{"id":24341,"date":"2026-04-10T21:08:25","date_gmt":"2026-04-10T19:08:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?post_type=yada_wiki&#038;p=24341"},"modified":"2026-05-25T23:25:07","modified_gmt":"2026-05-25T21:25:07","slug":"open-world-games","status":"publish","type":"yada_wiki","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wiki\/open-world-games\/","title":{"rendered":"Open World Games"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Heute, in den 2020ern, bin ich stets ein bisschen geneigt, etwas ironisch zu sagen, dass ich gerne die gro\u00dfen Open-World-Games zocke. Wo immer man sich umh\u00f6rt im Netz, bei Gamern und Kritikern gleicherma\u00dfen, scheint es ein wenig so zu sein, dass alle es leid sind. Ein bisschen vereinfacht gesagt war Open World etwas, das im letzten Jahrzehnt cool war und Ubisoft hat das alles mit Assassin&#8217;s Creed kaputt gemacht. Au\u00dferdem ist es heutzutage doch auch gemein, die immer rarer werdende Zeit der Gamer, die mehr Spiele denn je haben, f\u00fcr ein einzelnes zu verschwenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, aber &#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Die Zeit ist vorbei<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass Open-World-Spiele zwischen 2000 und 2020 ihre Hochphase hatten und vielleicht nie wieder so gro\u00dfen Anteil an den neu ver\u00f6ffentlichten Spielen haben werden, kann ich mir sogar vorstellen. Einfach weil die Spiele vor dieser Zeit quasi technisch nicht m\u00f6glich waren und als Neuheit nat\u00fcrlich einen immensen Zulauf hatten, der so nicht wiederkommt. Denn diese Faszination kann selbstverst\u00e4ndlich irgendwann nachlassen und ich glaube, dass viele der heute sehr lauten Kritiker mehr oder weniger aus meiner Generation sind und genau in diese Gruppe fallen, die damals mit GTA III angefixt worden sind und inzwischen 500 Spiele gespielt\u00a0 haben, 1500 noch auf ihrem Pile of Shame haben und sich einfach freuen, wenn mal so ein knackig dicht erz\u00e4hltes lineares Spiel kommt, das nach acht Stunden auch einfach fertig ist. Die wollen nicht mehr wie 2001 gucken, wie viele Autos man in eine Garage pferchen und anschlie\u00dfend explodieren lassen kann und nat\u00fcrlich auch keine 100 Hufeisen f\u00fcr einen Trank sammeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Die eigene Zeit fehlt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tut sie das? Bei den Hardcore-Zockern sicher. Aber selbst auf Steam &#8211; der Plattform, die durch Sales und pure Masse verleitet wie keine zweite, sich eine gigantische Playlist zuzulegen, die man in seinem eigenen Leben gar nicht abgearbeitet kriegt, hat ein Gro\u00dfteil der Spieler weniger als 20 Games. Mein Steam-R\u00fcckblick 2026 zeigt mir einen Median von 4 in diesem Jahr gespielten Spielen pro User an. Diese Spieler werden zwar auch insgesamt weniger spielen als ich, aber vermutlich haben sie deutlich mehr Zeit pro Spiel als ich. Und ich wage zu behaupten, dass die meisten dieser Durchschnittsspieler gar nichts dagegen h\u00e4tten, wenn die Spiele ihrer Wahl noch ein bisschen mehr Content zu bieten h\u00e4tten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. Die Gr\u00f6\u00dfe und die pure Zahl der Aufgaben hat alles kaputt gemacht<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich kann da als Viel-Spieler erstaunlich gut relaten, aber dennoch war das doch ein logischer und auch ziemlich guter Schritt in der Branche. Als Spiele endlich rausgewachsen sind aus der Speicherplatzbegrenzung hat man halt erst einmal alles gemacht, was m\u00f6glich war. So ungef\u00e4hr zumindest. Nat\u00fcrlich haben wir heute zig Genres, die alle ihre eigenen St\u00e4rken und Ideen haben, darunter auch sehr technische oder erz\u00e4hlerisch lineare, f\u00fcr die eine Open World keinen Sinn macht. Aber wenn die lauten Kritiker heute meckern, dass &#8222;da jetzt auch noch eine Open World rangeklatscht wurde&#8220;, denn liegt das vielfach darin, dass das Spielprinzip erst einmal ein sehr logisches ist: Ein Spiel m\u00f6chte eine glaubhafte Welt erschaffen, in der der Spieler agieren kann und wenn ich mir die einzige reale Welt da drau\u00dfen ansehe, dann muss ein Spiel eine gewisse Offenheit bieten, um sie glaubhaft zu machen. Die Leben selbst der meisten Gamer spielen nicht in einem schlauchf\u00f6rmigen Keller. Ja, nat\u00fcrlich gibt es schlechte Open-World-Games, die besser anders gemacht worden w\u00e4ren, aber die Idee, dass ich in einer Welt eine gewisse Freiheit in der Bewegung habe, ist per se erst