Rückblick: Sash beim KBV

Insbesondere Marcus scheint ja sehr interessiert zu sein an meinen bisherigen Arbeitsverhältnissen. Aber auch sonst schreibe ich es gerne mal nieder – war schließlich viel los. Der Text wird zu lang und zu kurz gleichermaßen werden, da ich zu wenig zu Einzelheiten schreiben kann, aber ein Gesamtüberblick dank der dort verbrachten Zeit von über 4 Jahren recht lang wird.

Wie es dazu kam:

Wie kommt man zum Behindertenfahrdienst? Das ist eine gute Frage. In den meisten Fällen hat das was mit Zivildienst oder einer Ausbildung zum Sanitäter, Pfleger oder so zu tun. Bei mir natürlich nicht.
Wir schrieben das schöne Jahr 2003, ich wohnte noch bei meinem Vater und machte gemütlich meinen Zivi auf einem Abenteuerspielplatz. Seit der 11. Klasse etwa überlegte ich, was ich zukünftig machen will und was nicht. Aus ersterem wurde aber leider immer zweiteres. Am plausibelsten erschien mir damals ein Studium, das mich irgendwie Richtung Journalismus bringt, und es sind nicht wenige Leute, die bis heute meinen, das wäre sicher nicht schlecht gewesen. Da ich aber nicht ausgerechnet mein liebstes Hobby zu einer gezwungenen Lohnarbeit umfunktionieren wollte, schied selbst dieser verheißungsvollste Kandidat aus.

Ich war dann also plötzlich mit meinem Zivildienst fertig und hatte nicht den Hauch einer Ahnung, was ich mit diesem Leben anfangen sollte. Ich hab die ungesundeste Phase meines Lebens gestartet, denn dank der Aussteigerkohle hatte ich erstmal keine Geldsorgen. Ich hab ungelogen zwei Wochen am Stück gesoffen. Wachzeit war Bierzeit, und wenn das hiess, dass ich eben nach 4 Stunden wieder ins Bett fiel, dann war das so. Ich hatte ja nichts zu tun, ausser mir hin und wieder zu überlegen, was ich tun könne.

So gesehen war es folgerichtig, dass ich ausgerechnet in meiner Stammkneipe angesprochen wurde. Mulu, ein damals eher entfernter Bekannter, hatte über meine Mutter gehört, dass ich nicht weiss, was ich tun solle. Er würde beim KBV im Behindertenfahrdienst arbeiten und er könne einen neuen Beifahrer gebrauchen. Ob ich mir das zutrauen würde.

Naja, warum nicht. Ich meine, ich kannte Rollstühle zwar eher aus dem Fernsehen, Behinderte erst recht. Meinen Führerschein hatte ich seit anderthalb Jahren und sonst hatte ich von nichts einen Plan – aber ok. Geld ist Geld!
Er gab mir die Nummer des Fahrdienstleiters und meinte, ich solle mal anrufen, die suchen Leute, und das würde schon klappen.

Ich tat wie mir geheissen, und der freundliche Mann am anderen Ende der Leitung tat das einzig vernünftige: Er lehnte ab. Ich hatte noch nie mit Behinderten zu tun, und einfach so – das ist vielleicht eine eher schlechte Idee.

Das Glück aber kam auf mich zurück. Mulus bisher noch halblebig engagierter Beifahrer ist eines Tages einfach nicht mehr aufgekreuzt. Daraufhin bat Mulu mich, doch am nächsten Morgen einfach mal mitzufahren. Ich hatte ja eh nichts zu tun und hab zugestimmt. Das erste Mal hab ich also… na eigentlich nix! Mulu ist gefahren, er hat die Rollstühle festgeschnallt, hat mir die Leute vorgestellt und ich hab zugesehen und mal einen von den Behis geschoben. Das war es. Danach sind wir zum Hauptquartier gefahren, Mulu ist zum Fahrdienstleiter und hat gesagt:

„Das hier ist der Sascha, der ist jetzt mein neuer Beifahrer!“

Daraufhin hab ich einen lustigen Bogen mit persönlichen Angaben ausgefüllt, zugestimmt, dass ich einen 400€-Job machen würde und das war es dann. De  facto hat mich ein Kollege eingestellt…

Der Arbeitgeber:

Der KBV ist ein kleiner Verein. Er wurde vor etlichen Jahren aus einer Elterninitiative gegründet und bietet neben dem Fahrdienst auch noch Pflege, Tagesunterbringung, Schule, Freizeiten und Clubs an. Das Verhältnis ist – man ahnt es bei meiner Einstellung schon – eher familiär als nur kollegial.

