{"id":2148,"date":"2008-06-04T12:54:53","date_gmt":"2008-06-04T10:54:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=2148"},"modified":"2012-08-22T06:30:21","modified_gmt":"2012-08-22T04:30:21","slug":"eine-kurze-ruckkehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2008\/06\/04\/eine-kurze-ruckkehr\/","title":{"rendered":"Eine kurze R\u00fcckkehr"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">So, nach der langen Zeit erst einmal ein kleiner Reisebericht meinerseits. Ich bin f\u00fcr drei schnelllebige Tage in meine alte Heimat &#8211; das Schwabenland &#8211; eingefallen, und es war sch\u00f6n. Auf drei Tage war das Ganze begrenzt, weil mir sowohl die Zeit zum Lernen als auch das Geld f\u00fcr den Urlaub so oder so nicht reichen &#8211; da muss man das ja nicht auch noch in die L\u00e4nge ziehen&#8230;<br \/>\nAnlass f\u00fcr meinen Besuch war ein Freizeit-Vortreffen. Darunter verstehen die meisten wahrscheinlich eher das Bier in der letzten Pause vor dem Feierabend, ich meine damit aber&#8230; naja, bevor Feierabend war, haben wir auch schon Bier getrunken, ich geb&#8217;s ja zu!<br \/>\nAber eigentlich geht es dabei um Planung. Planung, wie man knappe zwei Wochen mit einem Haufen Kinder klarkommt, verhindert, dass es Tote gibt, und das Ganze dann auch noch allen Beteiligten Spa\u00df macht.<br \/>\nIm Gegensatz zu dem, was ich von der einen Freizeit (die ich immerhin viermal begleitet habe) kenne, war dieses Vortreffen &#8211; ja, wird wohl sogar die Freizeit selbst! &#8211; Kinderfasching! Also viel geplant werden muss wohl gar nicht, ich sehe allerdings seltsamerweise, dass ich der einzige bin, der gerade keine Aufgabe zu erledigen hat. \u00c4hm&#8230; das war sooo auch nicht gedacht.<br \/>\nAber ok, bleiben wir mal bei meiner Reise. Der Zug, der mich nach Stuttgart brachte, schaffte es auf eine knappe Stunde Versp\u00e4tung, was insbesondere den Gewittern am Vorabend geschuldet war. So wurde die komplette Ladung verlorener Reisender eines anderen Zuges nach Frankfurt in just diesem Zug untergebracht, und im Unklaren dar\u00fcber gelassen, ob sie ihre Fl\u00fcge noch kriegen w\u00fcrden. Dennoch eine fast gespenstisch ruhige Atmosph\u00e4re.<br \/>\nIn Stuttgart hatte ich dann zwar eigentlich nur wenig Zeit &#8211; ich musste ja weiter nach Backnang &#8211; aber eine Zigarette konnte ich mir nach inzwischen sechseinhalb Stunden ungesch\u00fctztem Kontakt mit Nichtrauchern auch nicht verkneifen.<br \/>\nDazu habe ich den mir so vertrauten Bonatz-Bau verlassen, bin auf die Stra\u00dfe gewatschelt und hab mich umgesehen: &#8222;Hmm, alles wie immer, mehr Cops als in Berlin&#8230; Etwas arg viel mehr Cops!&#8220; So grob kenne ich ja meine Pappenheimer, also bin ich mal um die Ecke geschlurft und hab tats\u00e4chlich eine kleine Demo vorgefunden. Ein paar T\u00fcrken haben f\u00fcr das Aufenthaltsrecht eines Menschen demonstriert. Ich hab mich also mal unauff\u00e4llig umgesehen, ob ich nicht vielleicht doch irgendwo ein bekanntes Gesicht finde.<br \/>\nDas Ergebnis war erschreckend. Nicht nur, dass ich keine Bekannte oder Freunde gefunden habe. Das Schlimmste daran war, dass damit das erste mir bekannte Gesicht, das ich sehe, als ich nach \u00fcber einem halben Jahr endlich mal wieder in meiner Heimatstadt war, die eines sadistischen Bullen der Stuttgarter Reiterstaffel war, bei dem ich noch heute vor lauter Hass versucht bin, dagegen anzuk\u00e4mpfen ihn vom Pferd zu ziehen und zu verkloppen.<br \/>\nNehmt mir den Hass bitte nicht \u00fcbel, was der Typ vor meinen Augen schon alles angestellt hat, ist unbeschreiblich!<br \/>\nNaja, wegen diesem ganzen Schmonz (nein, ich habe es nicht durchgezogen!) ist mir dann meine S-Bahn quasi vor der Nase raus, was eine halbe Stunde Zeit, und damit genug f\u00fcr die ein oder andere Kippe, bedeutete.<br \/>\nIch informierte meine Mitteamer, dass ich also trotz gro\u00dfz\u00fcgiger Planung letzten Endes doch zu sp\u00e4t kommen werde, aber ich wurde nicht einmal letzter. Ich hab mich wahnsinnig gefreut, Ellen, Chris und Matze wiederzusehen, und nach recht kurzer &#8211; nennen wir es &#8222;Einarbeitungsphase&#8220; &#8211; auf der sonnigen Dachterrasse von Chris WG war mir klar, dass das ein super Team werden wird.