{"id":3306,"date":"2008-10-29T12:29:20","date_gmt":"2008-10-29T10:29:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=3306"},"modified":"2012-03-19T02:57:08","modified_gmt":"2012-03-19T00:57:08","slug":"neues-aus-der-anstalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2008\/10\/29\/neues-aus-der-anstalt\/","title":{"rendered":"Neues aus der Anstalt"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify;\">Die ganzen Schm\u00e4h-Artikel \u00fcber meinen Mitbewohner sollten eigentlich irgendwann einmal ein Ende haben. Aber wenn es nunmal so viel zu schreiben gibt. Heute habe ich mich in gewisser Weise unanst\u00e4ndig verhalten, denn ich habe &#8222;Inventur&#8220; gemacht bei ihm im Zimmer. Nur unvollst\u00e4ndig, da ich unter gewisse Dinge nicht unbedingt hinuntersehen wollte. Dieser Aktion wegen bin ich mit mir selbst nur bedingt im Reinen. Ich m\u00f6chte hier unmissverst\u00e4ndlich sagen: Ich betrachte die Privatsph\u00e4re eines jeden Menschen als heilig. Nun weiss ich aber leider, dass Ralf Unmengen unseres WG-Eigentums hortet, und ich habe nicht mehr das Gef\u00fchl, dass er dies ggf. bei seinem Umzug wieder an seinen Platz zur\u00fccklegt.<br \/>\nIch kann es verstehen, wenn andere jetzt der Meinung sind, das sei nicht rechtens. Da sich meine Lust, das ganze in bl\u00fcmchengetr\u00e4nktem Einvernehmen zu regeln, in Grenzen h\u00e4lt, w\u00e4re eine potenzielle Alternative: Die Bullen suchen das Zeug. Ich denke nicht, dass das der nettere Weg w\u00e4re. Nico hat gemeint, man solle zu dem stehen, was man getan hat, und so schreibe ich hier ganz klar: Ja, ich war heute Mittag in Ralfs Zimmer und habe (oberfl\u00e4chlich) nach unseren Dingen gesehen. Rein aus Spa\u00df an der Freude habe ich dann mit Nico zusammen die Geschirr-Ansammlung in Zahlen gefasst. Dabei haben wir auch Dinge erfasst, die ihm geh\u00f6ren &#8211; die folgende Auflistung ist also nicht identisch mit dem, was er wenigstens zu seinem Auszug rausr\u00e4umen sollte, sondern eine Liste der Gegenst\u00e4nde, die in der WG bis dato immer gemeinschaftlich genutzt wurden. Oberfl\u00e4chlich sind dies:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>18 Teller und Servierplatten (davon einer inzwischen kaputt)<\/li>\n<li>8 Sch\u00fcsseln (davon eine als Aschenbecher verwendet)<\/li>\n<li>10 Gl\u00e4ser (davon 3 als Aschenbecher verwendet)<\/li>\n<li>2 T\u00f6pfe<\/li>\n<li>1 Auflaufform<\/li>\n<li>10 L\u00f6ffel (davon einer als Aschenbecher verwendet)<\/li>\n<li>9 Gabeln<\/li>\n<li>5 Messer<\/li>\n<li>3 Tassen<\/li>\n<li>2 Fr\u00fchst\u00fccksbretter<\/li>\n<li>1 Messbecher<\/li>\n<li>1 Gew\u00fcrzglas<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Dinge sind alle ungesp\u00fclt, dreckig und verteilen sich von der Bettkante bis aufs Fensterbrett (au\u00dfen). Zur Menge sei gesagt: Die Rest-WG lebt gerade mit 6 &#8211; 8 Tellern&#8230;<br \/>\nAllerdings bin ich auch in meinem Hauptanliegen f\u00fcndig geworden: Das schwarze Telefon ist nun auch wieder unseres, zudem fand ich das Stroboskop der WG. Die Klebepistole habe ich ihm gelassen, obwohl ich auch hier zu 99% sicher bin, dass es unsere ist.<br \/>\nSein Engagement bez\u00fcglich Auszug ist immer noch ungebrochen, d.h. er l\u00e4sst die leeren Umzugskartons immer noch im Flur stehen und die Maschinen im Wohnzimmer. Hier m\u00f6chte ich noch einmal die witzige Logik erw\u00e4hnen, mit der er an die Sache herangeht:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Mittwoch: Er schlie\u00dft Waschmaschine, Trockner und Sp\u00fclmaschine ab und stellt 4 Umzugskartons in den Flur<\/li>\n<li>Donnerstag: Arbeit<\/li>\n<li>Freitag: Arbeit<\/li>\n<li>Samstag: Nix<\/li>\n<li>Sonntag: Arbeit<\/li>\n<li>Montag: Arbeit<\/li>\n<li>Dienstag: Arbeit<\/li>\n<li>Mittwoch: Arbeit<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass er, wenn er arbeitet, nicht in der Lage ist, irgendetwas anderes zu machen, hat Tradition. Er ist beispielsweise auch einmal nicht mit einkaufen gegangen, weil er am selben Tag eine (also eine ganze!) Maschine W\u00e4sche waschen musste. Diese Beschr\u00e4nkung ist also nicht neu. Faszinierend ist, dass er an seinem freien Tag &#8211; 3 Tage nachdem er die Waschmaschine abgeklemmt hat &#8211; nicht einmal einen einzigen Karton gepackt hat.<br \/>\nIch habe irgendwie das Gef\u00fchl, dass hinter seiner Stirn in einem gewaltigen Hohlraum ein kleiner Affe auf einem Hocker sitzt, der hin und wieder in eine Banane bei\u00dft, die an einer Schnur h\u00e4ngt, und immer wenn das passiert, geht Ralf arbeiten, und ansonsten herrscht da ewige Finsternis und Leere. Aber das sind unbewiesene Vermutungen&#8230;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ganzen Schm\u00e4h-Artikel \u00fcber meinen Mitbewohner sollten eigentlich irgendwann einmal ein Ende haben. Aber wenn es nunmal so viel zu schreiben gibt. 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