{"id":440,"date":"2008-11-25T11:47:50","date_gmt":"2008-11-25T10:47:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=440"},"modified":"2012-03-19T01:43:29","modified_gmt":"2012-03-18T23:43:29","slug":"so-ein-tag-so-wunderschon-wie-heute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2008\/11\/25\/so-ein-tag-so-wunderschon-wie-heute\/","title":{"rendered":"So ein Tag, so wundersch\u00f6n wie heute&#8230;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der gestrige Tag war abgesehen von meinem Amtsbesuch noch auf andere Weise sehr sch\u00f6n. Einige meiner Leser werden es sicher mit Bedauern zur Kenntnis nehmen, aber: Ralf zieht aus!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nein, nicht gestern. Auch nicht heute. Aber n\u00e4chste Woche am Montag, bzw. Dienstag. Er kam heute auf mich zu bez\u00fcglich des Termins und entschuldigte sich sogar nochmal daf\u00fcr, dass er erst jetzt erfahren hat, wann er frei hat. Nun k\u00f6nnte man ja meinen, dies sei ein Termin wie jeder andere auch, den Ralf mal fix genannt hat, um einmal mehr Verantwortung los zu sein. Das mag im Zweifelsfall auch stimmen&#8230; aber ich habe seine Unterschrift diesbez\u00fcglich!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kaum eine Stunde nachdem Ralf das unterzeichnet hatte, ist der Brief raus an die degewo gegangen, und ab jetzt wird das Ganze ein Kinderspiel. Nicht nur, dass die Zahl der verbleibenden Stunden mit Ralf demn\u00e4chst nach seinen Angaben (einmal mehr) einen zweistelligen Wert annimmt&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nein, nun haben wir auch was in der Hand, wenn er in einer Woche noch hier ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter diesen Umst\u00e4nden muss ich inzwischen fast l\u00e4cheln \u00fcber die Kackspuren, die jeden Tag erneut unser Klo zieren, weil er &#8211; der ausgebildete Koch &#8211; offenbar unter Hygiene versteht, sich einmal am Tag mit einer halben Flasche Deo einzuspr\u00fchen, und sonst&#8230; ja, sonst&#8230; nix!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist zwar relativ egal, ob er das tut, denn man riecht es ungelogen wirklich, ob er binnen der letzten halben Stunde das Haus verlassen hat &#8211; egal ob das am Deo oder am K\u00f6rpergeruch liegt. Irritiert war ich nur einmal, als er mir &#8211; im Spa\u00df, zugegeben! &#8211; vorgeworfen hat, man w\u00fcrde es in der ganzen Wohnung riechen, wenn ich mal Deo nehmen w\u00fcrde. Was sicher nicht grunds\u00e4tzlich falsch ist, da Deo nun einmal ziemlich penetrant im Geruch ist. Aber gut&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ralf hat mich heute auch gefragt, wie das denn mit dem Geld aussieht, das er noch von uns kriegt. Der nicht gut informierte Leser muss hier wissen, dass Ralf zum Umzug nach Berlin etwa 1200 \u20ac ausgelegt hat, mit dem Auto, Sprit, Renovierung etc. bezahlt worden sind. Das war damals verdammt wichtig, und daf\u00fcr kann ich ihm prinzipiell auch heute noch dankbar sein, denn weder ich, noch Ozie, noch die WG an sich hatte das Geld damals. Diese Schulden haben sich dezimiert zu 900 \u20ac, die wir beiden (als die, die sich um die WG-Finanzen k\u00fcmmern) ihm bereits im Juni oder Juli angeboten haben, zur\u00fcckzuzahlen. Denn der WG geht es finanziell blendend! Ralf hat damals abgelehnt mit der Begr\u00fcndung, er habe gerade genug Geld. Das hat ihn allerdings nicht daran gehindert, in den Monaten danach bei gemeinsamen Freunden zu jammern, dass wir ihm noch &#8222;voll viel Geld&#8220; schulden w\u00fcrden. Das ist eine regelrecht asoziale Geschichte, aber gl\u00fccklicherweise leben wir nicht in einem Ralf-Universum, in dem uns unsere Freunde nach hohlem Geschw\u00e4tz bewerten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun hat sich seitdem aber einiges getan. In