{"id":2501,"date":"2008-06-12T17:24:48","date_gmt":"2008-06-12T15:24:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=2501"},"modified":"2012-04-18T03:08:17","modified_gmt":"2012-04-18T01:08:17","slug":"betreff-abwesenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2008\/06\/12\/betreff-abwesenheit\/","title":{"rendered":"Betreff: Abwesenheit"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Seit mehr als 24 Stunden habe ich nicht mehr bei meinem Blog vorbeischauen k\u00f6nnen. Genaugenommen habe ich nirgends vorbeischauen k\u00f6nnen. Das Internet tut nicht. Telefon auch nicht. Die zun\u00e4chst einfachste Erkl\u00e4rung kam aber auch uns hier in der WG erst bei einem Anruf in den Sinn: Telefonrechnung nicht bezahlt!<br \/>\nEin an sich unbedeutender Zwischenfall, der leider ein wenig ausartet. Denn: Dass einem der Anschluss gesperrt wird, wenn man nicht zahlt, damit kann ich sogar als Kapitalismuskritiker leben. Interessant wird der Punkt aber bei n\u00e4herer Betrachtung: Ich habe nie eine Mahnung erhalten. Ausserdem soll der Anschluss erst 48 Stunden nach Eingang des Geldes wieder freigeschaltet werden.<br \/>\nUm begreiflich zu machen, was da alles schei\u00dfe gelaufen ist, muss ich ein bisschen weiter ausholen, und diese Geschichte wird erz\u00e4hlen von einer hoffnungsvollen und manchmal chaotischen WG und einem Telefonanbieter namens Arcor AG.<br \/>\nEs begab sich im September 2003, da zog der Sash mit ein paar anderen Leuten, insbesondere einem Mitbewohner namens Felix in Stuttgart zusammen. Da wir \u2013 aktuelle Skandale best\u00e4tigen uns \u2013 keine sonderliche Lust hatten, bei der Telekom \u00fcberteuerte Tarife um den Preis zu zahlen, dass sie das auch noch mit miserablem Service erg\u00e4nzen, entschieden wir uns bewusst f\u00fcr Arcor. Damals ein fast unschlagbar g\u00fcnstiger Anbieter mit dennoch gewissem Renomm\u00e9.<br \/>\nFelix hat den Vertrag abgeschlossen, die Zahlungen gingen von einem gemeinsamen Konto, dessen Inhaber aber auch er war.<br \/>\nAngefangen haben die Probleme damit, dass das Internet nicht tat und wir fast anderthalb Wochen gebraucht haben, um ihnen klarzumachen, dass nicht unsere Technik spinnt, sondern deren Leitung. Das aber nur als kleine Aufw\u00e4rmung!<br \/>\nDie Jahre vergingen, und Anfang 2006 war klar, dass Felix aus der WG auszieht. Das Konto haben wir auf mich \u00fcberschreiben lassen, und desselbe erledigten wir online bei Arcor. Die haben das nicht hinbekommen, also haben wir im Verlauf der Monate mehrmals telefonisch darum gebeten, dass sie mich als Vertragspartner eintragen.<br \/>\nIch hatte immer wieder die Hoffnung, das w\u00e4re erledigt, schlie\u00dflich endete jedes Gespr\u00e4ch mit der Best\u00e4tigung, das sei nun mein Anschluss. Irgendwann kurz vor dem Umzug bekam ich dann endlich eine offensichtlich wahre Auskunft: \u201eDas geht nur schriftlich!\u201c Wenn mir diese Info einer der Telefonberater gegeben h\u00e4tte, dann w\u00e4re das kein Problem gewesen, inzwischen wohnte Felix allerdings schon in Frankfurt, und da war das mit der n\u00f6tigen Unterschrift von ihm schon wieder schwierig.<br \/>\nWir haben es also auch ein wenig vor uns hergeschoben, weil es nicht mal eben so machbar war.<br \/>\nDann kam der Umzug, und auf die Problematik angesprochen erkl\u00e4rte uns eine Callcenter-Mitarbeiterin, dass wir besser erst den Umzug, und dann den Vertragspartnerwechsel machen sollten, weil es sonst sicher noch mehr Probleme gibt. Ich w\u00fcrde sagen, an dieser Stelle begann das heutige Drama.