{"id":4277,"date":"2009-11-18T23:24:24","date_gmt":"2009-11-18T22:24:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=4277"},"modified":"2011-06-29T04:19:24","modified_gmt":"2011-06-29T02:19:24","slug":"unsortierter-zwischenstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2009\/11\/18\/unsortierter-zwischenstand\/","title":{"rendered":"Unsortierter Zwischenstand"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die letzten Tage sind stets mehrere Stunden davon in Beschlag genommen worden, den Schriftsatz an das Gericht zu erstellen. Es kann sein, dass das die letzte und entscheidende M\u00f6glichkeit ist, sich zum Sachverhalt zu \u00e4u\u00dfern &#8211; wenn man nicht permanent ungefragt Zeug einsenden will &#8211; und so haben wir uns dazu entschieden, eine ganze Menge \u00c4u\u00dferungen zu t\u00e4tigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn auch wenn die Ergebnisse der m\u00fcndlichen Verhandlung recht knapp zu umschreiben sind: Ich bin wirklich nicht alles losgeworden, was ich zu sagen gedachte und ich bin mir bewusst, dass der Eindruck, den die Richterin hat, gerade nicht viel mit der Realit\u00e4t zu tun hat. Das hat nicht nur mit den wiederholten L\u00fcgen seitens der Gegenseite zu tun, sondern nat\u00fcrlich auch damit, dass ich selbst nicht sonderlich darauf erpicht war, unsachgem\u00e4\u00dfe Beitr\u00e4ge vorzubringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In unserem Fall ist das jedoch gar nicht so unangebracht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn es hat vielleicht nicht viel mit der Rechtsfindung\u00a0 zu tun, dass Dieter aus der ihm auch sonst anzulastenden Verpeilung keinen Mietvertrag aufgesetzt hat &#8211; wenn es aber darum geht, dass die Richterin denkt, ihm sei zu Unrecht irgendwelcher Schaden entstanden&#8230; dann habe ich doch vor, diesen Eindruck zu korrigieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist klar, momentan ist da ein gem\u00fctlicher Vermieter, der aufgrund von Sch\u00e4den die Kaution nicht auszahlen will und ein Vertreter dieser WG, der davon angepisst ist und sie einklagt. Wenn ich auf dem Wissensstand sachlich entscheiden m\u00fcsste, w\u00fcrde ich wahrscheinlich auch denken: &#8222;Och je, der Arme Vermieter!&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was bisher aber viel zu wenig zur Sprache gekommen ist, ist zum Beispiel, dass ich gar keine Wahl hatte, ihn zu verklagen. Bei Dieters normalem Verhalten konnte ich ja nicht einmal ausschliessen, dass er die Auszahlung nicht einfach verpennt. Im Gegensatz zur Richterin weiss ich ja, dass Dieter mir niemals gesagt hat, dass er die Kaution wegen Sch\u00e4den nicht auszahlt. Die Info habe ich &#8211; nach einer Fristverl\u00e4ngerung! &#8211; erst mit der Klagebegr\u00fcndung erhalten. Bei einem normalen Mietverh\u00e4ltnis k\u00f6nnte man ja wenigstens damit argumentieren, dass das zu erwarten war. Das ist es hier aber nicht mal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Klar, den dicken Pluspunkt, dass er nachweislich gelogen hat vor Gericht, den hab ich jetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber wenn das nicht reicht? Rein rechtlich ist die Sache eigentlich klarer als je zuvor, weil sie die Sch\u00e4den eingestanden haben und ich das Mietverh\u00e4ltnis &#8211; jetzt nachweislich &#8211; 2007 neu begonnen habe. Daf\u00fcr, dass Dieter versucht hat, sich die Sache einfach zu machen, in dem er davon ausgeht, ich h\u00e4tte das Mietverh\u00e4ltnis \u00fcbernommen, kann ich nichts. Wir hatten im Vorfeld das erste mal eine Wohnungsbegehung und auch sonst habe ich mich um vieles bem\u00fcht. Die Miete f\u00fcr beide Wohnungen kam erstmals gesammelt und nicht getrennt bei ihm an. Seit meiner \u00dcbernahme der Wohnung kamen keine Bullen mehr zu unseren Parties, weil wir darauf geachtet haben, dass wenigstens die Fenster zu sind. Vor dem Auszug hab ich extra mehrfach in Erfahrung