{"id":4298,"date":"2009-11-21T22:04:44","date_gmt":"2009-11-21T21:04:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=4298"},"modified":"2013-06-10T03:30:54","modified_gmt":"2013-06-10T01:30:54","slug":"nimm-dies-schurke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2009\/11\/21\/nimm-dies-schurke\/","title":{"rendered":"Nimm dies, Schurke!"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_4304\" style=\"width: 590px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4304\" class=\"size-full wp-image-4304\" title=\"2009-11-21-gerichtsschreiben\" alt=\"Ein Haufen Holz, Quelle: Sash\" src=\"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/2009-11-21-gerichtsschreiben.JPG\" width=\"580\" height=\"435\" srcset=\"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/2009-11-21-gerichtsschreiben.JPG 580w, https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/2009-11-21-gerichtsschreiben-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><p id=\"caption-attachment-4304\" class=\"wp-caption-text\">Ein Haufen Holz, Quelle: Sash<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hart und entbehrungsreich waren die letzten anderthalb Wochen. Ozie und ich haben ewig an dem Schriftst\u00fcck f\u00fcrs Gericht gearbeitet, und nun ist es endlich raus. Die Zeit, es im Endzustand bereits vorher in den Blog zu stellen &#8211; wie Daniel es mir z.B. empfohlen hat &#8211; hatten wir nicht mehr. Uns ist klar, dass wir sicher auch eine Fristverl\u00e4ngerung h\u00e4tten bekommen k\u00f6nnen, aber so lange wir Zeit hatten, so lange haben wir auch an dem Text rumgefeilt. Daniel wird zum Beispiel erfreut sein, dass wir viele seiner Ratschl\u00e4ge in letzter Sekunde noch umgesetzt, bzw. bedacht haben, obwohl ich ihm noch gestern das Gegenteil verk\u00fcndet habe \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus Datenschutzgr\u00fcnden ist das Dokument ein ganzes St\u00fcckchen k\u00fcrzer geworden als das Original (musste ja zumindest mal die Nachnamen raushauen), vielleicht versteht jetzt aber doch der ein oder andere, dass das eine Weile gedauert hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So langsam ist in dem ganzen Schrieb kein Satz mehr drin, der nicht mindestens viermal umgeschrieben, rausgehauen, bedauert, neu geschrieben und wieder umgestellt wurde. Perfekt ist so ein Schreiben nie und auch hierzu werden sicher viele dies oder das zu bem\u00e4ngeln haben. Es ist von uns aber so langsam abgeklopft genug auf die potenzielle Wirkung der Richterin gegen\u00fcber, auf die Wirkung gegen\u00fcber meinen beiden Ex-Vermietern, deren Anwalt und zudem auch darauf, in einer eventuellen zweiten m\u00fcndlichen Verhandlung &#8211; oder gar einer zweiten Instanz &#8211; die Karten gleich korrekt gemischt auf der Hand zu haben. Und zudem entspricht es auch noch der Wahrheit. All das unter einen Hut zu bekommen, die richtige Balance zwischen getarnten &#8222;Ihr Wichser!&#8220;-Rufen und dem subtilen Betteln um Sympathie zu erhalten, war nicht einfach. Dennoch ist das Ding alles in allem ein Brief an ein Gericht in einem \u00f6den Fall. Es ist also unter Umst\u00e4nden sehr langweilig f\u00fcr die, die es nicht betrifft. Wer es sich trotzdem antun will: Hier &#8211; im vielleicht l\u00e4ngsten Blogeintrag bisher &#8211; die zurechtgestutzte Fassung (inklusive Kommentaren von meiner Wenigkeit, weil ich offenbar der Meinung bin, es reicht noch nicht):<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em><strong>Zum Beweis der K\u00fcndigung<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Die Beklagten haben in der m\u00fcndlichen Verhandlung mehrfach behauptet, dass Sven sein Mietverh\u00e4ltnis vom 15.10.2005 nicht gek\u00fcndigt hat.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Ich habe das jedes Mal bestritten.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nenne mir jemand einen sch\u00f6neren Einstieg in die Geschichte, als mit einer L\u00fcge der Gegenseite anzufangen \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Ich habe die mir gew\u00e4hrte Frist genutzt, um mit Sven in Kontakt zu treten. Mir liegen nun die schriftliche K\u00fcndigung des Mietverh\u00e4ltnisses (Anlage 1) sowie die Mietvertr\u00e4ge von Sven (Anlage 2 und 3) vor. Die K\u00fcndigung wurde damals in zweifacher Ausfertigung in meinem Beisein von Sven und den Beklagten unterzeichnet. Das Exemplar von Sven liegt dem Schreiben im Original bei.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe so eine vage Vermutung, dass hier f\u00fcr den gegnerischen Anwalt der Zeitpunkt der Apokalypse greifbar wird. Harrrr!<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Herr Sven hat noch einmal die von mir gemachten Aussagen best\u00e4tigt. Insbesondere auch, dass es zwischen ihm und den Beklagten die Abmachung gab, dass er den Fu\u00dfboden reparieren werde. Da Herr Sven den Holzboden zu seinem Einzug schon einmal repariert hatte, w\u00e4re dies eine kosteng\u00fcnstige und einfache M\u00f6glichkeit des Schadensersatzes gewesen. Bis heute haben sich die Beklagten nicht bei ihm gemeldet.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielleicht r\u00fccken sie ja nach dieser Klarstellung ein wenig von der Idee ab, ich k\u00f6nne Sven wegen des Bodens verklagen. Das fand ich zwar schon von Beginn an eine obskure Geschichte, weil Sven genau das Gleiche getan hat wie ich: auf Dieter warten. Er hatte nur das Gl\u00fcck, dass er die Kaution von mir pers\u00f6nlich bekommen hat und nicht das selbe Pech hatte wie ich. Wenn das ein Grund zum Verklagen sein sollte, dann w\u00e4re mein Verh\u00e4ltnis zu diesem Staat noch weitaus gespaltener als ohnehin schon.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Da ich wie bereits erkl\u00e4rt das Mietverh\u00e4ltnis von Sven nicht weitergef\u00fchrt habe, h\u00e4tten sich die Beklagten bez\u00fcglich des Schadensersatzes f\u00fcr den Holzfu\u00dfboden und die sonstig von Sven verursachten Sch\u00e4den an Sven wenden m\u00fcssen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf den ersten Blick kommt Sven in dem Satz ein wenig zu oft vor, aber wir haben beschlossen, dass das eine Stolperfalle sein soll. Alle, die das in die Hand bekommen, sollen der Fairness halber dieselbe Chance haben, dar\u00fcber nachzudenken, ob es f\u00fcr den Fall, dass ein Verantwortlicher feststeht, nicht sinnig sein k\u00f6nnte, sich an den Verantwortlichen zu wenden. Das soll jetzt zwar nicht heissen, dass Sven alleine f\u00fcr alles verantwortlich w\u00e4re, aber da er der Vormieter ist, trifft das in den meisten F\u00e4llen ohne weitere Kl\u00e4rung rechtlich zu. Soweit mir bekannt, kann er mit dieser &#8222;Rufsch\u00e4digung&#8220; leben&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Dies haben sie unterlassen. Ebenso wie sie von mir f\u00fcr die jetzt vorgebrachten Sch\u00e4den keinen Schadensersatz forderten, bis ich sie auf Herausgabe der Mietsicherheit verklagt habe.