Als ich dort angefangen habe, war der Fuhrpark etliche Jahre alt und marode bis zum Abwinken. Ich bin mit Mulu einen alten Mercedes gefahren (den Vorgänger vom Sprinter noch), der etwa so laut war, wie die etwa 20 Fahrzeuge umfassende Taxi-Flotte meines jetztigen Chefs unter Vollast.

Die Mitarbeiter dagegen sind alle hochmotiviert gewesen, immer im Kampf gegen das natürlich zu kleine Budget und etliche Einschränkungen von allen Seiten. Trotz der massiven Konkurrenz im Fahrdienst durch Malteser und Rotes Kreuz aber haben sie uns Fahrern beispielsweise dennoch einen vergleichsweise fürstlichen Stundenlohn von 7,20 € gezahlt.

Leider muss ich dazu sagen, dass vor allem als ich anfing, das Management eher bescheiden war, und man gut daran getan hat, seine Gehaltsabrechnungen zu überprüfen. Boshaftigkeit unterstelle ich niemandem, schließlich wurde das Geld auch unbürokratisch nachgezahlt und Vorschüsse waren nie ein Thema. So Kleinigkeiten wie die Tatsache, dass man so lange kein Weihnachtsgeld bekam, bis man den Finanzchef danach gefragt hat, sprechen allerdings für sich.
Das ist kein Witz: Ich hab das erste Jahr kein Weihnachtsgeld bekommen. Dann bin ich zum Chef, hab gefragt:

„Sagen sie mal, habe ich nicht Anrecht auf Weihnachtsgeld?“

und er antwortete:

„Aber natürlich haben sie da ein Anrecht drauf!“

und ich hab ab da das Geld erhalten. Aber als der Finanzchef den Laden verlassen hat, ging es mit der Zeit besser. Im Grunde ein Arbeitsverhältnis, wie ich es befürworte: Unbürokratisch, familiär und nicht zu abgehoben um Fehler einzusehen. Das sollte auch so bleiben und ist es meiner Quellenlage nach immer noch.

Das Geld:

Das Geld war immer knapp. Beim Verein, bei mir selbst und meist sogar bei den Kunden.

Der 400€-Job zu Beginn bedeutete, dass ich 55 Stunden im Monat arbeiten musste. Da das einfach nicht reichte, wurde das irgendwann in einen Vollzeit-Job umgewandelt, und mit einer 35Std.-Woche kam ich auf 1050 brutto, also ca. 800 netto.

Nichtt zu vergessen sei allerdings das Trinkgeld. Insbesondere die Tour, bei der ich eingestiegen bin, war berüchtigt. Ich verdiente zwar nur 400 €, aber allein das Trinkgeld der einen Kundin betrug am Ende 80 € wöchentlich plus gelegentliche Zulagen. Diese Tour nicht mehr mit Mulu zusammen fahren zu können, war ein herber Schlag.

Ich kam mehr schlecht als Recht über die Runden, was aber vor allem daran lag, dass in diesem kleinen Verein keine ausgefüllten Tagespläne möglich waren. Es gab eigentlich immer weniger Arbeit als ich wollte. Die Tour, die ich zuletzt gefahren habe, bestand aus drei Einzeltouren: Morgens von 7:30 – 9:30 Uhr, Mittags von 12:00 bis 13:30 und nachmittags von 16:00 bis 18:30 (so in etwa, die genauen Zeiten weiss ich nicht mehr).

Heisst: Um 7 Uhr morgens aus dem Haus, um 19 Uhr Feierabend und trotzdem nur 43 € brutto. Eine Zeit lang hab ich das Freitags noch durch eine Tour ergänzt, die dann von 19 – 21 und 23 – 1 Uhr ging… da muss man die Arbeit schon sehr mögen. Aber zugegeben, die Zeiten wurden auch oft aufgerundet…

Das Einzige, was ich dem Verein übelnehme, war die Gehaltskürzung ganz am Ende meiner Arbeitszeit. Der Fahrdienst rechnete sich nicht (20.000 € Minus im Jahr) und so sollte beim Gehalt gekürzt werden. Für die Rentner, die das nebenher machten, war das vielleicht akzeptabel – aber die Leute, die bisher mit 800 € mühsam ihr Leben finanzierten, war die Idee, auf 20% Gehalt zu verzichten, mehr als obszön. Deswegen hab ich dann auch als Nebenjob beim Sicherheitsdienst gearbeitet.

