hilfsmittel“ tolles Essen hinzukriegen…

  8. @Donngal:
    Das kann ich gut verstehen. Wenn ich jetzt wirklich koche, dann kann ich ja auch drauf verzichten. Ich hab es nur deshalb angesprochen, weil es ein bisschen klang nach: „Da ist ja Geschmacksverstärker dran.“
    Und solange es mir schmeckt (das war ja Grundtenor meines Eintrages) ist es mir recht egal, ob dieser Geschmack jetzt von Natriumchlorid oder Mononatriumglutamat mitverantwortet wird.

  9. Donngal

    Dann sind wir uns ja eigentlich einig 😉

    Ich geh jetzt meine Mononatriumglutamatkartoffelpüreepulverchips a.k.a. Pringles essen 😀

  10. Nihilistin

    Du bist verrückst, Sash: Wie ich grad auf dem Wunschzettel sehem willst Du immer noch 10 von diesen 22er Tütensuppendinges haben????????? Willst Du Dich umbringen? 🙂

  11. @Donngal:
    Dann einen Guten!

    @Nihilistin:
    Ich hielt es für einen netten Gag, sozusagen eine Jahresration einzustellen. Jetzt, da ich zwei Kartons hier hab, bin ich mir aber auch nicht mehr so ganz sicher, ob das eine gute Idee war 😉

  12. antagonistin

    Du hast K E I N E Badewanne? Gar keine? Überhaupt keine? Nicht mal eine ganz winzig kleine? Das geht gar nicht, so kann man doch nicht wohnen. Ich meine – eine fünf Zimmer Hütte für 2 Personen und dann keine Badewanne? Mag ja sein, dass das für Dich längentechnisch eh nur eine Art Waschzuber wäre, aber was ist mit Ozie?

    Zur Suppe – ich bin kein Suppenfan, und schon gar kein Tütenfan, aber Tomatensuppe ist die einzige Tütensuppe, die mir ins Haus kommt. Allerdings wird das Zeug krass gepimpt mit Sojasoße, Chili und Knoblauch. Sehr lecker finde ich mehrere Knoblauchzehen reingeschnibbelt. Dazu Toast. :0

  13. @antagonistin:
    Der Kommentar lag erschreckend auf der Wellenlänge unseres Haushaltes 🙂
    Wir haben tatsächlich keine Wanne. Mir ist das aus genau oben genanntem Grund egal: Ich kann mich in einer Wanne eh nicht entspannen. Ozie vermisst hingegen tatsächlich öfter eine.
    Und die Suppe:
    Mehrere Knoblauchzehen… genau so hab ich das Zeug lange Zeit ständig gegessen. Ich bin bei Knoblauch – so lange kein Kundenkontakt ansteht – ja so oder so großzügig. Ich hab den damals immer nur in Scheiben geschnitten, weil das Herumkauen auf den Teilen so lecker war 🙂
    Momentan sind Tortellini und Habanero-Pulver in Kombination mein Favorit…

  14. Hallo da draussen,

    ok 😉 ich gebs zu, ich wars!

    Da ich dir was gutes tun wollte und die Tomatensuppe das ausser-
    gewöhnlichste auf deiner Liste war…

    Guten Appetit und Grüße aus Norwegen.

    Woody

  15. @Woodman:
    Na, wenn du dich jetzt selbst outest, dann auch ein öffentliches Danke! 😀
    Ein bisschen dachte ich mir schon, dass die Suppe der Absurdität wegen mal hier ankommt 🙂

    Gruß zurück aus Berlin!

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