Es ist schwarz und mehr weiss ich nicht…

Keine Sorge, das soll kein Witz über Zeugenaussagen zu einem Verkehrsunfall werden 😉

Ich hab gerade mal wieder meinen Feedreader durchgenuckelt – was ich etwa 6 mal am Tag mache, wenn ich zu Hause bin – und bin dabei – schon wieder via lawblog.de – auf einen Artikel bei welt.de zu den gerade schwer in der Diskussion stehenden „Schwarzlichtblitzern“ gelangt. Soweit nichts aufsehenerregendes.

Ich bin dann aber natürlich ein wenig in die Kommentare abgetaucht und da fand sich natürlich einiges nettes, einiges fragwürdiges und einiges völlig behämmertes. Gut, im schlimmsten Fall kann das bei einem Artikel über Socken auch passieren.

Was mich allerdings wirklich schockiert bei Geschwindigkeitskontrollen an und für sich:

Ich weiss nicht, wie meine Meinung dazu aussieht!

Nix! Ich weiss es nicht!

Ich meine, ich bin hauptberuflicher Fahrer, ich muss doch irgendeine Meinung dazu haben!

Also eine Meinung habe ich irgendwie schon – aber leider führen die Teilaspekte des Themas bei mir zu einem unauflösbaren Widerspruch.

OK, fangen wir mal von vorne an. Wir haben in Deutschland einen verhältnismäßig dichten Verkehr, und der ist geregelt. Es gibt allerlei Vorschriften, wie man sich zu verhalten hat. Verstößt man gegen eine dieser Vorschriften, wird man entweder erwischt oder nicht und davon hängt es bis auf wenige Spezialfälle ab, ob man bestraft wird. Ist ja nicht so sonderlich unlogisch – wenngleich es natürlich immer unfair ist, wenn man selbst erwischt wird. Logisch! 😉

Gut, Geschwindigkeitsmessungen:

Da ist zum einen die erlaubte Geschwindigkeit. Ich weiss eigentlich bis heute nicht, wer sich um diese Geschwindigkeiten kümmert. Im Großen und Ganzen geben die Begrenzungen Sinn, aber die Einzelfälle sind bisweilen derart grotesk, dass wohl jeder Autofahrer schon einmal über eine Regelung verärgert war.

Als Lieblingsbeispiel in die eine Richtung nehme ich z.B. eine der zahllosen Baustellen in Berlin, bei der die Landsberger Allee, auf der normalerweise 50 km/h erlaubt sind (bei 4 Fahrspuren pro Richtung und so gut wie null Fußgängern im Umfeld) einer Baustelle wegen auf 30 km/h zulässige Höchstgeschwindigkeit begrenzt wurde, weil eine Spur wegfiel. Tagsüber ist der Verkehr zu dicht, als dass man ernstlich schneller fahren könnte und nachts ist man alleine auf der Straße, und – ohne Raser zu sein – bediene ich mich immer meines Tachos, um mich überhaupt an die 50 halten zu können. Da ist diese Straße so gefährlich wie eine gesperrte Autobahn bei Sonnenschein. Wozu also 30? Eine Aufhebung dieser Geschwindigkeitsbegrenzung existierte zudem nicht wirklich, bzw. erst nach der nächsten Ampel nach 500 Metern – was (man möge mir meine galoppierende Ungeduld verzeihen, aber meine Kunden laufen Amok, wenn ich die 30 bis dahin durchziehe) bei einer Baustelle von 25 Metern Gesamtlänge reichlich unproportional wirkte…

Als Beispiel für die andere Richtung nehme ich immer gerne eine Landstraße grob in Richtung Mettelberg (keine Sorge, kein Mensch muss wissen, wo Mettelberg liegt!). Es handelt sich um eine langweilige Landstraße mit der üblichen 100 km/h-Begrenzung außerorts. Wegen einer Einmündung ist das Tempo dann für eine Strecke von vielleicht 500 Metern (ja, auch das vielleicht übertrieben) auf 70 km/h begrenzt. Diese Begrenzung wird kurz vor einer Kurve am Waldeingang aufgehoben, die kein Mensch mit einem normalen Auto schneller als 50 km/h unter Benutzung nur einer Spur fahren kann. Hier sind also 100 km/h erlaubt, wo ich gerne für Tempo 50 plädieren würde…

Aber zusammenfassend lässt sich sagen: Geschwindigkeitsbegrenzungen geben natürlich Sinn: Insbesondere ortsunkundige Fahrer erhalten so eine Einschätzungshilfe, überwiegend sogar eine gute, und – das darf man natürlich auch nicht vergessen – im Falle eines Unfalles lässt sich mithilfe fester Grenzwerte bestimmen, wer angemessen gefahren ist und wer nicht. Das Manko ist im wesentlichen, dass man sich als regelmäßiger Fahrer oftmals unsinnig gemaßregelt fühlt. Wobei ich da wirklich kritisch bin, denn natürlich halten wir uns alle für wesentlich krisenfester im Auto als wir es dann in einer Gefahrensituation wirklich sind.