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einer der Punkte, den ich viel \u00f6fter h\u00e4tte ansprechen sollen&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em><strong>Erkl\u00e4rungen zur m\u00fcndlichen Verhandlung<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Die Beklagten haben w\u00e4hrend der m\u00fcndlichen Verhandlung behauptet, dass die Wohnungs\u00fcbergabe um 10 Uhr Abends stattgefunden h\u00e4tte, mir die Wohnung wegen der vorhandenen Sch\u00e4den nicht abgenommen worden w\u00e4re, ich deswegen kein \u00dcbergabeprotokoll h\u00e4tte und ich \u00fcberraschend am n\u00e4chsten Tag abgereist w\u00e4re.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier wird es dann inhaltlich interessant.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Diese Aussagen sind falsch.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was niemanden \u00fcberraschen sollte&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Geschichte ist nur bedingt von Interesse, die Beweislage so lala. Ein Zeuge hier, ein Zeuge da. Aber ich wollte das nicht so stehen lassen, da es wirklich einen gewaltig falschen Eindruck hinterl\u00e4sst. Ich muss zugeben, dass mir heute auch nie wieder eine solch absurde Wohnungs\u00fcbergabe vorkommen w\u00fcrde, aber wenn man sich die folgenden Abs\u00e4tze durchliest, dann sollte man wenigstens zum Ergebnis kommen, dass es so bekloppt ist, dass man sich das nicht einfach ausdenkt. Ich hab zwar ein gewisses Vertrauen in meine Kreativit\u00e4t, aber da w\u00e4re auch ich an eine Grenze gekommen, glaubt mir!<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Herrn Dieter war mein Abreisetermin nach Berlin Monate vorher bereits bekannt. Da ich nach Abreise nicht zur Reparatur von Sch\u00e4den h\u00e4tte anreisen k\u00f6nnen, bat ich Herrn Dieter n\u00e4mlich vielfach um eine fr\u00fchzeitige Wohnungsbesichtigung. Er hat dies aus terminlichen oder pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden stets abgelehnt und die pauschale Aussage getroffen, ich m\u00f6ge die von mir verursachten Sch\u00e4den beheben und die Wohnung besenrein \u00fcbergeben. Dieser Aufforderung bin ich nachgekommen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man k\u00f6nnte beinahe sagen, ich h\u00e4tte um einen Besichtigungstermin gebettelt. Es fehlt mir hier aber ein wenig an \u00dcberzeugungskraft. Wer glaubt schon, dass ein Vermieter sich sowas entgehen lassen w\u00fcrde? Leider gibt es hier keine Zeugen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Die Wohnungsbesichtigung wurde von ihm auf den Nachmittag des 8.10.2007 zur Schl\u00fcssel\u00fcbergabe verschoben. Mein Abreisetermin, der 9. Oktober, war Herrn Dieter au\u00dferdem bekannt, weil ich von ihm wenige Tage zuvor eine gesonderte Erlaubnis einholte, den Transporter f\u00fcr den Umzug mehrere Tage lang in der Einfahrt der Beklagten zu parken. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Klingt nach einer vergessenswerten Kleinigkeit? Den Transporter irgendwo parken?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Durch kurzfristiges Umparken desselben ging der im selben Haus wohnhafte Herr Herbert, Vater des Beklagten, sogar davon aus, dass ich bereits abgereist sei. Er stellte daher das Wasser in der Wohnung 3 Tage zu fr\u00fch ab. Herr Dieter kl\u00e4rte diese Angelegenheit und wurde somit erneut mit meinem Abreisetermin konfrontiert. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und Leute: Das ist kein Witz! Der hat uns wirklich das Wasser abgestellt, weil der Transporter vom Hof war&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Weil die Abreise also direkt bevorstand und der Besichtigungstermin lange vor Sonnenuntergang stattfinden sollte, hatte ich meine Beleuchtungsmittel bereits eingepackt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Fakt, der heute wirklich \u00e4rgerlich ist, weil er echt danach aussieht, als h\u00e4tten wir was vorgehabt&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Erst unmittelbar vor der Besichtigung wurde der Termin f\u00fcr selbige von den Beklagten ohne Zeitangabe nach hinten verschoben. Grund daf\u00fcr war eine pl\u00f6tzliche Verhinderung von Frau Petra. Die Beklagten erschienen letztlich erst gegen etwa 20 Uhr zur Besichtigung. Die Tatsache, dass es w\u00e4hrend der Wohnungs\u00fcbergabe dunkel in den R\u00e4umen war, ist somit zwar korrekt, aber von den Beklagten selbst verschuldet.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es mag sein, dass eine Wohungs\u00fcbergabe mit Taschenlampe seltsam ist. Aber es war einfach nicht geplant, die Gl\u00fchbirnen alle erst morgens um 5 Uhr rauszuschrauben. Das Ergebnis mag somit seltsam gewesen sein, die Erkl\u00e4rung daf\u00fcr ist jedoch simpel. Bei der pl\u00f6tzlichen Verhinderung handelte es sich im \u00dcbrigen um einen Autounfall. Inwieweit da die Schuldfrage gekl\u00e4rt ist, weiss ich zwar nicht, aber dass wir nicht schuld waren&#8230; ich hoffe, mir glaubt jemand \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Herr Dieter hatte Frau Petra jedoch offenbar nicht \u00fcber unsere Gespr\u00e4che bez\u00fcglich Reparaturen und Abreise informiert, da selbige w\u00e4hrend der Besichtigung davon ausging, dass ich noch mehrere Tage in der Stadt sei.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und ich muss mal ganz klar sagen, dass ich f\u00fcr die Kommunikationsprobleme in der Ehe meiner Vermieter keine Haftung \u00fcbernehme. Ich hoffe, der Rechtsstaat steht da mal auf meiner Seite.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Ich habe sie korrigiert. In unangemessen scharfem Tonfall forderte Frau Petra die Reparatur von Holzfu\u00dfboden und D\u00fcbell\u00f6chern, wobei sie sich auf einen schriftlichen Mietvertrag berief. Ich konnte die Forderungen mit Verweis auf meinen m\u00fcndlichen Mietvertrag und Sven als Verursacher der Sch\u00e4den zur\u00fcckweisen. Frau Petra hat auf meine Widerworte nur mit Schweigen reagiert.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der unangemessen scharfe Tonfall ist die nette Umschreibung von &#8222;hat sich durch die Bude getobt und unhaltbare Forderungen mit Schaum vor dem Mund ausgesto\u00dfen&#8220;. So wie sie das auch immer gemacht hat, wenn mal einer in der Einfahrt geparkt hat (was uns zum Ausladen erlaubt war). Es ist gar nicht leicht, sich f\u00fcr dieses Kommunikationsmodell st\u00e4ndig Euphemismen einfallen zu lassen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Daher war es mir nicht unangenehm, dass Frau Petra die Wohnung fr\u00fchzeitig aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden verlassen musste.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch ein Euphemismus. &#8222;Innerlicher Jubel&#8220;, &#8222;Unglaubliche Erleichterung&#8220; und &#8222;spontanes Ablassen von Mordpl\u00e4nen&#8220; w\u00e4re sicher ehrlicher gewesen&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Ich habe folglich das Gespr\u00e4ch im Beisein von Frau Ozie mit Herrn Dieter, mit dem ich auch sonst stets die Mietangelegenheiten gekl\u00e4rt habe, fortgef\u00fchrt. Herr Dieter sah ein, dass ich Sch\u00e4den der Vormieter nicht zu verantworten habe und erkl\u00e4rte abschlie\u00dfend im Namen der Beklagten, dass ich nur f\u00fcr eine fehlende T\u00fcrklinke und ein besch\u00e4digtes T\u00fcrblatt im Wert von ca. 50 \u20ac Schadensersatz zu leisten habe, die restliche Kaution an mich ausgezahlt wird und er sich wegen der Sch\u00e4den an Sven wenden werde. Weiterhin besprachen wir, dass ich die Wohnungsschl\u00fcssel am n\u00e4chsten Morgen in den Briefkasten der Beklagten werfen werde.