{"id":14054,"date":"2015-02-21T08:15:32","date_gmt":"2015-02-21T06:15:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/?p=14054"},"modified":"2015-02-21T08:15:32","modified_gmt":"2015-02-21T06:15:32","slug":"verpeiltes-wochenende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sashs-blog.de\/wordpress\/2015\/02\/21\/verpeiltes-wochenende\/","title":{"rendered":"Verpeiltes Wochenende"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Dass die Nachtschicht so ihre T\u00fccken mit sich bringt, ist ein alter Hut. An manchen Tagen hab ich dann aber auch fast wieder Respekt davor, wie sehr das alles au\u00dfer Kontrolle geraten kann. Und wie wenig es dazu braucht. An diesem Wochenende waren es ein paar diskussionsw\u00fcrdige Infos und ein Termin, der ein kleines bisschen zu fr\u00fch lag. Und zack \u2013 war das Chaos perfekt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich hab mich am Freitag morgen schon gegen 6 Uhr ins Bett geschmissen. Ich war todm\u00fcde und au\u00dferdem musste ich ausnahmsweise um 14 Uhr schon wieder aufstehen und in die Stadt fahren. Gnaaa! Aber bis dahin h\u00e4tte es gut gepasst. Mit 8 Stunden quasi super ausschlafen. Und dann w\u00e4re ich halt abends bei der Arbeit 2 Stunden fr\u00fcher m\u00fcde. H\u00e4tte vielleicht mit einer Coffee mehr gut gepasst. Aber irgendwie meinte mein K\u00f6rper wohl, dass 6 Uhr schon ganz sch\u00f6n fr\u00fch zum Schlafen w\u00e4re und hat mich um 8 Uhr unter Zuhilfenahme eines epischen Hungergef\u00fchls wieder aufgeweckt. Aber es war ja auch noch Zeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich lag dann halt lange wach und hab letztlich sogar noch was zu Essen gemacht. Dann hab ich den Fehler gemacht, meine Mails zu checken. Die hielten mich dann eine weitere Weile wach, dann stand Ozie auf, dann bequatschten wir zu zweit einige wichtige Sachen und in Nullkommanix war meine vormitt\u00e4gliche Schlafenszeit auf etwa eine Stunde zusammengeschnurrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun ist nach einer Stunde aufstehen keine sch\u00f6ne \u00dcbung, aber f\u00fcr ein bisschen Geradeausgucken reicht&#8217;s dann ja doch. Nach einer Weile war ich sogar fit und motiviert und hab dann tats\u00e4chlich meine Taxischicht eine Stunde fr\u00fcher als sonst begonnen. Ein wenig gruselig mit all dem Verkehr, aber es lief gut. Im Gegensatz zu den meisten Kollegen hatte ich am Umsatz nix auszusetzen und alles war sehr kurzweilig und spa\u00dfig. Nat\u00fcrlich hatte ich mir das auch durch eine geh\u00f6rige Dosis Koffein erkauft \u2013 und dass das nicht ewig halten w\u00fcrde, war klar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um 0 Uhr hab ich genau den richtigen Punkt gefunden, nach Hause zu fahren. Ich hatte meine M\u00fcdigkeit genau richtig eingesch\u00e4tzt. Bis dato ausgeruht und konzentriert, g\u00e4hnte ich die ganze Landsberger Allee bis nach Hause in einem fort und lie\u00df mir das Blei auf den Augenlidern vom Fahrtwind am komplett ge\u00f6ffneten Fenster wegpusten. Nach ein paar Kleinigkeiten stellte ich mir den Wecker auf 3.00 Uhr und versank um 1.30 Uhr im Bett. Knockout, augenblicklicher.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das war als Entweder-oder-Pause angelegt. W\u00e4re ich nach anderthalb Stunden fit gewesen, w\u00e4re ich wieder raus auf die Stra\u00dfe \u2013 f\u00fcr wenigstens weitere 30 \u20ac. Wenn nicht, dann h\u00e4tte ich Zeit gehabt, am Rechner rumzugammeln, bis ich zwischen 6 und 9 Uhr irgendwann erneut zusammenklappe und passend zum Rhythmus ganz normal abends wieder aufstehe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um 3 Uhr dann klingelte der Wecker, ich bekam das auch mit und hatte diese Jaja-Haltung. Ich wusste, dass es wichtig war, jetzt aufzustehen, aber es juckte mich kein bisschen. Als ich ihn ausschaltete, wusste ich dass ich fr\u00fchestens um 5 Uhr wieder die Augen \u00f6ffnen w\u00fcrde \u2013 und dann g\u00e4be es keine Wahl mehr zwischen nochmal raus und \u2026 jaja.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Fuck!&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">dachte ich so bei mir und blickte um 4.56 Uhr aufs Handy.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>&#8222;Naja, immerhin gut geraten \u2026&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">wusste ich dann aber doch gleich festzustellen. Ich h\u00e4tte nat\u00fcrlich weiterschlafen k\u00f6nnen, aber dann w\u00e4re der heutige Samstag ein \u00e4hnliches Chaos geworden. Und wo ich schon mal wach war \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um 6.30 Uhr hab ich den Z\u00fcndschl\u00fcssel umgedreht und den Knopf f\u00fcr die Dachleuchte gedr\u00fcckt. Und den f\u00fcr die Sitzheizung. Und tats\u00e4chlich: Nur eine Stunde sp\u00e4ter hatte ich die fehlenden 30 \u20ac eingefahren und konnte dem Tag trotz fehlender Struktur am Ende die Note &#8222;gut&#8220; verleihen. Hab alles geschafft, was ich mir mit normalem Schlafrhythmus vorgenommen hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin ehrlich gesagt froh, dass mir das nicht mehr oft passiert und ich mich ziemlich gut an die Nachtschicht gew\u00f6hnt habe. Und was das Sch\u00f6nste an all dem ist: Ich bin jetzt tats\u00e4chlich m\u00fcde und ich mache mir f\u00fcr heute keinerlei Sorgen. \ud83d\ude42<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/da71e366366746118ad1e460831ecff7\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass die Nachtschicht so ihre T\u00fccken mit sich bringt, ist ein alter Hut. 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