Dann die Kontrollen der Geschwindigkeitsbegrenzungen:

Je nach Vergleichsland haben wir in Deutschland eine mehr oder weniger dichte Verkehrsüberwachung in Form solcher Kontrollen. Ich denke, eher weniger dicht. Es existiert seit Jahrzehnten ein Glaubenskrieg, ob die überwiegende Zahl der Kontrollen nun an den tatsächlichen Unfallschwerpunkten stattfinden oder eher an den Stellen, an denen man schneller fahren könnte als erlaubt, viele es somit machen, und die die Überwachungsgeräte aufstellenden Gemeinden damit eher eine einfache Methode der Geldeintreibung etabliert haben. Meine Meinung liegt irgendwo dazwischen, denn einen Überblick habe ich nicht, und es fällt einem nicht immer leicht, Unfallschwerpunkte als solche zu erkennen. Obwohl ich mir als sehr regelmäßigem Fahrer auf solchen Strecken durchaus auch ein gewisses Einschätzungsvermögen attestieren würde.

Bei den jetzt so neuen Kameras geht es noch zusätzlich um die Frage, ob es legitim ist, eine Messung (ggf. mit Ahndung) vorzunehmen, von der man als Autofahrer erst einmal nichts mitbekommt. Das wesentliche Argument dafür ist das, dass die Fahrer nicht durch den Blitz erschrocken abbremsen und somit den Verkehr erst recht gefährden. Das Gegenargument ist im Wesentlichen, dass es sich um eine verdeckte Überwachung handelt, die es dem ehrlichen Autofahrer, der sich nur mal eben verschätzt hat, erstmal keine Chance auf Einsicht gibt, ja eventuell dazu führt, dass er mehrmals in Folge den selben Fehler begeht.

Natürlich lässt sich das alles kurz zusammenfassen mit dem Satz „Wer sich an die Regeln hält, dem passiert auch nix!“ Dummerweise ist das ein Satz, auf den ich einen Dreck gebe! Denn ich sehe zwar ein, dass ich im Falle eines Unfalls nach der Rechtslage verurteilt werde, wenn ich zu schnell unterwegs bin – auf der anderen Seite weiss ich sehr gut um die unterschiedlichen Fähigkeiten von Fahrern, Autos und sogar die mit dem Wetter wechselnden Komponenten beim Verkehr Bescheid. Ich weiss, dass man sich dabei vielfach verschätzt, aber ich traue mir – und das nicht weil ich so ein lustiges gelbes Papier im Geldbeutel habe – zu, dem Verkehr angepasst zu fahren und keine Gefährdung zu sein, die irgendwie eine Grenze überschreitet. Verdammt, ich bin einer der wenigen Autofahrer, die sich Gedanken über ihre Müdigkeit machen und denen klar ist, dass auch Schrittempo tödlich sein kann, wenn nur die Umstände passen! Insofern lasse ich mir auch ungern was vorschreiben.

Ich mache auch Fehler, genauso wie jeder Autofahrer! Aber ich bin mir der Gefahren und ihrer Folgen stetig bewusst und ich tue mein Bestes, um aus dem Verkehr, zu dem ich meinen Teil beitrage, keinen Kampf ums Überleben, sondern eine friedliche Koexistenz zu machen. Inklusive Rückziehern, Ausweichen, Auf-die-Hupe-verzichten und Gelassenheit. Da tut es einfach weh, auf der Landsberger 30 zu fahren, sich dafür anmaulen zu lassen und dann beim leicht verfrühten Rausbeschleunigen Ärger zu kriegen, der den Lebensunterhalt kosten kann. (Extrem formuliert, ich geb’s zu!)

Und da ist der Widerspruch: Ich sehe tagein, tagaus eine schier unüberschaubare Menge Idioten auf der Straße, für deren Verhalten – und ich meine keine Leichtsinnsfehler – ein Führerscheinentzug nur der Gipfel des Eisbergs sein sollte. Und gewissermaßen liegt mir viel daran, dass das auch mal passiert.