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und ich w\u00fcrde noch heute best\u00e4tigen, dass das ein nettes Gespr\u00e4ch war, und wir die geeignete Laune hatten, um hier und da um ein paar Euro zu feilschen. Es ist ja fast schon bezeichnend, dass keiner dieser beiden Sch\u00e4den inzwischen noch von mir gefordert wird. Eine Abrechnung hab ich nat\u00fcrlich immer noch nicht gesehen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Die Wohnung wurde mir somit von Herrn Dieter im Namen der Beklagten abgenommen. Weder dar\u00fcber, noch \u00fcber die Behauptung der Beklagten, ich h\u00e4tte noch Sch\u00e4den zu beheben, wurde ein Protokoll angefertigt. Da viele Absprachen, wie auch das Mietverh\u00e4ltnis, nur m\u00fcndlich existierten, war dieses Vorgehen nicht ungew\u00f6hnlich.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, ich w\u00fcrde es ja heute auch nicht mehr machen. War bl\u00f6d, geb ich zu! Aber ganz im Ernst: Er hat es ein halbes Jahr lang geschafft, sich vor einem schriftlichen Mietvertrag zu dr\u00fccken. Wieso sollte ich auch nur davon ausgehen, dass wir ein Protokoll zustandekriegen? Petra h\u00e4tte es so oder so nur unter Hypnose unterschrieben und ich h\u00e4tte die von ihr gew\u00fcnschte Variante, dass ich ihnen das Haus kostenlos neu baue, auch nicht so einfach unterzeichnet. Vielleicht war es ja sogar eher zu meinem Vorteil, wer weiss?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Auf die Erkl\u00e4rung der Beklagten bezog ich mich in meinen Schreiben vom 11.3.2008 und 6.4.2008.<br \/>\nDie Beklagten haben seit der Erkl\u00e4rung weder diese angefochten, noch eine Abrechnung er- oder eine Forderung gestellt. Dieses Verfahren begr\u00fcndet sich ausschlie\u00dflich im Unwillen der Beklagten, die Kaution auszuzahlen. Eine Forderung von Schadensersatz wurde nie erw\u00e4hnt bis ich fast 2 Jahre sp\u00e4ter Klage eingereicht habe.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und noch einmal reinhacken! Das mit der Anfechtung der Erkl\u00e4rung k\u00f6nnte noch ein interessanter Punkt werden, denn die beiden haben es ja wirklich nicht einmal auf den Plan gekriegt, mir zu schreiben, dass sie mir die Kaution nicht auszahlen wollen. Was soll man dazu noch sagen?<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Ich habe mit meinem Schreiben vom 6.4.2008 gegen etwaige Forderungen seitens der Beklagten schriftlich eine Einrede formuliert und den Beklagten zugestellt. Da mit einer einredebehafteten Forderung nicht aufgerechnet werden kann, fordere ich weiterhin die Auszahlung der Mietsicherheit seitens der Beklagten an mich.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich denke ja eigentlich, dass die Richterin schon daran, dass ich den Schrieb als Paket gesandt habe, erkannt haben wird, dass ich die Klage nicht wie von ihr (noch im Unwissen \u00fcber die Existenz der K\u00fcndigung) fallenlassen werde. Das mit der Einrede ist dennoch ein wichtiger Punkt, der bisher noch nicht ordentlich zur Sprache gekommen ist &#8211; und f\u00fcr den Fall aller F\u00e4lle sollte der Hinweis mal festgehalten werden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>In der m\u00fcndlichen Verhandlung haben die Beklagten zudem ausdauernd versucht, den Eindruck zu erwecken, dass ich eine tadellose Wohnung angemietet h\u00e4tte. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist dann der wirklich witzige Punkt, und dort haben wir uns auch fast schon gehen lassen&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em> <\/em><em>Es ist mir ein dringendes Bed\u00fcrfnis, diesen Eindruck zu korrigieren.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der war ja sicher zu erwarten \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em> <\/em><em>Denn schon vor meinem Einzug 2003, also vor dem Einzug der Wohngemeinschaft an sich wies die Wohnung vielf\u00e4ltige M\u00e4ngel auf. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Herzlich willkommen im Reich der kuriosen M\u00e4ngel der WG. Zugegeben, das meiste kennt ihr wahrscheinlich schon.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Mindestens 10 Fliesen im Bad hatten Bohrl\u00f6cher. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was seichtes zum Einstieg&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Ein Teil des Bades war weder gefliest, noch tapeziert, ebenso eine der Toiletten. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber so offenliegende Rigips- und Holzplatten haben einen ganz eigenen Charme. Dieter nannte das in der m\u00fcndlichen Verhandlung &#8222;neuwertig&#8220;.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>In der Wohnung fehlten an verschiedenen Stellen Tapeten und Anstrich, und wo vorhanden war der Anstrich meist unsauber ausgef\u00fchrt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kein Weltuntergang, aber wenn man halb\u00fcberstrichene Wandbilder als Schaden bezeichnet&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Die unterste Treppenstufe innerhalb der Wohnung war nicht verschraubt und stellte eine permanente Gefahrenquelle dar. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz ehrlich: Wir fanden die Stufe witzig. Ist ja nicht mein Ding, wenn die Richterin das nicht genauso sieht. Objektiv gesehen war es eine Gefahrenquelle.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Unter der Balkont\u00fcre verliefen Heizungsrohre \u00fcber Putz. Anstelle einer geeigneten oder fachgerechten Abdeckung waren die Rohre offen sichtbar in Bauschaum eingebettet.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hab echt ein Herz f\u00fcr Bauschaum. Aber als gestalterisches Element bei der Innendekoration muss man ihn ja nicht gerade verwenden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>In vielen R\u00e4umen fehlten die Abdeckungen f\u00fcr Steckdosen, Lichtschalter und Verteilerdosen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir hatten immerhin keine Kinder&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>An mehreren Stellen endeten in Form und Farbe unterschiedliche Rohre und Kabel mit unbekannter Herkunft im Wohnraum. Mindestens eines dieser Kabel f\u00fchrte sogar Strom.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Formulierung finden wir besonders toll \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Bei der Wohnungsbegehung im November 2006 sprach ich Herrn Dieter u.a. auf ein 30 Zentimeter langes Kabel mit einem Zentimeter Durchmesser an, dass direkt im Bett von Sven endete. Mir wurde lediglich ein teilweises Zur\u00fcckschieben in die Wand erlaubt, aber weder einer Entfernung noch einer Abdeckung stimmte er zu, da er dieses Kabel noch ben\u00f6tige.