{"id":5338,"date":"2010-03-23T17:53:13","date_gmt":"2010-03-23T16:53:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=5338"},"modified":"2012-01-10T03:22:23","modified_gmt":"2012-01-10T01:22:23","slug":"tute-oder-so-was","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2010\/03\/23\/tute-oder-so-was\/","title":{"rendered":"T\u00fcte oder so was"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Sorry liebe Leser, mein Blog macht ebenso wie ich ein langes Wochenende was die Taxigeschichten angeht. Ich hoffe, heute fr\u00fch nicht allzu viele zersprungene Kaffeetassen von Leuten verschuldet zu haben, die meine neuesten Erg\u00fcsse lesen wollten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber es gibt im Leben ja noch andere Dinge au\u00dfer Taxifahren. Zocken beispielsweise. Musik h\u00f6ren. Oder lesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerade letzteres tue ich ja recht ausdauernd im Taxi. So neulich auch das neue Buch von Ulrike Sterblich:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>T\u00fcte oder so was<br \/>\n<\/strong>Wie man als Kunde nervt, ohne es zu merken<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Buch habe ich keineswegs zuf\u00e4llig gelesen, obwohl es sicher eine nette Erfahrung gewesen w\u00e4re, wenn ich es h\u00e4tte.\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2009\/01\/29\/so-dies-und-das\/\" target=\"_blank\">Vor gef\u00fchlten Ewigkeiten<\/a> hat mich Ulrike zu dieses Buches wegen interviewt, weil sie auf meinen Blog gesto\u00dfen war. Mir ist der Abend im Nachhinein fast etwas peinlich, da ich so als ganz Neuer noch kaum Dinge aufz\u00e4hlen konnte, die mich an Kunden nerven und zudem etwas zu viel getrunken habe. Letzteres war vor allem peinlich, weil ich im Vorfeld nicht davon ausgegangen bin, dass ich eingeladen werde&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber gut, das ist Vergangenheit! Das Buch jedoch ist nun frisch erschienen. Netterweise wurde ich als einer der vielen Ideengeber mit einem kostenlosen Exemplar bedacht, und schon als Gegenleistung f\u00fcr die netten Stunden beim Lesen und die paar Bier beim Interview bin ich wohl etwas Werbung schuldig \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der (Unter-)Titel ist Programm: Wie man als Kunde nervt, ohne es zu merken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am\u00fcsant werden in geduldig erz\u00e4hlten kleinen Anekdoten allerlei Fehltritte von Kunden beschrieben, deren Existenz sie sich wohl in der Tat meistens nicht bewusst sind. F\u00fcr mich als Dienstleister und als Mensch mit offenen Augen waren die meisten Dinge nicht \u00fcberraschend, aber es ist eine ansehnliche Sammlung allt\u00e4glicher Situationen aus dem Dienstleistungsgewerbe geworden. Dass auch die Kassiererin im Supermarkt genervt ist, wenn man gru\u00dflos weitertelefoniert, w\u00e4hrend man bezahlt oder es Handwerker nicht freut, dass manche Kunden ihre eigene Hausnummer falsch mitteilen, das ist nicht unverst\u00e4ndlich. Dass nach der tausendsten Wiederholung die Anfrage nach einer &#8222;T\u00fcte oder so was&#8220; durchaus auch einen berechtigten Platz in der Liste der Nervigkeiten bekommt, war mir selbst jedoch neu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Buch ist mit 190 Seiten nicht gerade ein opulentes Werk, aber die Dichte der Erz\u00e4hlung und die damit einhergehende Menge an Anekdoten entsch\u00e4digt daf\u00fcr. Die einzelnen Situationen werden dabei nur grob umrissen und schnell abgehandelt. Eine tiefergehende Analyse w\u00e4re dem unterhaltenden Charakter des Buches auch nur abtr\u00e4glich gewesen und man w\u00e4re um unz\u00e4hlige Pointen gebracht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man muss als Leser allerdings mit etwas Reflexionsverm\u00f6gen bewaffnet sein, denn es kann als sicher gelten, dass sich jeder irgendwo ertappt f\u00fchlt, und sich denkt:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Na klar mache ich das so, was ist schon dabei?&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich h\u00e4ngt im Dienstleistungsgewerbe alles von den zwei oder mehr Menschen ab, die sich letztlich begegnen. Wie meine Leser wissen, dass mich ein &#8222;Sind sie frei?&#8220; nicht am Verstand des Kunden zweifeln l\u00e4sst, so mag es auch Videothekare geben, die auch innerlich schmunzeln, wenn der Kunde, der eine Kom\u00f6die mit Cameron Diaz suchte, sich am Ende f\u00fcr &#8222;Gladiator&#8220; entscheidet. Dem angemessen ist das Buch aber keine Kampfansage an die wirklich stressigen Mitmenschen, sondern eher ein dezenter Hinweis zum Nachdenken f\u00fcr all jene, die sich bereits f\u00fcr gute Kunden halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus meiner Sicht als Dienstleister ein Buch, das n\u00f6tig war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ulrike Sterblich: &#8222;T\u00fcte oder so was &#8211; wie man als Kunde nervt, ohne es zu merken&#8220;<br \/>\nist erschienen im <a href=\"http:\/\/www.goldmann-verlag.de\" target=\"_blank\">Goldmann-Verlag<\/a><br \/>\nhat 190 Seiten und kostet 8,95 \u20ac<br \/>\nISBN 978-3-442-15609-2<\/p>\n<p>Ulrike Sterblich im Netz: <a href=\"http:\/\/www.supatopcheckerbunny.de\/\" target=\"_blank\">supatopcheckerbunny.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry liebe Leser, mein Blog macht ebenso wie ich ein langes Wochenende was die Taxigeschichten angeht. 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