{"id":1628,"date":"2008-05-09T04:19:05","date_gmt":"2008-05-09T02:19:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=1628"},"modified":"2012-09-18T02:16:08","modified_gmt":"2012-09-18T00:16:08","slug":"killerspiele-die-tausendste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2008\/05\/09\/killerspiele-die-tausendste\/","title":{"rendered":"Killerspiele die tausendste&#8230;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Bild schreibt schon wieder Bl\u00f6dsinn \u00fcber Computerspiele, und ich m\u00f6chte an dieser Stelle gerne nur den <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/2953\/killerargumente\">Artikel bei bildblog.de<\/a> als\u00a0 Quelle verlinken. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie die Bild (und auch andere Medien) mit dem Thema umgehen. Denn ginge es wirklich um Aufkl\u00e4rung und Wissensvermittlung, dann d\u00fcrften Artikel ja eben nicht so aussehen.<br \/>\nIch denke, es ist nicht unsinnig, sich Gedanken zu machen \u00fcber die sozialen Auswirkungen von Software-Konsum und auch der in Spielen vorkommenden Gewalt. Nat\u00fcrlich ist es ebenso sinnlos, als friedlicher leidenschaftlicher Zocker immer nur durch alle Foren der Welt zu br\u00fcllen, dass man damit ja nur Aggressionen abbaut. Damit bedient man mitunter auch nur das Klischee, dass man von sich unzul\u00e4ssigerweise auf andere schlie\u00dft und als Betroffener nicht \u00fcber den Tellerrand hinaussehen kann, schon alleine weil man Angst vor den Konsequenzen hat.<br \/>\nAber das ist auch nicht n\u00f6tig. F\u00fcr sich selbst sollten schon viele in der Lage sein, ihr eigenes Spielverhalten zu reflektieren, und f\u00fcr die anderen F\u00e4lle hat der Mensch im Laufe der Evolution die h\u00f6here Kommunikation entwickelt: Man kann miteinander reden.<br \/>\nWas mich an eigentlich allen bisher \u00f6ffentlich wahrnehmbaren Debatten zum Thema gest\u00f6rt hat, waren ihre Einseitigkeiten und die Beschr\u00e4nkung auf Spiele als Problem.<br \/>\nMit Einseitigkeit meine ich, dass ich noch nirgends an prominenter Stelle gelesen habe, dass manch b\u00f6ses &#8222;Killerspiel&#8220; eine taktische Ausrichtung oder zumindest Ans\u00e4tze hat. Wenn dar\u00fcber zu lesen war, dann doch eher mit dem Kommentar &#8222;Taktik steht zwar auf der Verpackung, aber drinnen ist nur Gemetzel!&#8220;. Wieso schreiben Leute wertend \u00fcber Dinge, von denen sie nicht den Hauch einer Ahnung haben? Wie zum Beispiel die Irren, die in Counterstrike omin\u00f6se Kinderwagen entdeckt hatten, die es zu vernichten galt.<br \/>\nSelbst bei reinen Shootern l\u00e4sst sich doch immer noch behaupten, dass es sich um fantastische Geschicklichkeitsspiele handelt. F\u00fcr die langj\u00e4hrigen Profispieler ist ein Headshot doch bestimmt kein &#8222;geiler Kill&#8220; mehr, sondern gute Handarbeit. Dar\u00fcber liest man nichts. Spiele wie Tetris werden von den gleichen Leuten als geistige und reaktionsm\u00e4\u00dfige Herausforderung gelobt, die nicht anerkennen wollen, dass eine Menge Geschicklichkeit vonn\u00f6ten ist, f\u00fcnf Mitspieler schneller zu treffen als diese einen selbst.<br \/>\nMit der Beschr\u00e4nkung meine ich, dass selbst im viel zitierten Fall von Robert Steinh\u00e4user immer wieder erw\u00e4hnt wird, dass er Counterstrike oder \u00e4hnliches gespielt hat. Keiner schreibt heute mehr in Verbindung mit Bildungspolitik, welch irrationale Leere es in dieser Gesellschaft in Randexistenzen ausl\u00f6sen kann, wenn man keinen Schulabschluss kriegt, obwohl man bis zur dreizehnten Klasse durchgehalten hat. Pl\u00f6tzlich spielen Familiengeschichten keine Rolle mehr, Probleme von Au\u00dfenseitern, Leistungsdruck, Einsamkeit, Depressionen. Das sind alles Elemente fast jeden Amoklaufs, aber keines dieser Probleme l\u00e4sst sich so einfach angehen wie Computerspiele. Die kann man verbieten. Dann atmen alle auf &#8211; egal ob dieses Verbot was bewirkt oder nicht &#8211; denn die Politik hat etwas getan, und die Presse schreibt nichts Schlimmes. Das ist enorm verlogen in meinen Augen!<br \/>\nKlar, ich bin auch vorbelastet. Ich habe in meiner Vergangenheit einige Stunden mit &#8222;Unreal Tournament&#8220; und &#8222;Tactical Ops&#8220; (immer als Terrorist) zugebracht, lustige Stunden in denen ich versucht habe, meinen Bruder und gute Freunde zu t\u00f6ten. Ich habe &#8222;Need for Speed&#8220; gezockt, und damit einen ersten Eindruck von der Fahrphysik von Autos bekommen &#8211; und ich will Taxifahrer werden!<br \/>\nAber in all der Zeit habe ich eben auch eines gelernt: Ein Spiel ist ein Spiel, ein Wettkampf, eine Herausforderung. Und es ist schade, diese oftmals sehr sportlich faire Auseinandersetzung mit meinen Mitmenschen denunziert zu sehen von Leuten, die keine Ahnung haben, \u00fcber was sie schreiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bild schreibt schon wieder Bl\u00f6dsinn \u00fcber Computerspiele, und ich m\u00f6chte an dieser Stelle gerne nur den Artikel bei bildblog.de als\u00a0 Quelle verlinken. 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