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich denke, diese Begebenheit erkl\u00e4rt so einiges bez\u00fcglich der Wohnung und den Vermietern&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Bis zu dieser Begehung und dem folgenden Beginn meines Mietverh\u00e4ltnisses hatten sich einige weitere Sch\u00e4den angesammelt.<br \/>\nDie kleine Dusche war stark verschimmelt und durfte deswegen w\u00e4hrend meines Mietverh\u00e4ltnisses nicht von mir genutzt werden. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber was ist schon Schimmel in einer Dusche? Bitte&#8230; darf man nicht so eng sehen!<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Im Jahr 2006 wurde ein Fenster nach monatelangem Warten auf Ersatz nicht fachgerecht ersetzt, sodass eine gro\u00dfe L\u00fccke in der Au\u00dfenwand durch Styropor ersetzt wurde.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hoffe, die Richterin \u00fcberliest hier das &#8222;Au\u00dfenwand&#8220; nicht!<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Desweiteren waren selbstverst\u00e4ndlich die Tapeten und Anstriche stark abgenutzt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8230;und ich halte das nach 3 bis 5 Jahren f\u00fcr eine legitime Geschichte.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>W\u00e4hrend der Wohnungsbegehung im November 2006 offenbarte Herr Dieter mir auch, dass die seit Jahren defekte Heizung in einer der Toiletten gar nicht defekt war, sondern von ihm abgestellt wurde. Ohne Information. Diesen Mangel versprach er mit der Bereitstellung eines Heizl\u00fcfters zu beheben. Ich war nicht \u00fcberrascht, dass ich ihn bis zu meinem Auszug 11 Monate sp\u00e4ter nicht erhalten habe.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist auch wieder so eine Geschichte der Marke &#8222;Zu bl\u00f6d, um sie zu erfinden&#8220;. Alleine die \u00dcberlegung, ein Klo mit einem energetisch bekloppten Heizl\u00fcfter zu heizen, sollte schon irgendwelche Beh\u00f6rden auf den Plan rufen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Ebenso wie diese bestanden auch alle mir zur Last gelegten Sch\u00e4den und baulichen Ver\u00e4nderungen &#8211; wie die Beklagten in der m\u00fcndlichen Verhandlung einger\u00e4umt haben &#8211; bereits bei Beginn meines Mietverh\u00e4ltnisses. Dass sie auch nach meinem Auszug noch vorhanden waren, will ich nicht in Frage stellen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und selbst bei unserem guten Verh\u00e4ltnis damals brauchen wir nicht dar\u00fcber reden, ob ich von den Dingen irgendwas zwangsweise selbst h\u00e4tte \u00fcbernehmen m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Da sich die Wohnung schon am 1.1.2007 in desolatem Zustand befand, haben es die Beklagten dankbar angenommen, dass ich bereit war, diese trotz ihrer M\u00e4ngel f\u00fcr den stolzen Preis von ca. 9 \u20ac\/m\u00b2 kalt anzumieten. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben unsere alten Unterlagen zum Thema durchgesehen. Dieser Preis w\u00e4re selbst in Stuttgart f\u00fcr eine kleine Wohnung in bester Wohnlage mit modernster Ausstattung allenfalls &#8222;noch ok&#8220; gewesen. Wir haben f\u00fcr die Bude 860 \u20ac kalt gezahlt und laut Mietspiegel haben wir damit je nachdem, welchen Standard man der Wohnung zubilligt und ob man sie einzeln oder getrennt vermietet, zwischen 200 und 350 \u20ac Kaltmiete monatlich \u00fcber dem Maximalwert gelegen. Und wir sind zuversichtlich, dass die Richterin die Mietpreise kennt. Vergleiche mit dem Mietspiegel haben wir nur deshalb unterlassen, weil wir den f\u00fcrs richtige Jahr nicht vorliegen haben, und die Einteilung der Wohnung in die richtige Kategorie sowieso eine Wissenschaft f\u00fcr sich ist, bei der wir nicht mit falschen Behauptungen gl\u00e4nzen wollten. Deswegen sprechen wir ja auch von \u00fcberh\u00f6hter Miete &#8211; was im Zweifelsfall dennoch nachweisbar ist &#8211; und nicht von Mietwucher &#8211; was zwar sch\u00f6ner w\u00e4re, aber unter Umst\u00e4nden an 3,50 \u20ac scheitern k\u00f6nnte&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Trotz Ausbleiben versprochener Reparaturen habe ich es aufgrund des guten Verh\u00e4ltnisses zu den Beklagten nie in Betracht gezogen, die \u00fcberh\u00f6hte Miete zu mindern. Davon, dass ich dann aber auch noch f\u00fcr die Sch\u00e4den meiner Vormieter aufzukommen habe, war definitiv nie die Rede.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dieser Umstand ist vielleicht verst\u00e4ndlich&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Die einzige Ausnahme stellt die von Sven eingezogene Wand im Treppenhaus dar, die die gemeinsame Nutzung beider Wohnungen erlaubte. Diese h\u00e4tte von Herrn Sven entfernt werden m\u00fcssen, aber da ich ebenso beide Wohnungen f\u00fcr die Wohngemeinschaft zu nutzen gedachte, erkl\u00e4rte ich mich f\u00fcr den R\u00fcckbau zust\u00e4ndig und habe ihn auch vor meinem Auszug zur Zufriedenheit der Beklagten durchgef\u00fchrt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Naja, sie haben sich zumindest nicht beschwert. Und unangefochtene Behauptungen sind vor Gericht Tatsachen. Vielleicht vermittelt das ganz nebenbei auch den gew\u00fcnschten Eindruck: Wenn ich schon extra eine Wand demontiere, h\u00e4tte ich ja wohl auch ein paar D\u00fcbell\u00f6cher zugemacht, so man es mir aufgetragen h\u00e4tte&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Neben den bereits\u00a0 genannten M\u00e4ngeln war z.B. das Treppenhauslicht w\u00e4hrend meines Mietverh\u00e4ltnisses monatelang defekt oder durch die Beklagten eigenm\u00e4chtig ohne weitere Information abgestellt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kann man ja mal machen&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Ich habe in der m\u00fcndlichen Verhandlung den Zustand der Hauselektrik bem\u00e4ngelt. Frau Petra sprach bez\u00fcglich meiner Aussagen von einer &#8222;Frechheit&#8220;.<br \/>\nOb Frau Petra sich des damaligen Zustandes der Wohnung nur nicht bewusst ist oder aber versucht, diejenigen Sch\u00e4den herunterzuspielen, deren Entstehung und Behebung definitiv Sache der Beklagten war, mag ich nicht beurteilen.<br \/>\nUm etwaigen Zweifeln bez\u00fcglich meiner Aussagen fr\u00fchzeitig entgegenzutreten, verweise ich hierbei auf die Fotos 8, 9, 10, 11 und 14, die allesamt 2005 und 2006 von mir pers\u00f6nlich aufgenommen wurden.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Fotos sind \u00fcberwiegend bekannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Erkl\u00e4rungen zum Entstehungszeitpunkt der Sch\u00e4den<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Es sollte nun unstrittig sein, dass ich am 1.1.2007 ein neues Mietverh\u00e4ltnis mit den Beklagten begann. Die Beklagten haben in der m\u00fcndlichen Verhandlung gestanden, dass alle mir zur Last gelegten Sch\u00e4den bereits vor dem 1.1.2007 entstanden sind. Bez\u00fcglich etwaiger Zweifel m\u00f6chte ich im Folgenden zu den einzelnen Sch\u00e4den detailliert Stellung nehmen:<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Die Gliederung entspricht der in der Klageerwiderung der Beklagten.