Die Kunden:

Im Laufe der vier Jahre hab ich viele Stammkunden und einige Neukunden des Vereins kennengelernt. Die meisten waren aus Überzeugung bei uns, weil wir trotz bescheidener Mittel einen wesentlich besseren Service geboten haben als die Konkurrenz. Ich hatte wie eingangs erwähnt keine Erfahrungen mit Behinderten, aber die Kundschaft hat es mir leicht gemacht und in all der Zeit wüsste ich nur eine einzige Kundin, die ich wirklich nicht leiden konnte. Dank einer Abmachung mit dem Chef konnte ich sie aber weitgehend vermeiden 😉

Ich hab während der Arbeit eigentlich erstmalig festgestellt, dass ich tatsächlich Vorurteile gegenüber Behinderten hatte und sie nach meiner persönlichen Einschätzung nahezu komplett abgebaut.

Und ich hab wirklich so unterschiedliche Charaktere kennengelernt, wie ich es jetzt auch im Taxi erlebe. Vom lebensfrohen, kaum zu kontrollierten Bewegungen fähigen 30-jährigen, der mit mir Scherze darüber gemacht hat, dass er immer noch da ist, obwohl im der Arzt bei seiner Geburt keine 2 Wochen gegeben hat bis zur schwer depressiven Frau um die 60, die nie verwunden hat, dass sie seit einem Schlaganfall halbseitig gelähmt ist – und damit im Verein noch zu den leichten Fällen zählt.

Und es waren einige Neukunden, die nach einer Tour mit mir und dem Schwob dauerhaft beim Verein geblieben sind – was sicher für beide Seiten eine gute Erfahrung war.

Die Touren:

Die Touren bestanden zu einem großen Teil aus festen Touren zu Schulen, Tagesstätten und ähnlichen Einrichtungen. Daneben gab es aber auch die so genannten „Taxi-Touren“, was im Endeffekt einfach private Touren waren. Also Leute am Sonntag zur Kirche fahren, am Wochenende zur Familie, zum Einkaufen oder zum Arzt. Wo man halt so hin muss.
Auch die Taxitouren mussten von den Kunden – nach Möglichkeit – 3 Tage vprher angemeldet werden, was eine eigentlich gute Tourenplanung ermöglichte. Was dem Chaos im Verein natürlich nur bedingt entgegenwirkte. Ein Telefonat, wie ich es zwar selten, aber eindeutig zu oft geführt habe:

„Hallo, Fahrdienstleiter hier. Ich wollte mal fragen… könnten sie vielleicht vor der Mittagstour noch in Degerloch Frau Weisstenich abholen?“

„Naja, ich wollte gerade schlafen… wann denn?“

„Also eigentlich hätten sie vor 5 Minuten dort sein müssen, aber ich ruf gleich an, dass es später wird…“

Die meisten Touren bestanden aus Hin- und Rückfahrt, und dazwischen war dann unbezahlt frei. Das tat bisweilen weh, aber da wir die Autos in aller Regel mit nach Hause nehmen konnten, war man wenigstens motorisiert.

Ein großer Teil der Kundschaft war Stammkundschaft und dank der nach wie vor unzureichenden Versorgung von Behinderten leiderprobt. Die meisten waren eigentlich anspruchslos und ich habe mehrmals gehört, dass es ja ein toller Service sei, dass wir uns bei Verspätungen oder bei Verhinderung telefonisch melden.

„Die vom ASB haben das nie gemacht…“

Mit der Zeit hatte man recht persönliche Bindungen zur Kundschaft, und natürlich gehörte es in dem Job – ebenso wie meines Erachtens nach beim Taxifahren – dazu, nicht an der Haustüre kehrt zu machen. Manche Leute mussten noch 3 Stockwerke durchs Treppenhaus getragen oder in irgendeiner Form versorgt werden und es blieb auch nicht aus, dass man mal eine Flasche zum Reinpinkeln halten musste. Aber der Dank für diesen Service war einem gewiss. Mal in Form eines Lächelns und mal in Form von 150 € in bar zum Geburtstag.

Die Fahrten gestalteten sich zwar manchmal abenteuerlich, aber Spaß war eigentlich immer dabei. Im Gegensatz zu meinem heutigen Job war wesentlich weniger Etiquette angesagt. Mit zerissenen Hosen ist man auch bei Vorstandsvorsitzenden aufgetaucht – und es war klar, dass man mit guter Arbeit jeden Eindruck ins Positive kehren kann.

