{"id":4088,"date":"2009-10-26T06:53:01","date_gmt":"2009-10-26T05:53:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=4088"},"modified":"2011-06-29T04:19:25","modified_gmt":"2011-06-29T02:19:25","slug":"hilfe-furs-verfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2009\/10\/26\/hilfe-furs-verfahren\/","title":{"rendered":"Hilfe f\u00fcrs Verfahren"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Guten Morgen, liebe Leserschaft. Wieder ist eine Nacht vergangen, in der ich mich mit dem bevorstehenden Verfahren herumgeschlagen habe. Ozie und ich kommen immer weiter und in absehbarer Zukunft haben wir wirklich alles beisammen, was wir brauchen werden. Im besten Fall aber reicht ein einziger Text: Der hier in diesem Artikel weiter unten angef\u00fcgte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht mehr oder weniger um die Er\u00f6ffnung des ganzen Verfahrens. Gleich zu Beginn muss ich als Kl\u00e4ger meine Rechtsauffassung erkl\u00e4ren. Das heisst, ich muss quasi dem Richter ein in sich schl\u00fcssiges Bild der Vorkommnisse liefern, das erkl\u00e4rt, weswegen ich der Meinung bin, meine in der Klage formulierte Forderung sei rechtm\u00e4\u00dfig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier kommt es noch nicht zu einer Beweisaufnahme oder dergleichen. Dieser Aussage muss Dieter eine schl\u00fcssige Gegendarstellung gegen\u00fcberstellen, um nicht an diesem Punkt das Verfahren zu verlieren. Ihr seht also, es ist nicht unwichtig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und ich bitte die Leute, die sich daf\u00fcr interessieren und \/ oder mir einfach einen Gefallen tun wollen, darum, diesen Text durchzulesen und ihn zu kritisieren. Dieser Text ist quasi die Kurzfassung von ALLEM, was wir an Argumenten haben. Die Beweise zu den Einzelpunkten sind ein ganz anderes Thema, hier geht es nur um die Tatsachen, so wie ich sie sehe. Und ich m\u00f6chte hier die Frage stellen, ob das schl\u00fcssig ist. Ist das verst\u00e4ndlich? Die zugeh\u00f6rigen Paragraphen schreibe ich sp\u00e4ter dazu, die spielen auch erstmal keine Rolle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich selbst kann den Text nicht mehr unabh\u00e4ngig lesen. Ich hab zu jedem Punkt Beweise, Erl\u00e4uterungen, Hinweise und Ideen im Kopf. Ich brauch einfach ein wenig Input von au\u00dfen! Also wenn ihr denkt: &#8222;Das ist unlogisch!&#8220; oder &#8222;Das versteht ja keiner!&#8220;, dann bitte ich euch drum, mir das zu schreiben. Ist es zu kurz oder zu lang (vielleicht eine Frage f\u00fcr die angehenden Juristen hier), zu einfach oder zu kompliziert? Bekloppte Formulierung oder falsche Wortwahl? Jede Anregung zum Nachdenken und Umformulieren ist willkommen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">OK, genug gesagt! Hier ist der Text, wie ich ihn wahrscheinlich mehr oder minder in der Endfassung w\u00f6rtlich vorlesen werde:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Die Existenz von Mietverh\u00e4ltnis und Kaution sind unstrittig. Aus folgenden Gr\u00fcnden lehne ich die von den Beklagten erkl\u00e4rte Aufrechnung ab:<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><em>1. Verj\u00e4hrung<\/em><\/span><em><br \/>\nDie in der Klageerwiderung erkl\u00e4rte Aufrechnung mit meiner Forderung ist nicht m\u00f6glich. Die Schadensersatzanspr\u00fcche seitens der Beklagten sind am 9. April 2008 verj\u00e4hrt. Innerhalb der Verj\u00e4hrungsfrist haben die Beklagten keinen Schadensersatz von mir gefordert. Da die erst jetzt gestellte Forderung den Beklagten kein Recht zur Aufrechnung gibt, sind sie dazu zu verurteilen, die Kaution an mich auszuzahlen.