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil es so sch\u00f6n war, gibt es das in der aktuellen und dem Gericht vorliegenden Fassung auch noch mal:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>a) Bei der Wohnungsbegehung im November 2006 stellte Herr Dieter\u00a0 fest, dass die angesprochene Balkont\u00fcr im Zimmer von Sven defekt war. Er reparierte die T\u00fcr provisorisch w\u00e4hrend der Begehung und k\u00fcndigte an, bald eine korrekte Reparatur vorzunehmen. Der Schaden war den Beklagten somit bekannt. Sollte sich dieser tats\u00e4chlich verschlimmert haben, geschah dies entweder w\u00e4hrend der provisorischen Reparatur oder durch Unterlassen der angek\u00fcndigten Reparatur. Desweiteren wurde ich nie aufgefordert diesen Schaden zu beheben.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich h\u00e4tte gerne folgendes genauer ausgef\u00fchrt: &#8222;Er reparierte die T\u00fcr provisorisch mit einigen Hammerschl\u00e4gen auf die Angeln, damit die T\u00fcr wieder abschlie\u00dfbar war&#8220;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>b) Die Sch\u00e4den am Holzfu\u00dfboden bestanden bereits bei Beginn meines Mietverh\u00e4ltnisses. Sven war den Beklagten gegen\u00fcber schadensersatzpflichtig, wie in der m\u00fcndlichen Verhandlung ausf\u00fchrlich besprochen.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Beweis: Foto 12 und Vergr\u00f6\u00dferung<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das haben wir wirklich ewig durchgekaut, und ich hoffe, dass sich diese Sache mal erledigt hat. Im Zweifelsfall kann Sven ja bezeugen, dass Dieter sich bei ihm melden wollte.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>c) Die Zimmert\u00fcr des Zimmers von Sven wies schon bei Beginn meines Mietverh\u00e4ltnisses ein Loch auf. Dies war den Beklagten sp\u00e4testens seit der Wohnungsbegehung im November 2006 bekannt. Ich wurde nie aufgefordert, diesen Schaden zu beheben.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bisschen knapp vielleicht, aber sie haben eingestanden, dass es schon da war&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Zu den genannten Graffiti m\u00f6chte ich zun\u00e4chst anmerken, dass sich in der Wohnung keine Graffiti befanden. Graffiti sind Bilder im \u00f6ffentlichen Raum und implizieren meist Vandalismus: Bei den an die Wand gemalten &#8211; nicht gespr\u00fchten &#8211; Bildern handelte es sich um eine Wohnungsdekoration. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Klingt ein wenig nach angepisstem Rumlamentieren, aber man kann wirklich nicht behaupten, dass die Aussage in der Klageerwiderung sonderlich sachlich war. Und wenn die meisten Leute mit Graffiti negatives assoziieren, dann m\u00f6chte ich das vorsichtshalber klarstellen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Das farbige Streichen der W\u00e4nde stellt einen vertragsgem\u00e4\u00dfen Gebrauch der Mietsache dar. Da die Wandbilder von mir bereits einfach \u00fcberstrichen wurden, w\u00e4re es den Beklagten ohne erh\u00f6hten Aufwand m\u00f6glich gewesen, die W\u00e4nde zu renovieren. Da das letzte Streichen im September 2003 schon nur mangelhaft durchgef\u00fchrt wurde und die W\u00e4nde au\u00dferdem normal abgenutzt waren, w\u00e4re eine Renovierung ohnehin n\u00f6tig gewesen. Da &#8222;Sch\u00f6nheitsreparaturen&#8220; entsprechend \u00a7538 BGB vom Vermieter durchzuf\u00fchren sind, ist den Beklagten durch die Reste meiner Wandbilder kein Schaden entstanden. Desweiteren wurde ich auch nie aufgefordert, die W\u00e4nde zu streichen.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Beweise: Fotos 4 und Vergr\u00f6\u00dferung, 6 und 7<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daniel hat mich bei diesem Absatz auf die Strittigkeit von Sch\u00f6nheitsreparaturen angesprochen. Das ist kein leichtes Thema, das stimmt. Aber das trifft vor allem auf die nicht unbedeutende Anzahl von Mietverh\u00e4ltnissen mit schriftlichem Mietvertrag zu. Das Gesetz kl\u00e4rt die Zust\u00e4ndigkeit eindeutig: Der Vermieter ist daf\u00fcr zust\u00e4ndig. Dass in den meisten Mietvertr\u00e4gen diese strittigen Klauseln stehen, verursacht den meisten \u00c4rger. In unserem Fall aber greift das Gesetz. Dieter k\u00f6nnte zwar auf eine Zusatzvereinbarung verweisen &#8211; aber die gab es nicht. Und in diesem Fall w\u00e4re er in der Beweispflicht&#8230;<br \/>\nUnd bevor sich jetzt jemand beschwert, dass ich meine Lage so schamlos ausnutze: Es war nicht meine Idee, das wir keinen Vertrag haben, und zudem stimmt ja auch, was ich schreibe: Die W\u00e4nde waren schon vor meinem Mietverh\u00e4ltnis, eigentlich sogar schon zum Einzug der WG 2003 renovierungsbed\u00fcrftig. Neu tapezieren ist etwas, das Dieter schlicht und einfach aus den knapp 50.000 \u20ac finanzieren muss, die ihm die WG eingebracht hat. Ende.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Das Loch in der Wand wurde bereits vor Beginn meines Mietverh\u00e4ltnisses von Sven verursacht und war den Beklagten sp\u00e4testens seit der Wohnungsbegehung im November 2006 bekannt. An besagter Stelle befand sich hinter der Rigipswand eine Aussparung f\u00fcr ein Sven schon 2003 von den Beklagten versprochenes Dachfenster, weshalb die Rigipsplatte nur provisorisch angebracht war. Ich nehme an, dass deshalb weder ich noch Sven jemals aufgefordert wurden, diesen Schaden zu beheben.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mal abgesehen von der Aussage von Dieter und Petra vor Gericht, der zu erwartenden Aussage von Sven und der Tatsache, dass der Schaden an sich minimal war: Ich w\u00e4re auch gespannt auf eine Erkl\u00e4rung bez\u00fcglich der versprochenen Fenster &#8211; auch wenn es f\u00fcr den Sachverhalt unerheblich ist \ud83d\ude42<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Da ich davon ausgehe, dass es sich bei der Besch\u00e4digung der Laibung im Bad auch um den unter d) angesprochenen Wasserschaden handelt, gehe ich dort auf den Sachverhalt ein.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als w\u00e4re das alles nicht anstrengend genug, muss man sich auch noch mit der kuriosen Auflistung rumschlagen&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>d) Der Schaden an der Duschabtrennung bestand schon Jahre vor Beginn meines Mietverh\u00e4ltnisses und war allen Mietern und regelm\u00e4\u00dfigen Besuchern, sowie auch den Beklagten bekannt. Ich wurde nie aufgefordert diesen Schaden zu beheben.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hab genug Zeugen&#8230; mal abgesehen davon, dass Dieters Sohn im fraglichen Zeitraum in der Dusche rumkraxeln musste und dabei eigentlich auch bemerkt haben sollte, dass die eine T\u00fcr der Duschabtrennung frei schwingt&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Da der Schaden an der Laibung im Badfensterbereich nicht n\u00e4her beschrieben ist, nehme ich an, dass es sich hierbei um den Wasserschaden handelt, den die Beklagten bez\u00fcglich Laibung und Fensterrahmen bereits bei der Wohnungsbegehung im November 2006 ansprachen. Sie forderten mich damals auf, als zuk\u00fcnftiger Mieter darauf zu achten, dass das Fenster bei Regen geschlossen bleibt. Sven wurde von den Beklagten schon im Vorfeld dazu augefordert. Ich bin dieser Aufforderung nachgekommen. Weitere Beschwerden diesbez\u00fcglich gab es nicht. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das \u00fcbliche: Sie werfen Sven was vor, machen aber nichts. Sie haben ihn nicht abgemahnt wegen des offenen Fensters. Seit ich der Hauptmieter bin, gab es nirgends mehr was zu meckern. Die Cops kamen nicht mehr, das Fenster war zu und alles war super. Aber wenn es um die Kaution geht, dann&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Auf die Schadensbehebung angesprochen, erkl\u00e4rte Herr Dieter im November 2006, dass er zur Begutachtung das Dach abdecken m\u00fcsse. Zu einer weiteren Besichtigung oder Reparatur der Sch\u00e4den kam es jedoch nicht. Bei der Wohnungs\u00fcbergabe im Oktober 2007 behaupteten die Beklagten zwar f\u00e4lschlicherweise, dass sie mich auch sp\u00e4ter noch auf das ge\u00f6ffnete Fenster angesprochen h\u00e4tten, eine Aufforderung zur Schadensbehebung gab es dennoch nicht. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und das sollte man mal festhalten. Auf die Idee, von mir oder jemand anders Schadensersatz zu fordern sind sie nicht einmal bei dieser gro\u00dfen Sache gekommen. Nix zu sagen ist offensichtlich bequemer. Zumal es ja noch den anderen Punkt gibt:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Desweiteren m\u00f6chte ich anmerken, dass sich 20 cm unter der Laibung ein Duschkopf f\u00fcr die darunterliegende Badewanne befand. Unabh\u00e4ngig davon, dass der Schaden nicht von mir verursacht wurde, w\u00e4re von den Beklagten auch zu zeigen, dass der Wasserschaden nicht durch sachgem\u00e4\u00dfen Gebrauch der Badewanne (Duschkopf bzw. Wasserdampf) entstand.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Beweis: Foto 2 und Vergr\u00f6\u00dferung<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer den Schaden hier wodurch verursacht hat, kann ich nicht bewerten. Ich bin kein Sachverst\u00e4ndiger. Tatsache ist, er war schon vor mir da. Wie es Dieter allerdings Anfang 2010 beweisen will, dass ein Wasserschaden an der Innenseite eines Fensters just zwischen dem 1.1.2007 und dem 8.10.2007 entstanden ist, und zudem definitiv durch Regen und nicht das Kondenswasser oder Wasserspritzer aus einer von ihm dort angebrachten Dusche &#8211; das w\u00fcrde mich auch mal interessieren. Wir brauchen nicht dar\u00fcber zu reden, dass ich so ein Gutachten anfechten w\u00fcrde&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>e) Die genannten Stromkabel, Telefonkabel, Datenkabel und dazugeh\u00f6rigen Kabelkan\u00e4le wurden von J\u00f6rg und Sven bereits in den Jahren 2002 und 2003 verlegt. Dies war den Beklagten bekannt. Alle Verkabelungen bestanden also lange vor dem 01.01.2007.\u00a0 Desweiteren wurde ich nie um einen R\u00fcckbau gebeten.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Beweis: Foto 3<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8230;und J\u00f6rg ist schon ziemlich scharf drauf, dem Gericht was von fachm\u00e4nnisch verlegten Kabeln zu erz\u00e4hlen \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>f) Die Beklebung der Badflie\u00dfen bestand bereits vor Beginn meines Mietverh\u00e4ltnisses und wurde von den Beklagten weder bei der Wohnungsbegehung im November 2006, noch bei der \u00dcbergabe der Wohnung am 8.10.2007 angesprochen. Ich habe den Schaden weder zu verantworten, noch wurde ich aufgefordert ihn zu beheben.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zumal ich jetzt wirklich nicht sonderlich gut informiert bin, aber geh\u00f6rt habe, dass ein F\u00f6n bei der Entfernung Wunder wirken soll und den Ausbau von Fliesen eventuell ersparen k\u00f6nnte&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Mir wird ein irreparabler Wasserschaden an den K\u00fcchenfliesen angelastet, weswegen ich f\u00fcr die Entfernung derselben aufkommen soll.<br \/>\nMir ist kein Wasserschaden am K\u00fcchenboden bekannt, ich wurde nie auf einen solchen angesprochen und die Beklagten haben nie die Entfernung der Fliesen von mir gefordert.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8230;was mich beim Zustand desselben auch kaum verwundert.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Im Gegenteil: Die Neuverlegung des K\u00fcchenbodens war durch die Beklagten bereits seit 2004 geplant.<br \/>\nWie schon in der Klagebegr\u00fcndung erw\u00e4hnt, war der K\u00fcchenboden durch die Beklagten im Jahr 2003 unsauber verlegt worden. Aufgrund dessen sprangen bereits 2004 erste Fliesen. Darauf angesprochen war Herr Dieter nicht verwundert. Da er die Besch\u00e4digungen auf einen unebenen Untergrund zur\u00fcckf\u00fchrte, hielt er den Austausch einzelner Fliesen f\u00fcr unzureichend und erkl\u00e4rte, dass der komplette K\u00fcchenboden auszutauschen sei und verortete die Verantwortung eindeutig bei sich.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8230;was f\u00fcr uns eine komfortable Geschichte ist. Denn da der Wasserschaden an den Fliesen selbst bestehen soll, ist der andere Schaden schon Grund genug, uns die Entfernung nicht anzulasten: Sie h\u00e4tten so oder so entfernt werden m\u00fcssen. Ob der umfangreiche, irreparable und endg\u00fcltige Exitus des Bodens nun durch einen Wasserschaden noch versch\u00e4rft wurde, geht mir am A&#8230; vorbei. Zumal vielleicht auch gesprungene Fliesen mit mangelnder Versiegelung zum Entstehen eines Wasserschadens beitragen k\u00f6nnen. Aber das kann ja gerne einer von den Sachverst\u00e4ndigen kl\u00e4ren, die Dieter aufbringen m\u00fcsste, um mir den Schaden anzulasten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Bei der Wohnungsbegehung im November 2006 war der K\u00fcchenboden bereits stark abgenutzt. Zudem waren inzwischen etliche Fliesen gesprungen und lose. W\u00e4hrend Frau Petra versuchte, die Sch\u00e4den auf &#8222;Parties&#8220; und &#8222;Kickboxen&#8220; zur\u00fcckzuf\u00fchren und Sven die Verantwortung anlasten wollte, erkl\u00e4rte Herr Dieter, dass es sich eindeutig nicht um Sch\u00e4den durch unsachgem\u00e4\u00dfe Benutzung handelt, sondern diese auf die unter ihm durchgef\u00fchrte Verlegung zur\u00fcckzuf\u00fchren sind.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das mit dem Kickboxen war irgendwie schon fast niedlich. Dass die beiden sich auch noch widersprechen mussten, hat der kom\u00f6diantischen Einlage nur den letzten Schliff gegeben.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Da die Besch\u00e4digung des Bodens bereits fortgeschritten war und darunter die Benutzbarkeit drastisch litt, forderte ich abermals eine m\u00f6glichst schnelle Behebung des Missstandes.