Viele Fahrten hat man mit einem Beifahrer zusammen gemacht, was rechtliche Gründe hatte, und so hatte man oft auch bei völlig abwesenden Kunden Unterhaltung.

Die Autos:

Die Autos waren realistisch betrachtet meist ebenso eine Katastrophe wie meine damalige Wohnung – aber geil war es schon…

Die meisten Fahrzeuge waren Sprinter oder Transits mit hinten eingebauter Hebebühne, aber für Leute, die umsteigen konnten, gab es auch normale PKW’s. Besonders in Erinnerung bleiben mir folgende Kisten:

Enzian: Der einzige Automatik-Sprinter, den ich je gefahren hab. Noch dazu einer der besten und neuesten Wagen des Vereins. Wenn ich mich nicht täusche, war es der, der von einem Zivi auf dem Wasen bei gerader Strecke in eine Wand gefahren wurde…

Florian: Ein altersschwaches Wrack von einem Transit. Schon, dass die Lautstärkeregelung des Radios nicht mehr bedienbar war, und man somit immer nur dem Motor lauschen konnte, war mies. Dass die Gangschaltung die Benutzung einiger Gänge nur bei Vollmond erlauben wollte, und der Sitz nicht in eine mit meinem Körper kompatible Haltung zu bringen war, tat sein Übriges dazu, dass ich dieses Auto nicht sonderlich mochte.

Knut: Liebevoll auch Ikea-Bomber genannt. Ein alter Volvo Kombi ohne besondere Behindertenausstattung. Dafür Automatik und flotter Motor. Mit diesem Schlachtschiff durch die City zu cruisen war das Beste an dem Arbeitsplatz überhaupt.

Leo: MEIN Auto. Hab ich 2006 für meine Tour bekommen und war ein (fast) neuer Sprinter. Ein Jahreswagen der Bundeswehr. An der Kiste hat mal echt alles funktioniert.

Pascal: Ein Peugeot 806 mit Rampe für einen Rolli: Mit Turbo völlig übermotorisiert, aber ein Fahrwerk wie ein Luftkissenboot. Zivis haben es geschafft, binnen 5000 km ein neues Getriebe zu zerlegen. Das Auto war nicht lange beim Verein…

Woodstock: Ein Uralt-Sprinter, der offensichtlich seinen Antrieb aus dem Scheibenwischer-Motor bezogen hat. Den hat man manche Hügel echt nur im ersten Gang hochbekommen. Zudem war die Tür zerdellt und hat gequietscht wie eine Kreissäge beim Metallschneiden.

Yeti: Mein erster fahrbarer Untersatz im Verein. Der Vorgänger vom Sprinter – uralt, schlecht gepflegt, aber mit Automatik und Sportsitzen (!). Fuhr sich eins a und hatte den Vorteil, dass die Kunden uns gehört haben, wenn wir am anderen Ende der Stadt losgefahren sind…

Es gab noch einige andere, aber mit den oben genannten hatte ich definitiv am meisten Spaß 🙂

Der P-Schein:

2006 ergab sich anscheinend eine bedeutsame Wende im Geschäft in Stuttgart: Man brauchte jetzt für alle Taxi-Touren einen P-Schein. Nicht der Ortskunde wegen, sondern einfach so.

Also hab ich auf Vereinskosten den P-Schein gemacht, was mir letztlich auch hier in Berlin geholfen hat, da ich aufgrund der bis heute andauernden Gültigkeit des alten Scheins nur die Ortskunde-Prüfung machen musste und auf die ärztlichen Tests verzichten konnte.

Es war zwar ein ewiges Hickhack, ob ich jetzt die Ortskundeprüfung brauche oder nicht, aber letztlich hatte ich den Schein und inzwischen ist er für Taxen in beiden Städten – Berlin und Stuttgart – zugelassen. War echt gut, dass ich das gemacht hab…

Die eingeschleusten Kollegen:

Da die Hürden, um beim KBV eingestellt zu werden, damals recht niedrig waren, sind im Laufe meiner Zeit dort einige Freunde (zumeist nur kurzzeitig) zu Kollegen geworden.