einmal logisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine Meinung<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich pers\u00f6nlich fand den Schritt hin zu offenen Spielwelten einen immensen Fortschritt in der Entwicklung der Videospiele. Die hat nat\u00fcrlich auch manche nicht so sch\u00f6ne Bl\u00fcten getrieben, das will ich gar nicht verneinen, aber es hat viele positive Effekte. Zum einen eben, dass man sich in einem Spiel verlieren kann. Das mag nicht der Wunsch jedes Spielers sein, aber die meisten Spiele erlauben es einem ja trotzdem, die Hauptgeschichte recht z\u00fcgig durchzuspielen. Ich sehe einen Mehrwert darin, dass man optional in der Welt weitere Lore findet, zus\u00e4tzliche Aufgaben erledigen kann oder einfach seine Zeit mit Erforschen verbringen kann. Die meisten Streamer da drau\u00dfen beenden beispielsweise Red Dead Redemption II in unter 70 Stunden und stellen dem Spiel Bestnoten aus. Das mache ich ebenfalls, aber meine Runs haben je so um die 300 Stunden und ich hab mehrere gemacht, weil ich trotzdem manches verpasst hatte. Wenn man nicht zwanghaft Achievements sammelt und gleichzeitig keine Zeit hat, wei\u00df ich nicht, wie man da drunter leiden kann. In einem entscheidenden Punkt muss ich allen Kritikern aber Recht geben: Wir haben jetzt gesehen, was m\u00f6glich ist und wir brauchen wirklich nicht immer noch gr\u00f6\u00dfere Maps. Ich w\u00fcrde gerne einen Schritt mehr in Richtung Tiefe sehen. Mehr begehbare Geb\u00e4ude oder Dungeons, mehr Interaktionsm\u00f6glichkeiten etc., nicht einfach nur Fl\u00e4che. Wobei es nat\u00fcrlich Ausnahmen gibt: F\u00fcr Racing-Games wie Forza Horizon ist eine gro\u00dfe Map zum Beispiel erst einmal ein Gewinn, weil es mehr unterschiedliche Strecken erm\u00f6glicht und RDR2 war auch nicht zu gro\u00df, weil die Landschaft da einfach der zweite Hauptdarsteller war und sie zudem einfach nicht leer oder generisch und langweilig war. Ich bleibe dabei: Ich mag Spiele, in denen ich mich frei umsehen kann und mir gef\u00e4llt es umso besser, wenn das Spiel daraus auch einen Nutzen zieht und ich z.B. Aufgaben in freierer Reihenfolge angehen kann oder das Erforschen irgendwie belohnt wird. Und dann ist das f\u00fcr mich meistens sch\u00f6ner als eine stringent erz\u00e4hlte Geschichte. Aber ja, der Haken ist: Sowas kriegst Du nur hin, wenn dein Budget entsprechend gro\u00df ist, deswegen sind meine Favoriten da alles Triple-A-Games, auch wenn das andere Nachteile hat.<br \/>\nIch hab mal \u00fcber Rockstar Games geh\u00f6rt, dass deren Karten schon sehr fr\u00fch in der Entwicklung weitgehend stehen und sie dann versuchen, die Geschichte in dieser Map zu verorten. Und die Ergebnisse sprechen f\u00fcr sich. Sicher, manche lineare Spiele haben fantastische Set-Pieces, die f\u00fcr genau diese eine Mission gemacht wurden und die fallen sicher mal \u00fcberw\u00e4ltigender aus, als sie in einer Open World machbar w\u00e4ren. Aber gerade wenn die Karte nicht nur &#8222;rangeklatscht&#8220; und dann mit einem Zufallstool mit generischem Kram vollgepinselt wurde, sondern die Geschichte sich mit plausiblen Wegen \u00fcber das verf\u00fcgbare Gebiet erstreckt, wenn auf diesen Wegen neue Biome mit neuem Loot auftauchen, die den Fortgang der Geschichte untermalen und gleichzeitig immer Platz zum Erforschen liefern, dann ist das in meinen Augen absolut unschlagbar.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_editorskit_title_hidden":false,"_editorskit_reading_time":0,"_editorskit_is_block_options_detached":false,"_editorskit_block_options_position":"{}","footnotes":""},"wiki_cats":[2611,2612],"wiki_tags":[],"class_list":["post-24341","yada_wiki","type-yada_wiki","status-publish","hentry","wiki_cats-gaming","wiki_cats-sonstiges"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/yada_wiki\/24341","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/yada_wiki"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/yada_wiki"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24341"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/yada_wiki\/24341\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24485,"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/yada_wiki\/24341\/revisions\/24485"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24341"}],"wp:term":[{"taxonomy":"wiki_cats","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/wiki_cats?post=24341"},{"taxonomy":"wiki_tags","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/wiki_tags?post=24341"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}