<br \/>\nUm mir den Ausbau der K\u00fcche zu ersparen, schlug Herr Dieter eine provisorische L\u00f6sung durch aufgelegte Stahlplatten vor. Diese Reparatur wurde durch Herrn Dieter mehrfach verschoben und bis zu meinem Auszug nicht durchgef\u00fchrt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man sollte sich diese Idee mal \u00fcberlegen: Aufgelegte Stahlplatten! In der K\u00fcche! Aber ich muss zugeben, dass mich weder die Idee reizte, die komplette K\u00fcche auszubauen, noch der Gedanke an weitere aufgeschlitzte F\u00fc\u00dfe&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Der Boden wies folglich bereits seit Jahren irreparable Sch\u00e4den auf, weshalb die Verantwortung f\u00fcr die Entfernung der Fliesen keinesfalls bei mir liegen kann. Die Verantwortung sowohl f\u00fcr die Sch\u00e4den als auch f\u00fcr deren ausgebliebene Reparatur lag bei den Beklagten, weswegen der K\u00fcchenboden bei der Wohnungs\u00fcbergabe im Oktober 2007 trotz offensichtlich desolatem Zustand nicht einmal durch selbige angesprochen wurde. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da h\u00e4tte ich ihnen aber auch was erz\u00e4hlt&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Die Forderung von Schadensersatz f\u00fcr eine Reparatur, die von den Beklagten durchzuf\u00fchren war und jahrelang verschleppt wurde, ist mehr als unangemessen. Unter den Bewohnern und Besuchern der Wohngemeinschaft war die st\u00e4ndig ausbleibende Reparatur des K\u00fcchenbodens bereits seit Jahren Gespr\u00e4chsthema, weshalb es mir hierf\u00fcr nicht an Zeugen mangelt.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Beweise: Fotos 5, 1 und Vergr\u00f6\u00dferung<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Part haben wir letztlich sogar noch &#8222;entsch\u00e4rft&#8220;. Urspr\u00fcnglich tauchte das Wort &#8222;Kultstatus&#8220; noch darin auf, was &#8211; wie Daniel bem\u00e4ngelte &#8211; sicher nicht sehr angebracht war. Beim K\u00fcchenboden sind wir allerdings wirklich der Meinung, dass man hier ruhig auch mal schreiben kann, dass dieser Punkt eine unglaubliche Frechheit (um mich mal aus Petras Vokabular zu bedienen) ist. Uns einen Schaden anzulasten, der vorher schon da war, ist das eine &#8211; aber eine selber verschlampte Reparatur nachtr\u00e4glich von uns einzufordern geht schon deutlich in eine Richtung, die Notwehr als Ausrede f\u00fcr ad\u00e4quate Reaktionen legitimieren w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Zur Zeugenliste der Beklagten m\u00f6chte ich folgendes anmerken:<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was k\u00f6nnten wir noch machen? Machen wir doch die Zeugen unglaubw\u00fcrdig!<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>1) Marc<br \/>\nMarc war nur im Januar 2007 im unteren Teil (K\u00fcche, Bad) der Wohnung, um im Bad verschimmeltes Silikon aus den Fugen innerhalb der Duschkabine zu entfernen. Im Jahr 2006 hat er lediglich das 2. OG rechts mehrfach betreten, um ein defektes Fenster auszutauschen, kann daher die mir angelasteten Sch\u00e4den, die sich ausschlie\u00dflich im 2. OG links befinden, f\u00fcr den fraglichen Zeitraum nicht bezeugen. Seine letzten Besuche in der Wohngemeinschaft im Rahmen von Feiern lagen zu diesem Zeitpunkt Jahre zur\u00fcck.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieters Idee, seinen Sohn als Zeugen zu nehmen, war irgendwie&#8230; unsinnig. In der m\u00fcndlichen Verhandlung hat er zwar einmal mehr behauptet, er k\u00f6nne noch &#8222;viele&#8220; Zeugen benennen, aber irgendwie scheint er zu glauben, dass es reicht, nachzuweisen, dass die Sch\u00e4den nach meinem Auszug existierten. Das zweifel ich ja dummerweise gar nicht an. Nur kann er den Zustand davor nicht belegen&#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>2) Ren\u00e9<br \/>\nRen\u00e9 hat im Jahr 2007 zweimal das 2. OG rechts betreten, um zu versuchen, Schimmel aus der zweiten Dusche zu entfernen. Seine privaten Besuche in der Wohngemeinschaft lagen damals schon Jahre zur\u00fcck. \u00dcber den Zustand der Wohnung Ende 2006 kann auch er keine Angaben machen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8230;und diese Problematik zieht sich wie ein roter Faden durch die d\u00fcnne Zeugenliste, die im \u00dcbrigen nur aus direkten Nachkommen der Beklagten besteht. Die wirkliche Kr\u00f6nung aber bietet die letzte Zeugin:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>3) Madelaine<br \/>\nMadelaine hat die gesamte Wohnung zwischen meinem Einzug im Jahr 2003 und dem 1.1.2007 nie betreten. Sie kann daher nicht bezeugen, welche Sch\u00e4den zu Beginn meines Mietverh\u00e4ltnisses bereits bestanden.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber ich bin mir sicher, Mama wird ihr eindrucksvoll geschildert haben, wie sch\u00f6n die Wohnung vorher und wie schlimm sie hinterher aussah&#8230; aber das ist eine Mutma\u00dfung!<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Bez\u00fcglich der von Herrn Dieter in der m\u00fcndlichen Verhandlung aufgestellten Behauptung, es g\u00e4be weitere Zeugen, m\u00f6chte ich folgendes anmerken:<br \/>\nZum fraglichen Zeitpunkt Ende 2006 wurde durch die Beklagten nur eine Reparatur veranlasst. Diese Reparatur im ehemaligen Zimmer von Sven wurde nicht durch einen der genannten Zeugen ausgef\u00fchrt, sondern durch Herrn Herbert.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hey, Herbie h\u00e4tten wir gerne als Zeugen. Der ist schwerh\u00f6rig, zeigt bereits erste Anzeichen von Verwirrung und scheint uns gemocht zu haben. Den k\u00f6nnen sie ruhig laden. Zumal eine einzelne Falschaussage wohl kaum unsere ganze Liste an Zeugen unglaubw\u00fcrdig machen w\u00fcrde. Wenn er also noch leben sollte, dann freue ich mich auf ihn!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber zu guter Letzt gibt es neben den Zeugen (die ich hier nicht auff\u00fchre) und den Beweisen (die zumeist schon bekannt oder wenigstens benannt wurden) nat\u00fcrlich noch zwei kleine Seitenhiebe in Form von Antr\u00e4gen:<\/p>\n<p style=\"font-family: Verdana; padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em><strong>Antrag<\/strong> <\/em><\/p>\n<p style=\"font-family: Verdana; padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Im Rechtsstreit<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"font-family: Verdana; padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Sash .\/. Dieter<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"font-family: Verdana; padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>beantrage ich klageerweiternd die Beklagten, Frau Petra und Herrn Dieter, dazu zu verurteilen, <\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>\u00fcber die H\u00f6he der von mir hinterlegten Mietsicherheit zum Ende meines Mietverh\u00e4ltnisses am 15.10.2007<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>abzurechnen.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-family: Verdana; padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Begr\u00fcndung:<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"font-family: Verdana; padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Sven verzichtete mit Ende seines Mietvertrags auf die Auszahlung der Kaution durch die Beklagten und lie\u00df sich von mir auszahlen. Das von Sven hinterlegte Geld verblieb somit bei den Beklagten und war seit dem 01.01.2007 komplett die Mietsicherheit f\u00fcr mein neues Mietverh\u00e4ltnis.