Namentlich: Der Schwob, Sven, Alex und Nico. Und ich hab das Gefühl, ich hätte noch wen vergessen…

Fazit:

Wie bei  so ziemlich allem im Leben gab es hier gute und schlechte Seiten. Obwohl ich es mit dem Fahrdienstleiter nie zum Du geschafft habe, war die Atmosphäre super und die Bezahlung eigentlich ok. Die Organisation wies Mängel auf, aber das hat so ziemlich meinem Lebensstil damals entsprochen, also will ich mal nicht im Nachhinein behaupten, ich hätte es gehasst. So werde ich hoffentlich nie die morgendlichen Treffen mit Mulu in der Kneipe unseres Vertrauens vergessen, als wir uns gegenseitig unsere Gehaltsabrechnungen und die darin enthaltenen Fehler vorgelesen haben.

Die Kollegen – vom Zivi bis zum Finanzchef waren alles Originale, und zwar engagierte und lustige. Bis auf einen von seinem Vater eingeschleusten Nazi (der aber das verheerendste Arbeitszeugnis bekommen hat, das ich je gesehen hab), erinnere ich mich eigentlich an alle gerne.

Noch weniger allerdings möchte ich die Erinnerung an die vielen Kunden missen. Noch heute werde ich manchmal gegrüßt aus meiner Heimat, und ich denke, das sagt einiges…

13 Comments

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13 Responses to Rückblick: Sash beim KBV

  1. der Schwob

    Der KBV ist und bleib eben das, was er schon immer war und immer ist…. ein Chaoten Haufen, wo der Sash aber gut reingepasst hat. Das meinen sogar die Kunden, die sich bis heute noch gerne an das chaoten Team erinnern, die auch mal eine Tour über die Weinberge… naja nennen wir es mal abkürzen, wir kamen ja nur fast eine Stunde zu spät..
    Aber Sash… trotzdem Grüsse von einigen (das aufzählen, würde jetzt gegen die Schweigepflicht verstossen, und die nahmen alle richtig zu tippem wäre auch zu anstrengend…

    KBV- Kommt Bestimmt Verspätet!

  2. Chaotenverein trifft es wirklich gut. Aber ich mochte den KBV auch, ohne dort gearbeitet zu haben.
    Aber ich überlege die ganze Zeit bei welchem der Autos wir nachts den Scheibenwischer wieder angeklebt haben… Merlin?
    (Gaffertape und ne lange Schraube zum Schienen halten erstaunlich gut.)
    Ansonsten mochte ich vor allem die Namen der Autos.

  3. Marcus

    Zitat:
    „Da die Hürden, um beim KBV eingestellt zu werden, damals recht niedrig waren, sind im Laufe meiner Zeit dort einige Freunde (zumeist nur kurzzeitig) zu Kollegen geworden.“

    Also wenn die Hürden für eine Einstellung dort wirklich so niedrig gewesen wären…..wieso bist du dann bei deinem Vorstellungsgespräch abgelehnt wurden? Vetternwirtschaft trifft es wohl ehr….aber zum glück gibt es ja auch noch Mulu’s auf dieser Welt 😉 ( wahrscheinlich wärst du in Berlin garnicht auf die Idee gekommen Tax’ler zu werden, wäre dir nicht Aufgrund dieses kostenlosen Zufalls 2006 diese Ortsunabhängige Ding in die Hände gefallen lol ). Liege ich mit meiner vermutung richtig?

    Schade warum du nicht erläutert hast, wieso es überhaupt beim KBV zuende gegangen ist.
    Hast du eigentlich eine plausibele Erklärung warum es diesen Laden noch immer gibt? Immerhin schreibt die KBV in nicht unerheblichen Umfang Jahr für Jahr rote Zahlen?

  4. Oh man, dagegen ist mein Verein ja quasi Fortschritt pur!
    Wir haben zwar auch noch einen Vario in der Flotte der kommt aber nur auf einer Tour zum Einsatz.
    Das schönste bei mir ist, dass kein Tag dem anderen gleicht: Jeden Tag fahre ich irgendwas anderes und ein großer Teil besteht tatsächlich in den von dir sog. Taxi-Fahrten (die bei uns teilweise 5 Minuten vorher bestellt werden). Würde ich jeden Tag ziemlich genau das Gleiche fahren, würde mir vermutlich sehr schnell die Lust an dem Job vergehen.
    Meinen P-Schein habe ich übrigens sogar ohne Ortskundeprüfung bekommen; gewusst wie 😉 (Ich hab zwar ewig lange dafür gelernt und hätte sie bestimmt auch bestanden, aber das hat mir erstens die Kosten und zweitens die Zeit gespart.)