<br \/>\nDie nette Dame schickte mir zwei Formulare: Das eine f\u00fcr den Umzug, das andere f\u00fcr den Vertragspartnerwechsel. Wir waren sp\u00e4t dran, also haben wir das f\u00fcr den Umzug baldestm\u00f6glich zur\u00fcckgeschickt \u2013 sogar mit Felix Unterschrift. Wahrscheinlich h\u00e4tten wir das besser nicht getan, denn das Formular erweckte den Anschein, als sei der olle Gutenberg noch pers\u00f6nlich f\u00fcr den Druck verantwortlich gewesen. Es war in einer so schlechten Aufl\u00f6sung (gef\u00fchlte 25 dpi), dass kaum etwas zu entziffern war, zudem war es so veraltet, dass es uns als Auswahl DSL 1000 oder DSL 2000 anbot. Wir nutzten l\u00e4ngst DSL 6000, aber wir kreuzten notgedrungen 2000 an. Was wir auch bekommen sollten. Aber nicht sofort.<br \/>\nInzwischen sieht es so aus, als h\u00e4tten wir damit auch eine zweij\u00e4hrige Vertragsverl\u00e4ngerung unterschrieben, was sicher noch einmal eine Rolle spielen wird.<br \/>\nIn der neuen Wohnung dauerte es ewig, und trotz vermehrter Hotline-Anrufe kam es zu Fehlern wie Passwort-Versendungen an die alte Adresse. Unser Nachsendeantrag half leider nichts, weil Arcor \u2013 wie wir zun\u00e4chst auch nicht bedachten \u2013 \u00fcber PINmail versendet, und so haben sie alle Infos, einbez\u00fcglich des Technikertermins wohl wieder selbst erhalten \u2013 wenngleich sie von uns alles hatten.<br \/>\nDann wurden wieder Probleme mit der Technik nicht ernst genommen, wir wurden x-fach vertr\u00f6stet, und wir bekamen erst mit einer Woche nach dem von Arcor angestrebten Termin unseren Anschluss fehlerfrei freigeschaltet, was uns immerhin eine 15\u20ac-Gutschrift einbrachte. Das d\u00fcrfte etwa die Hotline-Kosten gedeckt haben. Trotz der eindeutigen Aussage, dass der Vertrag noch immer auf den falschen Mensche l\u00e4uft, kam nichts weiteres. Immerhin gelang es uns tats\u00e4chlich, dass die Rechnungen zwar nun an Felix, aber mit dem Zusatz: \u201eSash\u201c an die neue Adresse in Berlin verschickt wurden. Sie kamen also problemlos an. Wie gesagt: Immerhin.<br \/>\nVor wenigen Monaten kam es dann dazu, dass sie pl\u00f6tzlich dazu \u00fcbergingen, meinen Nachnamen falsch zu schreiben. War aber nur ein Buchstabendreher, die Post kam immer noch an. Wie das passieren kann, frage ich mich allerdings immer noch.<br \/>\nNun ist aber etwas kurioses passiert: W\u00e4hrend wir in der WG ein neues Konto er\u00f6ffnet haben, und wegen einiger Planungsschw\u00e4chen meinerseits wohl zwei Bankeinz\u00fcge von Arcor fl\u00f6ten gingen, kam irgendein cleverer Mensch oder Computer auf die Idee, eine Mahnung zu verschicken: An Felix, wohnhaft in Berlin. Nun, da Felix nie hier gewohnt hat, kamen diese Mahnungen auch nie an. Es sei denn bei einem Nachbarn, dessen Nachname \u00e4hnlich ist \u2013 das w\u00e4re mir allerdings unbekannt. So zogen zwei Mahnungen ins Land, und dabei wartete ich ja eigentlich auf eine, da ich im Rechnungsdickicht &#8211; auch mit der im Blog schon erw\u00e4hnten Negativ-Rechnung &#8211; nicht mehr durchsah und erwartete, eine Info zu bekommen, welchen Betrag ich eigentlich zu \u00fcberweisen habe. Dann wurde das Telefon gesperrt.<br \/>\nUnd so sitze ich hier, und schreibe offline Blog und weiss nicht, was draussen in der Welt so passiert. Morgen Mittag bekomme ich (Hoffentlich! Ist auch nicht das erste Mal, dass sie sowas versprechen!) einen Anruf von jemanden, der bei Arcor vielleicht auch Kundendaten bearbeiten darf. Ich bin gespannt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit mehr als 24 Stunden habe ich nicht mehr bei meinem Blog vorbeischauen k\u00f6nnen. Genaugenommen habe ich nirgends vorbeischauen k\u00f6nnen. Das Internet tut nicht. Telefon auch nicht. 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