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><em>2. Einrede<\/em><\/span><em><br \/>\nDie von den Beklagten erkl\u00e4rte Aufrechnung ist desweiteren nicht m\u00f6glich, da eine schriftliche Einrede meinerseits den Beklagten schon am 6. April 2008 zuging. Bereits damals erkl\u00e4rte ich, nur den am 8. Oktober 2007 vereinbarten Schadensersatz f\u00fcr zwei geringf\u00fcgige Sch\u00e4den zu leisten. Hierf\u00fcr setzte ich nat\u00fcrlich eine Abrechnung voraus. Diese jedoch ist bis heute unterblieben.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><em>3. Erkl\u00e4rung<\/em><\/span><em><br \/>\nHerr Dieter XXX hat im Namen der Beklagten am 8. Oktober 2007 abschlie\u00dfend erkl\u00e4rt, dass ich nur f\u00fcr eine fehlende T\u00fcrklinke und ein besch\u00e4digtes T\u00fcrblatt im Wert von ca. 50 \u20ac Schadensersatz zu leisten habe. Die Beklagten haben dieser Erkl\u00e4rung nicht widersprochen. Daher war sowohl die Zur\u00fcckhaltung meiner Kaution \u00fcber nunmehr zwei Jahre, als auch die Forderung weiteren Schadensersatzes unrechtm\u00e4\u00dfig.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><em>4. Verantwortlichkeit<\/em><\/span><em><br \/>\nBis zum 31.12.2006 war Sven XYZ Hauptmieter der gesamten Wohnung. S\u00e4mtliche mir nun zur Last gelegten Sch\u00e4den bestanden zu diesem Zeitpunkt bereits, was den Beklagten sp\u00e4testens seit der Wohnungsbesichtigung im November 2006 bekannt war. Obwohl ich bereits seit 2003 Teile der Wohnung bewohnte, begann das nun relevante Mietverh\u00e4ltnis zum 1. Januar 2007. F\u00fcr s\u00e4mtliche vorher entstandenen Sch\u00e4den an der Mietsache bin ich daher nicht verantwortlich.<br \/>\nTrotz des Wissens um diese Verantwortlichkeiten versuchte insbesondere Frau Petra XXX bereits im Namen der Beklagten, mir einige dieser Sch\u00e4den anzulasten. Da ich mich eindeutig gegen diese Rechtsauffassung im Beisein beider Beklagten gewehrt habe, hat Herr Dieter XXX die unter 3. genannte Erkl\u00e4rung abgegeben.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><em>5. Sch\u00e4den<\/em><\/span><em><br \/>\nUngeachtet der Tatsache, dass ich f\u00fcr die Sch\u00e4den nicht verantwortlich zeichne, habe ich berechtigte Zweifel am Schadensumfang, den Kosten der Behebung, sowie an den Kostenvoranschl\u00e4gen an sich.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Der Klage ist daher in vollem Umfang stattzugeben.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bevor hierzu Anmerkungen kommen: Wir sind uns bewusst, was es bedeutet, zwei Wochen vor dem Verfahren alle Punkte offen zu legen unter dem Gesichtspunkt, dass der gegnerische Anwalt das in die Finger bekommen und f\u00fcr seine Zwecke nutzen kann. Ich bin aber \u00fcberzeugt davon, dass die Tatsachen an sich bis ins letzte Detail wasserdicht sind, und nach abschlie\u00dfender Einsch\u00e4tzung der uns bisher zugegangenen Schriftst\u00fccke gibt es dem hier von der Sache her nichts entgegenzusetzen. Die kritischen Punkte kennt der Anwalt aus unseren Schreiben und bereitet sich darauf vor. Der Erkenntnisgewinn bei ihm wird sich im Zweifelsfall auf die Tatsache beschr\u00e4nken, dass ich doch nicht so bl\u00f6d bin und die Verj\u00e4hrung nicht bemerke.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also keine Sorge, ich weiss, was ich tue \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Guten Morgen, liebe Leserschaft. Wieder ist eine Nacht vergangen, in der ich mich mit dem bevorstehenden Verfahren herumgeschlagen habe. Ozie und ich kommen immer weiter und in absehbarer Zukunft haben wir wirklich alles beisammen, was wir brauchen werden. 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