der Zwischenzeit verlief die WG-Geschichte so, dass Ralf nicht einmal mehr einen freundschaftlichen Furz gelassen hat, wenn es der WG zuliebe n\u00f6tig gewesen w\u00e4re. Das heisst, er hat sich darauf besonnen, zu regeln, was wichtig ist. Da w\u00e4ren z.B. die Rechnungen des Pizza-Service&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Miete &#8211; Normalsterbliche kennen das als einen monatlich zu berappenden Betrag &#8211; hat der werte Ralf nur gezahlt, wenn in Tansania zuf\u00e4llig Tierarten entdeckt wurden, die die gleichgeschlechtliche Liebe praktizieren. Oder so. Naja, die letzte Mietzahlung kam Mitte Oktober (f\u00fcr September) &#8211; was uns dazu veranlasst hat, vom gemeinsamen Konto (wir haben inzwischen ein neues) einfach alles entsprechend abzuziehen. Nun hat Ralf also ein Konto, auf dem 350 \u20ac lagern. Das ist nicht wenig &#8211; ich h\u00e4tte es gerne f\u00fcr mich &#8211; aber dank seiner oft kruden Einstellung zur Welt wird er sicher noch einmal fragen, wo denn der Rest ist. Ich freue mich darauf, weil ich wenigstens darauf inzwischen eine passende Antwort habe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe so das Gef\u00fchl, dass ihn das ersch\u00fcttern wird, weil er irgendwoher noch 900 \u20ac erwartet. Sei es drum!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nochmal zur allgemeinen Problematik mit ihm:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ralf ist krank! Das ist keine Polemik, kein fieser Seitenhieb oder dergleichen, sondern eine &#8211; zugegeben unprofessionelle &#8211; Diagnose. Ralf leidet an dissozialer Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung. Das w\u00fcrde ich hier nicht schreiben, wenn ich mir nicht sehr sicher w\u00e4re. Er empfindet nur bedingt Empathie und verst\u00f6\u00dft bewusst gegen soziale Normen &#8211; nicht ohne Lustgewinn &#8211; er erfindet daf\u00fcr Rechtfertigungen bl\u00f6dsinnigsten Ausma\u00dfes und f\u00fchlt sich dann noch benachteiligt. Er vermutet hinter allem einen Angriff auf seine Person, ist weder lern-, noch kritikf\u00e4hig, sondern begegnet jeder Kritik mit einer latenten Aggressivit\u00e4t, die jedoch &#8211; gl\u00fccklicherweise &#8211; nicht in Ausbr\u00fcchen m\u00fcndet. Seine Ziele sind Macht und Geld, was zwar im Widerspruch zu seiner oberfl\u00e4chlichen kommunistischen Meinung steht, jedoch in seinem Handeln deutlich erkennbar ist. Ebenso deutlich erkennbar ist die f\u00fcr dieses Krankheitsbild typische innere Leere, die ihn dazu bringt, stundenlang Zigarettenschachteln zu zerschneiden oder sich selbst mit Kuli zu bemalen, ohne dass ihn das Ergebnis interessiert. Er ist schlicht und ergreifend nicht in der Lage sich selbst zu besch\u00e4ftigen, sondern giert &#8211; uns gegen\u00fcber hat er das inzwischen unter Kontrolle &#8211; nach Aufmerksamkeit durch andere. Zumindest hier in der WG ist er nicht imstande, sich auch nur um die einfachsten Verpflichtungen zu k\u00fcmmern, was sich au\u00dferhalb aber auch darin zeigt, dass er trotz ausreichender finanzieller Mittel nicht in der Lage war, z.B. seinen Handy-Vertrag zu bezahlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das alles ist im Grunde sehr traurig, aber leider auch wahr. So sehr ich meinen Groll ihm gegen\u00fcber hege, so hoffe ich doch, dass er irgendwann mal die Hilfe bekommt, die er braucht. Nur leider ist es diesem Krankheitsbild zueigen, dass er wohl kaum jemals einen Leidensdruck versp\u00fcren wird. Zudem ist dieses Verhalten laut Psychologen durch Strafe oder dergleichen nicht konditionierbar. Mir pers\u00f6nlich ist die Therapie trotzdem zuviel&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der gestrige Tag war abgesehen von meinem Amtsbesuch noch auf andere Weise sehr sch\u00f6n. 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