<br \/>\nDurch die schnelle Planung beendeten wir das Vortreffen noch am selben Abend, statt wie geplant am n\u00e4chsten Mittag, und ich nutzte die Gelegenheit, mich sofort nach Stuttgart aufzumachen. Mein Bruder musste noch bis nach 23 Uhr arbeiten, also habe ich beschlossen, wir treffen uns bei Tula. Wie sollte ich auch einen Besuch in Stuttgart ohne meine Stammkneipe \u00fcberstehen?<br \/>\nDort hab ich mich dann ein bisschen mit Mulu unterhalten, um mal die Neuigkeiten bei meinem alten Arbeitgeber in Erfahrung zu bringen, was ich mir alles besser h\u00e4tte ersparen sollen, dann w\u00fcrde meine positive Erinnerung nicht so br\u00f6ckeln&#8230;<br \/>\nMein Bruder kam, sah und so tranken wir zwei oder drei Bier. Dann kam der spontane Auftritt unseres Stiefbruders, dessen Freundin ein wenig ungl\u00fccklich dar\u00fcber zu sein schien, dass sie nach einem Umzug noch in eine Spelunke geschleppt wurde, in der zwei seltsame, leicht angetrunkene Menschen ihren Freund mit alten Familiengeschichten auf Trab hielten&#8230;<br \/>\nEs wurde reichlich sp\u00e4t, und so waren wir gezwungen, ein Taxi zu nehmen, was zwar kohlem\u00e4\u00dfig nie so der Hammer ist, was mich aber gerade immer wieder ein bisschen interessiert. Unser Fahrer war ein wirklich netter, man kann sagen, dass er geradezu vorbildlich war. So wie ich auch vorhabe, (als Fahrer) zu werden.<br \/>\nIch und der andere jung gebliebene Teil der Familie sind sofort in einen komat\u00f6sen Schlaf gefalllen. OK, zugegeben: Ich! Mein Bruder hat das Schnarchen nicht so leicht verdauen k\u00f6nnen. Dann kam der Sonntag.<br \/>\nSonntage sind ja diese Tage, an denen man so wenig machen kann, weil ein Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung unseres Landes versucht, den gleichen Rhytmuas zu haben, und die Pause immer Sonntags ist. Ich hab mich auch erst gewundert, aber die Menschen sind echt so komisch.<br \/>\nNaja, so uninteressant begann dann der Sonntag auch. Wir haben uns an ein zwei Computerspielen versucht und zwischendurch \u00fcber <a href=\"http:\/\/youtube.com\/watch?v=psvL2eYQ7YM&amp;feature=related\">Achmed<\/a> gelacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Silence!!!&#8220; &#8211; Der Soundtrack dieses Wochenendes!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann hab ich meinen Vater mal wieder mit einem Besuch beehrt. Dieses Mal, ohne Geld von ihm zu wollen &#8211; wenngleich ich es bitter n\u00f6tig h\u00e4tte&#8230;<br \/>\nWir hatten ein nettes, stundenlanges Gespr\u00e4ch, haben hier\u00fcber und dar\u00fcber geredet und zu guter Letzt w\u00e4re ich fast zu sp\u00e4t zu meinem Bruder zur\u00fcckgekehrt, um mit ihm wieder gen Gablenberg zu verschwinden.<br \/>\nIm Bus bereits haben wir den Obergnarfzocker getroffen, und ab da wurde der Abend sowas von nett, gechillt, alkoholreich und witzig. Nach einem halben Jahr Abstinenz war der Ausbruch an bescheuerten Spr\u00fcchen kaum zu kontrollieren. Nebenbei haben wir ein bisschen Dart gespielt, und wenn ich mich richtig erinnere, hab ich jedes einzelne Spiel gewonnen. Beim letzten bin ich mir nicht mehr ganz sicher \ud83d\ude09<br \/>\nNat\u00fcrlich ist es das ein oder andere Mal sentimental geworden im Laufe dieser langen Sitzung, aber ich behalte sie in sehr guter Erinnerung. Ich bin ewig sp\u00e4t, nach meinem Bruder erst &#8222;heim&#8220;gekommen, insofern sah es mit seinem Schlaf dieses Mal ein wenig besser aus.<br \/>\nNach dem Aufstehen am n\u00e4chsten Tag bin ich recht bald los, hatte eine gechillte Reise, die dieses Mal sogar p\u00fcnktlich um 19 Uhr hier in Marzahn ihr Ende fand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Generell bleibt zum Wochenende zu sagen: Es war hei\u00df, schw\u00fcl, zu kurz&#8230; und dennoch einfach geil!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Knock knock!&#8220;<br \/>\n&#8222;Who&#8217;s there?&#8220;<br \/>\n&#8222;Me. I kill you!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So, nach der langen Zeit erst einmal ein kleiner Reisebericht meinerseits. Ich bin f\u00fcr drei schnelllebige Tage in meine alte Heimat &#8211; das Schwabenland &#8211; eingefallen, und es war sch\u00f6n. 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