Auf der anderen Seite halte ich gar nichts von präventiver Überwachung, von Generalverdacht und maße mir in manchen Fällen sogar an, die Entscheidungen der Obrigkeit zu kritisieren, weil ich sie für wirklichkeitsfremden Quatsch halte. Und ich somit für einen Verstoß dagegen manches Mal lieber Medaillen verleihen als Fahrverbote verhängen würde, wenn es meine Aufgabe wäre.

Ganz wichtiger Fakt am „Rande“: Auch im Verkehr kann es keine absolute Sicherheit geben! Ich will in keinster Weise das Rasen oder gar irgendwelches total bekloppte Verhalten gutheissen, aber: Es werden immer Menschen im Verkehr sterben! Genauso wie immer Menschen von Leitern fallen werden. Wir snd als Spezies bekloppt genug, der Tatsache zu trotzen, dass wir keine Fressfeinde mehr haben.

Selbst wenn es Zeichen einer gesunden Gesellschaft sein sollte, dass man über diese Thematik ständig streitet: Muss es deswegen normal sein, dass ich mir selbst nicht im Klaren bin, was ich davon zu halten hab?

15 Comments

Filed under Medien, Politik

15 Responses to Es ist schwarz und mehr weiss ich nicht…

  1. Ana

    tach.
    ich bin mir grad nich sicher ob ich hier überhaupt kommentieren soll, wenns nich um den inhalt geht..
    aber ich möcht doch mal den deutschlehrerfinger schwingen (*schwing*), in deiner krankheitsphase schreibst du zwar viel (hurrah!), aber wohl auch spontan (och nö). ich erfahre erst nach ner ganzen weile, was deine meinung ist, worum es eigentlich geht … und warum ich mich dafür interessieren sollte ich auch n bisschen verschleiert.
    (klar, ich les das.. aber ich entschuldige mich auch wenn mir im supermarkt jemand den wagen in die hacken schiebt und steh auf rolltreppen links wenns keiner sieht)
    äh was wollt ich..
    ach ja, thema nennen, meinung anreißen, gründe bringen.
    dann leß ich zumindest aufmerksam mit und freu mich am ende. auch, wenn da noch n überraschendes fazit kommt.
    (boah was bin ich eklich)

  2. @Ana:
    Wow, das ist mal ein Kommentar, der einem Rätsel aufgibt! Respekt!

    Na gut, meine Artikel sind oft nicht ergebnisorientiert – das muss ich wohl zugeben. Ich schreibe tatsächlich spontan. Dass das nicht das ist, was du erwartest, ist eine schöne Stellungnahme und ich nehme sie auch wahr…
    Normalerweise würde jetzt der Part des Bloggers kommen, der sich beschwert, dass er doch immer versucht, möglichst umfangreich und objektiv abzuwägen, was er schreibt. Da muss ich leider passen.
    Witzigerweise veröffentliche ich etwa 95% der Posts keine 20 Minuten nach dem ersten Gedanken daran. Dass es beim Rest länger dauert, liegt in der Regel daran, dass ich länger brauche, einen Artikel zu schreiben, wenn ich betrunken bin 😉
    Nein im Ernst: Ich schreibe wirklich fast immer spontan!
    Die letzten beiden Einträge waren zwar ziemlich lang, aber ich dachte eigentlich, ich hätte mehr denn je bereits in den ersten Sätzen recht klar meine Meinung zum entsprechenden Thema angedeutet.
    Insbesondere beim jetztigen sage ich ja schon in der Überschrift, dass ich nichts weiss.
    Und wirklich ganz ohne dich mit dem „deutschlehrerfinger“ schwingend „eklich“ zu finden würde ich mich darüber freuen, irgendwie erklärt zu bekommen, was du eigentlich gemeint hast…

    Ach ja, noch was: Das Ganze klingt jetzt reichlich gestresst, genervt oder angepisst: Ist nicht so gemeint, ich finde es gerade recht lustig! 🙂

  3. cypher

    Jemand der nen „deutschlehrerfinger“ hat, ihn aber nicht zum tippen nimmt … selten
    *fg*
    Zum Thema Geschwindigkeitskontrolle bin ich da etwas mehr der Ansicht „Wegelagerei“.
    Mir zumindest sind mit stark überwiegender Mehrheit nur Messungen untergekommen die mit Unfallschwerpunkten nix zu tun hatten. Die Dinger werden ja auch als „Einnahmequelle“ an die Kommunen vertrieben. Erstrecht wenn auch 10 Km/h zu nem schicken Briefchen führen wirds albern.
    Aber gibt schlimmeres …

  4. cube

    „Wir snd als Spezies bekloppt genug, der Tatsache zu trotzen, dass wir keine Fressfeinde mehr haben.“ Sign

    warum auch immer wir so sind, aber das kann man ohne mit der Wimper zu zucken unterschreiben! 😉

  5. Ana

    @Sash
    du hast meinen wirren beitrag schon ganz richtig verstanden und ich akzeptiere deine antwort wohlwollend.
    er darf weiterbloggen.