  5. @Schwob:
    Ja, die Weinberg-Tour war genial. Ich hätte nur gerne gesehen, wie es von unten aussah…
    Dass der Verein nach wie vor chaotisch ist, glaub ich gern. Kannst die Bande ja wie üblich zurück grüßen!

  6. @Ozie:
    Ja, ich glaube, das war Merlin 😉

  7. @Marcus:
    Die Hürden waren tatsächlich nicht sonderlich hoch. Sicher kann man das böserweise als Vetternwirtschaft bezeichnen. Aber es war gelegentlich wirklich so, dass es Engpässe gab, und der Fahrdienstleiter den Fahrern gesagt hat: „Kennen sie nicht jemanden, der das vielleicht nebenher machen will?“
    Der Verein war einfach zu spontan, um zielgerichtet Angestellte zu werben. Und ohne den Job marginalisieren zu wollen: Es geht einfach viel um Sympathie in dem Gewerbe. Wir haben keine Ausbildung bezüglich der Betreuung oder gar für Notfälle gehabt – das allerdings war auch nicht vorgeschrieben. Für Notfälle war der Rettungsdienst zuständig – und es gab nur selten welche. Zudem sind die allesamt gut verlaufen und professionell geklärt worden.
    Den Verein gibt es insbesondere deswegen noch, weil es eigentlich nur der Fahrdienst war, der derart rote Zahlen geschrieben hat.
    Und: Vorzeige-Unternehmen können doch gar nicht mehr pleitegehen 😉

  8. @Ingmar:
    Ich finde feste Touren gar nicht so schlimm. Wenn man ein eingespieltes Team als Fahrer und Beifahrer hat, die Kunden bekannt und nett sind – dann kann man sogar in dem Job die Routine genießen.
    Aber heute genieße ich ja auch die Abwechslung beim Taxifahren – ich verstehe den Einwand also gut.

    Den P-Schein hab ich ja auch so bekommen, allerdings war da das richtige Timing nötig. Einmal wurde es abgelehnt, ein paar Wochen später dann durchgewunken.
    Man muss allerdings auch sagen, dass ich zu dem Zeitpunkt schon ein paar Jahre in Stuttgart unterwegs war und zudem Ortskunde beinahe völlig unnötig war. Bisweilen hatte ich ja eine Woche Zeit, um eine Tour zu planen, und map24 kombiniert mit etwas Ortskenntnis und ein paar Notizen sind fast so gut wie ein Navi.

  9. Bei mir hat ein Schreiben des Arbeitgebers gereicht, um ohne Ortskundeprüfung den P-Schein zu bekommen 😉

  10. @Ingmar:
    Bei mir im Endeffekt auch. Da stand sinngemäß drin, dass sie bestätigen, dass für den Job keine Ortskunde nötig ist. Deswegen sollte ich mit dem Schein in Stuttgart auch nicht Taxi fahren können. Aber was auf den langen Fluren der Behörden so alles verloren geht…

  11. Kenn ich was von, im Endeffekt sollten der Krankenwagen und das Taxi bei mir auch ausgestrichen werden, letztenendes wurde aber nur der Krankenwagen gestrichen. Theoretisch könnte ich jetzt also auch Taxi fahren, was ich allerdings nicht vorhabe, meine Vorraussetzungen sind ähnlich wie bei dir (sprich Abi, aber nicht gut genug), den jetzigen Job mach ich auch nur, bis ich meine Wartesemester voll habe. Hinzu kommt, dass mein Einkommen doch noch ein wenig über dem eines Taxifahrers liegt, auch wenn es doch nur Mietwagen ist 😉

  12. Oh, bei erneutem Lesen klingt das ganze irgendwie arrogant; war allerdings überhaupt nicht meine Intention 🙁
    Wollte nur gerade irgendwie meine Situation schildern.

  13. @Ingmar:
    Nur keine Panik. Ich kann als Taxifahrer schon damit leben, dass andere etwas mehr verdienen als ich 😉
    Und Geld war immer schon ein Argument für oder gegen eine Arbeit. Ganz ehrlich: Mit Sofort-Rente würde ich wahrscheinlich nicht mal Taxi fahren. Allerdings wäre der Blog hier dann sicher etwas langweiliger 🙂
    Obwohl: Ich bin mir sicher, dass es einen großen Markt für irgend einen Shopping-Blog gibt.

    Äh ok, ich glaube, ich schweife ab…

    Also: Hab’s nicht in den falschen Hals bekommen!

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