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"font-family: Verdana; padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Die Mietvertr\u00e4ge von Herrn Sven (Anlagen 2 und 3) legen nahe, dass die Beklagten mich \u00fcber die H\u00f6he der hinterlegten Mietsicherheit falsch informiert haben.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"font-family: Verdana; padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Die Beklagten erkl\u00e4rten in der Klageerwiderung erneut, dass ich 1060 \u20ac hinterlegt h\u00e4tte.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-family: Verdana; padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Die mir nun vorliegenden Mietvertr\u00e4ge belegen, dass Herr Sven am 15.10.2005 insgesamt 1120 \u20ac als Barkaution an die Beklagten gezahlt hatte.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"font-family: Verdana; padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Die von mir hinterlegte Mietsicherheit m\u00fcsste somit bei Beginn des Mietverh\u00e4ltnisses nicht 1060\u20ac, sondern 1120 \u20ac zuz\u00fcglich Zinsen entsprechend \u00a7551 BGB f\u00fcr 14,5 Monate betragen haben.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"font-family: Verdana; padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Bei Ende des Mietverh\u00e4ltnisses am 15.10.2007 betr\u00fcge sie folglich insgesamt 1120 \u20ac zuz\u00fcglich Zinsen entsprechend \u00a7551 BGB f\u00fcr 24 Monate.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-family: Verdana; padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Da ich somit davon ausgehen muss, dass die Mietkaution h\u00f6her als von den Beklagten angegeben war, erwarte ich eine Abrechnung \u00fcber deren Betrag. Meine Forderung erh\u00f6he ich vorerst nicht.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-family: Verdana; text-align: justify;\">Mal abgesehen davon, dass eine Abrechnung \u00fcber die H\u00f6he der Kaution irgendwie angesagt w\u00e4re, wenn man sich vor Gericht dar\u00fcber streitet &#8211; oder auch, wenn man sie mit dem Hinweis auf Sch\u00e4den einbehalten will &#8211; hat dieser Antrag noch einen weiteren, etwas hinterlistigen Zweck.<br \/>\nWir vermuten (wie wir nur auf sowas kommen?), dass Dieter die Kaution nicht ordnungsgem\u00e4\u00df angelegt hat. Das k\u00f6nnte sich zu einem willkommenen Grund entwickeln, im gro\u00dfen Zweifelsfalle sein Engagement als Vermieter in Frage zu stellen. Die 60 \u20ac mehr interessieren uns erstmal nicht wirklich, aber wir gehen davon aus, dass Dieter &#8211; sollte die Richterin dem Antrag stattgeben &#8211; entweder eine detaillierte Abrechnung \u00fcber die korrekte &#8211; offenbar h\u00f6here &#8211; Summe vorlegt, oder eben auf eine genauere Abrechnung verzichtet, um nicht in Teufels K\u00fcche zu kommen, weil er das Geld in einen Motor investiert hat und daf\u00fcr die h\u00f6here Summe gleich eingesteht. Es ist also quasi ein Umweg, der uns die M\u00f6glichkeit gibt, trotz augenblicklichem Verzicht sp\u00e4ter eine h\u00f6here (aber bitte: v\u00f6llig gerechtfertigte!) Summe einfordern zu k\u00f6nnen. Was aller Wahrscheinlichkeit nach leichter ist, als eine Forderung, die nur auf Indizien beruht. Zudem k\u00f6nnten wir mit viel Gl\u00fcck in ein Wespennest an Unzul\u00e4nglichkeiten sto\u00dfen, was seine Chancen insgesamt mindern sollte. Ob das klappt? Wer weiss! Wir k\u00f6nnen mit einer Ablehnung leben!<\/p>\n<p style=\"font-family: Verdana; padding-left: 30px; text-align: justify;\"><strong><em>Antrag<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"font-family: Verdana; padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Im Rechtsstreit<\/em><\/p>\n<p style=\"font-family: Verdana; padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Sash .\/. Dieter<\/em><\/p>\n<p style=\"font-family: Verdana; padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>beantrage ich die Beklagten, Frau Petra und Herrn Dieter<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>\u00fcber den Verbleib der schriftlichen K\u00fcndigung des Mietverh\u00e4ltnisses von Sven vom 27.09.2006<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>zu vernehmen.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-family: Verdana; padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Begr\u00fcndung:<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Die Beklagten haben in der m\u00fcndlichen Verhandlung mehrfach vehement bestritten, dass Sven sein Mietverh\u00e4ltnis gek\u00fcndigt hat.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Das Gericht hat mir auferlegt, das Gegenteil zu beweisen.<br \/>\nDie K\u00fcndigung wurde am 27.09.2006 in den R\u00e4umen der Beklagten in meinem Beisein von Sven und den Beklagten in zweifacher Ausfertigung unterzeichnet.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Ein Exemplar verblieb entgegen ihrer Behauptung bei den Beklagten. Das zweite Exemplar erhielt Sven und liegt mir heute vor.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Sollten die vorgelegte Urkunde und der Zeugenbeweis von Sven das Gericht nicht von meiner Darstellung \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, beantrage ich das oben genannte vorsorglich nach \u00a7426 ZPO und \u00a7445 ZPO.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der zweite Antrag ist \u00e4hnlich zweigleisig angelegt.<br \/>\nDie Vernehmung beantragen wir f\u00fcr den Fall, dass sie die K\u00fcndigung von uns nicht als ausreichend erachtet. Diese Wahrscheinlichkeit ist gering, aber so kann man uns nicht vorwerfen, dass wir zum Sachverhalt nichts beitragen wollen und uns erfreut nat\u00fcrlich die \u00dcberlegung, Dieter und Petra vors Gericht zu zerren, wo sie nochmal erkl\u00e4ren m\u00fcssen, was mit ihrer K\u00fcndigung passiert ist. Ob die rechtlichen Grundlagen bestehen, sie einer gesonderten Vernehmung auszusetzen, ist offen. Dar\u00fcber soll die Richterin entscheiden, und es tut uns nicht weh, wenn sie ablehnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So, damit hat das erstmal wieder ein Ende, und so langsam wird es finanziell n\u00f6tig, das Verfahren zu gewinnen, da nach diesem Schreiben die Anwaltskosten f\u00fcr meine Ex-Vermieter in die H\u00f6he schie\u00dfen d\u00fcrften. Denn ich bin sicher, die \u00e4h&#8230; sagen wir &#8222;negative Grundstimmung&#8220; des Anwaltes wird nun sicher in erh\u00f6hten Kl\u00e4rungsbedarf umschlagen. \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was jetzt passiert, ist nat\u00fcrlich v\u00f6llig unklar. Die Reaktion der Gegenseite ist jetzt nat\u00fcrlich das, worauf wir gespannt warten. Deren Frist endet am 9. Dezember, also ist davon auszugehen, dass wir zum Nikolaus einen Antrag auf Fristverl\u00e4ngerung geschenkt bekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sehen uns auf gutem Wege, und nun bleibt abzuwarten, was passiert. Eigentlich ist es ja schon sch\u00f6n, dass es noch ein wenig spannend bleibt \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hart und entbehrungsreich waren die letzten anderthalb Wochen. Ozie und ich haben ewig an dem Schriftst\u00fcck f\u00fcrs Gericht gearbeitet, und nun ist es endlich raus. 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