{"id":7184,"date":"2011-02-21T23:31:25","date_gmt":"2011-02-21T22:31:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=7184"},"modified":"2011-02-21T23:31:25","modified_gmt":"2011-02-21T22:31:25","slug":"die-antwort-steht-in-den-sternen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2011\/02\/21\/die-antwort-steht-in-den-sternen\/","title":{"rendered":"Die Antwort steht in den Sternen&#8230;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Warum schreibe ich eigentlich gerade so wenig?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin ja eigentlich ein zu regelm\u00e4\u00dfiger Blogger, um ernsthaft auf die Idee zu kommen, ich schreibe mal zu wenig. Meist poste ich meine Entschuldigungen auch noch, bevor irgendwer es auch nur in Betracht ziehen w\u00fcrde, dass ich gerade so eine Art Pause mache. In den vergangenen Tagen lag meine sichtbare Aktivit\u00e4t im Internet allerdings irgendwo herum, wo sie nicht so einfach aufgefunden werden konnte. Dabei war ich im Netz. Stundenlang. Jeden einzelnen Tag!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer selbst schreibt, wird irgendwann gemerkt haben, was das gro\u00dfe und wahrscheinlich einzige Geheimnis hinter einem brauchbaren Schreibstil ist: Lesen. Man kann die verr\u00fccktesten Dinge erleben, man kann einen schon \u00fcbernat\u00fcrlich ausgepr\u00e4gten Drang zur Selbstdarstellung haben und alle Zeit der Welt. Man wird wahrscheinlich nie wirklich gut im Schreiben sein, wenn man nicht seinerseits viel liest, und damit &#8211; mitunter v\u00f6llig unbewusst &#8211; seinen sprachlichen Horizont erweitert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und als rundum schreibbegeisterter Mensch lese ich auch wahnsinnig viel. Leider zu wenige B\u00fccher, keine einzige Tageszeitung, aber daf\u00fcr im Netz umso mehr. An einem normalen Tag lese ich inzwischen sicher mindestens 300 Texte, von einer Polizeipressemeldung bis hin zu mehrseitigen wissenschaftlichen Erkl\u00e4rungen und politischen Hintergrundberichten. Ein Genie bin ich deswegen noch lange nicht, mein Kurzzeitged\u00e4chtnis funktioniert \u00e4hnlich gut wie Suppe essen mit St\u00e4bchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber ich kann nicht nicht lesen. Es geht nicht. Seit ich mein Smartphone hab, nutze ich sogar die Zigarettenpause vor dem Taxi zum Lesen im Internet. Es gibt Tage, da \u00fcberlege ich mir, ob ich an der Ampel nicht kurz an einem Artikel weiterlesen kann. Ist wahrscheinlich eine komplexe Zwangsst\u00f6rung \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Naja, und wenn ich dann mal wirklich an was dran bin&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich muss jetzt vielleicht ein bisschen weiter ausholen &#8211; zur\u00fcck in die Kindheit. Ich war immer schon ein astronomiebegeisterter Mensch. Also zumindest seit ich 9 oder 10 Jahre alt bin. Und mit astronomiebegeistert meine ich nicht, dass ich gerne mal den Mond angesehen habe, sondern dass ich die Namen der Krater dort kannte und seit meinem zw\u00f6lften Lebensjahr auswendig weiss, dass die Lichtgeschwindigkeit nicht 300.000 km\/s betr\u00e4gt, sondern 299.792,458. \u00dcbrigens ein Wissen, mit dem ich manche Lehrer ganz sch\u00f6n genervt habe \ud83d\ude09<br \/>\nDas bis heute sch\u00f6nste Weihnachtsgeschenk, das ich je bekommen habe, war ein astronomisches Lexikon, und das Verschwinden desselben rangiert unter den schlimmsten Verlusten meines Lebens ziemlich direkt hinter verstorbenen Familienmitgliedern und hat mit der Zeit meinen Teddy verdr\u00e4ngt, den ich mit 7 Jahren im Eutiner Staatsforst zugunsten eines Stocks habe liegen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hab Artikel \u00fcber Quasare gelesen, bevor ich jemals auch nur eine Stunde Physik in der Schule hatte und besa\u00df ein reges Interesse an Kernfusion, bevor mir mein Chemielehrer gezeigt hat, dass Heliumatome auch verdammt langweilig sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein geringes Verst\u00e4ndnis auf der Berechnungsebene hat mich eigentlich nie daran gehindert, zu lesen, was es zu lesen gab. Und seit ich Internet habe, bin ich zu einem der Menschen geworden, der von der Wikipedia behauptet, alle interessanten Artikel sowieso schon gelesen zu haben. Bevor jemand fragt: Ja, ich lese die Wikipedia als Unterhaltungslekt\u00fcre.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Naja, und dann das:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor etwas \u00fcber einer Woche hab ich mir mal endlich ein paar alte  Beitr\u00e4ge in Florian Freistetters Blog &#8222;<a href=\"http:\/\/www.scienceblogs.de\/astrodicticum-simplex\/\" target=\"_blank\">Astrodicticum Simplex<\/a>&#8220; angesehen.  Ich bin hier und da immer mal wieder durch Links auf diesen  Astronomie-Blog gesto\u00dfen, hab ihn aber stets wieder vergessen. Nun hab  ich den &#8222;Fehler&#8220; gemacht, das Tab ge\u00f6ffnet zu lassen&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das heisst, um es auszusprechen: Ich lese seit einer Woche jede freie Minute bei Astrodicticum Simplex. Jedes Mal, wenn ich was anderes machen will, lande ich dann doch nach kurzer Zeit wieder &#8222;versehentlich&#8220; dort und lese. Und lese. Und lese.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, und somit steht die Antwort, warum ich so wenig schreibe, gewisserma\u00dfen in den Sternen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich weiss, die meisten meiner Leser sind davon sicher nicht so \u00fcberm\u00e4\u00dfig begeistert, aber ich m\u00f6chte den Blog einfach gerne weiterempfehlen. Man erf\u00e4hrt dort viel Grundlagenwissen, aber auch viele detailliertere Antworten auf aktuelle Fragen. Freistetter schreibt gegen Pseudowissenschaften an und hat zum Beispiel beim Erkl\u00e4ren, warum 2012 die Welt nicht untergehen wird, eine geradezu liebenswerte Geduld. Dazu kommen sehr kuriose, aber interessante Links, atemberaubende Fotos und allerlei aktuelle Forschungsergebnisse &#8211; und alles so simpel wie m\u00f6glich erkl\u00e4rt, ohne dabei allerdings kindisch oder d\u00fcmmlich zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also falls ihr meiner Schreibfaulheit wegen nicht wisst, was ihr lesen sollt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum schreibe ich eigentlich gerade so wenig? Ich bin ja eigentlich ein zu regelm\u00e4\u00dfiger Blogger, um ernsthaft auf die Idee zu kommen, ich schreibe mal zu wenig. 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