  6. @cypher:
    Ich bin jetzt auch noch nie wirklich an einem ersichtlichen Unfallschwerpunkt erwischt worden. Das Problem an der Sache ist ja aber: Zu schnell war man ja doch!
    Bei den Sachen bis 10 km/h kann man ja noch schmunzeln.

  7. @cube:
    Sieh an, noch ein Evolutionsskeptiker 😉

  8. @Ana:
    Danke 🙂
    Und: Wird gemacht!

  9. Basti

    Geschwindigkeitsbeschränkungen sind nun mal Vorschrift an der sich ein Autofahrer zu halten hat. Ich bin der Meinung, wenn an Unfallschwerpunkten geblitzt wird ist das ok. Nur,als Ortsunkundiger weis ich ja nicht was ein Unfallschwerpunkt ist. Ich fahre zu schnell und werde geblitzt. Schön, aber die Strecke werde ich vielleicht nie wieder fahren. Bezahlen muss ich trotzdem. Wo bleibt da der Lerneffekt? Was das Blitzen als Abzocke betrifft lässt sich leicht erklären. Die Komunen rechnen Jährlich mit gewissen einnahmen von Verkehrssünden. Dazu gehört auch das Falschparken, nicht nur das Blitzen.Das sind Gelder mit denen gerechnet wird um zu Haushalten.
    Am besten man schaut öfter mal auf den Tacho, auch wenn es sinnlose Geschwindigkeitsbergrenzungen gibt wie auf der Landsberger Alle.

  10. @Basti:
    Ich bin ja auch ein sehr regelkonformer Fahrer. Wenn man von berufsbedingten Problemen wie Halten in der 2. Reihe mal absieht.
    Ich denke, der Lerneffekt soll sich nicht ortsbezogen einstellen. Ziel der Kommunen sollte ja nicht sein, dass alle Autofahrer an Punkt A bremsen, um dann bei B wieder Vollgas zu geben, sondern an Punkt B darüber nachdenken, dass man schon bei A schlechte Erfahrungen mit Rasen gemacht hat.
    Dass die Kommunen mit dem Geld rechnen, ist klar. Die Frage ist: Ist das schon Abzocke? Ich meine, es ist rein rational eine ziemlich absurde Vorstellung, ein Recht darauf zu haben, irgendwo bei einem Regelverstoß straffrei auszugehen.
    Aber da sehe ich ja wieder das Problem: Wenn die mich doch mal mit 45 an ner Baustelle erwischen (wobei sie echt Glück haben müssten), dann würde ich mich irgendwie dennoch verarscht vorkommen – obwohl es natürlich eigentlich völlig in Ordnung ist.

  11. Nihilistin

    Guten Morgen Virengeplagter,
    ein langer Text, der durchaus auch mein „Bauchgefühl“ wiedergibt. Ich plane durchaus im Jahr so 50-80 Euro ein für Knöllchen, weil ich nunmal der Meinung bin, ich müsse in der Stadt immer knapp unter 60 fahren (auf freien Strassen und ohne Gefährdung anderer). Da muss man einfach davon ausgehen, dass die Statistik irgendwann zuschlägt.

    Zum Thema „Lerneffekt“ kann ich aber beisteuern, dass er durchaus funktioniert. Bei mir zumindest. Ich hatte zwar meine Führerschein schon länger, mit Ende 20 dann aber mein erstes eigenes Auto. Auch eine Endzwanzigerin kann sich wie eine Pubertierende verhalten :-)…..also musste ich die Geschwindigkeitsgrenzen des Kleinwagens permanent austesten. Ich hatte das Auto grad mal 2 Monate, da musste ich diesen Test unbedingt im Rahmen einer Autobahnbaustelle machen (ich schaffte 130 statt der erlaubten 80 km/h). Die folgenden 3 Punkte, 250 DM und 1 Monat Fahrverbot waren ein echter Lerneffekt, der viele Jahre anhielt (leider wohl nur bis letzte Woche, ich erwarte grad Post vom Brandenburgischen PolPräs 🙁

    Nun fahre ich schon einige Jahre und weiss, dass Autobahnbaustellen einfach ein echter Gefahrenpunkt sind, besonders die mit den eingeschränkten Spurbreiten. Da schlingern LKW mal locker über die zweite Spur, da bremsen ängstliche Sonntagsfahrer auf 50 km/h ab etc. Da mit 130 durchzubrettern ist einfach fahrlässig, und das wurde mir damals sehr deutlich gemacht. Also ein guter Lerneffekt.

