{"id":5931,"date":"2010-06-01T06:39:53","date_gmt":"2010-06-01T04:39:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=5931"},"modified":"2011-09-05T03:57:23","modified_gmt":"2011-09-05T01:57:23","slug":"sex-sex-sex","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2010\/06\/01\/sex-sex-sex\/","title":{"rendered":"Sex Sex Sex*"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Es ist schon eine seltsame Geschichte, nachts relativ wahllos Leute durch die Gegend zu fahren.\u00a0 Und auch wenn viele Kunden das ungern h\u00f6ren: Ich bin nunmal als Taxifahrer auch nur Mensch und ich mache mir Gedanken \u00fcber sie und auch alles andere.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neulich erst hatte ich mal wieder eine Prostituierte im Auto, gemeinsam mit dem Freier, ein netter Kerl mit deutlichen optischen Anleihen von Peter Zwegat. Ich fand es durchaus sehr interessant, mal mitzuerleben, wie eine Nutte (ich sehe das nicht als Schimpfwort, nur als angenehm kurzes Wort f\u00fcr den Berufsstand) mit ihrem Kunden umgeht, d.h. in dem Fall redet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Nachtfahrer in einer Gro\u00dfstadt, noch dazu einer verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig liberalen wie Berlin, wird man einfach immer wieder mit Sex konfrontiert. Und ja, ich muss gestehen, ich finde das einen interessanten Teil meines Jobs. Zum einen ist das Gewerbe rund um k\u00e4uflichen Sex f\u00fcr mich als Dienstleister einfach eine faszinierende Branche, weil sich dort in meinem Wertesystem die Grenzen zwischen privatem und Arbeit vermischen und es mich einfach jenseits aller durchaus vorhandener voyeurhaften Neigungen besch\u00e4ftigt, wie so ein Gewerbe funktioniert. Und obwohl es f\u00fcr mich jenseits meiner eigenen Vorstellungskraft liegt, eine solche Dienstleistung in Anspruch zu nehmen oder gar anzubieten, finde ich es als aufgeschlossener Mensch dennoch nicht per se abschreckend. Wie in so vielen Bereichen folge ich auch hier keiner political Correctness, und m\u00f6chte hier auch gerne mal meine Bewunderung kundtun f\u00fcr die Schreiberinnen eines Artikels in der extrem linken Untergrundzeitschrift radikal, die es vor gesch\u00e4tzten 10 Jahren gewagt haben, Prostitution als normale Besch\u00e4ftigung zu sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin ja nun ein langweiliger monogamer Hetero, gl\u00fccklich liiert und (soviel Freiz\u00fcgigkeit erlaube ich mir) ohne gesellschaftlich sonderlich inakzeptable Interessen im sexuellen Bereich. Noch dazu bin ich nicht nur tolerant, sondern auch hart im Nehmen, was entsprechende Avancen angeht. Von Homos wie Heteros schon angemacht habe ich mich in meinem Job nie unwohl gef\u00fchlt, nat\u00fcrlich auch wohlwissend, dass ich meist nur Durchgangsstation f\u00fcr liebestolle Abenteurer bin, und den meisten bewusst ist, dass sie erst am Zielort unserer Fahrt bekommen, was sie eigentlich gerade dazu anh\u00e4lt, in ein Taxi zu steigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bisher sind meine gesch\u00e4ftlichen Erfahrungen auf dem Sektor gering. Anmachen beiderlei Geschlechts hatte ich schon, mit viel Fantasie kann man auch den einen Kuss dazu z\u00e4hlen, den ich einer Passantin zuliebe erwidert habe. Ich hatte Nutten, Freier, Stripclubbesucher und notgeile Jugendliche im Auto. Nicht zu vergessen w\u00e4re der Greis, den ich von einem Bordell zum n\u00e4chsten gefahren habe, weil sie dort &#8222;auch Betten haben, wo man sich hinlegen kann&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und von den widerlichen Spontan-Ausf\u00e4llen des uniformierten Teils der Gesellschaft, wenn wir den Stra\u00dfenstrich passiert haben abgesehen, kann ich nicht behaupten, dass auch nur eine der Fahrten in irgendeiner Form negativ aufgefallen ist. Das mag an meinem Interesse, meinem dicken Fell oder auch meiner Nachsichtigkeit mit unzurechnungsf\u00e4higen Individuen liegen, aber egal was es davon ist: Es \u00e4ndert ja nichts:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00fcrde mich ein Kunde je wie Torsten fragen: &#8222;<a href=\"http:\/\/www.taxi-blog.de\/wordpress\/fahrgaste\/2704\/beste-kundenfrage-ever\/\" target=\"_blank\">Machst du auch sexuelle Fahrten?<\/a>&#8222;,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">dann w\u00fcrde ich in der Hoffnung, nicht gedanklich bereits einbezogen zu sein, stets ein &#8222;Ja klar, gerne doch!&#8220; als Antwort parat haben. \u00dcberraschenderweise sind das n\u00e4mlich meistens recht unanstrengende Kunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zumal ja bisweilen auch noch hammerm\u00e4\u00dfig Extra-Kohle von den &#8222;Clubs&#8220; dabei rausspringt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ach ja, in diesem Zusammenhang verlinke ich auch gerne noch den <a href=\"http:\/\/streetgirl.twoday.net\/\" target=\"_blank\">streetgirl-Blog<\/a> von Melanie, die eben jene Dienstleistungen anbietet und dar\u00fcber schreibt. Und nat\u00fcrlich auch das, was Klaus k\u00fcrzlich pr\u00e4sentiert hat: Der Taxifahrer, der &#8222;Uwe W\u00f6llner&#8220; gesteht: &#8222;<a href=\"http:\/\/cab-log.blogspot.com\/2010\/05\/wie-im-puff.html\" target=\"_blank\">Ich werd wie &#8217;ne Nutte bezahlt<\/a>&#8222;. Ist ja irgendwie schon wahr \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich weiss, viele vermuten, dass das die eher negativen Seiten des Taxifahrens bei Nacht sind. Stimmt aber eher nicht. Zumindest bei mir bisher.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">*macht sich als \u00dcberschrift sicher gut in Suchmaschinen und soll als kleine Hommage an J.B.O. gedacht sein, die ich trotz gelegentlichen Ablegens der M\u00e4nnern zutiefst eigenen pubert\u00e4ren Gedanken gerne mal h\u00f6re&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist schon eine seltsame Geschichte, nachts relativ wahllos Leute durch die Gegend zu fahren.\u00a0 Und auch wenn viele Kunden das ungern h\u00f6ren: Ich bin nunmal als Taxifahrer auch nur Mensch und ich mache mir Gedanken \u00fcber sie und auch &hellip; <a href=\"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2010\/06\/01\/sex-sex-sex\/\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_editorskit_title_hidden":false,"_editorskit_reading_time":0,"_editorskit_is_block_options_detached":false,"_editorskit_block_options_position":"{}","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5931","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-vermischtes"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5931","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5931"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5931\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5933,"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5931\/revisions\/5933"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5931"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5931"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5931"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}