bringen wollen, was wir alles reparieren sollen. Wenn all das nicht fruchtet, dann kann ich mir da wirklich keine Vorw\u00fcrfe mehr machen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber all das ist mehr oder weniger untergegangen in der Verhandlung &#8211; ebenso wie die Tatsache, dass die Bude abbruchreif ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben diesen Rechtsstreit bisher auf einer wirklich freundlichen Ebene gef\u00fchrt: Wir haben uns an die Wahrheit gehalten, was die Gegenseite nicht getan hat. Das weden wir nat\u00fcrlich auch weiterhin tun. Wir haben es nicht darauf angelegt, Dieter und Petra unglaubw\u00fcrdig zu machen oder sie pers\u00f6nlich anzugreifen. Zumindest letzteres ist nat\u00fcrlich von der Gegenseite nicht ausgeblieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben uns einfach nur auf geltendes Recht berufen und die Wahrheit erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser diese Woche noch rausgehendes Schreiben mischt unsere Grunds\u00e4tze ein wenig auf. Obwohl noch etliche Mails ausstehen, haben wir schon jetzt mehr als doppelt so viele Zeugen wie die Gegenseite aufgef\u00fchrt. Damit nicht genug: Wir behaupten auch &#8211; wahrheitsgem\u00e4\u00df &#8211; dass die Zeugen der Gegenseite nutzlos sind. Au\u00dferdem muss Dieter jetzt eben damit leben, dass zur Sprache kommt, dass die Wohnung eine Bruchbude war und er seinen Pflichten als Vermieter nicht einmal ansatzweise nachgekommen ist.<br \/>\nWir werden nebenbei den horrenden Mietpreis beziffern, und dabei auf Zahlen zur\u00fcckgreifen, die er selbst wahrscheinlich noch nicht kennt. Nat\u00fcrlich fehlt auch nicht eine Einstreuung der besten Petra-Zitate, wie beispielsweise das, das die Sch\u00e4den am K\u00fcchenboden auf Kickboxen zur\u00fcckf\u00fchrt oder das mit dem angeblichen schriftlichen Mietvertrag.<br \/>\nWir stellen nun eben einen Antrag auf Abrechnung der Kautionszinsen, was sie wahrscheinlich schon in Bedr\u00e4ngnis bringt, weil sie das Geld sicher nicht wie vorgeschrieben gesondert angelegt haben. Wir reiten darauf rum, dass sie eine falsche Kautionssumme best\u00e4tigt haben, obwohl in Svens Vertrag eine andere steht.<br \/>\nDass wir beantragen, sie f\u00fcr den Fall, die Beweise reichen nicht aus, auch noch zu vernehmen, wo ihr Exemplar von Svens K\u00fcndigung jetzt ist, ist da nur noch Gestichel nebenher.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu all dem kommen nat\u00fcrlich noch Fotos von der Wohnung in eben jenem &#8222;neuwertigen&#8220; Zustand, in dem Sven sie angeblich bekommen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schade, dass man das scheinbar nur auf Kindergarten-Niveau kl\u00e4ren kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber was soll man machen, wenn der gegnerische Anwalt die Nase in den Himmel streckt und \u00fcber ein Dokument, das mir jetzt vorliegt, sagt: &#8222;Na, die wird er ja wohl kaum haben!&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das wird sicher ziemlich lustig, und ich finde es schade, das Gesicht jenes Anwaltes nicht zu sehen, wenn er den Schrieb liest.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber gut, wo war ich eigentlich? Wir haben nun also fast eine Woche gebraucht, um das Ganze so zu formulieren und auszuarbeiten, dass es Gerichtskompatibel ist und sich nicht so liest wie eine 14-seitige Aneinanderreihung von Beleidigungen und &#8222;L\u00fcgner! L\u00fcgner!&#8220;-Rufen. Ist anstrengend, aber auch nicht unwitzig. Ausformuliert ist jetzt alles und bis auf die sich noch st\u00e4ndig erweiternde Zeugenliste bleibt haupts\u00e4chlich Handwerksarbeit in Form von Kopien und Fotoalbum-Zusammenstellung \u00fcbrig. Recht so!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzten Tage sind stets mehrere Stunden davon in Beschlag genommen worden, den Schriftsatz an das Gericht zu erstellen. 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