    Aber ich gebe Dir natürlich recht, Sash – Beispiele wie das der Landsberger Allee lassen einen durchaus am Sinn zweifeln. Oder jeden Morgen auf meinem Arbeitsweg – eine lange 30er Zone nicht etwa wegen Schulen, Altenheimen etc, sondern wegen Strassenschäden. Hier empfinde ich es wirklich als „Abzocke“, einen Blitzer hinzustellen. Wenn sie wenigstens die erblitzten Gelder nutzen würden, um die Strassenschäden mal zu beseitigen (und mich dann wieder mit 50 durchs unbelebte Gewerbegebiet zu schicken), wär mir das dann sogar recht. Aber die Hoffnung habe ich nach 4 Jahren aufgegeben 🙁

  12. @Nihilistin:
    Ja, das Geld einzuplanen wäre nicht schlecht…
    Wobei ich mich wirklich bemühe. Aber klar fahr ich – man vergesse nicht: Ich fahre nur nachts! – durchaus auch öfter mal knapp 60, wo eigentlich 50 erlaubt sind. Die Gefährdung dabei ist schlicht nicht vorhanden, da ich das ausnahmslos auf freien Straßen mache, die einsehbar sind und die ich ansonsten sehr gut kenne.

    Dass der Lerneffekt bei einer drastischen Strafe wie bei dir funktioniert, glaube ich indes sehr gerne. Und bei den Baustellen gebe ich dir auch Recht!
    Viele Autofahrer vergessen ja auch genau das ganz gerne: Die anderen Fahrer sind nicht etwa irgendwelche Gegner, sondern ganz neutral betrachtet Gefahrenquellen, die unberechenbar sind. Es gibt ne Menge „gute“ Autofahrer, die einen Parcours in der 30er-Zone mit 60 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit bewältigen könnten. Ich wahrscheinlich auch. Dumm nur, dass der Straßenverkehr auch kleine Kinder und ausparkende Omas miteinschliesst… und so nervig das vielleicht im Einzelfall ist: Es sind nicht diese „Anderen“, die uns den Verkehr versauen, sondern sie gehören dazu und entsprechend respektiert. Ergo: Man muss seine Fahrweise auch darauf ausrichten!

    Ich bin einmal mit 123 geblitzt worden, wo 100 erlaubt war. Das ist offiziell mein größtes Vergehen. Aber wenn ich ehrlich bin, dann sind einige Dinge in jungen Jahren ungeahndet geblieben. Ich bin froh drum, und ich bin heute garantiert ein besserer Fahrer. Aber ich könnte den Job heute nicht machen, wenn ich bei allem erwischt worden wäre.

    Die Blitzer bei Straßenschäden finde ich im Übrigen auch etwas derbe. Ich finde sowieso, dass man bei Baustellen und dergleichen vielleicht mit einer Richtgeschwindigkeit von 30 arbeiten könnte…

  13. Basti

    @Sash:
    ich bin auch ein ordentlicher Fahrer.Mich trifft es höchstens aller 2 Jahre mal mit Blitzen.Aber immer nur auf Strecken wo man nicht damit rechnet und Außerorts.Dieses Jahr habe ich mein Fett schon weg.Der Standort is für mich Abzocke. Da wird von 100 auf 70 runtergesetzt. Warum kann mir keiner sagen.Aber egal, ich war zu scnell und dafür musste ich paar Scheine hinlegen. Schön für die Stadt 😉

  14. @Basti:
    Da ist bestimmt irgendwo ne Einmündung…
    Ich bin ja prinzipiell auch durchaus der Meinung: Wenn man Mist baut, dann steht man dazu. Fertig.

  15. sachsentaxi

    @ Basti: Waren die 100 km/h mit Verdeck offen? da musst du dich nicht wundern das deine Haare immer weniger werden ;O)
    @all: Also ich muss feststellen, das es zu 80% auf Abzocke hinausläuft. Ich habe echt überhaupt kein Problem, wenn vor Schulen oder echten Unfallschwerpunkten geblitzt wird. Wenn ich dort erwischt werde, muss ich dazu stehen und zetere auch nicht rum. Aber zum größten Teil stehen diese Herren da, wo es sich lohnt zu kassieren, das ist fakt. Was diese neuen Blitzer angeht, kommt ja jetzt auf die deutschen Gerichte erstmal eine wahre Klagenflut zu. Deutschland hat ja auch sonst keine Probleme……

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